
Paper 7
Goethe C2 · Speaking
Teil 1: Produktion
Exam material is in German.
Answers & guidanceIndependent Faust practice material. Not published or endorsed by the Goethe-Institut.
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Teil 1: Produktion
Sie haben insgesamt 15 Minuten Zeit, beide Teile vorzubereiten. Wählen Sie für Teil 1 eines der beiden Themen. Halten Sie einen circa fünfminütigen Vortrag und beantworten Sie anschließend Fragen dazu. Teil 1 dauert insgesamt circa zehn Minuten. Wägen Sie unterschiedliche Standpunkte ab und geben Sie konkrete Beispiele. Die drei Zitatkarten können Ihnen als Anregung dienen. Sprechen Sie frei. Wörterbücher und Mobiltelefone sind nicht erlaubt.
1. Thema 1: Instandhaltung als öffentliche Aufgabe Sie nehmen an einem Seminar über kommunale Verantwortung teil. Ihr Vortrag behandelt die Frage, welchen Stellenwert die regelmäßige Pflege öffentlicher Gebäude gegenüber neuen Bauvorhaben erhalten sollte. Berücksichtigen Sie dabei langfristige Nutzbarkeit, politische Sichtbarkeit und begrenzte Haushaltsmittel. „Ein öffentliches Gebäude erfüllt seinen Zweck nur, solange Menschen es im Alltag zuverlässig nutzen können.“ „Neue Einrichtungen können Angebote ermöglichen, für die der vorhandene Gebäudebestand keinen geeigneten Raum bietet.“ „Bei knappen Kassen muss auch der Erhalt vertrauter Gebäude gegen andere öffentliche Bedürfnisse abgewogen werden.“
Gliedern Sie Ihren Vortrag in Einleitung, Hauptteil und Schluss und verbinden Sie die einzelnen Gedanken nachvollziehbar.
Verwenden Sie einen differenzierten Wortschatz und anspruchsvolle, dem Thema angemessene Strukturen.
Legen Sie Ihre persönliche Einstellung zur Gewichtung von Instandhaltung und Neubau begründet dar.
2. Thema 2: Wer trägt das Risiko einer Veranstaltungsabsage? Sie nehmen an einem Seminar über Arbeitsbedingungen im Kulturbereich teil. Ihr Vortrag behandelt die Frage, wie Veranstalter und freiberuflich Mitwirkende das finanzielle Risiko kurzfristiger Absagen verteilen sollten. Im Mittelpunkt stehen bereits geleistete Vorbereitung, entgangene Aufträge und die wirtschaftlichen Handlungsmöglichkeiten kleiner Veranstalter. „Wer wochenlang für einen Auftritt gearbeitet hat, darf bei dessen Absage nicht mit leeren Händen dastehen.“ „Muss ein kleiner Veranstalter jede Absage vollständig bezahlen, fehlt womöglich das Geld für sein nächstes Programm.“ „Faire Vereinbarungen regeln vor der ersten Probe, wer bei einer kurzfristigen Absage welchen Verlust trägt.“
Führen Sie in die Fragestellung ein, entwickeln Sie Ihre Überlegungen in einem zusammenhängenden Hauptteil und formulieren Sie einen abschließenden Gedanken.
Setzen Sie anspruchsvolle Wörter und unterschiedliche sprachliche Strukturen präzise und flexibel ein.
Machen Sie deutlich, welche Risikoverteilung Sie persönlich für angemessen halten und warum.
Teil 2: Interaktion
Wählen Sie eines der beiden Themen. Entscheiden Sie sich beim gewählten Thema für das Prostatement oder das Contrastatement und eröffnen Sie damit die Diskussion. Führen Sie anschließend ein circa fünfminütiges Gespräch mit Ihrer Prüferin oder Ihrem Prüfer. Sprechen Sie frei.
1. Thema 1: Eine Obergrenze für kommerzielle Satelliten? Sie sind zu einer Gesprächsrunde über die Nutzung des erdnahen Weltraums eingeladen. Diskutieren Sie, ob die Zahl kommerzieller Satelliten international begrenzt werden sollte. Dabei geht es um das Verhältnis zwischen zusätzlichen Kommunikationsangeboten und dem Erhalt guter Bedingungen für die Beobachtung des Nachthimmels. Pro: Eine weltweit vereinbarte Höchstzahl kommerzieller Satelliten sollte Raum für ungestörte Himmelsbeobachtung sichern. Contra: Eine internationale Höchstzahl kommerzieller Satelliten könnte dringend benötigte zusätzliche Kommunikationsangebote verhindern.
Vertreten Sie Ihre Position zur vorgeschlagenen Obergrenze und veranschaulichen Sie Ihre Argumente durch Beispiele.
Greifen Sie die Argumente Ihres Gegenübers auf und nehmen Sie begründet dazu Stellung.
Versuchen Sie, Ihr Gegenüber mit Ihren Argumenten für Ihre Position zu gewinnen.
2. Thema 2: Nächtliche Abschaltzeiten für beleuchtete Werbung? Sie sind zu einer kommunalen Gesprächsrunde eingeladen. Diskutieren Sie, ob beleuchtete Außenwerbung während festgelegter Nachtstunden ausgeschaltet werden sollte. Die vorgeschlagene Regelung betrifft auch Werbung an noch geöffneten Betrieben; notwendige Beleuchtung von Eingängen und Wegen bleibt davon ausgenommen. Pro: Verbindliche Abschaltzeiten für Außenwerbung verschaffen der Nachbarschaft nachts eine Pause von zusätzlichem Licht. Contra: Auch nachts geöffnete Betriebe sollten während ihrer Geschäftszeiten mit beleuchteter Außenwerbung sichtbar bleiben dürfen.
Vertreten Sie Ihre Meinung zu verbindlichen Abschaltzeiten und erläutern Sie sie anhand konkreter Beispiele.
Gehen Sie auf die Argumente Ihres Gegenübers ein und prüfen Sie deren Bedeutung für die vorgeschlagene Regelung.
Versuchen Sie, Ihr Gegenüber von Ihrer Position zu überzeugen.