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Goethe C1 Lesen · Übungssatz 07

Paper 7

Goethe C1 · Reading

65 min11 pages

Was zwischen den Sätzen steht

Exam material is in German.

Answers & guidance

Independent Faust practice material. Not published or endorsed by the Goethe-Institut.

Inside the paper

Lesen Teil 1

Sie lesen in einer Zeitschrift einen Artikel darüber, wie sprachliche Zusammenhänge verständlich werden. Wählen Sie für jede Lücke die richtige Lösung.

Was zwischen den Sätzen steht

Wer eine Anleitung liest, interessiert sich gewöhnlich __(0)__ ihren praktischen Nutzen. Ob ihre Sätze elegant gebaut sind, fällt meist erst auf, wenn das Verständnis stockt. Dabei kann jeder Satz für sich verständlich sein und der Text dennoch Rätsel aufgeben. Das lässt sich an einer kurzen Erklärung zur Ausleihe von Werkzeugen veranschaulichen. Für eine Schreibwerkstatt werden zwei Fassungen vorbereitet. Wörter und Satzzeichen bleiben unangetastet, lediglich die vollständigen Sätze wechseln ihre Plätze. Die Versuchsversion enthält dieselben Einzelsätze wie das Original; __(1)__ unterscheidet sie sich ausschließlich durch deren Anordnung. Nun steht eine Begründung vor der Regel, auf die sie sich bezieht. Ein zunächst eindeutiges „deshalb“ scheint plötzlich ins Leere zu weisen. Besonders aufschlussreich sind jene Übergänge, anhand __(2)__ sich nachvollziehen lässt, wie aus einzelnen Aussagen ein Gedankengang entsteht. Kleine Wörter kündigen an, ob etwas ergänzt, eingeschränkt oder begründet wird. Schon ein unauffälliges „allerdings“ kann eine zuvor geweckte Erwartung __(3)__. Nach der Ankündigung einer kostenlosen Ausleihe bereitet es beispielsweise auf eine besondere Bedingung vor. Kurze Sätze können die Verarbeitung erleichtern, weil weniger verschachtelte Satzstrukturen gleichzeitig überblickt werden müssen. __(4)__ lässt sich aus der Kürze eines Satzes noch nicht auf seine Verständlichkeit schließen. Fehlt der Bezug zum vorherigen Absatz, müssen Lesende die Verbindung selbst __(5)__. Dabei greifen sie auf Wissen zurück, das die Verfassenden möglicherweise stillschweigend vorausgesetzt haben. Wer erstmals Werkzeug ausleiht, kennt etwa den Unterschied zwischen einer Reservierung und einer verbindlichen Buchung noch nicht. Bei der Überarbeitung gilt es deshalb, auch unausgesprochene Voraussetzungen in Betracht zu __(6)__. Anstelle einer wiederholten allgemeinen Begrüßung könnte die Anleitung diesen Unterschied knapp erklären. Eine zusätzliche Erläuterung kann hier Abhilfe __(7)__, ohne den gesamten Absatz zu verlängern. Zum Abschluss markieren die Teilnehmenden der Schreibwerkstatt, welche Aussage eine andere begründet oder einschränkt. Die Beziehungen zwischen den Aussagen werden __(8)__ farbigen Verbindungslinien sichtbar gemacht. Wo eine Linie keinen eindeutigen Anschluss findet, lohnt sich eine erneute Lektüre. Entscheidend ist dabei nicht die Schönheit der Zeichnung, sondern die Frage, welche gedanklichen Schritte der Text seinen Lesenden tatsächlich ermöglicht.

Beispiel

0. Wer eine Anleitung liest, interessiert sich gewöhnlich __(0)__ ihren praktischen Nutzen.

a) auf

b) für

c) über

d) bei

Lösung zum Beispiel: b

1. Die Versuchsversion enthält dieselben Einzelsätze wie das Original; __(1)__ unterscheidet sie sich ausschließlich durch deren Anordnung.

a) andernfalls

b) insoweit

c) demnach

d) unterdessen

2. Besonders aufschlussreich sind jene Übergänge, anhand __(2)__ sich nachvollziehen lässt, wie aus einzelnen Aussagen ein Gedankengang entsteht.

a) derer

b) denen

c) dessen

d) die

3. Schon ein unauffälliges „allerdings“ kann eine zuvor geweckte Erwartung __(3)__.

a) entziehen

b) widerrufen

c) kündigen

d) durchkreuzen

4. __(4)__ lässt sich aus der Kürze eines Satzes noch nicht auf seine Verständlichkeit schließen.

a) Infolgedessen

b) Gleichwohl

c) Andernfalls

d) Währenddessen

5. Fehlt der Bezug zum vorherigen Absatz, müssen Lesende die Verbindung selbst __(5)__.

a) verrichten

b) herstellen

c) ausrichten

d) vollziehen

6. Bei der Überarbeitung gilt es deshalb, auch unausgesprochene Voraussetzungen in Betracht zu __(6)__.

a) bringen

b) nehmen

c) ziehen

d) setzen

7. Eine zusätzliche Erläuterung kann hier Abhilfe __(7)__, ohne den gesamten Absatz zu verlängern.

a) schaffen

b) leisten

c) erzielen

d) führen

8. Die Beziehungen zwischen den Aussagen werden __(8)__ farbigen Verbindungslinien sichtbar gemacht.

a) im Gegensatz zu

b) im Vorfeld von

c) im Austausch mit

d) mithilfe von

Lesen Teil 2

Sie lesen im Internet einen Artikel über die Planung einer Studie zur Information bei vorübergehenden Räumungen. Wählen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung.

Wann wäre ein Hinweis wirklich verstanden?

Angenommen, in einer Kleingartenanlage würde bei Erdarbeiten ein verdächtiger Gegenstand entdeckt. Bis Fachleute die Lage geklärt hätten, müssten die Anwesenden das Gelände verlassen. Ein Aushang könnte erklären, was von ihnen erwartet würde und wann sie zurückkehren dürften. Für die Planung einer Untersuchung wäre daran vor allem eine Frage interessant: Wie ließe sich feststellen, welche sprachliche Gestaltung einen solchen Hinweis verständlich macht? Verglichen werden könnten mehrere Formulierungen derselben Mitteilung. Im Mittelpunkt stünde dabei, welche Bedeutung die Lesenden ihnen entnehmen würden. Ein solches Vorhaben könnte eine Grundlage dafür liefern, Hinweise vor ihrem praktischen Einsatz sorgfältiger zu prüfen. Noch bevor die erste Fassung auf dem Tisch läge, wäre ein Einzelgespräch vorgesehen. Darin könnten die Teilnehmenden in eigenen Worten erläutern, was sie unter Ausdrücken wie „vorübergehend“ oder „bis zur Freigabe“ verstehen. Gerade vertraut klingende Wörter könnten unterschiedliche Vorstellungen hervorrufen: Wer „vorübergehend“ hört, denkt möglicherweise an wenige Minuten, während jemand anderes damit lediglich ein grundsätzlich absehbares Ende verbindet. Die Gesprächsleitung würde diese Erläuterungen festhalten, ohne bereits eine Musterdeutung vorzugeben. So ließe sich später besser nachvollziehen, welches Verständnis die Personen in die Lektüre mitgebracht hätten. Die eigentliche Mitteilung bekämen sie erst anschließend zu sehen. Welche Fassung eine Person erhielte, würde durch Los bestimmt. Jede Person würde ausschließlich mit der ihr zugeteilten Variante arbeiten. So könnte verhindert werden, dass eine frühere Lektüre das Verständnis einer späteren Version erleichtert. Inhaltlich müssten alle Fassungen übereinstimmen: Anlass, betroffenes Gelände, Aufforderung zum Verlassen und Bedingung der Rückkehr blieben gleich. Variiert werden könnten dagegen die Gliederung, die Satzverbindungen und die sprachliche Darstellung der zeitlichen Bedingung. Für einen nachvollziehbaren Vergleich wäre genau festzuhalten, welche dieser Merkmale jeweils verändert würden. An die Lektüre könnten sich kurze Entscheidungssituationen anschließen. In einer davon wäre bereits einige Zeit vergangen, eine Freigabe jedoch noch nicht erfolgt. In einer anderen läge die Freigabe ausdrücklich vor. Die Teilnehmenden würden jeweils entscheiden, ob die Aufforderung, dem Gelände fernzubleiben, weiterhin gelten würde, und ihre Entscheidung erläutern. Daran ließe sich prüfen, ob sie die zeitliche Grenze auf eine konkrete Lage anwenden könnten. „Bis zur Freigabe“ würde im vorgesehenen Szenario bedeuten, dass das bloße Verstreichen von Zeit die Einschränkung noch nicht beendet. Erst die mitgeteilte Freigabe würde diese Grenze markieren. Bei der Auswertung wäre deshalb auch auf die Begründungen der Antworten zu achten. Für die Gewinnung von Teilnehmenden wären mehrere Zugänge sinnvoll. Neben einer Ankündigung im Internet könnten Mitarbeitende Menschen bei offenen Sprechstunden oder an Treffpunkten im Wohnviertel persönlich ansprechen. Auf diese Weise hätten auch Personen Gelegenheit mitzumachen, die selten digitale Angebote nutzen oder sich eine Onlineanmeldung kaum zutrauen. Ihre möglichen Verständnisschwierigkeiten würden dann bei der späteren Überarbeitung der Hinweise ebenfalls berücksichtigt. Die Teilnahme könnte vor Ort auf Papier erfolgen. Eine Begleitperson dürfte bei organisatorischen Fragen helfen; die Deutung des Textes müsste jedoch von der teilnehmenden Person selbst stammen, damit ihre Perspektive erkennbar bliebe. Die Gespräche und Aufgaben würden in einem ruhigen Raum stattfinden. Niemand müsste währenddessen um Angehörige bangen, eine Gartenlaube hastig verlassen oder unter Zeitdruck persönliche Dinge zusammensuchen. Diese Bedingungen wären für die Untersuchung einzelner Formulierungen hilfreich, würden aber die Reichweite möglicher Schlussfolgerungen begrenzen. Selbst wenn eine Mitteilung dort gut verstanden würde, ließe sich daraus nicht zuverlässig ableiten, wie Menschen bei einer tatsächlichen Räumung unter Druck handeln würden. Dafür wären weitere, gesondert zu planende Untersuchungen nötig. Schon im Untersuchungsplan sollte schließlich stehen, nach welchem Maßstab eine Fassung für eine weitere Erprobung infrage käme. Die Lesenden müssten sowohl die verlangte Handlung erfassen als auch erkennen, unter welchen Umständen sie gilt und wodurch ihre Geltung endet. Würde nur einer dieser beiden Aspekte hinreichend verstanden, wäre zunächst eine Überarbeitung vorgesehen. Erst wenn beide Anforderungen erfüllt wären, könnte eine Erprobung unter praxisnäheren Bedingungen empfohlen werden. Welche Fassung dafür geeignet wäre, bliebe bis zur Durchführung und Auswertung offen.

9. Was soll die geplante Studie vor allem klären?

a) Wie sich unterschiedliche Mitteilungsformen auf das Verständnis einer Räumungsinformation auswirken.

b) Wie persönliche Erfahrungen die Bereitschaft zur Teilnahme an einer Räumung beeinflussen.

c) Wie sich die Zusammenarbeit verschiedener Stellen auf die Dauer einer Räumung auswirkt.

10. Wozu dient das Gespräch vor der Bearbeitung der Mitteilungen?

a) Die Teilnehmenden sollen sich auf eine gemeinsame Bewertung verständlicher Sprache einigen.

b) Die Teilnehmenden sollen bereits verwendete Informationsangebote beurteilen.

c) Die Teilnehmenden sollen offenlegen, welche Bedeutung sie wichtigen Ausdrücken zuschreiben.

11. Wie sollen die verschiedenen Textfassungen verglichen werden?

a) Dieselben Personen bearbeiten nacheinander sämtliche Fassungen.

b) Jede Person erhält nur eine Fassung, deren Zuteilung zufällig erfolgt.

c) Die Personen wählen eine Fassung entsprechend ihren Lesegewohnheiten.

12. Woran soll sich zeigen, ob eine zeitliche Einschränkung verstanden wurde?

a) Die Personen geben die genannte Uhrzeit ohne Vorlage wieder.

b) Die Personen finden den zeitlichen Hinweis innerhalb einer vorgegebenen Frist.

c) Die Personen unterscheiden anhand kurzer Situationen, wann die Mitteilung gilt.

13. Warum sollen auch Personen mit geringer Erfahrung im Umgang mit digitalen Angeboten teilnehmen?

a) Weil eine ausschließlich online geworbene Gruppe wichtige Nutzungsschwierigkeiten unberücksichtigt lassen könnte.

b) Weil die Studie vorrangig den Nutzen einer Einführung in digitale Angebote prüfen soll.

c) Weil Unterschiede zwischen gedruckten und digitalen Fassungen getrennt berechnet werden sollen.

14. Welche Grenze der geplanten Untersuchung hebt der Artikel hervor?

a) Die Ergebnisse lassen sich nur eingeschränkt auf andere Arten behördlicher Mitteilungen übertragen.

b) Die Bearbeitung ohne akuten Zeitdruck bildet das Handeln in einer tatsächlichen Räumung nur eingeschränkt ab.

c) Die Untersuchung lässt offen, wie lange die gelesenen Informationen im Gedächtnis bleiben.

15. Unter welcher Voraussetzung soll eine Textfassung zur weiteren Erprobung vorgeschlagen werden?

a) Wenn die Teilnehmenden sie überwiegend als angenehm zu lesen bezeichnen.

b) Wenn sie im Durchschnitt schneller als die übrigen Fassungen bearbeitet wird.

c) Wenn sowohl der Handlungsauftrag als auch seine Einschränkungen zuverlässig verstanden werden.

Lesen Teil 3

Sie lesen in einer populärwissenschaftlichen Zeitschrift einen Kommentar über Musik in der pädagogischen Arbeit. Welche Sätze passen in die Lücken? Zwei Sätze passen nicht.

Genauer hinhören, genauer widersprechen

Musik in pädagogischen Gruppen einzusetzen, klingt zunächst nach einer unkomplizierten Idee: Ein Lied ist schnell gefunden, ein Abspielgerät meist vorhanden. Schwieriger wird es, wenn daraus mehr entstehen soll als eine angenehme Unterbrechung. Wie lässt sich ein Gespräch vorbereiten, das unterschiedliche Wahrnehmungen ernst nimmt? __(0)__ Solches Material wäre besonders dann hilfreich, wenn es die Aufmerksamkeit auf den Verlauf der Begegnung lenkte, statt lediglich Arbeitsaufträge aneinanderzureihen. Ein kurzer Ausschnitt bietet einen leicht zugänglichen Beginn. Alle können zuhören, ohne zuvor ein Instrument gelernt oder einen Fachtext gelesen zu haben. __(16)__ Während eine Person vor allem dem Rhythmus folgt, beschäftigt eine andere die Wortwahl; eine dritte bemerkt zuerst, wie brüchig die Stimme klingt. Diese Unterschiede geben dem Gespräch einen Ausgangspunkt. Sie vorschnell zu einer gemeinsamen Deutung zusammenzufassen, würde gerade das Interessante am gemeinsamen Hören verkürzen. Allerdings entsteht nicht jede Übereinstimmung aus sorgfältigem Zuhören. Eröffnet jemand die Runde mit einem selbstsicheren Urteil, können andere es übernehmen, bevor sie ihren eigenen Eindruck überhaupt geprüft haben. __(17)__ Wenn sie später auf ihre zunächst unabhängig aufgeschriebenen Beobachtungen zurückgreifen, haben auch leisere Stimmen etwas Konkretes einzubringen. Die Aufzeichnungen müssen weder eingesammelt noch bewertet werden. Ihr Zweck besteht darin, einen ersten Eindruck für die spätere Auseinandersetzung verfügbar zu halten. Besondere Aufmerksamkeit verdient die Auswahl persönlicher Lieblingsstücke. Es wäre verlockend, alle aufzufordern, die private Erinnerung hinter ihrem mitgebrachten Lied zu erläutern. __(18)__ Stattdessen sollte es möglich sein, eine auffällige Pause, einen Klang oder eine Textstelle vorzustellen. Auch darüber lässt sich ausführlich sprechen. Wer von sich erzählen möchte, darf dies tun; wer beim hörbaren Material bleibt, beteiligt sich ebenso an der gemeinsamen Arbeit. Dabei hat die Leitung die Aufgabe, auch Vorlieben besprechbar zu machen, die ihr selbst fremd sind. __(19)__ Ein Stil, den man ungern hört, kann dennoch sorgfältig auf Aufbau, Ausdruck und Wirkung untersucht werden. Fragen nach dem konkreten Gehörten helfen weiter als ein demonstratives Bekenntnis zum vermeintlich besseren Geschmack. Die Fachkraft kann ihre persönliche Bewertung zunächst zurückstellen und den anderen Raum geben, ihre Beobachtungen zu entwickeln. __(20)__ Wenn ein Lied Menschen herabsetzt, sollte die Gruppe untersuchen können, welche Formulierungen dies bewirken und welche Perspektive darin zum Ausdruck kommt. Dabei wäre es unfair, jemanden, der den Rhythmus mag, ohne Weiteres mit jeder Aussage des Liedes gleichzusetzen. Eine genaue Besprechung trennt zwischen Text, musikalischer Wirkung und den Gründen, aus denen eine Person zuhört. Gerade diese Unterscheidung ermöglicht begründeten Widerspruch. Wie eng Klang und Deutung zusammenhängen, lässt sich an zwei vorbereiteten Aufnahmen erkunden: Die Worte bleiben identisch, während sich die Begleitung deutlich unterscheidet. __(21)__ Derselbe Satz kann in der einen Aufnahme beruhigend wirken, in der anderen bedrohlich. Die Gruppe kann wiederholt auf einzelne Stellen zurückkommen und beschreiben, welche musikalischen Entscheidungen diesen Eindruck hervorrufen. Dafür braucht es keine eigene Aufführung; die Aufnahmen dienen als gemeinsames Vergleichsmaterial. Wohin ein solches Gespräch führt, lässt sich nur begrenzt planen. Eine Gruppe möchte vielleicht über eine doppeldeutige Zeile weiterreden, eine andere bleibt an der Art hängen, wie bestimmte Silben betont werden. __(22)__ Denkbar wären auswählbare Anschlussfragen: Welche Lesart passt zu welcher Textstelle? Was verändert die Betonung? An welchem Moment kippt die Stimmung? Die Leitung könnte daran anknüpfen, was die Beteiligten tatsächlich beschäftigt, statt eine vorbereitete Reihenfolge abzuarbeiten. Das pädagogische Ziel wäre schließlich, differenzierter zuzuhören und eigene Einschätzungen nachvollziehbar zu begründen. __(23)__ Jemand könnte sein Lieblingslied weiterhin bevorzugen und nun genauer erklären, wie der regelmäßige Rhythmus Sicherheit vermittelt oder eine verzögerte Betonung Spannung erzeugt. Ein solches Ergebnis wäre keineswegs gering: Die Vorliebe bliebe bestehen, doch das Gespräch darüber hätte an Genauigkeit gewonnen.

Beispiel

0. Ein Begleitheft kann dafür Anregungen liefern, die Entscheidung über ihren Einsatz bleibt jedoch bei der pädagogischen Fachkraft.

16. Lücke 16

a) Diese Zurückhaltung darf allerdings nicht dazu führen, dass verletzende Aussagen unbesprochen bleiben.

b) Erst diese Gegenüberstellung macht hörbar, wie stark die Begleitung die Wirkung derselben Worte verändert.

c) Damit würde aus einer Einladung zum Gespräch eine Verpflichtung zur persönlichen Offenlegung.

d) Eine solche Rangfolge würde allerdings voraussetzen, dass sich musikalische Qualität eindeutig messen lässt.

e) Gemeinsames Hören bedeutet jedoch noch lange nicht, dass alle Beteiligten dasselbe wahrnehmen.

f) Gerade deshalb sollte das Begleitheft mehrere mögliche Gesprächsverläufe eröffnen, statt einen einzigen vorzugeben.

g) Diese zweite Fassung müsste dann vor dem Konzert noch mit dem gesamten Ensemble geprobt werden.

h) Eine kurze schriftliche Notiz vor dem Austausch kann solchen vorschnellen Festlegungen entgegenwirken.

i) Dazu gehört auch, die eigene spontane Abneigung zunächst nicht zum Maßstab der Besprechung zu machen.

j) Ob das gelungen ist, zeigt sich eher an der Begründung eines Urteils als an einem Wechsel des Musikgeschmacks.

17. Lücke 17

a) Diese Zurückhaltung darf allerdings nicht dazu führen, dass verletzende Aussagen unbesprochen bleiben.

b) Erst diese Gegenüberstellung macht hörbar, wie stark die Begleitung die Wirkung derselben Worte verändert.

c) Damit würde aus einer Einladung zum Gespräch eine Verpflichtung zur persönlichen Offenlegung.

d) Eine solche Rangfolge würde allerdings voraussetzen, dass sich musikalische Qualität eindeutig messen lässt.

e) Gemeinsames Hören bedeutet jedoch noch lange nicht, dass alle Beteiligten dasselbe wahrnehmen.

f) Gerade deshalb sollte das Begleitheft mehrere mögliche Gesprächsverläufe eröffnen, statt einen einzigen vorzugeben.

g) Diese zweite Fassung müsste dann vor dem Konzert noch mit dem gesamten Ensemble geprobt werden.

h) Eine kurze schriftliche Notiz vor dem Austausch kann solchen vorschnellen Festlegungen entgegenwirken.

i) Dazu gehört auch, die eigene spontane Abneigung zunächst nicht zum Maßstab der Besprechung zu machen.

j) Ob das gelungen ist, zeigt sich eher an der Begründung eines Urteils als an einem Wechsel des Musikgeschmacks.

18. Lücke 18

a) Diese Zurückhaltung darf allerdings nicht dazu führen, dass verletzende Aussagen unbesprochen bleiben.

b) Erst diese Gegenüberstellung macht hörbar, wie stark die Begleitung die Wirkung derselben Worte verändert.

c) Damit würde aus einer Einladung zum Gespräch eine Verpflichtung zur persönlichen Offenlegung.

d) Eine solche Rangfolge würde allerdings voraussetzen, dass sich musikalische Qualität eindeutig messen lässt.

e) Gemeinsames Hören bedeutet jedoch noch lange nicht, dass alle Beteiligten dasselbe wahrnehmen.

f) Gerade deshalb sollte das Begleitheft mehrere mögliche Gesprächsverläufe eröffnen, statt einen einzigen vorzugeben.

g) Diese zweite Fassung müsste dann vor dem Konzert noch mit dem gesamten Ensemble geprobt werden.

h) Eine kurze schriftliche Notiz vor dem Austausch kann solchen vorschnellen Festlegungen entgegenwirken.

i) Dazu gehört auch, die eigene spontane Abneigung zunächst nicht zum Maßstab der Besprechung zu machen.

j) Ob das gelungen ist, zeigt sich eher an der Begründung eines Urteils als an einem Wechsel des Musikgeschmacks.

19. Lücke 19

a) Diese Zurückhaltung darf allerdings nicht dazu führen, dass verletzende Aussagen unbesprochen bleiben.

b) Erst diese Gegenüberstellung macht hörbar, wie stark die Begleitung die Wirkung derselben Worte verändert.

c) Damit würde aus einer Einladung zum Gespräch eine Verpflichtung zur persönlichen Offenlegung.

d) Eine solche Rangfolge würde allerdings voraussetzen, dass sich musikalische Qualität eindeutig messen lässt.

e) Gemeinsames Hören bedeutet jedoch noch lange nicht, dass alle Beteiligten dasselbe wahrnehmen.

f) Gerade deshalb sollte das Begleitheft mehrere mögliche Gesprächsverläufe eröffnen, statt einen einzigen vorzugeben.

g) Diese zweite Fassung müsste dann vor dem Konzert noch mit dem gesamten Ensemble geprobt werden.

h) Eine kurze schriftliche Notiz vor dem Austausch kann solchen vorschnellen Festlegungen entgegenwirken.

i) Dazu gehört auch, die eigene spontane Abneigung zunächst nicht zum Maßstab der Besprechung zu machen.

j) Ob das gelungen ist, zeigt sich eher an der Begründung eines Urteils als an einem Wechsel des Musikgeschmacks.

20. Lücke 20

a) Diese Zurückhaltung darf allerdings nicht dazu führen, dass verletzende Aussagen unbesprochen bleiben.

b) Erst diese Gegenüberstellung macht hörbar, wie stark die Begleitung die Wirkung derselben Worte verändert.

c) Damit würde aus einer Einladung zum Gespräch eine Verpflichtung zur persönlichen Offenlegung.

d) Eine solche Rangfolge würde allerdings voraussetzen, dass sich musikalische Qualität eindeutig messen lässt.

e) Gemeinsames Hören bedeutet jedoch noch lange nicht, dass alle Beteiligten dasselbe wahrnehmen.

f) Gerade deshalb sollte das Begleitheft mehrere mögliche Gesprächsverläufe eröffnen, statt einen einzigen vorzugeben.

g) Diese zweite Fassung müsste dann vor dem Konzert noch mit dem gesamten Ensemble geprobt werden.

h) Eine kurze schriftliche Notiz vor dem Austausch kann solchen vorschnellen Festlegungen entgegenwirken.

i) Dazu gehört auch, die eigene spontane Abneigung zunächst nicht zum Maßstab der Besprechung zu machen.

j) Ob das gelungen ist, zeigt sich eher an der Begründung eines Urteils als an einem Wechsel des Musikgeschmacks.

21. Lücke 21

a) Diese Zurückhaltung darf allerdings nicht dazu führen, dass verletzende Aussagen unbesprochen bleiben.

b) Erst diese Gegenüberstellung macht hörbar, wie stark die Begleitung die Wirkung derselben Worte verändert.

c) Damit würde aus einer Einladung zum Gespräch eine Verpflichtung zur persönlichen Offenlegung.

d) Eine solche Rangfolge würde allerdings voraussetzen, dass sich musikalische Qualität eindeutig messen lässt.

e) Gemeinsames Hören bedeutet jedoch noch lange nicht, dass alle Beteiligten dasselbe wahrnehmen.

f) Gerade deshalb sollte das Begleitheft mehrere mögliche Gesprächsverläufe eröffnen, statt einen einzigen vorzugeben.

g) Diese zweite Fassung müsste dann vor dem Konzert noch mit dem gesamten Ensemble geprobt werden.

h) Eine kurze schriftliche Notiz vor dem Austausch kann solchen vorschnellen Festlegungen entgegenwirken.

i) Dazu gehört auch, die eigene spontane Abneigung zunächst nicht zum Maßstab der Besprechung zu machen.

j) Ob das gelungen ist, zeigt sich eher an der Begründung eines Urteils als an einem Wechsel des Musikgeschmacks.

22. Lücke 22

a) Diese Zurückhaltung darf allerdings nicht dazu führen, dass verletzende Aussagen unbesprochen bleiben.

b) Erst diese Gegenüberstellung macht hörbar, wie stark die Begleitung die Wirkung derselben Worte verändert.

c) Damit würde aus einer Einladung zum Gespräch eine Verpflichtung zur persönlichen Offenlegung.

d) Eine solche Rangfolge würde allerdings voraussetzen, dass sich musikalische Qualität eindeutig messen lässt.

e) Gemeinsames Hören bedeutet jedoch noch lange nicht, dass alle Beteiligten dasselbe wahrnehmen.

f) Gerade deshalb sollte das Begleitheft mehrere mögliche Gesprächsverläufe eröffnen, statt einen einzigen vorzugeben.

g) Diese zweite Fassung müsste dann vor dem Konzert noch mit dem gesamten Ensemble geprobt werden.

h) Eine kurze schriftliche Notiz vor dem Austausch kann solchen vorschnellen Festlegungen entgegenwirken.

i) Dazu gehört auch, die eigene spontane Abneigung zunächst nicht zum Maßstab der Besprechung zu machen.

j) Ob das gelungen ist, zeigt sich eher an der Begründung eines Urteils als an einem Wechsel des Musikgeschmacks.

23. Lücke 23

a) Diese Zurückhaltung darf allerdings nicht dazu führen, dass verletzende Aussagen unbesprochen bleiben.

b) Erst diese Gegenüberstellung macht hörbar, wie stark die Begleitung die Wirkung derselben Worte verändert.

c) Damit würde aus einer Einladung zum Gespräch eine Verpflichtung zur persönlichen Offenlegung.

d) Eine solche Rangfolge würde allerdings voraussetzen, dass sich musikalische Qualität eindeutig messen lässt.

e) Gemeinsames Hören bedeutet jedoch noch lange nicht, dass alle Beteiligten dasselbe wahrnehmen.

f) Gerade deshalb sollte das Begleitheft mehrere mögliche Gesprächsverläufe eröffnen, statt einen einzigen vorzugeben.

g) Diese zweite Fassung müsste dann vor dem Konzert noch mit dem gesamten Ensemble geprobt werden.

h) Eine kurze schriftliche Notiz vor dem Austausch kann solchen vorschnellen Festlegungen entgegenwirken.

i) Dazu gehört auch, die eigene spontane Abneigung zunächst nicht zum Maßstab der Besprechung zu machen.

j) Ob das gelungen ist, zeigt sich eher an der Begründung eines Urteils als an einem Wechsel des Musikgeschmacks.

Lesen Teil 4

Sie lesen in einer Fachzeitschrift Beiträge von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern über Entscheidungen in Auswahlgremien. Wählen Sie bei jeder Aussage: Wer äußert das? Zwei Aussagen passen nicht. Markieren Sie in diesem Fall 0.

a · Dr. Nora Berg, Sozialpsychologin

Ein Gremium, das Kulturprojekte fördern soll, müsste zu Beginn klären, was es unter seinem Auftrag versteht. Soll beispielsweise eine neue künstlerische Arbeitsweise ermöglicht oder ein bislang wenig erreichtes Publikum angesprochen werden? Ich halte eine gemeinsame Verständigung darüber für den notwendigen Auftakt der Beratung. Selbst bei identischem Wortlaut der Ausschreibung können die Mitglieder recht unterschiedliche Vorstellungen mitbringen. Anschließend verdient der Einstieg in die Besprechung einer Bewerbung besondere Aufmerksamkeit. Bezeichnet ein angesehenes Mitglied einen Vorschlag sofort als unausgereift, können später genannte offene Fragen als Bestätigung dieses Eindrucks erscheinen. Unter dem anfänglichen Etikett „experimentell“ könnten dieselben Fragen dagegen als produktiver Freiraum gelten. Der erste Kommentar liefert somit einen Deutungsrahmen für das, was danach zur Sprache kommt. Auch ein wohlmeinender Vorsitz sollte bedenken, wie viel Gewicht seine beiläufigen Bemerkungen erhalten können. Hilfreich wäre, zunächst die Bestandteile des Vorhabens zu beschreiben und unterschiedliche Lesarten zu sammeln. So würde eine umfassendere Vorstellung entstehen, bevor ein prägnantes Urteil die Wahrnehmung verengt.

b · Dr. Milan Roth, Organisationsforscher

Mich interessiert, ob sich eine Förderentscheidung auch später noch nachvollziehen lässt. Dafür sollte das Gremium seine Maßstäbe vereinbaren, solange die einzelnen Bewerbungen noch nicht aufgerufen wurden. Es könnte etwa festhalten, welches Gewicht die künstlerische Idee, die Durchführbarkeit und der Zugang zum Angebot jeweils erhalten sollen. Wenn dann ein besonders reizvoller Vorschlag auftaucht, lässt sich die Gewichtung weniger leicht zu dessen Gunsten verschieben. Eine Änderung müsste als solche sichtbar werden und begründet werden. Ebenso wichtig ist das Protokoll am Ende. Mit der Auswahl eines Projekts verschwinden die Bedenken gegen seine Finanzierung nicht automatisch. Substanzielle Vorbehalte einer Minderheit gehören deshalb neben dem Beschluss in die schriftliche Dokumentation. Wer die Unterlagen später liest, sollte erkennen können, welche Unsicherheiten das Gremium bei seiner Entscheidung bewusst in Kauf genommen hat. Eine solche Aufzeichnung verlangt keine vollständige Wiedergabe jedes Wortbeitrags. Sie muss aber die tragenden Gründe und die verbliebenen unterschiedlichen Einschätzungen so festhalten, dass der Beschluss ohne persönliches Erinnerungswissen verständlich bleibt.

c · Dr. Eva Lenz, Kommunikationswissenschaftlerin

In einer Förderrunde kann es einen Unterschied machen, ob jemand überhaupt einen geeigneten Moment zum Sprechen findet. Ein Mitglied hat vielleicht einen Vorbehalt, ist aber unsicher, ob es die laufende Diskussion unterbrechen darf. Ein anderes rechnet damit, dass seine Bemerkung als kleinlich aufgenommen würde. Beide könnten schweigen, obwohl sie innerlich keineswegs einverstanden sind. Aus ihrer fehlenden Wortmeldung lässt sich daher noch keine verlässliche Aussage über ihre Haltung gewinnen. Ich würde dem Gremium ermöglichen, Einwände zunächst schriftlich einzureichen. Die Gesprächsleitung könnte sie ohne Namensangabe vorlesen und die Runde bitten, sich mit dem jeweiligen Argument zu befassen. Erst anschließend ließe sich bei Bedarf klären, von wem die Bemerkung stammt, etwa um eine Rückfrage zu stellen. Diese Reihenfolge könnte verhindern helfen, dass das Ansehen einer Person schon über die Aufnahme ihres Einwands entscheidet. Ein Hinweis auf einen unklaren Finanzierungsplan hätte dann zunächst denselben Anspruch auf Prüfung, unabhängig davon, ob ihn ein langjähriges oder ein gerade hinzugekommenes Mitglied formuliert hat.

Beispiel

0. Die gemeinsame Besprechung sollte damit beginnen, dass alle dieselbe Vorstellung vom zu vergebenden Förderauftrag entwickeln.

a) Dr. Nora Berg, Sozialpsychologin

b) Dr. Milan Roth, Organisationsforscher

c) Dr. Eva Lenz, Kommunikationswissenschaftlerin

0) Keine der Personen

Lösung zum Beispiel: a

24. Eine früh geäußerte Bewertung kann beeinflussen, wie nachfolgende Informationen eingeordnet werden.

a) Dr. Nora Berg, Sozialpsychologin

b) Dr. Milan Roth, Organisationsforscher

c) Dr. Eva Lenz, Kommunikationswissenschaftlerin

0) Keine der Personen

25. Ausbleibender Widerspruch lässt sich nicht ohne Weiteres als Zustimmung verstehen.

a) Dr. Nora Berg, Sozialpsychologin

b) Dr. Milan Roth, Organisationsforscher

c) Dr. Eva Lenz, Kommunikationswissenschaftlerin

0) Keine der Personen

26. Der Vorsitz eines Auswahlgremiums sollte nach jeder Sitzung wechseln.

a) Dr. Nora Berg, Sozialpsychologin

b) Dr. Milan Roth, Organisationsforscher

c) Dr. Eva Lenz, Kommunikationswissenschaftlerin

0) Keine der Personen

27. Vorab festgelegte Bewertungskriterien erschweren es, Maßstäbe nachträglich an eine bevorzugte Bewerbung anzupassen.

a) Dr. Nora Berg, Sozialpsychologin

b) Dr. Milan Roth, Organisationsforscher

c) Dr. Eva Lenz, Kommunikationswissenschaftlerin

0) Keine der Personen

28. Ein Einwand lässt sich sachlicher erörtern, wenn zunächst sein Inhalt und erst danach seine Urheberschaft bekannt wird.

a) Dr. Nora Berg, Sozialpsychologin

b) Dr. Milan Roth, Organisationsforscher

c) Dr. Eva Lenz, Kommunikationswissenschaftlerin

0) Keine der Personen

29. Abweichende Einschätzungen sollten auch dann dokumentiert werden, wenn die Entscheidung bereits gefallen ist.

a) Dr. Nora Berg, Sozialpsychologin

b) Dr. Milan Roth, Organisationsforscher

c) Dr. Eva Lenz, Kommunikationswissenschaftlerin

0) Keine der Personen

30. Bei besonders knappen Entscheidungen sollte vor der Abstimmung eine externe Fachperson hinzugezogen werden.

a) Dr. Nora Berg, Sozialpsychologin

b) Dr. Milan Roth, Organisationsforscher

c) Dr. Eva Lenz, Kommunikationswissenschaftlerin

0) Keine der Personen

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