
Paper 8
Goethe C2 · Speaking
Teil 1: Produktion
Exam material is in German.
Answers & guidanceIndependent Faust practice material. Not published or endorsed by the Goethe-Institut.
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Teil 1: Produktion
Sie haben insgesamt 15 Minuten Zeit, beide Teile vorzubereiten. Hilfsmittel wie Wörterbücher oder Mobiltelefone sind nicht erlaubt. Wählen Sie für diesen Teil eines der beiden Themen. Halten Sie einen circa fünfminütigen Vortrag und beantworten Sie anschließend Fragen dazu. Dieser Teil dauert insgesamt circa zehn Minuten. Sprechen Sie frei. Wägen Sie unterschiedliche Standpunkte ab und geben Sie Beispiele. Die drei Zitatkarten zu Ihrem gewählten Thema können Ihnen als Orientierung dienen.
1. Thema 1: Automatisierte Personalauswahl: Wer trägt die Verantwortung? Sie nehmen an einem Seminar über Verantwortung in der Arbeitswelt teil. Ihr Vortrag behandelt die Frage, unter welchen Bedingungen Unternehmen künstliche Intelligenz bei der Auswahl von Bewerbungen einsetzen sollten und welche Verantwortung bei den beteiligten Menschen bleiben muss. Zur Orientierung: „Wenn dieselben Maßstäbe für alle gelten, hängt eine Einladung weniger von persönlichen Vorlieben ab.“ „Wer wegen eines ungewöhnlichen Lebenslaufs ausscheidet, muss nachfragen können, was daran gegen die eigene Eignung spricht.“ „Eine menschliche Unterschrift bedeutet wenig, wenn niemand die vorgeschlagene Auswahl tatsächlich ändern kann.“
Gliedern Sie Ihren Vortrag in eine Einleitung, einen Hauptteil und einen Schluss mit nachvollziehbaren Übergängen.
Verwenden Sie einen differenzierten Wortschatz und anspruchsvolle, dem Thema angemessene Strukturen.
Machen Sie Ihre persönliche Einstellung zur automatisierten Personalauswahl deutlich.
2. Thema 2: Wem gehört die eingesparte Arbeitszeit? Sie nehmen an einem Seminar über die Zukunft der Arbeit teil. Ihr Vortrag behandelt die Frage, wie Zeitgewinne durch technische Verbesserungen verteilt werden sollten: zwischen zusätzlichen betrieblichen Leistungen, kürzeren Arbeitszeiten und beruflicher Weiterbildung. Zur Orientierung: „Wenn Routinearbeiten schneller erledigt sind, können endlich die bisher liegen gebliebenen Aufträge bearbeitet werden.“ „Beschäftigte sollten selbst etwas von der Zeit haben, die ihre veränderten Arbeitsabläufe dem Betrieb ersparen.“ „Wer freie Stunden ausschließlich mit neuen Aufgaben füllt, lässt für das Lernen von morgen keinen Raum.“
Bauen Sie Ihren Vortrag mit einer Einleitung, einem zusammenhängenden Hauptteil und einem abschließenden Fazit auf.
Setzen Sie anspruchsvolle Wörter und Strukturen flexibel und passend zu Ihren Überlegungen ein.
Legen Sie Ihre persönliche Einstellung zur Verteilung eingesparter Arbeitszeit dar.
Teil 2: Interaktion
Wählen Sie eines der beiden Themen. Führen Sie darüber ein circa fünfminütiges Gespräch mit Ihrer Prüferin oder Ihrem Prüfer. Entscheiden Sie sich für das Pro- oder das Contra-Statement Ihres Themenblatts und eröffnen Sie damit die Diskussion. Sprechen Sie frei.
1. Thema 1: Feste Programmplätze für regionale Nachwuchsbands? Sie sind zu einer Gesprächsrunde über die Gestaltung eines jährlich stattfindenden Musikfestivals eingeladen. Sie diskutieren, ob ein fester Anteil der Auftrittsplätze für regionale Nachwuchsbands reserviert werden sollte. Pro: Reservierte Auftrittsplätze geben regionalen Nachwuchsbands verlässliche Chancen auf eine größere Bühne. Contra: Ein fester Anteil für regionale Nachwuchsbands schränkt die musikalische Programmgestaltung unnötig ein.
Vertreten Sie Ihre Position und veranschaulichen Sie Ihre Gründe durch Beispiele.
Greifen Sie die Argumente Ihres Gegenübers auf und entwickeln Sie die Diskussion gemeinsam weiter.
Versuchen Sie, Ihr Gegenüber mit Ihren Argumenten zu überzeugen.
2. Thema 2: Private Festivalerinnerungen öffentlich zugänglich machen? Sie sind zu einer Gesprächsrunde über ein regionales Erinnerungsarchiv eingeladen. Mit Zustimmung der beteiligten Personen sammelt das Archiv persönliche Audiointerviews über frühere Festivalbesuche. Sie diskutieren, ob diese Aufnahmen zusätzlich zum Zugang vor Ort frei im Internet zugänglich sein sollten. Pro: Frei abrufbare Erinnerungen ermöglichen auch Menschen fern der Region die Teilhabe an ihrer Geschichte. Contra: Bei frei zugänglichen Aufnahmen können Erzählende den Zusammenhang ihrer persönlichen Aussagen kaum kontrollieren.
Begründen Sie Ihre Position und geben Sie anschauliche Beispiele.
Gehen Sie gezielt auf die Argumente Ihres Gegenübers ein.
Versuchen Sie, Ihr Gegenüber von Ihrer Position zu überzeugen, indem Sie dessen Bedenken berücksichtigen.