
Paper 6
Goethe C2 · Speaking
Teil 1: Produktion
Exam material is in German.
Answers & guidanceIndependent Faust practice material. Not published or endorsed by the Goethe-Institut.
Inside the paper
Teil 1: Produktion
Sie haben insgesamt 15 Minuten Zeit, beide Teile vorzubereiten. Sprechen Sie während der Prüfung frei. Wörterbücher und Mobiltelefone sind nicht erlaubt. Wählen Sie für Teil 1 eines der beiden Themen. Halten Sie einen Vortrag von circa fünf Minuten und beantworten Sie anschließend Fragen dazu. Teil 1 dauert insgesamt circa zehn Minuten. Wägen Sie unterschiedliche Standpunkte ab und veranschaulichen Sie Ihre Überlegungen durch Beispiele. Die drei Zitatkarten zu Ihrem Thema können Ihnen als Anregung dienen.
1. Thema 1: Politische Parteien zwischen Grundsätzen und Erneuerung Sie nehmen an einem Seminar über politische Kommunikation teil. In Ihrem Vortrag untersuchen Sie, unter welchen Bedingungen eine Partei ihre Ausrichtung verändern kann, ohne das Vertrauen ihrer Anhängerschaft zu verlieren. Zitatkarten „Wer politische Unterstützung sucht, muss auch morgen noch für erkennbare Grundsätze einstehen.“ „Wenn sich die Alltagssorgen verändern, dürfen politische Antworten nicht unverändert bleiben.“ „Ein Kurswechsel verdient Vertrauen, wenn seine Gründe und seine Zumutungen offen zur Sprache kommen.“
Gliedern Sie Ihren Vortrag in eine Einleitung, einen nachvollziehbar aufgebauten Hauptteil und einen Schluss.
Verwenden Sie einen differenzierten Wortschatz und anspruchsvolle sprachliche Strukturen.
Machen Sie Ihre persönliche Haltung zum Verhältnis von politischen Grundsätzen und notwendiger Erneuerung deutlich.
2. Thema 2: Kultureinrichtungen zwischen Profil und Publikumswünschen Sie nehmen an einem Seminar über Kulturvermittlung teil. In Ihrem Vortrag untersuchen Sie, wie Theater und Museen neue Besuchergruppen ansprechen können und welche Bedeutung ihr bisheriges künstlerisches Profil dabei hat. Zitatkarten „Ein Haus, das jedem Geschmack entsprechen will, verliert womöglich seine unverwechselbare künstlerische Handschrift.“ „Wer bislang draußen bleibt, sollte bei der Gestaltung kultureller Angebote endlich mitgedacht werden.“ „Neue Formate bereichern ein Haus, sofern sie dessen künstlerischen Auftrag weiterführen statt verdrängen.“
Gliedern Sie Ihren Vortrag in eine Einleitung, einen nachvollziehbar aufgebauten Hauptteil und einen Schluss.
Verwenden Sie einen differenzierten Wortschatz und anspruchsvolle sprachliche Strukturen.
Machen Sie Ihre persönliche Haltung zum Verhältnis von künstlerischem Profil und Publikumsorientierung deutlich.
Teil 2: Interaktion
Wählen Sie eines der beiden Themen. Führen Sie darüber ein circa fünfminütiges Gespräch mit Ihrer Prüferin oder Ihrem Prüfer. Entscheiden Sie sich für das Pro- oder das Contra-Statement auf dem gewählten Themenblatt und eröffnen Sie damit die Diskussion. Sprechen Sie frei.
1. Thema 1: Öffentliche Förderung privater Raumfahrtunternehmen Sie sind zu einer Gesprächsrunde über Forschungsförderung eingeladen. Diskutieren Sie, ob der Staat die Entwicklung von Trägerraketen privater Unternehmen finanziell unterstützen sollte. Pro: Staatliche Förderung privater Raketenentwicklung eröffnet Chancen, deren Nutzen über einzelne Unternehmen hinausreichen kann. Contra: Bei privater Raketenentwicklung sollte der Staat das finanzielle Risiko nicht übernehmen.
Begründen Sie Ihre Position und erläutern Sie sie anhand konkreter Beispiele.
Greifen Sie die Argumente Ihrer Gesprächspartnerin oder Ihres Gesprächspartners auf und setzen Sie sich damit auseinander.
Versuchen Sie, Ihre Gesprächspartnerin oder Ihren Gesprächspartner mit Ihren Argumenten zu überzeugen.
2. Thema 2: Reparierbarkeit als Bedingung für öffentliche Anschaffungen Sie sind zu einer Gesprächsrunde über nachhaltigen Konsum eingeladen. Diskutieren Sie, ob öffentliche Einrichtungen elektronische Geräte nur dann anschaffen sollten, wenn Ersatzteile und Reparaturanleitungen für mindestens sieben Jahre verfügbar sind. Pro: Öffentliche Gerätekäufe sollten sieben Jahre Ersatzteilverfügbarkeit und Reparaturanleitungen voraussetzen, damit Reparaturen möglich bleiben. Contra: Sieben Jahre Ersatzteilverfügbarkeit und Reparaturanleitungen sollten öffentliche Gerätekäufe nicht zwingend bedingen: Einrichtungen brauchen Beschaffungsspielraum.
Begründen Sie Ihre Position und erläutern Sie sie anhand konkreter Beispiele.
Greifen Sie die Argumente Ihrer Gesprächspartnerin oder Ihres Gesprächspartners auf und setzen Sie sich damit auseinander.
Versuchen Sie, Ihre Gesprächspartnerin oder Ihren Gesprächspartner mit Ihren Argumenten zu überzeugen.