
Paper 6
Goethe C1 · Reading
Debatten im Zusammenhang
Exam material is in German.
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Teil 1
Sie lesen in einer Zeitschrift einen Artikel darüber, wie ein Archiv öffentliche Debatten erschließt. Wählen Sie für jede Lücke die richtige Lösung. Beispiel 0: a darüber · b darauf · c damit · d dafür. Lösung: a.
Debatten im Zusammenhang
Im Leseraum des Nachbarschaftsarchivs Westbogen liegen Zeitungen verschiedener Jahrzehnte nebeneinander. Ein ehrenamtliches Redaktionsteam möchte __(0)__ informieren, wie öffentlich über die Aufnahme Zugewanderter und über Wohnraum gesprochen wurde. Dabei interessiert es sich ebenso für unscheinbare Lokalberichte wie für große Kommentare. Das Projekt erschließt den Wandel öffentlicher Debatten __(1)__ systematisch geordneten Zeitungsausschnitten. Bei der Auswahl der Ausschnitte __(2)__ das Team besonderen Wert auf nachvollziehbare Herkunftsangaben. Zu jedem Fundstück gehören Erscheinungsdatum, Zeitungstitel und die ursprüngliche Platzierung. Auch benachbarte Beiträge werden erfasst, sofern sie zum Verständnis beitragen. Wer später mit dem Material arbeitet, soll den Weg vom Original zur digitalen Darstellung zurückverfolgen können. Eine einzelne Schlagzeile kommt als Beleg für die Haltung einer ganzen Bevölkerung nicht __(3)__ Betracht. Schon innerhalb derselben Ausgabe können unterschiedliche Positionen aufeinandertreffen. Deshalb dokumentiert das Archiv auch die Auswahlkriterien, __(4)__ sich die Redaktion bei der Zusammenstellung verpflichtet fühlt. Für manche Zeitabschnitte sind nur einzelne Ausgaben erhalten geblieben; diese Grenzen der Sammlung müssen für die Lesenden erkennbar sein. __(5)__ werden diese Lücken in der digitalen Übersicht ausdrücklich gekennzeichnet. Ein leeres Suchergebnis bedeutet somit nicht automatisch, dass ein Thema damals niemanden beschäftigte. Beim Blättern fallen Formulierungen auf, die über Jahrzehnte hinweg erstaunlich ähnlich wiederkehren. __(6)__ lässt sich aus der sprachlichen Ähnlichkeit allein keine unveränderte politische Situation ableiten. Welche Einrichtungen zuständig waren und welche Handlungsmöglichkeiten bestanden, wird deshalb gesondert gegenübergestellt. Die Wörter stehen schließlich nicht außerhalb ihrer Zeit. Damit stellt sich die Frage, wie derselbe Ausdruck je nach politischem oder institutionellem Zusammenhang seine Bedeutung verändert. Zunächst erschien dazu eine kurze Einführung; erst später kam eine ausführlichere Darstellung hinzu. Die kurze Einführung bleibt zugänglich und behandelt diese Frage in knapper Form. __(7)__ erläutert die Redaktion diese Frage in einem eigenen Begleittext. Dort können Leserinnen und Leser den einzelnen Vergleichsschritten folgen und anschließend selbst weitere Fundstücke einordnen. Am Ende entsteht ein Dossier, __(8)__ Aufbau den Vergleich erleichtert, ohne Unterschiede zwischen den Zeitabschnitten einzuebnen. Es lädt dazu ein, vertraut klingende Aussagen genauer zu lesen und die Bedingungen ihres Entstehens mitzudenken.
Beispiel
0. Ein ehrenamtliches Redaktionsteam möchte __(0)__ informieren, wie öffentlich über die Aufnahme Zugewanderter und über Wohnraum gesprochen wurde.
a) darüber
b) darauf
c) damit
d) dafür
Lösung zum Beispiel: a
1. Das Projekt erschließt den Wandel öffentlicher Debatten __(1)__ systematisch geordneten Zeitungsausschnitten.
a) im Gegensatz zu
b) mithilfe von
c) in Abhängigkeit von
d) im Austausch mit
2. Bei der Auswahl der Ausschnitte __(2)__ das Team besonderen Wert auf nachvollziehbare Herkunftsangaben.
a) setzt
b) hält
c) nimmt
d) legt
3. Eine einzelne Schlagzeile kommt als Beleg für die Haltung einer ganzen Bevölkerung nicht __(3)__ Betracht.
a) in
b) zur
c) unter
d) auf
4. Deshalb dokumentiert das Archiv auch die Auswahlkriterien, __(4)__ sich die Redaktion bei der Zusammenstellung verpflichtet fühlt.
a) deren
b) die
c) denen
d) dessen
5. __(5)__ werden diese Lücken in der digitalen Übersicht ausdrücklich gekennzeichnet.
a) Andernfalls
b) Daher
c) Dennoch
d) Währenddessen
6. __(6)__ lässt sich aus der sprachlichen Ähnlichkeit allein keine unveränderte politische Situation ableiten.
a) Folglich
b) Ebenso
c) Zuvor
d) Dennoch
7. __(7)__ erläutert die Redaktion diese Frage in einem eigenen Begleittext.
a) Stattdessen
b) Dennoch
c) Ergänzend
d) Zuvor
8. Am Ende entsteht ein Dossier, __(8)__ Aufbau den Vergleich erleichtert, ohne Unterschiede zwischen den Zeitabschnitten einzuebnen.
a) dem
b) deren
c) dessen
d) das
Teil 2
Sie lesen im Internet einen Artikel darüber, was eine Studie zu leistungssteigernden Mitteln im Sport untersuchen müsste. Wählen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung.
Was ein Preisgeldversprechen auslösen könnte
Ein Wettbewerb, bei dem leistungssteigernde Mittel zugelassen wären und hohe Gewinne lockten, würde Fragen aufwerfen, die sich mit moralischen Urteilen allein kaum beantworten ließen. Wie könnte man untersuchen, welchen Einfluss ein solches Angebot auf die Entscheidung von Sportlerinnen und Sportlern hätte? Eine mögliche Studie müsste zunächst eine eng umrissene Frage formulieren: Würden Menschen eine größere Bereitschaft zur Einnahme entsprechender Mittel äußern, wenn ihnen ein höheres Preisgeld in Aussicht gestellt würde? Damit wäre ein Zusammenhang zwischen finanzieller Aussicht und bekundeter Entscheidung gemeint. Wie ein solcher Zusammenhang aussehen könnte, wäre erst zu ermitteln. Bereits die Suche nach Befragten würde über die Aussagekraft des Vorhabens mitentscheiden. Eine Einladung ausschließlich über die Anmeldeseite eines solchen Wettbewerbs würde vor allem Personen erreichen, die eine Teilnahme ohnehin erwägen. Daher müsste die Ansprache auch Sporttreibende einbeziehen, für die das Angebot zunächst gar nicht infrage käme. Andernfalls blieben diejenigen außerhalb der Untersuchung, denen die damit verbundenen Risiken bereits zu groß erschienen. Die Befragung würde dann gerade jene Vorentscheidung voraussetzen, deren Zustandekommen sie besser verstehen sollte. Eine breite Ansprache über unterschiedliche sportliche Zusammenhänge könnte diesen einseitigen Zugang vermeiden helfen. Für den eigentlichen Vergleich ließen sich kurze Beschreibungen eines möglichen Wettbewerbs verfassen. Sportart, Ablauf, Teilnahmebedingungen und Angaben zur Betreuung wären in allen Fassungen gleich. Variieren würde allein die Aussicht auf einen finanziellen Gewinn: Eine Fassung enthielte ein geringeres, eine andere ein höheres Preisgeldangebot. Die Befragten würden jeweils eine Beschreibung lesen und anschließend angeben, ob sie sich eine Teilnahme mit der darin vorgesehenen Leistungssteigerung vorstellen könnten. Das Verfahren bestünde vollständig aus dem Lesen und Beantworten von Fragen; eine Verabreichung von Mitteln wäre darin nicht vorgesehen. Durch die ansonsten unveränderten Texte ließe sich die Bedeutung des Preisgeldangebots gezielter betrachten. Bei der Auswertung müsste der Status dieser Antworten sorgfältig erhalten bleiben. Wer auf dem Papier eine Einnahme für vorstellbar hielte, hätte damit noch kein Mittel eingenommen. Zwischen einer Antwort auf eine beschriebene Möglichkeit und einer späteren Handlung könnten neue Überlegungen, Gespräche oder veränderte Lebensumstände liegen. Auch eine entschiedene Zustimmung wäre deshalb als geäußerte Absicht zu behandeln. Aus ihr ließe sich kein tatsächlicher Konsum ableiten. Diese Grenze müsste sowohl in Tabellenüberschriften als auch in einer allgemein verständlichen Darstellung der Untersuchung erkennbar bleiben, damit aus einer bekundeten Bereitschaft beim Weitererzählen keine vollzogene Handlung würde. Zum Befragungsverfahren könnte außerdem eine Beratung gehören, die organisatorisch vom Veranstalter getrennt wäre. Ihre Aufgabe bestünde darin, Verständnisfragen zu den verwendeten Beschreibungen zu klären. Wenn etwa von medizinischer Begleitung die Rede wäre, müssten die Befragten nachvollziehen können, welche Betreuung der jeweilige Text damit bezeichnet. Die beratenden Personen würden diese Formulierungen erläutern, sodass die Antwort nicht auf unterschiedlichen Lesarten derselben Beschreibung beruhte. Dafür wäre vorab festzulegen, welche Erläuterungen alle Befragten erhalten könnten. Die Beratung wäre auf das Verständnis der vorgelegten Angaben ausgerichtet und würde keine individuelle Empfehlung zur Einnahme geben. Eine weitere Frage beträfe die wirtschaftliche Ausgangslage. Besonders bei Befragten, deren Lebensunterhalt zu einem erheblichen Teil vom Sport abhinge, wären genauere Angaben zu finanziellen Verpflichtungen und zur Verlässlichkeit der Einnahmen nötig. Dasselbe Preisgeld könnte für sie eine andere Tragweite haben als für jemanden, der seinen Lebensunterhalt außerhalb des Sports verdiente. Ein allgemeiner Hinweis auf das Monatseinkommen würde diesen Unterschied möglicherweise nur unzureichend erfassen. Die zusätzlichen Fragen könnten etwa regelmäßige Ausgaben und absehbare Unterbrechungen sportlicher Einkünfte berücksichtigen. Ihre Auswahl müsste begründet und auf die Untersuchungsfrage beschränkt werden. Schließlich müsste geklärt werden, wer die Untersuchung finanzieren dürfte. Nach dem hier skizzierten Vorschlag käme auch Geld eines Veranstalters in Betracht, allerdings nur unter einer verbindlichen Voraussetzung: Über Auswertung und Veröffentlichung müsste eine unabhängige Stelle entscheiden. Der Geldgeber dürfte weder die Interpretation vorgeben noch die Veröffentlichung von seiner Zustimmung abhängig machen. Diese Zuständigkeiten wären vor Beginn schriftlich festzuhalten. Erst eine solche Vereinbarung würde im vorgeschlagenen Modell die Annahme der Finanzierung erlauben und eine Grundlage schaffen, auf der auch unerwünschte Befunde zugänglich würden.
9. Welche Frage steht im Mittelpunkt der vorgeschlagenen Untersuchung?
a) Wie sich unterschiedliche Wettkampfformate auf die Zuschauerbindung auswirken.
b) Wie finanzielle Anreize die Bereitschaft zur Einnahme leistungssteigernder Mittel beeinflussen.
c) Wie zuverlässig medizinische Untersuchungen sportliche Höchstleistungen vorhersagen.
10. Weshalb sollen auch Personen ohne Interesse an einer Teilnahme befragt werden?
a) Damit die Auswahl der Befragten nicht bereits eine erhöhte Risikobereitschaft voraussetzt.
b) Damit sich Unterschiede in den Erwartungen an die medizinische Betreuung vergleichen lassen.
c) Damit sich ermitteln lässt, welche Wettkampfregeln eine Teilnahme attraktiver machen würden.
11. Wie soll sich der Einfluss der Prämien im vorgeschlagenen Vergleich erkennen lassen?
a) Durch den Vergleich verschiedener Sportarten mit jeweils üblichen Preisgeldern.
b) Durch den Vergleich früherer Wettkampfergebnisse derselben Personen.
c) Durch unterschiedliche Prämienangebote bei ansonsten gleichen beschriebenen Bedingungen.
12. Welche Grenze der Aussagekraft hebt der Artikel bei der Auswertung ausdrücklich hervor?
a) Die Antworten ließen sich nur eingeschränkt auf andere Gruppen im Sport übertragen.
b) Die geäußerte Bereitschaft ließe noch keinen Schluss auf eine tatsächliche Einnahme zu.
c) Die Antworten könnten davon abhängen, wie die Prämien sprachlich dargestellt werden.
13. Worauf soll die vorgesehene Beratung der Befragten inhaltlich eingehen?
a) Auf die persönlichen finanziellen Folgen einer Teilnahme am beschriebenen Wettkampf.
b) Auf Möglichkeiten, bei Veranstaltern verlässlichere medizinische Betreuung einzufordern.
c) Auf die Bedeutung der in den Szenarien verwendeten Angaben zur medizinischen Betreuung.
14. Für welche Befragten soll ihre finanzielle Lage genauer berücksichtigt werden?
a) Für diejenigen, deren Lebensunterhalt wesentlich von sportlichen Einnahmen abhängt.
b) Für diejenigen, die bereits medizinisch betreute Wettkämpfe besucht haben.
c) Für diejenigen, die ein besonders hohes Preisgeld grundsätzlich ablehnen.
15. Unter welcher Voraussetzung wäre eine finanzielle Beteiligung eines Veranstalters nach dem beschriebenen Vorschlag vertretbar?
a) Wenn er die Veröffentlichung bis zum Ende der Wettkampfsaison verschieben darf.
b) Wenn Auswertung und Veröffentlichung seiner Einflussnahme entzogen bleiben.
c) Wenn er die Auswahl der Befragten einer eigenen medizinischen Abteilung überträgt.
Teil 3
Sie lesen in einer populärwissenschaftlichen Zeitschrift einen Kommentar über den Einstieg in die Ausbildung. Welche Sätze passen in die Lücken? Zwei Sätze passen nicht.
Nach dem Willkommen
Der erste Ausbildungstag lässt sich sorgfältig inszenieren: ein vorbereiteter Arbeitsplatz, eine freundliche Runde, ein gemeinsames Mittagessen. __(0)__ Ob daraus ein tragfähiger Einstieg wird, entscheidet sich jedoch oft erst zwischen gewöhnlichen Aufträgen, knappen Absprachen und den kleinen Unsicherheiten des Alltags. Ein Betrieb sollte seine Vorbereitung deshalb daran messen, wie gut sie auch dann noch trägt, wenn die Begrüßungsrunde längst vorbei ist. Zum Start kann eine Mappe hilfreich sein, in der sämtliche Abteilungen mit ihren Aufgaben und den jeweils zuständigen Beschäftigten verzeichnet sind. __(16)__ Darf man etwa eine Kollegin während eines Kundengesprächs auf ein dringendes Problem hinweisen, oder wartet man besser daneben? Solche Fragen beantwortet kein Organigramm. Wer die Abläufe kennt, bemerkt häufig gar nicht, wie viele Entscheidungen dieses Wissen bereits vorwegnimmt. In den ersten Tagen sitzen manche Auszubildende bei Besprechungen still dabei und lassen selbst Fragen unausgesprochen, die sie sich vorher notiert haben. __(17)__ Vielleicht können sie noch nicht einschätzen, wann eine Unterbrechung willkommen ist. Vielleicht befürchten sie, durch Nachfragen mangelnde Vorbereitung erkennen zu lassen. Eine beiläufige Aufforderung, sich jederzeit zu melden, beseitigt diese Unsicherheit kaum, wenn gleichzeitig alle sichtbar unter Zeitdruck stehen. Erfahrene Beschäftigte könnten zur Vorbereitung einmal den eigenen Tagesablauf gedanklich durchgehen, als beträten sie die Werkstatt zum ersten Mal. __(18)__ Bei der morgendlichen Übergabe wäre dann beispielsweise zu erläutern, warum ein Auftrag auf einem bestimmten Tisch liegt und wer ihn dort abholt. Was für die Stammbelegschaft ein eindeutiges Signal ist, kann für Neue wie ein zufällig abgelegtes Blatt aussehen. Die Erklärung kostet wenig, sofern jemand den Anlass dafür erkennt. Eine feste Mentorin könnte alltägliche Fragen sammeln und zu vereinbarten Zeiten besprechen. So müssten nicht mehrere Teammitglieder ihre Arbeit wiederholt für dieselben Erläuterungen unterbrechen. __(19)__ Der Mentorin müsste dafür ein entsprechender Teil ihrer Arbeitszeit zur Verfügung stehen; bei ihren übrigen Aufgaben wäre eine Vertretung einzuplanen. Andernfalls würde der Betrieb die gewonnene Ruhe lediglich durch eine zusätzliche Belastung einer einzelnen Person erkaufen. Auch das Maß der Kontrolle verdient Aufmerksamkeit. In der anfänglichen Lernphase kann es sinnvoll sein, jeden Arbeitsschritt gemeinsam zu prüfen. __(20)__ Mit wachsender Kompetenz sollten Auszubildende überschaubare Entscheidungen selbst treffen dürfen und anschließend erläutern, wie sie vorgegangen sind. Dabei ließe sich besprechen, welche Folgen eine andere Entscheidung gehabt hätte. Wer dauerhaft auf jede Freigabe warten muss, bekommt kaum Gelegenheit, das eigene Urteil zu erproben. Nicht jede Schwierigkeit lässt sich allerdings im fachlichen Austausch lösen. Eine Auszubildende möchte vielleicht über eine persönliche Belastung sprechen, an der ausgerechnet derjenige beteiligt ist, der ihre Arbeit beurteilt. __(21)__ Eine benannte Vertrauensperson könnte zunächst zuhören und mit ihr besprechen, welche weiteren Schritte sie wünscht. Die fachliche Beurteilung bliebe bei den dafür Zuständigen; das vertrauliche Gespräch hätte einen anderen Zweck und dürfte nicht stillschweigend zum Bestandteil einer Leistungsakte werden. Regelmäßige Einzelgespräche bieten außerdem Raum, widersprüchliche oder unverständliche Arbeitsanweisungen anzusprechen. __(22)__ Wenn beispielsweise zwei Beschäftigte unterschiedliche Angaben zur Ablage machen, könnte die Ausbildungsleitung den Ablauf klären und beim nächsten Gespräch erläutern, welche Regel nun gilt. So würde eine zunächst irritierende Erfahrung bearbeitet. Das bloße Sammeln von Beschwerden ließe dagegen offen, ob jemand mit ihnen weiterarbeitet. Sinnvoll wäre schließlich, die Unterstützung zu mehreren Zeitpunkten gemeinsam zu überprüfen: nach den ersten Tagen, nach einer ersten selbstständig erledigten Aufgabe und erneut beim Wechsel des Verantwortungsbereichs. __(23)__ Ein guter Start verlangt eben Verlässlichkeit über den Empfang hinaus und zugleich die Bereitschaft, Hilfen anzupassen. Nicht alles muss am Anfang erklärt werden. Aber zu jedem späteren Zeitpunkt sollte erkennbar sein, wie eine passende Erklärung oder Unterstützung erreichbar ist.
Beispiel
0. Das alles vermittelt zunächst das Gefühl, erwartet zu werden.
16. Lücke 16
a) Diese Entlastung setzt allerdings voraus, dass die dafür nötige Zeit im Dienstplan vorgesehen ist.
b) Für solche vertraulichen Anliegen braucht es deshalb eine Ansprechperson außerhalb der unmittelbaren Bewertungssituation.
c) Damit wird aus einer einmaligen Begrüßung eine Begleitung, die sich mit dem Lernfortschritt verändert.
d) Eine solche Übersicht zeigt zwar Zuständigkeiten, erklärt aber noch nicht die ungeschriebenen Regeln des Alltags.
e) Deshalb sollte die abschließende Leistungsbewertung von einem anderen Betrieb übernommen werden.
f) Was dort noch als hilfreiche Absicherung galt, kann später eigenständiges Handeln behindern.
g) Diese Zurückhaltung ist jedoch nicht mit fehlendem Interesse gleichzusetzen.
h) An die Stelle der bisherigen Einzelgespräche tritt damit eine gemeinsame digitale Bewertung.
i) Erst dieser Perspektivwechsel macht sichtbar, welche Selbstverständlichkeiten erklärt werden müssen.
j) Entscheidend ist dabei, ob auf die Rückmeldung eine nachvollziehbare Veränderung folgt.
17. Lücke 17
a) Diese Entlastung setzt allerdings voraus, dass die dafür nötige Zeit im Dienstplan vorgesehen ist.
b) Für solche vertraulichen Anliegen braucht es deshalb eine Ansprechperson außerhalb der unmittelbaren Bewertungssituation.
c) Damit wird aus einer einmaligen Begrüßung eine Begleitung, die sich mit dem Lernfortschritt verändert.
d) Eine solche Übersicht zeigt zwar Zuständigkeiten, erklärt aber noch nicht die ungeschriebenen Regeln des Alltags.
e) Deshalb sollte die abschließende Leistungsbewertung von einem anderen Betrieb übernommen werden.
f) Was dort noch als hilfreiche Absicherung galt, kann später eigenständiges Handeln behindern.
g) Diese Zurückhaltung ist jedoch nicht mit fehlendem Interesse gleichzusetzen.
h) An die Stelle der bisherigen Einzelgespräche tritt damit eine gemeinsame digitale Bewertung.
i) Erst dieser Perspektivwechsel macht sichtbar, welche Selbstverständlichkeiten erklärt werden müssen.
j) Entscheidend ist dabei, ob auf die Rückmeldung eine nachvollziehbare Veränderung folgt.
18. Lücke 18
a) Diese Entlastung setzt allerdings voraus, dass die dafür nötige Zeit im Dienstplan vorgesehen ist.
b) Für solche vertraulichen Anliegen braucht es deshalb eine Ansprechperson außerhalb der unmittelbaren Bewertungssituation.
c) Damit wird aus einer einmaligen Begrüßung eine Begleitung, die sich mit dem Lernfortschritt verändert.
d) Eine solche Übersicht zeigt zwar Zuständigkeiten, erklärt aber noch nicht die ungeschriebenen Regeln des Alltags.
e) Deshalb sollte die abschließende Leistungsbewertung von einem anderen Betrieb übernommen werden.
f) Was dort noch als hilfreiche Absicherung galt, kann später eigenständiges Handeln behindern.
g) Diese Zurückhaltung ist jedoch nicht mit fehlendem Interesse gleichzusetzen.
h) An die Stelle der bisherigen Einzelgespräche tritt damit eine gemeinsame digitale Bewertung.
i) Erst dieser Perspektivwechsel macht sichtbar, welche Selbstverständlichkeiten erklärt werden müssen.
j) Entscheidend ist dabei, ob auf die Rückmeldung eine nachvollziehbare Veränderung folgt.
19. Lücke 19
a) Diese Entlastung setzt allerdings voraus, dass die dafür nötige Zeit im Dienstplan vorgesehen ist.
b) Für solche vertraulichen Anliegen braucht es deshalb eine Ansprechperson außerhalb der unmittelbaren Bewertungssituation.
c) Damit wird aus einer einmaligen Begrüßung eine Begleitung, die sich mit dem Lernfortschritt verändert.
d) Eine solche Übersicht zeigt zwar Zuständigkeiten, erklärt aber noch nicht die ungeschriebenen Regeln des Alltags.
e) Deshalb sollte die abschließende Leistungsbewertung von einem anderen Betrieb übernommen werden.
f) Was dort noch als hilfreiche Absicherung galt, kann später eigenständiges Handeln behindern.
g) Diese Zurückhaltung ist jedoch nicht mit fehlendem Interesse gleichzusetzen.
h) An die Stelle der bisherigen Einzelgespräche tritt damit eine gemeinsame digitale Bewertung.
i) Erst dieser Perspektivwechsel macht sichtbar, welche Selbstverständlichkeiten erklärt werden müssen.
j) Entscheidend ist dabei, ob auf die Rückmeldung eine nachvollziehbare Veränderung folgt.
20. Lücke 20
a) Diese Entlastung setzt allerdings voraus, dass die dafür nötige Zeit im Dienstplan vorgesehen ist.
b) Für solche vertraulichen Anliegen braucht es deshalb eine Ansprechperson außerhalb der unmittelbaren Bewertungssituation.
c) Damit wird aus einer einmaligen Begrüßung eine Begleitung, die sich mit dem Lernfortschritt verändert.
d) Eine solche Übersicht zeigt zwar Zuständigkeiten, erklärt aber noch nicht die ungeschriebenen Regeln des Alltags.
e) Deshalb sollte die abschließende Leistungsbewertung von einem anderen Betrieb übernommen werden.
f) Was dort noch als hilfreiche Absicherung galt, kann später eigenständiges Handeln behindern.
g) Diese Zurückhaltung ist jedoch nicht mit fehlendem Interesse gleichzusetzen.
h) An die Stelle der bisherigen Einzelgespräche tritt damit eine gemeinsame digitale Bewertung.
i) Erst dieser Perspektivwechsel macht sichtbar, welche Selbstverständlichkeiten erklärt werden müssen.
j) Entscheidend ist dabei, ob auf die Rückmeldung eine nachvollziehbare Veränderung folgt.
21. Lücke 21
a) Diese Entlastung setzt allerdings voraus, dass die dafür nötige Zeit im Dienstplan vorgesehen ist.
b) Für solche vertraulichen Anliegen braucht es deshalb eine Ansprechperson außerhalb der unmittelbaren Bewertungssituation.
c) Damit wird aus einer einmaligen Begrüßung eine Begleitung, die sich mit dem Lernfortschritt verändert.
d) Eine solche Übersicht zeigt zwar Zuständigkeiten, erklärt aber noch nicht die ungeschriebenen Regeln des Alltags.
e) Deshalb sollte die abschließende Leistungsbewertung von einem anderen Betrieb übernommen werden.
f) Was dort noch als hilfreiche Absicherung galt, kann später eigenständiges Handeln behindern.
g) Diese Zurückhaltung ist jedoch nicht mit fehlendem Interesse gleichzusetzen.
h) An die Stelle der bisherigen Einzelgespräche tritt damit eine gemeinsame digitale Bewertung.
i) Erst dieser Perspektivwechsel macht sichtbar, welche Selbstverständlichkeiten erklärt werden müssen.
j) Entscheidend ist dabei, ob auf die Rückmeldung eine nachvollziehbare Veränderung folgt.
22. Lücke 22
a) Diese Entlastung setzt allerdings voraus, dass die dafür nötige Zeit im Dienstplan vorgesehen ist.
b) Für solche vertraulichen Anliegen braucht es deshalb eine Ansprechperson außerhalb der unmittelbaren Bewertungssituation.
c) Damit wird aus einer einmaligen Begrüßung eine Begleitung, die sich mit dem Lernfortschritt verändert.
d) Eine solche Übersicht zeigt zwar Zuständigkeiten, erklärt aber noch nicht die ungeschriebenen Regeln des Alltags.
e) Deshalb sollte die abschließende Leistungsbewertung von einem anderen Betrieb übernommen werden.
f) Was dort noch als hilfreiche Absicherung galt, kann später eigenständiges Handeln behindern.
g) Diese Zurückhaltung ist jedoch nicht mit fehlendem Interesse gleichzusetzen.
h) An die Stelle der bisherigen Einzelgespräche tritt damit eine gemeinsame digitale Bewertung.
i) Erst dieser Perspektivwechsel macht sichtbar, welche Selbstverständlichkeiten erklärt werden müssen.
j) Entscheidend ist dabei, ob auf die Rückmeldung eine nachvollziehbare Veränderung folgt.
23. Lücke 23
a) Diese Entlastung setzt allerdings voraus, dass die dafür nötige Zeit im Dienstplan vorgesehen ist.
b) Für solche vertraulichen Anliegen braucht es deshalb eine Ansprechperson außerhalb der unmittelbaren Bewertungssituation.
c) Damit wird aus einer einmaligen Begrüßung eine Begleitung, die sich mit dem Lernfortschritt verändert.
d) Eine solche Übersicht zeigt zwar Zuständigkeiten, erklärt aber noch nicht die ungeschriebenen Regeln des Alltags.
e) Deshalb sollte die abschließende Leistungsbewertung von einem anderen Betrieb übernommen werden.
f) Was dort noch als hilfreiche Absicherung galt, kann später eigenständiges Handeln behindern.
g) Diese Zurückhaltung ist jedoch nicht mit fehlendem Interesse gleichzusetzen.
h) An die Stelle der bisherigen Einzelgespräche tritt damit eine gemeinsame digitale Bewertung.
i) Erst dieser Perspektivwechsel macht sichtbar, welche Selbstverständlichkeiten erklärt werden müssen.
j) Entscheidend ist dabei, ob auf die Rückmeldung eine nachvollziehbare Veränderung folgt.
Teil 4
Sie lesen in einer Fachzeitschrift Beiträge von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zur Vorbereitung auf Stromausfälle. Wählen Sie bei jeder Aussage: Wer äußert das? Zwei Aussagen passen nicht. Markieren Sie in diesem Fall 0.
a · Miriam Seidel, Kommunikationsforscherin
Bei Mitteilungen über einen Stromausfall verdient schon die äußere Form Aufmerksamkeit: Kurze Absätze und gut lesbare Schrift erleichtern es, einen Aushang unter ungünstigen Bedingungen zu erfassen. Inhaltlich halte ich es für falsch, mit einer ersten Nachricht zu warten, bis jede Frage beantwortet ist. Wer offen angibt, welche Angaben bestätigt sind und was noch geprüft wird, bleibt auch mit einer vorläufigen Mitteilung glaubwürdig. Dazu gehört ein angekündigter Zeitpunkt für die nächste Aktualisierung. Wird er eingehalten, wissen die Menschen, wann sie wieder mit einer Nachricht rechnen können. Daneben hat Kommunikation eine unmittelbar praktische Aufgabe. Auch während Fachleute noch nach dem Auslöser suchen, sollten Betroffene erfahren, wo sie verlässliche Auskünfte erhalten und an welche Stelle sie sich mit dringenden Anliegen wenden können. Die Frage nach dem nächsten sinnvollen Schritt lässt sich häufig schon beantworten, während die Erklärung des Vorfalls noch aussteht. Eine lange Darstellung möglicher Ursachen hilft wenig, wenn die Lesenden anschließend nicht wissen, wohin sie sich wenden sollen.
b · Jonas Feld, Stadtsoziologe
Vorsorge wird leicht als rein private Aufgabe verstanden. Doch Wohnungen bieten unterschiedlich viel Platz, und auch Geld sowie körperliche Möglichkeiten sind ungleich verteilt. Gemeinschaftliche Einrichtungen können deshalb ergänzen, was einzelne Haushalte selbst vorbereiten. Ein öffentlicher Treffpunkt im Viertel wäre beispielsweise ein Ort, an dem Menschen Unterstützung finden und sich zeitweise aufhalten könnten. Ein solches Angebot muss gerade diejenigen mitdenken, die in der Nachbarschaft niemanden näher kennen. Wenn der Zugang nur über persönliche Bekanntschaften vermittelt wird, bleiben sie leicht außen vor. Deshalb sollten Standorte bereits im Alltag öffentlich bekannt gemacht und Wege dorthin sichtbar ausgeschildert werden. Auch neu Zugezogene müssten davon erfahren, ohne zunächst in einen örtlichen Freundeskreis aufgenommen zu werden. Die Nutzung dürfte keine Vereinsmitgliedschaft voraussetzen. Bei der Ausgestaltung können Freiwillige ihre Ortskenntnis einbringen, etwa indem sie schwer auffindbare Zugänge benennen. Solche Beiträge sollten in einer kommunalen Koordination zusammenlaufen, damit Vorschläge und örtliche Bedürfnisse zusammengeführt werden. Gemeinsame Vorbereitung beginnt für mich mit der Frage, wem die vorhandenen Angebote tatsächlich offenstehen.
c · Leonie Hartwig, Energiesystemforscherin
Für die Planung genügt es nicht, technische Einrichtungen nach ihrer erwarteten Fehlerhäufigkeit zu ordnen. Ein seltener Ausfall kann erhebliche Folgen haben, wenn mit ihm zugleich die Wasserversorgung oder eine zentrale Versorgungseinrichtung ihre Arbeitsfähigkeit verliert. Deshalb würde ich bei Vorsorgeentscheidungen zunächst betrachten, welche unverzichtbaren Leistungen an einer Anlage hängen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit gehört zur Abwägung, beschreibt aber nur einen Teil des Problems. Erst zusammen mit den möglichen Folgen ergibt sie eine brauchbare Grundlage für Prioritäten. Ebenso sorgfältig muss der Übergang auf vorhandene Reserven vorbereitet sein. Eine zusätzliche Anlage auf dem Betriebsgelände entfaltet ihren vorgesehenen Nutzen erst, wenn Beschäftigte den Wechsel unter Störungsbedingungen geübt haben. Wer gibt ihn frei, wer stellt die Verbindung her, und wer kontrolliert anschließend den Betrieb? Diese Zuständigkeiten müssen feststehen und die Schritte praktisch erprobt werden. Dabei können auch unscheinbare Schwierigkeiten sichtbar werden, etwa ein im Alltag zugestellter Zugang. Zur technischen Planung gehört für mich deshalb immer eine Übung, in der das Zusammenspiel von Menschen und Anlagen überprüft wird.
Beispiel
0. Auch die lesefreundliche Gestaltung eines Aushangs ist bei Informationen über Stromausfälle wichtig.
a) Miriam Seidel
b) Jonas Feld
c) Leonie Hartwig
0) Keine der Personen
Lösung zum Beispiel: a
24. Bei der Vorsorge sollte entscheidend sein, welche Versorgungsleistungen ausfallen könnten, nicht allein, wie wahrscheinlich ein Defekt ist.
a) Miriam Seidel
b) Jonas Feld
c) Leonie Hartwig
0) Keine der Personen
25. Eine vorläufige Mitteilung kann Vertrauen erhalten, wenn sie die Grenzen des gesicherten Wissens offenlegt.
a) Miriam Seidel
b) Jonas Feld
c) Leonie Hartwig
0) Keine der Personen
26. Gemeinsam genutzte Notfallangebote müssen auch Menschen erreichen, die im Viertel kaum persönliche Kontakte haben.
a) Miriam Seidel
b) Jonas Feld
c) Leonie Hartwig
0) Keine der Personen
27. Die laufende Betreuung öffentlicher Notfalltreffpunkte sollte vorrangig von ehrenamtlichen Initiativen übernommen werden.
a) Miriam Seidel
b) Jonas Feld
c) Leonie Hartwig
0) Keine der Personen
28. Zusätzliche technische Kapazitäten helfen nur dann wie vorgesehen, wenn ihr Einsatz im Störungsfall praktisch eingeübt wird.
a) Miriam Seidel
b) Jonas Feld
c) Leonie Hartwig
0) Keine der Personen
29. Öffentliche Informationen sollten erklären, was Betroffene tun können, auch wenn die Ursache einer Störung noch ungeklärt ist.
a) Miriam Seidel
b) Jonas Feld
c) Leonie Hartwig
0) Keine der Personen
30. Ein einheitlicher Vorrat für alle Haushalte sollte gegenüber gemeinschaftlichen Einrichtungen Vorrang haben.
a) Miriam Seidel
b) Jonas Feld
c) Leonie Hartwig
0) Keine der Personen