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Goethe C2 Sprechen · Übungssatz 09

Paper 9

Goethe C2 · Speaking

15 min4 pages

Teil 1: Produktion

Exam material is in German.

Answers & guidance

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Inside the paper

Teil 1: Produktion

Sie haben insgesamt 15 Minuten Zeit, beide Teile vorzubereiten. Hilfsmittel wie Wörterbücher oder Mobiltelefone sind nicht erlaubt. Wählen Sie für Teil 1 eines der beiden Themen. Halten Sie einen circa fünfminütigen Vortrag. Wägen Sie unterschiedliche Standpunkte ab und geben Sie Beispiele. Die drei Zitatkarten können Ihnen als Anregung dienen. Anschließend beantworten Sie Fragen zu Ihrem Vortrag. Teil 1 dauert insgesamt circa zehn Minuten. Sprechen Sie frei.

1. Geschichte im Spielfilm: Wie viel Freiheit ist vertretbar? Sie nehmen an einem Seminar über Geschichtsvermittlung teil. Ihr Vortrag behandelt die Frage, welche Verantwortung Spielfilme tragen, wenn sie historische Herrschaft und Verfolgung darstellen, und wo künstlerische Freiheit ihre Grenzen finden sollte. Zitatkarten zur Orientierung: „Erst die künstlerische Verdichtung macht vergangene Konflikte als menschliche Erfahrungen für ein Publikum nachvollziehbar.“ „Wer Verfolgung erzählt, darf aus Verantwortlichen keine bloßen Zuschauer der eigenen Entscheidungen machen.“ „Ein bewegendes Filmbild bleibt im Gedächtnis, auch wenn das Publikum seine historischen Voraussetzungen kaum kennt.“

Gliedern Sie Ihren Vortrag in Einleitung, Hauptteil und Schluss und verbinden Sie Ihre Gedanken nachvollziehbar.

Verwenden Sie einen differenzierten Wortschatz und setzen Sie komplexe sprachliche Strukturen passend ein.

Machen Sie Ihre persönliche Einstellung zum Verhältnis von künstlerischer Freiheit und historischer Verantwortung deutlich.

2. Die eigene Unternehmensgeschichte öffentlich aufarbeiten? Sie nehmen an einem Seminar über Unternehmensverantwortung teil. Ihr Vortrag behandelt die Frage, wie Unternehmen mit problematischen Entscheidungen aus ihrer Vergangenheit umgehen sollten, wenn sie ihre Geschichte gegenüber Beschäftigten und Öffentlichkeit darstellen. Zitatkarten zur Orientierung: „Eine glaubwürdige Unternehmensgeschichte lässt auch diejenigen zu Wort kommen, die unter früheren Entscheidungen gelitten haben.“ „Vergangene Entscheidungen werden erst verständlich, wenn damalige Zwänge und tatsächlich vorhandene Alternativen sichtbar werden.“ „Ein offenes Bekenntnis zur Vergangenheit überzeugt wenig, solange heutige Entscheidungen nach denselben Mustern fallen.“

Bauen Sie Ihren Vortrag mit einem klaren Einstieg, einem zusammenhängenden Hauptteil und einem abschließenden Fazit auf.

Drücken Sie Zusammenhänge mit anspruchsvollen Wörtern und variablen sprachlichen Strukturen präzise aus.

Legen Sie Ihre persönliche Position zum Umgang mit der eigenen Unternehmensvergangenheit nachvollziehbar dar.

Teil 2: Interaktion

Wählen Sie eines der beiden Themen. Führen Sie darüber ein circa fünfminütiges Gespräch mit Ihrer Prüferin oder Ihrem Prüfer. Entscheiden Sie sich für das Prostatement oder das Contrastatement auf dem gewählten Themenblatt und eröffnen Sie damit die Diskussion. Sprechen Sie frei.

1. Städtische Grundstücke behalten und langfristig verpachten? Sie sind zu einer Gesprächsrunde über bezahlbaren Wohnraum eingeladen. Diskutieren Sie, ob eine Stadt ihre für den Wohnungsbau vorgesehenen Grundstücke grundsätzlich behalten und langfristig zur Nutzung verpachten sollte, statt sie zu verkaufen. Pro: Städtischer Boden sollte durch langfristige Verpachtung auch für spätere Generationen kommunal gestaltbar bleiben. Contra: Grundstücksverkäufe sollten möglich bleiben, damit die Stadt größere Vorhaben finanzieren kann.

Vertreten Sie Ihre Position und erläutern Sie Ihre Gründe anhand konkreter Beispiele.

Greifen Sie die Argumente Ihres Gegenübers auf und entwickeln Sie die Diskussion gemeinsam weiter.

Versuchen Sie, Ihr Gegenüber durch nachvollziehbare Argumente von Ihrer Position zu überzeugen.

2. Wohnraum schaffen durch höhere Gebäude? Sie sind zu einer Gesprächsrunde über die Entwicklung eines Wohnviertels eingeladen. Diskutieren Sie, ob die Stadt dort zusätzliche Stockwerke auf bestehenden Wohnhäusern grundsätzlich ermöglichen sollte, sofern die Gebäude dafür geeignet sind. Im Mittelpunkt stehen zusätzlicher Wohnraum, die Nutzung vorhandener Grundstücke und die Lebensbedingungen im Viertel. Pro: Auf geeigneten Wohnhäusern sollten zusätzliche Stockwerke Vorrang vor der Bebauung weiterer Grundstücke haben. Contra: Auch geeignete Wohnhäuser sollten unverändert bleiben dürfen, wenn zusätzliche Bewohner das Viertel überfordern.

Begründen Sie Ihre Meinung und veranschaulichen Sie Ihre Argumente durch Beispiele.

Gehen Sie gezielt auf die Überlegungen und Einwände Ihres Gegenübers ein.

Versuchen Sie, Ihr Gegenüber für Ihre Position zu gewinnen.

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