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Goethe C1 Lesen · Übungssatz 12

Paper 12

Goethe C1 · Reading

65 min11 pages

Stärke zur Sprache bringen

Exam material is in German.

Answers & guidance

Independent Faust practice material. Not published or endorsed by the Goethe-Institut.

Inside the paper

Teil 1

Sie lesen in einer Zeitschrift einen Artikel über Gesprächsangebote für junge Männer. Wählen Sie für jede Lücke die richtige Lösung.

Stärke zur Sprache bringen

Was bedeutet es, als junger Mann ernst genommen zu werden? Im Jugendzentrum Brückenraum lädt ein Gesprächsangebot __(0)__ ein, vertraute Antworten auf diese Frage genauer anzusehen. Ausgangspunkt sind Erfahrungen aus Ausbildung, Freundeskreis und Familie. Dabei geht es weniger um ein gemeinsames Ideal als um die Möglichkeit, eigene Erwartungen überhaupt zu erkennen. Im Jugendzentrum beginnt der Austausch mit Alltagsszenen, anhand __(1)__ die Teilnehmer widersprüchliche Erwartungen an Männlichkeit besprechen. Eine Szene handelt etwa davon, Unterstützung anzubieten, ohne dabei über andere zu bestimmen. Besonders aufschlussreich sind Situationen, in __(2)__ ein gut gemeinter Rat als Aufforderung verstanden wird, Unsicherheit zu verbergen. Was für den einen ermutigend klingt, kann beim anderen zusätzlichen Druck auslösen. Ein Teilnehmer, __(3)__ es zunächst schwerfällt, vor der Gruppe zu sprechen, kann seine Gedanken auch schriftlich einbringen. Die Zettel werden ohne Namen gesammelt und gemeinsam gelesen. Die Gesprächsleitung soll vorschnelle Zuschreibungen zur __(4)__ stellen, ohne einzelne Teilnehmer vorzuführen. Statt Eigenschaften bestimmten Personen zuzuordnen, fragt sie nach den jeweiligen Umständen und nach denkbaren anderen Reaktionen. Auch die Arbeitsweise selbst steht zur Debatte. Einige Teilnehmer kritisieren die Möglichkeit, persönliche Fragen auszulassen, weil dadurch der Austausch ins Stocken gerate. __(5)__ hält das Team an der Möglichkeit fest, persönliche Fragen unbeantwortet zu lassen. Offenheit setzt hier voraus, selbst über die eigenen Grenzen bestimmen zu können. Das Team verpflichtet sich zudem darauf, dass persönliche Erzählungen innerhalb der Gruppe bleiben. __(6)__ werden persönliche Erfahrungsberichte weder aufgezeichnet noch für öffentliche Präsentationen verwendet. Nach außen werden lediglich die Themen und Methoden des Angebots vorgestellt. Bei einer gemeinsamen Auswertung prüfen Teilnehmer und Gesprächsleitung anschließend den Ablauf. Die Teilnehmer berichten in dieser Runde, dass die Einstiegsübung mit ihren abstrakten Begriffen den Zugang zum Gespräch erschwere. __(7)__ beschließt das Team, den nächsten Durchgang mit einer anderen Übung zu beginnen. Vorgesehen ist nun eine konkrete Alltagsszene, zu der zunächst jeder für sich eine Reaktion notiert. Das Konzept, __(8)__ die Beteiligten gemeinsam überarbeitet haben, bleibt damit für weitere Anpassungen offen.

Beispiel

0. Im Jugendzentrum Brückenraum lädt ein Gesprächsangebot __(0)__ ein, vertraute Antworten auf diese Frage genauer anzusehen.

a) daran

b) darüber

c) dazu

d) davon

Lösung zum Beispiel: c

1. Im Jugendzentrum beginnt der Austausch mit Alltagsszenen, anhand __(1)__ die Teilnehmer widersprüchliche Erwartungen an Männlichkeit besprechen.

a) denen

b) deren

c) dessen

d) die

2. Besonders aufschlussreich sind Situationen, in __(2)__ ein gut gemeinter Rat als Aufforderung verstanden wird, Unsicherheit zu verbergen.

a) deren

b) die

c) den

d) denen

3. Ein Teilnehmer, __(3)__ es zunächst schwerfällt, vor der Gruppe zu sprechen, kann seine Gedanken auch schriftlich einbringen.

a) dem

b) der

c) den

d) dessen

4. Die Gesprächsleitung soll vorschnelle Zuschreibungen zur __(4)__ stellen, ohne einzelne Teilnehmer vorzuführen.

a) Auskunft

b) Einsicht

c) Diskussion

d) Stellungnahme

5. __(5)__ hält das Team an der Möglichkeit fest, persönliche Fragen unbeantwortet zu lassen.

a) Deshalb

b) Dennoch

c) Andernfalls

d) Inzwischen

6. __(6)__ werden persönliche Erfahrungsberichte weder aufgezeichnet noch für öffentliche Präsentationen verwendet.

a) Demgegenüber

b) Andernfalls

c) Trotzdem

d) Dementsprechend

7. __(7)__ beschließt das Team, den nächsten Durchgang mit einer anderen Übung zu beginnen.

a) Deshalb

b) Dennoch

c) Stattdessen

d) Inzwischen

8. Das Konzept, __(8)__ die Beteiligten gemeinsam überarbeitet haben, bleibt damit für weitere Anpassungen offen.

a) dem

b) dessen

c) das

d) denen

Teil 2

Sie lesen im Internet einen Artikel über die Planung einer Studie zur Auswahl von Filmen für ein Festival. Wählen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung.

Welcher Film kommt zuerst?

Wenn ein Auswahlgremium mehrere Filme hintereinander sieht, erhält jeder Beitrag einen Platz in einer zeitlichen Folge. Ein still erzähltes Familiendrama könnte auf einen bildgewaltigen Abenteuerfilm folgen oder einen ganzen Sichtungstag eröffnen. Für die Vorbereitung eines kleinen Festivals ließe sich daraus eine Untersuchungsfrage entwickeln: Würde ein Film anders beurteilt, wenn er an einer anderen Stelle des Sichtungsprogramms liefe? Ein denkbarer Studienentwurf würde diese Frage in einer nachgestellten Auswahlrunde bearbeiten. Es ginge darum, einen möglichen Einfluss der Abfolge von Vorführungen auf die Bewertung zu untersuchen. Ergebnisse lägen mit einem solchen Entwurf selbstverständlich noch nicht vor. Für die Übung würden mehrere Gruppen zusammengestellt, deren Mitglieder gemeinsam ein Programm beraten sollten. Nach jedem Film würde zunächst jede Person für sich ein kurzes Bewertungsblatt ausfüllen und abgeben. Dadurch bliebe festgehalten, wie sie den Beitrag einschätzt, solange noch niemand in der Runde seine Begeisterung oder seine Einwände vorgetragen hat. Erst im Anschluss würde das Gespräch eröffnet. Die Gruppe könnte dann unterschiedliche Lesarten erörtern und eine gemeinsame Empfehlung formulieren. Beide Schritte hätten ihren eigenen Platz: Die abgegebenen Blätter würden die persönlichen Ausgangsurteile dokumentieren, das Gespräch würde zeigen, wie daraus eine gemeinsam vertretene Auswahl entstehen könnte. Damit sich die Abfolge sinnvoll vergleichen ließe, würden sämtliche Gruppen dieselben Filme sehen. Ihre Sichtungspläne wären jedoch verschieden: Was eine Gruppe gleich zu Beginn anschaut, könnte bei einer anderen erst später auf dem Programm stehen. Vorführtechnik, Raumverhältnisse und Pausen würden nach einem einheitlichen Ablauf organisiert. Auch die insgesamt verfügbare Beratungszeit wäre gleich. So würde der Vergleich möglichst wenig dadurch erschwert, dass etwa eine Gruppe unter ungünstigen Bedingungen sieht oder für ihre Gespräche erheblich mehr Zeit erhält. Die Unterschiede zwischen den Sichtungsplänen wären dabei vor Beginn der Übung festzulegen und für die spätere Auswertung zu dokumentieren. Auf den individuellen Bewertungsblättern wäre außerdem Raum für eine schriftliche Begründung. Eine bloße Punktzahl könnte zwar Unterschiede sichtbar machen, würde aber noch nicht erklären, worauf eine Einschätzung beruht. In den Begründungen ließe sich gezielt danach suchen, ob ein zuvor gezeigter Beitrag als Vergleich herangezogen wird. Erwähnt jemand beispielsweise, dass eine Handlung nach dem vorangegangenen Film überraschend langsam wirke, wäre der Bezug zur bisherigen Sichtung ausdrücklich vorhanden. Bei der Auswertung müsste zwischen solchen ausdrücklich formulierten Vergleichen und anderen Begründungen unterschieden werden. Aus jeder kritischen Bemerkung über das Erzähltempo auf einen Einfluss des vorherigen Films zu schließen, wäre dagegen nicht gerechtfertigt. Eine weitere Angabe beträfe die Vertrautheit mit den ausgewählten Werken. Wer einen Beitrag bereits kennt, würde dies auf dem betreffenden Blatt vermerken. Die Bewertung dieses Films käme bei der Analyse in eine gesonderte Betrachtung, weil hier Erinnerungen an eine frühere Sichtung mitwirken könnten. Die Person würde an den weiteren Vorführungen und Gesprächen regulär teilnehmen. Für die übrigen, ihr noch unbekannten Filme bliebe ihre Teilnahme am vorgesehenen Vergleich erhalten. Auf diese Weise ließe sich vorhandene Kenntnis dort berücksichtigen, wo sie tatsächlich vorliegt, ohne sämtliche Beiträge einer Person gleich zu behandeln. Bei der Interpretation wäre allerdings zu beachten, was eine solche Übung nicht mit sich bringt. Mit den Empfehlungen würden keine Plätze in einem wirklichen Festivalprogramm vergeben. In einer echten Auswahlrunde muss ein Gremium möglicherweise auf einen geschätzten Film verzichten, weil nur noch wenige Vorführtermine verfügbar sind. Solche Entscheidungen haben Folgen für Filmschaffende und Veranstalter und können entsprechend intensive Verhandlungen auslösen. Die nachgestellte Beratung würde diesen Entscheidungsdruck nur begrenzt abbilden. Ihre möglichen Befunde ließen sich daher nicht ohne Weiteres auf die tatsächliche Programmplanung übertragen. Sollten dennoch deutliche Bewertungsunterschiede zwischen den Sichtungsfolgen auftreten, wäre daraus ein praktischer Vorschlag abzuleiten: Umstrittene Beiträge könnten vor der endgültigen Auswahl erneut gezeigt werden, diesmal zwischen anderen Filmen. Das Gremium hätte dann Gelegenheit, seinen ersten Eindruck in einem veränderten Zusammenhang zu überprüfen. Ob ein solcher zusätzlicher Durchgang nötig wäre, müsste gerade vom Ausgang des Vergleichs abhängen; der Studienentwurf nimmt diese Entscheidung nicht vorweg.

9. Welche Frage soll die geplante Studie klären?

a) Ob ein vielfältigeres Filmprogramm zusätzliche Besuchergruppen anspricht.

b) Wie die Anordnung der Sichtungstermine die Bewertung eingereichter Filme beeinflusst.

c) Welche Bedeutung öffentliche Kritiken für die Auswahl eines Festivalfilms haben.

10. Warum sollen die Teilnehmenden zunächst ohne Beratung eine Bewertung abgeben?

a) Damit ihr Urteil vor dem Austausch mit anderen festgehalten wird.

b) Damit die spätere Beratung auf besonders umstrittene Filme begrenzt werden kann.

c) Damit Personen mit ähnlichen Urteilen anschließend gemeinsam beraten können.

11. Wie sollen die Sichtungen organisiert werden?

a) Jede Gruppe sieht andere Filme in derselben zeitlichen Abfolge.

b) Jede Gruppe entscheidet selbst, in welcher Reihenfolge sie die Filme sieht.

c) Die Gruppen sehen dieselben Filme in unterschiedlich festgelegter Reihenfolge.

12. Weshalb sollen neben den Bewertungen auch deren Begründungen erfasst werden?

a) Um daraus verbindliche Qualitätsmaßstäbe für spätere Festivals abzuleiten.

b) Um zu erkennen, ob Vergleiche mit zuvor gesehenen Filmen in das Urteil eingehen.

c) Um die sprachliche Überzeugungskraft der einzelnen Teilnehmenden zu beurteilen.

13. Was ist vorgesehen, wenn jemand einen der Filme bereits kennt?

a) Die Bewertung dieses Films wird bei der Auswertung gesondert berücksichtigt.

b) Die Person nimmt erst an der gemeinsamen Schlussberatung teil.

c) Der betreffende Film wird für die gesamte Gruppe ersetzt.

14. Welche Grenze hätte die Aussagekraft der Studie?

a) Sie könnte den Einfluss deutlich anderer Filmlängen auf die Bewertungen nur begrenzt erfassen.

b) Sie könnte den Einfluss mehrtägiger Sichtungen auf die Bewertungen nur begrenzt erfassen.

c) Sie könnte den Einfluss realer Verhandlungen über knappe Programmplätze nur begrenzt erfassen.

15. Welche praktische Folgerung wäre bei deutlichen Unterschieden zwischen den Reihenfolgen vorgesehen?

a) Für die endgültige Auswahl würden Bewertungen aus unabhängig angeordneten Sichtungsrunden gemittelt.

b) Vor der endgültigen Auswahl würden strittige Filme nochmals in einem anderen Zusammenhang gesichtet.

c) Zu Beginn jeder Sichtungsrunde würde derselbe Referenzfilm als gemeinsamer Vergleichsmaßstab gezeigt.

Teil 3

Sie lesen in einer populärwissenschaftlichen Zeitschrift einen Kommentar über Hilfsangebote für Jugendliche im Umfeld eines Hafens. Welche Sätze passen in die Lücken? Zwei Sätze passen nicht.

Damit der nächste Schritt möglich wird

Ein Jugendtreff in einem Hafenviertel möchte eine Beratung aufbauen. Sie soll Jugendliche erreichen, die gegen Bezahlung fragwürdige Botengänge übernehmen und sich daraus lösen wollen. Ein überzeugendes Plakat wäre dafür schnell entworfen. __(0)__ Entscheidend wäre, welche Hindernisse zwischen dem Lesen dieser Einladung und einem tatsächlichen Besuch liegen. Wer ein solches Angebot plant, müsste deshalb den Weg aus der Sicht der Jugendlichen betrachten, statt sich mit der bloßen Existenz einer Anlaufstelle zufriedenzugeben. Nehmen wir einen Jugendlichen, der nach dem Sport regelmäßig mit einem älteren Bekannten nach Hause geht. Zwischen Gesprächen über das Training bietet dieser ihm Geld für einen Botengang an. __(16)__ Weil die beiden längst miteinander vertraut sind, würde der Jugendliche vielleicht kaum nachfragen, welchem Zweck der Auftrag dient. Eine Warnung vor unbekannten Auftraggebern könnte an seiner Wahrnehmung vorbeigehen: Für ihn wäre gerade kein Fremder aufgetaucht. Die Beratung müsste an dieser persönlichen Beziehung ansetzen können. Später könnte derselbe Jugendliche weitere Aufträge ablehnen wollen, weil ihm die Sache unheimlich wird. __(17)__ Vielleicht ist der Bekannte zugleich derjenige, bei dem er nach einem Streit zu Hause unterkommen kann. Dazu kommt die Unsicherheit, wem er sich überhaupt anvertrauen könnte. Ein guter Vorsatz würde weder diese Abhängigkeit auflösen noch eine erreichbare Unterstützung schaffen. Gefragt wären konkrete nächste Schritte, die seiner Lage Rechnung tragen und deren Folgen er überblicken kann. Schon der Zugang zu einem Beratungsraum verdient deshalb Aufmerksamkeit. Manche Jugendliche würden fürchten, von Bekannten beim Betreten einer weithin erkennbaren Beratungsstelle gesehen zu werden. __(18)__ In einem Haus mit Musikraum, Hausaufgabenhilfe und Sportangebot ließe sich ein Termin wahrnehmen, ohne dass jeder Vorbeigehende den Anlass erkennt. Eine solche räumliche Lösung wäre Teil der Gestaltung des Angebots. Sie beträfe nicht die Gesprächsqualität, sondern die praktische Möglichkeit, überhaupt bis zum Gespräch zu gelangen. Im Gespräch selbst wäre Genauigkeit ebenso wichtig wie Zugewandtheit. Das geplante Angebot könnte Vertraulichkeit nur mit der Einschränkung zusagen, dass bei unmittelbar notwendigem Schutz eine weitere Stelle einbezogen werden müsste. __(19)__ Erst mit diesem Wissen könnte ein Jugendlicher entscheiden, welche Einzelheiten er erzählen möchte und welche möglichen weiteren Schritte er zunächst erklärt haben will. Vertrauen würde hier durch verständliche Absprachen entstehen, deren Bedeutung beide Seiten kennen, bevor persönliche Erfahrungen zur Sprache kommen. Auch nach einer ersten Klärung wäre der Alltag nicht automatisch geregelt. Ein passender Ausbildungsplatz könnte beispielsweise erst einige Wochen nach dem Beratungstermin beginnen. __(20)__ Bis dahin bräuchte es erreichbare Ansprechpersonen und einen Tagesablauf mit Aufgaben, die tatsächlich zu bewältigen sind. Regelmäßige kurze Treffen könnten helfen, anstehende Schritte zu besprechen. Die Aussicht auf einen späteren Ausbildungsbeginn allein würde die gegenwärtigen Schwierigkeiten schließlich noch nicht verändern. Es könnte außerdem geschehen, dass ein Jugendlicher mehrere Termine versäumt. Vielleicht hat er den Bekannten erneut getroffen und schämt sich nun, dies in der Beratung erzählen zu müssen. __(21)__ Eine kurze Nachricht mit einem neuen Terminangebot könnte die Rückkehr erleichtern, ohne zunächst eine Rechtfertigung für das Fernbleiben zu verlangen. Die Beratung müsste erreichbar bleiben, auch wenn der gemeinsam vereinbarte Ablauf einmal nicht eingehalten wird. Zugleich hätte ein örtliches Konzept zwei Anliegen zusammenzuführen: freiwillige Unterstützung für einzelne Jugendliche und den Umgang mit konkreten Bedrohungen im Hafenumfeld. __(22)__ Die Beratungsstelle würde persönliche Schritte begleiten; andere Organisationen wären dafür zuständig, gegen konkrete Bedrohungen vorzugehen. Wer welche Aufgabe übernimmt und wann ein Wechsel der Zuständigkeit ansteht, müsste für die Jugendlichen verständlich bleiben. Am Ende käme es darauf an, dass über Wartezeiten, versäumte Treffen und Wechsel zwischen Anlaufstellen hinweg jemand erreichbar bleibt. __(23)__ Bei der Beurteilung des Angebots wäre deshalb zu fragen, ob Jugendliche gerade in solchen Übergängen weiter Unterstützung finden. Ein freundlicher erster Termin wäre ein Anfang; die anschließende Erreichbarkeit würde zeigen, ob aus der Einladung eine belastbare Hilfe geworden ist.

Beispiel

0. Doch eine Einladung allein würde noch keinen verlässlichen Zugang zur Unterstützung schaffen.

16. Lücke 16

a) Ein solcher Rückzug muss deshalb noch kein endgültiger Abschied von der Beratung sein.

b) Dafür müsste allerdings zunächst eine gemeinsame Datenbank aller beteiligten Einrichtungen entstehen.

c) Gerade diese alltägliche Nähe macht aus einem unbekannten Angebot eine scheinbar persönliche Gelegenheit.

d) Damit verschiebt sich der Maßstab vom gelungenen Erstkontakt zur Verlässlichkeit der weiteren Begleitung.

e) Diese Grenze sollte vor dem ersten persönlichen Bericht verständlich ausgesprochen werden.

f) Dieser ausdrücklich geäußerte Wunsch nach einer Kontaktpause müsste auch bei weiteren Terminangeboten berücksichtigt werden.

g) Zwischen dem Wunsch aufzuhören und einem tatsächlich gangbaren Ausweg liegt jedoch ein erheblicher Unterschied.

h) Für sie kann deshalb ein anderer Eingang wichtiger sein als ein zusätzliches Gesprächsangebot.

i) Beides lässt sich nur verbinden, wenn die beteiligten Einrichtungen ihre unterschiedlichen Aufgaben offenlegen.

j) Solche Zwischenzeiten sind keineswegs leer, sondern müssen im Hilfsangebot mitgedacht werden.

17. Lücke 17

a) Ein solcher Rückzug muss deshalb noch kein endgültiger Abschied von der Beratung sein.

b) Dafür müsste allerdings zunächst eine gemeinsame Datenbank aller beteiligten Einrichtungen entstehen.

c) Gerade diese alltägliche Nähe macht aus einem unbekannten Angebot eine scheinbar persönliche Gelegenheit.

d) Damit verschiebt sich der Maßstab vom gelungenen Erstkontakt zur Verlässlichkeit der weiteren Begleitung.

e) Diese Grenze sollte vor dem ersten persönlichen Bericht verständlich ausgesprochen werden.

f) Dieser ausdrücklich geäußerte Wunsch nach einer Kontaktpause müsste auch bei weiteren Terminangeboten berücksichtigt werden.

g) Zwischen dem Wunsch aufzuhören und einem tatsächlich gangbaren Ausweg liegt jedoch ein erheblicher Unterschied.

h) Für sie kann deshalb ein anderer Eingang wichtiger sein als ein zusätzliches Gesprächsangebot.

i) Beides lässt sich nur verbinden, wenn die beteiligten Einrichtungen ihre unterschiedlichen Aufgaben offenlegen.

j) Solche Zwischenzeiten sind keineswegs leer, sondern müssen im Hilfsangebot mitgedacht werden.

18. Lücke 18

a) Ein solcher Rückzug muss deshalb noch kein endgültiger Abschied von der Beratung sein.

b) Dafür müsste allerdings zunächst eine gemeinsame Datenbank aller beteiligten Einrichtungen entstehen.

c) Gerade diese alltägliche Nähe macht aus einem unbekannten Angebot eine scheinbar persönliche Gelegenheit.

d) Damit verschiebt sich der Maßstab vom gelungenen Erstkontakt zur Verlässlichkeit der weiteren Begleitung.

e) Diese Grenze sollte vor dem ersten persönlichen Bericht verständlich ausgesprochen werden.

f) Dieser ausdrücklich geäußerte Wunsch nach einer Kontaktpause müsste auch bei weiteren Terminangeboten berücksichtigt werden.

g) Zwischen dem Wunsch aufzuhören und einem tatsächlich gangbaren Ausweg liegt jedoch ein erheblicher Unterschied.

h) Für sie kann deshalb ein anderer Eingang wichtiger sein als ein zusätzliches Gesprächsangebot.

i) Beides lässt sich nur verbinden, wenn die beteiligten Einrichtungen ihre unterschiedlichen Aufgaben offenlegen.

j) Solche Zwischenzeiten sind keineswegs leer, sondern müssen im Hilfsangebot mitgedacht werden.

19. Lücke 19

a) Ein solcher Rückzug muss deshalb noch kein endgültiger Abschied von der Beratung sein.

b) Dafür müsste allerdings zunächst eine gemeinsame Datenbank aller beteiligten Einrichtungen entstehen.

c) Gerade diese alltägliche Nähe macht aus einem unbekannten Angebot eine scheinbar persönliche Gelegenheit.

d) Damit verschiebt sich der Maßstab vom gelungenen Erstkontakt zur Verlässlichkeit der weiteren Begleitung.

e) Diese Grenze sollte vor dem ersten persönlichen Bericht verständlich ausgesprochen werden.

f) Dieser ausdrücklich geäußerte Wunsch nach einer Kontaktpause müsste auch bei weiteren Terminangeboten berücksichtigt werden.

g) Zwischen dem Wunsch aufzuhören und einem tatsächlich gangbaren Ausweg liegt jedoch ein erheblicher Unterschied.

h) Für sie kann deshalb ein anderer Eingang wichtiger sein als ein zusätzliches Gesprächsangebot.

i) Beides lässt sich nur verbinden, wenn die beteiligten Einrichtungen ihre unterschiedlichen Aufgaben offenlegen.

j) Solche Zwischenzeiten sind keineswegs leer, sondern müssen im Hilfsangebot mitgedacht werden.

20. Lücke 20

a) Ein solcher Rückzug muss deshalb noch kein endgültiger Abschied von der Beratung sein.

b) Dafür müsste allerdings zunächst eine gemeinsame Datenbank aller beteiligten Einrichtungen entstehen.

c) Gerade diese alltägliche Nähe macht aus einem unbekannten Angebot eine scheinbar persönliche Gelegenheit.

d) Damit verschiebt sich der Maßstab vom gelungenen Erstkontakt zur Verlässlichkeit der weiteren Begleitung.

e) Diese Grenze sollte vor dem ersten persönlichen Bericht verständlich ausgesprochen werden.

f) Dieser ausdrücklich geäußerte Wunsch nach einer Kontaktpause müsste auch bei weiteren Terminangeboten berücksichtigt werden.

g) Zwischen dem Wunsch aufzuhören und einem tatsächlich gangbaren Ausweg liegt jedoch ein erheblicher Unterschied.

h) Für sie kann deshalb ein anderer Eingang wichtiger sein als ein zusätzliches Gesprächsangebot.

i) Beides lässt sich nur verbinden, wenn die beteiligten Einrichtungen ihre unterschiedlichen Aufgaben offenlegen.

j) Solche Zwischenzeiten sind keineswegs leer, sondern müssen im Hilfsangebot mitgedacht werden.

21. Lücke 21

a) Ein solcher Rückzug muss deshalb noch kein endgültiger Abschied von der Beratung sein.

b) Dafür müsste allerdings zunächst eine gemeinsame Datenbank aller beteiligten Einrichtungen entstehen.

c) Gerade diese alltägliche Nähe macht aus einem unbekannten Angebot eine scheinbar persönliche Gelegenheit.

d) Damit verschiebt sich der Maßstab vom gelungenen Erstkontakt zur Verlässlichkeit der weiteren Begleitung.

e) Diese Grenze sollte vor dem ersten persönlichen Bericht verständlich ausgesprochen werden.

f) Dieser ausdrücklich geäußerte Wunsch nach einer Kontaktpause müsste auch bei weiteren Terminangeboten berücksichtigt werden.

g) Zwischen dem Wunsch aufzuhören und einem tatsächlich gangbaren Ausweg liegt jedoch ein erheblicher Unterschied.

h) Für sie kann deshalb ein anderer Eingang wichtiger sein als ein zusätzliches Gesprächsangebot.

i) Beides lässt sich nur verbinden, wenn die beteiligten Einrichtungen ihre unterschiedlichen Aufgaben offenlegen.

j) Solche Zwischenzeiten sind keineswegs leer, sondern müssen im Hilfsangebot mitgedacht werden.

22. Lücke 22

a) Ein solcher Rückzug muss deshalb noch kein endgültiger Abschied von der Beratung sein.

b) Dafür müsste allerdings zunächst eine gemeinsame Datenbank aller beteiligten Einrichtungen entstehen.

c) Gerade diese alltägliche Nähe macht aus einem unbekannten Angebot eine scheinbar persönliche Gelegenheit.

d) Damit verschiebt sich der Maßstab vom gelungenen Erstkontakt zur Verlässlichkeit der weiteren Begleitung.

e) Diese Grenze sollte vor dem ersten persönlichen Bericht verständlich ausgesprochen werden.

f) Dieser ausdrücklich geäußerte Wunsch nach einer Kontaktpause müsste auch bei weiteren Terminangeboten berücksichtigt werden.

g) Zwischen dem Wunsch aufzuhören und einem tatsächlich gangbaren Ausweg liegt jedoch ein erheblicher Unterschied.

h) Für sie kann deshalb ein anderer Eingang wichtiger sein als ein zusätzliches Gesprächsangebot.

i) Beides lässt sich nur verbinden, wenn die beteiligten Einrichtungen ihre unterschiedlichen Aufgaben offenlegen.

j) Solche Zwischenzeiten sind keineswegs leer, sondern müssen im Hilfsangebot mitgedacht werden.

23. Lücke 23

a) Ein solcher Rückzug muss deshalb noch kein endgültiger Abschied von der Beratung sein.

b) Dafür müsste allerdings zunächst eine gemeinsame Datenbank aller beteiligten Einrichtungen entstehen.

c) Gerade diese alltägliche Nähe macht aus einem unbekannten Angebot eine scheinbar persönliche Gelegenheit.

d) Damit verschiebt sich der Maßstab vom gelungenen Erstkontakt zur Verlässlichkeit der weiteren Begleitung.

e) Diese Grenze sollte vor dem ersten persönlichen Bericht verständlich ausgesprochen werden.

f) Dieser ausdrücklich geäußerte Wunsch nach einer Kontaktpause müsste auch bei weiteren Terminangeboten berücksichtigt werden.

g) Zwischen dem Wunsch aufzuhören und einem tatsächlich gangbaren Ausweg liegt jedoch ein erheblicher Unterschied.

h) Für sie kann deshalb ein anderer Eingang wichtiger sein als ein zusätzliches Gesprächsangebot.

i) Beides lässt sich nur verbinden, wenn die beteiligten Einrichtungen ihre unterschiedlichen Aufgaben offenlegen.

j) Solche Zwischenzeiten sind keineswegs leer, sondern müssen im Hilfsangebot mitgedacht werden.

Teil 4

Sie lesen in einer Fachzeitschrift Beiträge von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern über die Übergabe eines Familienhofs. Wählen Sie bei jeder Aussage: Wer äußert das? Zwei Aussagen passen nicht. Markieren Sie in diesem Fall 0.

a · Dr. Clara Wendt, Familiensoziologin

Bei einer bevorstehenden Hofübergabe würde ich zunächst allen erwachsenen Kindern ein Gespräch ohne die übrigen Angehörigen anbieten. Dort könnten sie ihre Vorstellungen formulieren, bevor sie sich in einer Familienrunde dazu erklären müssen. Nehmen wir eine Tochter, die seit Jahren am Wochenende im Stall hilft. Vielleicht wohnt sie einfach näher als ihre Geschwister oder möchte die Eltern entlasten. Daraus einen bereits gefassten Entschluss zur Nachfolge abzuleiten, würde ihre Mitarbeit mit einer Entscheidung verwechseln, die noch gar nicht gefallen ist. Sie müsste eigens gefragt werden, wie sie sich ihre berufliche Zukunft vorstellt. Ebenso wichtig wäre mir der Umgang mit einer Absage. Wer einen anderen Beruf wählt, sollte weiterhin selbstverständlich zu Familienfesten eingeladen werden und als Tochter oder Sohn denselben Platz in der Familie behalten. Die Leitung des Betriebs darf nicht zur Eintrittsbedingung für familiäre Nähe werden. Dafür müssten Angehörige auch im Alltag Anlässe finden, miteinander Zeit zu verbringen, bei denen weder Arbeitsaufgaben noch die Zukunft des Hofs im Mittelpunkt stehen.

b · Dr. Nils Berger, Agrarökonom

Für einen Hof, dessen Übergabe vorbereitet wird, würde ich zunächst die kommenden Betriebsjahre durchrechnen. Gebäude und Maschinen erzählen von früheren Entscheidungen; die neue Leitung muss aber mit den künftig verfügbaren Mitteln auskommen. Angenommen, neben der Landwirtschaft wird ein kleiner Lieferdienst betrieben. Wenn dessen Fahrzeug ersetzt werden müsste und die notwendigen Fahrstunden künftig nicht mehr zu leisten wären, könnte seine Einstellung den übrigen Betrieb entlasten. Unter solchen Bedingungen wäre gerade die Aufgabe eines vertrauten Angebots ein Beitrag dazu, den Hof fortzuführen. Welche Tätigkeit dies beträfe, ließe sich erst anhand der konkreten Anforderungen entscheiden. In dieselbe Planung gehört ein genauer Blick auf die Arbeitsstunden. Vielleicht erledigt ein Onkel bislang unentgeltlich Reparaturen, während die Großmutter regelmäßig die Bestellungen bearbeitet. Diese Leistungen erscheinen auf keiner Lohnabrechnung, werden aber weiterhin gebraucht. Es wäre zu klären, ob beide künftig zur Verfügung stehen. Andernfalls müsste die neue Leitung entweder selbst Zeit dafür einplanen oder eine bezahlte Ersatzkraft finanzieren. Eine Rechnung, die diese Aufgaben übersieht, würde den tatsächlichen Aufwand unterschätzen.

c · Dr. Esra Lind, Kulturanthropologin

Mich interessiert, wie ein Dorf über einen Hof spricht, dessen Zukunft offen ist. Man könnte sich vorstellen, dass Nachbarn bei jeder Gelegenheit denselben Bruder als künftigen Besitzer erwähnen: Er habe schon als Kind auf dem Traktor gesessen, heiße wie der Großvater und passe eben dorthin. Durch die Wiederholung entsteht der Eindruck, die Nachfolge sei längst begründet. Die Schwester muss sich dann zu einer Erwartung verhalten, an deren Entstehung sie gar nicht beteiligt war. Solche Erzählungen verleihen einer Person einen scheinbar selbstverständlichen Vorrang, obwohl in der Familie vielleicht noch keine Entscheidung getroffen wurde. Ich würde deshalb bei einem Dorfgespräch danach fragen, wer diese Geschichten erzählt und welche Bilder dabei immer wieder auftauchen. Auch ein Foto an der Wand einer Gaststube könnte eine Rolle spielen, wenn es fortwährend als Beleg für die angeblich vorgezeichnete Zukunft herangezogen wird. Das Bild selbst zeigt nur einen vergangenen Augenblick. Die Bedeutung für die Nachfolge entsteht erst dadurch, wie die Menschen darüber sprechen und welche Erwartungen sie damit verbinden.

Beispiel

0. Vor dem gemeinsamen Familiengespräch sollten die erwachsenen Kinder Gelegenheit erhalten, ihre Vorstellungen einzeln zu besprechen.

a) Dr. Clara Wendt

b) Dr. Nils Berger

c) Dr. Esra Lind

0) Keine der Personen

Lösung zum Beispiel: a

24. Wenn mehrere Geschwister die Betriebsleitung anstreben, sollte eine zeitlich begrenzte gemeinsame Bewirtschaftung der endgültigen Hofübergabe vorausgehen.

a) Dr. Clara Wendt

b) Dr. Nils Berger

c) Dr. Esra Lind

0) Keine der Personen

25. Wer den Hof übernimmt, sollte den übrigen Geschwistern ein regelmäßiges Einkommen aus dem Betrieb zusichern.

a) Dr. Clara Wendt

b) Dr. Nils Berger

c) Dr. Esra Lind

0) Keine der Personen

26. Die bisherige Mitarbeit auf dem Hof sagt noch nicht aus, ob jemand den Betrieb künftig führen möchte.

a) Dr. Clara Wendt

b) Dr. Nils Berger

c) Dr. Esra Lind

0) Keine der Personen

27. Eine wirtschaftlich tragfähige Übergabe kann voraussetzen, dass einzelne bisherige Tätigkeiten des Hofs aufgegeben werden.

a) Dr. Clara Wendt

b) Dr. Nils Berger

c) Dr. Esra Lind

0) Keine der Personen

28. Auch außerhalb der Familie verbreitete Erzählungen können festlegen, wem die Nachfolge scheinbar zusteht.

a) Dr. Clara Wendt

b) Dr. Nils Berger

c) Dr. Esra Lind

0) Keine der Personen

29. Der Verzicht auf die Betriebsleitung sollte nicht als Verzicht auf die Zugehörigkeit zur Familie verstanden werden.

a) Dr. Clara Wendt

b) Dr. Nils Berger

c) Dr. Esra Lind

0) Keine der Personen

30. Bei der Planung muss auch jene Arbeit berücksichtigt werden, die bisher ohne Bezahlung von Angehörigen geleistet wurde.

a) Dr. Clara Wendt

b) Dr. Nils Berger

c) Dr. Esra Lind

0) Keine der Personen

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