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Goethe C2 Sprechen · Übungssatz 04

Paper 4

Goethe C2 · Speaking

15 min4 pages

Teil 1: Produktion

Exam material is in German.

Answers & guidance

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Inside the paper

Teil 1: Produktion

Sie haben insgesamt 15 Minuten Zeit, beide Teile vorzubereiten. Sprechen Sie während der Prüfung frei. Wörterbücher und Mobiltelefone sind nicht erlaubt. Wählen Sie für Teil 1 eines der beiden Themen. Halten Sie einen etwa fünfminütigen Vortrag und beantworten Sie anschließend Fragen dazu. Teil 1 dauert insgesamt etwa zehn Minuten. Wägen Sie unterschiedliche Standpunkte ab und veranschaulichen Sie Ihre Überlegungen durch Beispiele. Die drei Zitatkarten zu Ihrem Thema können Ihnen als Anregung dienen.

1. Thema 1: Vertraulich verhandeln, öffentlich Verantwortung tragen Sie nehmen an einem Seminar über Konfliktvermittlung teil. In Ihrem Vortrag untersuchen Sie, welchen Stellenwert vertrauliche Gespräche bei Konflikten haben sollten, deren Ausgang die Öffentlichkeit betrifft. Zitatkarte 1: „Wer jeden Vorschlag sofort öffentlich verteidigen muss, wagt selten einen Schritt auf die Gegenseite zu.“ Zitatkarte 2: „Die Betroffenen müssen nachvollziehen können, weshalb andere über ihre Lebensbedingungen entschieden haben.“ Zitatkarte 3: „Während Gespräche Schutz brauchen können, verlangt eine getroffene Vereinbarung eine öffentliche Begründung.“

Gliedern Sie Ihren Vortrag in eine Einleitung, einen Hauptteil und einen Schluss mit nachvollziehbaren Übergängen.

Verwenden Sie einen differenzierten Wortschatz und anspruchsvolle sprachliche Strukturen.

Machen Sie Ihre persönliche Einstellung zum Verhältnis von Vertraulichkeit und öffentlicher Rechenschaft deutlich.

2. Thema 2: Versorgungssicherheit und wirtschaftliche Abhängigkeit Sie nehmen an einem Seminar über verantwortliches Wirtschaften teil. In Ihrem Vortrag untersuchen Sie, wie Unternehmen bei der Beschaffung wichtiger Waren zwischen günstigen Angeboten und verlässlicher Versorgung abwägen sollten. Zitatkarte 1: „Wer seine Bestellungen bündelt, kann günstiger einkaufen und den Aufwand für die Beschaffung begrenzen.“ Zitatkarte 2: „Mehrere Bezugsquellen kosten Pflege, halten den Betrieb aber auch beim Ausfall eines Lieferanten handlungsfähig.“ Zitatkarte 3: „Entscheidend ist nicht allein der Warenpreis, sondern auch, was ohne die Ware stillsteht.“

Gliedern Sie Ihren Vortrag in eine Einleitung, einen Hauptteil und einen Schluss mit nachvollziehbaren Übergängen.

Verwenden Sie einen differenzierten Wortschatz und anspruchsvolle sprachliche Strukturen.

Machen Sie Ihre persönliche Einstellung zum Umgang mit wirtschaftlichen Abhängigkeiten deutlich.

Teil 2: Interaktion

Wählen Sie eines der beiden Themen und führen Sie darüber etwa fünf Minuten lang ein Gespräch mit Ihrer Prüferin oder Ihrem Prüfer. Entscheiden Sie sich für das Pro- oder das Contra-Statement zu Ihrem Thema und eröffnen Sie damit die Diskussion. Sprechen Sie frei.

1. Thema 1: Belastete Straßennamen ändern? Sie sind zu einer öffentlichen Gesprächsrunde über kommunale Erinnerungskultur eingeladen. Zur Diskussion steht, ob eine Stadt Straßen umbenennen sollte, wenn die dort geehrten Personen nachweislich an historischem Unrecht beteiligt waren. Pro: „Eine Umbenennung beendet die öffentliche Ehrung von Menschen, die historisches Unrecht mitverantwortet haben.“ Contra: „Mit erklärenden Tafeln halten bestehende Straßennamen die historische Verantwortung der Stadt sichtbar.“

Vertreten Sie Ihre Position zur Umbenennung und begründen Sie diese anhand konkreter Beispiele.

Greifen Sie die Argumente Ihrer Gesprächspartnerin oder Ihres Gesprächspartners auf und entwickeln Sie die Diskussion gemeinsam weiter.

Versuchen Sie, Ihre Gesprächspartnerin oder Ihren Gesprächspartner durch Ihre Argumente zu überzeugen.

2. Thema 2: Literaturförderung mit gesellschaftlichem Auftrag? Sie sind zu einer Gesprächsrunde über öffentliche Kulturförderung eingeladen. Sie diskutieren, ob bei der Vergabe kommunaler Literaturstipendien Werke bevorzugt werden sollten, die sich mit verdrängter lokaler Geschichte auseinandersetzen. Pro: „Kommunale Literaturstipendien sollten verdrängte Ortsgeschichte bevorzugen, damit die Stadt ihrer Verantwortung für Erinnerung nachkommt.“ Contra: „Kommunale Literaturstipendien sollten künstlerische Eigenständigkeit fördern, ohne bestimmte historische Themen bei der Vergabe vorzuziehen.“

Vertreten Sie Ihre Position zur Vergabe der Literaturstipendien und erläutern Sie diese anhand konkreter Beispiele.

Gehen Sie auf die Argumente Ihrer Gesprächspartnerin oder Ihres Gesprächspartners ein und prüfen Sie gemeinsam die Folgen der vorgeschlagenen Förderpriorität.

Versuchen Sie, Ihre Gesprächspartnerin oder Ihren Gesprächspartner durch Ihre Argumente zu überzeugen.

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