Turn your phone upright to continue.
Skip to content
Goethe C2 Sprechen · Übungssatz 12

Paper 12

Goethe C2 · Speaking

15 min4 pages

Teil 1: Produktion

Exam material is in German.

Answers & guidance

Independent Faust practice material. Not published or endorsed by the Goethe-Institut.

Inside the paper

Teil 1: Produktion

Sie haben insgesamt 15 Minuten Zeit, beide Teile vorzubereiten. Sprechen Sie während der Prüfung frei. Hilfsmittel wie Wörterbücher oder Mobiltelefone sind nicht erlaubt. Wählen Sie für Teil 1 eines der beiden Themen. Halten Sie einen circa fünfminütigen Vortrag für die Seminargruppe. Wägen Sie unterschiedliche Standpunkte ab und geben Sie konkrete Beispiele. Die drei Zitatkarten können Ihnen als Orientierung dienen. Beantworten Sie anschließend Fragen zu Ihrem Vortrag und gehen Sie auf Rückmeldungen ein. Teil 1 dauert insgesamt circa zehn Minuten.

1. Thema 1: Rücksicht und offene Kritik im Berufsalltag Sie nehmen an einem Seminar über Zusammenarbeit teil. Ihr Vortrag behandelt die Frage, wie Beschäftigte Fehler und Konflikte offen ansprechen können, ohne die persönliche Würde der Beteiligten zu verletzen. Im Mittelpunkt steht das Verhältnis zwischen Rücksicht auf individuelle Empfindlichkeiten und der Notwendigkeit deutlicher Kritik. Zitatkarten zur Orientierung: „Auch wer einen Fehler gemacht hat, verdient es, als Person ernst genommen zu werden.“ „Bleibt unausgesprochen, was schiefgelaufen ist, fehlt dem Team die Grundlage, seine Arbeit zu verbessern.“ „Was unter vier Augen hilfreich ist, kann vor versammelter Belegschaft eine ganz andere Wirkung entfalten.“

Gliedern Sie Ihren Vortrag in Einleitung, Hauptteil und Schluss und gestalten Sie nachvollziehbare Übergänge.

Verwenden Sie differenzierte Wörter und anspruchsvolle sprachliche Strukturen, die Ihren Überlegungen gerecht werden.

Machen Sie Ihre persönliche Haltung dazu deutlich, wo Rücksicht bei beruflicher Kritik geboten ist und wo sie notwendige Klarheit beeinträchtigen kann.

2. Thema 2: Mitgefühl als Maßstab für Hilfsentscheidungen? Sie nehmen an einem Seminar über gesellschaftliche Solidarität teil. Ihr Vortrag behandelt die Frage, welche Rolle persönliches Mitgefühl spielen sollte, wenn eine gemeinnützige Initiative begrenzte Unterstützung verteilt. Dabei geht es um das Verhältnis zwischen unmittelbar berührenden Einzelschicksalen und einheitlichen Kriterien für alle Hilfesuchenden. Zitatkarten zur Orientierung: „Die Begegnung mit einem einzelnen Menschen kann uns zum Helfen bewegen, wo allgemeine Aufrufe wirkungslos bleiben.“ „Wenn die Mittel nicht für alle reichen, darf die eindringlichste Erzählung nicht allein den Ausschlag geben.“ „Einheitliche Kriterien schaffen Übersicht, doch manche Notlage wird erst im persönlichen Gespräch erkennbar.“

Bauen Sie Ihren Vortrag mit einer klaren Einleitung, einem zusammenhängenden Hauptteil und einem abschließenden Fazit auf.

Setzen Sie einen differenzierten Wortschatz und anspruchsvolle sprachliche Strukturen passend zu Ihrer Argumentation ein.

Legen Sie Ihre persönliche Auffassung dazu dar, wie Mitgefühl und einheitliche Vergabekriterien miteinander vereinbart werden sollten.

Teil 2: Interaktion

Wählen Sie eines der beiden Themen. Entscheiden Sie sich beim gewählten Thema für das Pro- oder das Contra-Statement und eröffnen Sie damit die Diskussion. Führen Sie anschließend ein circa fünfminütiges Gespräch mit Ihrer Prüferin oder Ihrem Prüfer. Sprechen Sie frei.

1. Thema 1: Finanzielle Entlastung automatisch gewähren? Sie sind zu einer Gesprächsrunde über den Zugang zu staatlicher Unterstützung eingeladen. Sie diskutieren, ob eine einkommensabhängige Entlastungszahlung ohne Antrag ausgezahlt werden sollte, wenn die nötigen Einkommensdaten bereits bei der Verwaltung vorliegen. Zur Debatte stehen ein leichterer Zugang und der Umgang mit inzwischen veränderten Lebensverhältnissen. Pro: „Wer anhand vorhandener Einkommensdaten anspruchsberechtigt ist, sollte die Zahlung ohne zusätzlichen Antrag erhalten.“ Contra: „Ein Antrag sollte klären, ob die Lebensverhältnisse noch zu den gespeicherten Einkommensdaten passen.“

Vertreten Sie Ihre gewählte Position mit nachvollziehbaren Gründen und konkreten Beispielen.

Gehen Sie auf die Argumente Ihres Gegenübers ein und erläutern Sie, welche Einwände Sie für berechtigt halten.

Versuchen Sie, Ihr Gegenüber mit Argumenten zu überzeugen, die dessen Bedenken aufgreifen.

2. Thema 2: Ermäßigte Weiterbildung nach Einkommen staffeln? Sie sind zu einer kommunalen Gesprächsrunde über Weiterbildung eingeladen. Eine Stadt möchte den Besuch ihrer Erwachsenenbildungskurse finanziell erleichtern. Sie diskutieren, ob das verfügbare Geld ausschließlich für einkommensabhängige Ermäßigungen eingesetzt werden sollte, statt die Kursgebühren für alle zu senken. Im Mittelpunkt stehen finanzielle Zugänglichkeit und der Aufwand für den Nachweis der Berechtigung. Für die Entlastung steht ein fester Gesamtbetrag zur Verfügung. Pro: „Die begrenzten Zuschüsse sollten ausschließlich Menschen mit wenig Einkommen die Teilnahme an Weiterbildung erleichtern.“ Contra: „Die Zuschüsse sollten sämtliche Kursgebühren senken, damit niemand seine finanzielle Lage einzeln nachweisen muss.“

Begründen Sie Ihre gewählte Position und veranschaulichen Sie deren Folgen anhand konkreter Beispiele.

Greifen Sie die Argumente Ihres Gegenübers auf und setzen Sie sich mit deren Voraussetzungen und Folgen auseinander.

Versuchen Sie, Ihr Gegenüber von Ihrer Position zu überzeugen, indem Sie auf gemeinsame Anliegen eingehen.

More papers

Faust is independent and not affiliated with or endorsed by Goethe-Institut, telc, g.a.s.t. (TestDaF) or ÖSD. All names and logos are the trademarks of their owners. Faust does not issue certificates or official exam results.