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Goethe C2 Sprechen · Übungssatz 10

Paper 10

Goethe C2 · Speaking

15 min4 pages

Teil 1: Produktion

Exam material is in German.

Answers & guidance

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Inside the paper

Teil 1: Produktion

Sie haben insgesamt 15 Minuten Zeit, beide Teile vorzubereiten. Wörterbücher und Mobiltelefone sind nicht erlaubt. Wählen Sie für Teil 1 eines der beiden Themen. Halten Sie einen circa fünfminütigen Vortrag und beantworten Sie anschließend Fragen dazu. Teil 1 dauert insgesamt circa zehn Minuten. Sprechen Sie frei. Wägen Sie unterschiedliche Standpunkte ab und geben Sie Beispiele. Die drei Zitatkarten können Ihnen als Orientierung dienen.

1. Thema 1: Öffentliche Veranstaltungen zwischen Zugänglichkeit und Schutz Sie nehmen an einem Seminar über das öffentliche Zusammenleben teil. Ihr Vortrag behandelt die Frage, wie Veranstaltungen mit prominenten Gästen zugänglich bleiben können, wenn Schutzmaßnahmen den unmittelbaren Kontakt mit dem Publikum einschränken. Zitatkarten zur Orientierung: „Eine öffentliche Begegnung verliert ihren Sinn, wenn das Publikum nur noch aus der Ferne zuschauen darf.“ „Wie viel Abstand nötig ist, hängt vom konkreten Anlass und den örtlichen Bedingungen ab.“ „Auch hinter einer Absperrung muss eine kritische Frage ihren Weg zum Gast finden können.“

Gliedern Sie Ihren Vortrag in eine Einleitung, einen Hauptteil und einen Schluss mit nachvollziehbaren Übergängen.

Verwenden Sie einen differenzierten Wortschatz und anspruchsvolle sprachliche Strukturen.

Machen Sie deutlich, welche Grenzen Sie für Einschränkungen des Publikumszugangs für vertretbar halten.

2. Thema 2: Berufliche Reisen: Wann ist persönliche Anwesenheit unverzichtbar? Sie nehmen an einem Seminar über internationale Zusammenarbeit teil. Ihr Vortrag behandelt die Frage, nach welchen Maßstäben Organisationen entscheiden sollten, ob Beschäftigte für gemeinsame Vorhaben reisen oder aus der Ferne mitarbeiten. Im Mittelpunkt stehen persönliche Beziehungen, die Belastung der Reisenden und die Anforderungen der jeweiligen Aufgabe. Zitatkarten zur Orientierung: „Beim gemeinsamen Mittagessen kommt manchmal zur Sprache, was in keiner angesetzten Videokonferenz einen Platz findet.“ „Ein voller Reisekalender beansprucht auch die Zeit und Kraft, die Menschen außerhalb ihres Berufs brauchen.“ „Ob sich die Anreise lohnt, entscheidet sich daran, was die Beteiligten vor Ort tatsächlich tun müssen.“

Bauen Sie Ihren Vortrag mit einer klaren Einleitung, einem zusammenhängenden Hauptteil und einem abschließenden Fazit auf.

Setzen Sie differenzierte Formulierungen und anspruchsvolle sprachliche Strukturen ein.

Legen Sie Ihren persönlichen Standpunkt dazu dar, wann eine berufliche Reise gerechtfertigt ist.

Teil 2: Interaktion

Wählen Sie eines der beiden Themen und führen Sie darüber ein circa fünfminütiges Gespräch mit Ihrer Prüferin oder Ihrem Prüfer. Entscheiden Sie sich für das Pro- oder das Contra-Statement auf dem gewählten Themenblatt und beginnen Sie die Diskussion. Sprechen Sie frei.

1. Thema 1: Literarische Schauplätze auf touristischen Karten? Sie sind zu einer Gesprächsrunde über Literaturtourismus eingeladen. Eine Küstenregion möchte mögliche Schauplätze einer antiken Abenteuererzählung auf ihrer offiziellen Wanderkarte markieren. Die Zuordnungen sind nicht historisch gesichert und sollen ausdrücklich als Deutungen gekennzeichnet werden. Sie diskutieren, ob solche Markierungen auf die Karte gehören. Pro: Als Deutungen gekennzeichnete Schauplätze gehören auf die Wanderkarte: Sie erschließen literarische Zugänge zur Küstenlandschaft. Contra: Auch gekennzeichnete Deutungen gehören nicht auf die offizielle Wanderkarte: Verlässliche Orientierung sollte Vorrang haben.

Vertreten Sie Ihre Meinung zur Aufnahme dieser Schauplätze in die Wanderkarte und begründen Sie sie mit Beispielen.

Gehen Sie auf die Argumente Ihrer Gesprächspartnerin oder Ihres Gesprächspartners ein.

Versuchen Sie, Ihr Gegenüber von Ihren Argumenten zu überzeugen.

2. Thema 2: Klassische Abenteuerliteratur in heutiger Sprache? Sie sind zu einer Gesprächsrunde über das Programm einer öffentlichen Bibliothek eingeladen. Für einen Lesekreis für Erwachsene ohne Vorkenntnisse stehen zwei vollständige Übersetzungen einer antiken Abenteuererzählung zur Wahl: eine sprachlich traditionsnahe und eine konsequent gegenwartssprachliche. Sie diskutieren, ob die gegenwartssprachliche Übersetzung als gemeinsame Lektüre gewählt werden sollte. Pro: Die gegenwartssprachliche Übersetzung sollte unsere gemeinsame Lektüre werden, damit sprachliche Hürden den Einstieg nicht erschweren. Contra: Als gemeinsame Lektüre verdient die traditionsnahe Übersetzung Vorrang: Ihre sprachliche Eigenart bereichert das Lesen.

Vertreten Sie Ihre Meinung zur Wahl der Übersetzung und veranschaulichen Sie Ihre Gründe mit Beispielen.

Greifen Sie die Argumente Ihrer Gesprächspartnerin oder Ihres Gesprächspartners auf und entwickeln Sie das Gespräch gemeinsam weiter.

Versuchen Sie, Ihr Gegenüber von Ihrer Position zu überzeugen.

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