
Paper 9
Goethe C1 · Reading
Sachbücher am gemeinsamen Tisch
Exam material is in German.
Answers & guidanceIndependent Faust practice material. Not published or endorsed by the Goethe-Institut.
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Lesen Teil 1
Sie lesen in einer Zeitschrift einen Artikel über die Auswahl von Sachbüchern für öffentliche Gesprächsabende. Wählen Sie für jede Lücke die richtige Lösung.
Sachbücher am gemeinsamen Tisch
Ein Sachbuch zu lesen heißt noch nicht, seine Argumente beurteilen zu können. Die Stadtbibliothek Uferfeld lädt Erwachsene __(0)__ ein, Neuerscheinungen gemeinsam zu besprechen. Ihr Programm verbindet Bücher über Kunst, politische Ideen und die Gestaltung öffentlicher Räume. Entscheidend ist, ob ein Titel Fragen eröffnet, die über sein unmittelbares Fachgebiet hinausreichen. Dabei kann eine dichte Fachsprache Menschen ausschließen, die aus Interesse kommen und kein Spezialwissen mitbringen. __(1)__ nimmt das Programmteam auch anspruchsvolle Titel auf, sofern sich deren Grundgedanken im Gespräch erschließen lassen. Für die Vorbereitung liest es ausgewählte Kapitel besonders genau. Die Moderation macht die Argumentationsstruktur __(2)__ einer gemeinsam erstellten Übersicht sichtbar. Pfeile verbinden Voraussetzungen mit Folgerungen; unterschiedliche Lesarten finden nebeneinander Platz. Teilnehmen dürfen ausdrücklich auch Interessierte, die das jeweilige Buch noch nicht zu Ende gelesen haben. __(3)__ entwickelt das Team Leitfragen, die ohne vollständige Buchkenntnis beantwortet werden können. Am Abend selbst werden zunächst die wichtigsten gedanklichen Schritte zusammengetragen. Damit ist die gemeinsame Rekonstruktion abgeschlossen. __(4)__ beginnt die Diskussion über die Tragfähigkeit der Schlussfolgerungen. Die Übersicht bleibt dabei für alle sichtbar auf dem Tisch. Gelegentlich stehen zwei Veröffentlichungen zum selben Gegenstand auf dem Programm. Unterschiede zwischen den besprochenen Büchern werden __(5)__ gezielte Gegenüberstellungen einzelner Textstellen herausgearbeitet. Dabei zeigt sich etwa, ob ein anschauliches Beispiel tatsächlich eine allgemeine Aussage trägt oder lediglich einen Sonderfall illustriert. Den ursprünglichen Plan, zum Schluss eine Rangliste der Bücher anzufertigen, hat das Team aufgegeben. __(6)__ hält die Moderation offene Einwände fest, ohne ein abschließendes Urteil zu formulieren. Dabei legt das Team besonderen Wert __(7)__ die Unterscheidung zwischen persönlichem Geschmack und begründeter Kritik. Eine ungewöhnliche Erzählweise kann jemanden stören und trotzdem einen schwierigen Zusammenhang präzise vermitteln. Beim letzten Abend entwickelten eine erfahrene Sachbuchleserin und mehrere erstmals Teilnehmende aus ihren unterschiedlichen Leseerfahrungen Fragen, die keine Seite allein gefunden hätte. Dieser ergiebige Austausch überzeugte die Verantwortlichen davon, das Angebot fortzuführen. __(8)__ plant das Team eine weitere Veranstaltungsreihe. Deren Themen sollen wieder Menschen zusammenbringen, die sonst selten über ihre Lektüre miteinander sprechen.
Beispiel
0. Die Stadtbibliothek Uferfeld lädt Erwachsene __(0)__ ein, Neuerscheinungen gemeinsam zu besprechen.
a) daran
b) davon
c) dazu
d) darunter
Lösung zum Beispiel: c
1. __(1)__ nimmt das Programmteam auch anspruchsvolle Titel auf, sofern sich deren Grundgedanken im Gespräch erschließen lassen.
a) Andernfalls
b) Dennoch
c) Demzufolge
d) Ebenso
2. Die Moderation macht die Argumentationsstruktur __(2)__ einer gemeinsam erstellten Übersicht sichtbar.
a) zugunsten
b) ungeachtet
c) anlässlich
d) mithilfe
3. __(3)__ entwickelt das Team Leitfragen, die ohne vollständige Buchkenntnis beantwortet werden können.
a) Deshalb
b) Gleichwohl
c) Stattdessen
d) Währenddessen
4. __(4)__ beginnt die Diskussion über die Tragfähigkeit der Schlussfolgerungen.
a) Nebenbei
b) Dagegen
c) Anschließend
d) Inzwischen
5. Unterschiede zwischen den besprochenen Büchern werden __(5)__ gezielte Gegenüberstellungen einzelner Textstellen herausgearbeitet.
a) gegen
b) durch
c) für
d) um
6. __(6)__ hält die Moderation offene Einwände fest, ohne ein abschließendes Urteil zu formulieren.
a) Andernfalls
b) Ungeachtet dessen
c) Zuvor
d) Stattdessen
7. Dabei legt das Team besonderen Wert __(7)__ die Unterscheidung zwischen persönlichem Geschmack und begründeter Kritik.
a) auf
b) für
c) über
d) an
8. __(8)__ plant das Team eine weitere Veranstaltungsreihe.
a) Ungeachtet dessen
b) Unabhängig davon
c) Daraufhin
d) Bis dahin
Lesen Teil 2
Sie lesen im Internet einen Artikel über die Planung einer Studie zur Darstellung chronischer Atembeschwerden. Wählen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung.
Welchen Alltag zeigt ein Film?
Ein kurzer Film über chronische Atembeschwerden muss auswählen: Welche Augenblicke bekommen Raum, welche bleiben außerhalb des Bildes? Eine akute Episode könnte die Aufmerksamkeit stark auf einen einzelnen belastenden Moment lenken. Eine Begleitung durch gewöhnliche Tagesabläufe würde andere Situationen sichtbar machen. Für eine mögliche Untersuchung steht deshalb ein Vergleich zweier Filmfassungen zur Diskussion. Er soll klären, welche Vorstellungen vom Leben der dargestellten Person jeweils entstehen. Im Zentrum stünde die Frage, welchen Alltag Zuschauende nach einem Film mit zugespitzter Ereignisdarstellung erwarten und welchen nach einem Film, der alltägliche Abläufe verfolgt. Das Konzept beschreibt eine noch auszuarbeitende Untersuchung; Ergebnisse liegen nicht vor. Für beide Fassungen wäre vorgesehen, einen Erwachsenen zu begleiten, der mit chronischen Atembeschwerden lebt und der Mitwirkung zustimmt. Das Material würde also aus derselben Lebenssituation stammen. Würden zwei verschiedene Menschen porträtiert, könnten beispielsweise deren Auftreten, Wohnverhältnisse oder berufliche Aufgaben die Antworten des Publikums prägen. Mit derselben Person in beiden Fassungen ließen sich solche Unterschiede als Erklärung für abweichende Reaktionen begrenzen. Die Auswahl der Szenen bliebe dennoch eine bewusste gestalterische Entscheidung. Auch Länge, Verständlichkeit und begleitende Erläuterungen müssten bei der weiteren Planung aufeinander abgestimmt werden, damit der Vergleich nachvollziehbar wäre. Jede teilnehmende Person würde nur eine der beiden Fassungen sehen. Direkt danach wäre eine offene Schreibaufgabe vorgesehen: Die Zuschauenden sollten schildern, wie ihrer Vorstellung nach ein gewöhnlicher Tag der porträtierten Person abläuft, vom Aufstehen bis zum Abend. Diese freie Beschreibung würde erkennen lassen, welche Tätigkeiten sie erwarten, an welchen Stellen sie Unterbrechungen vermuten und welche Einschränkungen sie sich vorstellen. Für die Auswertung wäre gerade interessant, was die Befragten selbst zur Sprache bringen. Vorgegebene Antworten könnten ihnen bereits bestimmte Tagesabläufe nahelegen. Deshalb sollte die Aufgabe genügend Orientierung bieten, ohne einzelne Schwierigkeiten oder Aktivitäten vorwegzunehmen. Mit dieser ersten Beschreibung wäre die Befragung noch nicht abgeschlossen. Zu einem späteren, im endgültigen Ablauf festzulegenden Termin sollten die Teilnehmenden erneut darlegen, wie sie sich den Alltag der gezeigten Person vorstellen. Zwischen dieser Nachfrage und der ersten Vorführung wäre keine weitere Filmvorführung vorgesehen. Die zweite Erhebung würde damit danach fragen, welche Vorstellungen über den unmittelbaren Seheindruck hinaus erhalten bleiben. Für einen Vergleich beider Antworten müsste die Formulierung der Aufgabe hinreichend ähnlich bleiben. Sonst ließe sich schwer unterscheiden, ob eine veränderte Beschreibung auf die vergangene Zeit oder auf eine anders gestellte Frage zurückgeht. Bei der Vorbereitung müsste außerdem berücksichtigt werden, dass Zuschauende unterschiedlich viel eigene Erfahrung mit dem Thema mitbringen. Noch bevor sie einen Film sehen, sollten sie angeben, ob sie selbst oder Menschen aus ihrem nahen Umfeld mit vergleichbaren Beschwerden leben. Bei der späteren Auswertung wären die Beschreibungen dieser Teilnehmenden als eigene Gruppe zu betrachten, getrennt von den Antworten der Personen ohne entsprechende Erfahrung. Auf diese Weise könnte sichtbar werden, ob derselbe Film je nach mitgebrachtem Erfahrungshintergrund mit unterschiedlichen Alltagserwartungen verbunden ist. Die Angaben wären bei der Interpretation zu berücksichtigen, ohne einzelne Lebensgeschichten auf eine gemeinsame Erfahrung zu reduzieren. Auch für die Mitwirkung vor der Kamera sieht der Entwurf mehrere Schritte vor. Am Anfang stünde eine verständliche Vereinbarung darüber, welche Situationen aufgenommen werden dürfen. Erst beim Schnitt würde jedoch erkennbar, in welchem Zusammenhang die Aufnahmen erscheinen und welchen Eindruck ihre Zusammenstellung vermittelt. Deshalb müsste die porträtierte Person die bearbeiteten Szenen ansehen können. In die endgültigen Filme dürften sie erst übernommen werden, nachdem diese Person ihrer Verwendung zugestimmt hat. Die anfängliche Bereitschaft, sich filmen zu lassen, würde diese spätere Entscheidung nicht vorwegnehmen. Bei der Bewertung einer solchen Untersuchung wäre schließlich ihr Gegenstand genau zu beachten. Erfasst würden schriftlich ausgedrückte Vorstellungen, auch beim späteren Befragungstermin. Eine Beobachtung tatsächlicher Begegnungen mit Menschen, die Atembeschwerden haben, gehört nicht zum vorgeschlagenen Ablauf. Ob jemand später geduldiger wartet, Unterstützung anbietet oder sich zurückzieht, bliebe damit offen. Selbst eine ausführliche Beschreibung eines erwarteten Alltags könnte deshalb keinen Nachweis dafür liefern, wie sich die befragte Person anschließend im Kontakt verhält.
9. Welche Frage soll die geplante Studie vor allem klären?
a) Welche Alltagssituationen Betroffene für eine öffentliche Darstellung auswählen.
b) Wie unterschiedliche Darstellungen die Vorstellungen vom Alltag Betroffener beeinflussen.
c) Wie medizinische Fachbegriffe in Informationsfilmen verständlicher erklärt werden können.
10. Warum sollen beide Filmfassungen dieselbe Person begleiten?
a) Damit persönliche Unterschiede den Vergleich der Darstellungsweisen möglichst wenig beeinflussen.
b) Damit Veränderungen ihrer Beschwerden über längere Zeit dokumentiert werden können.
c) Damit ihre eigenen Erwartungen mit den Reaktionen des Publikums verglichen werden können.
11. Was ist für die Befragung unmittelbar nach dem Film vorgesehen?
a) Die Teilnehmenden sollen die medizinischen Erläuterungen in eigenen Worten wiedergeben.
b) Die Teilnehmenden sollen die Glaubwürdigkeit einzelner Filmszenen beurteilen.
c) Die Teilnehmenden sollen beschreiben, welchen Tagesablauf sie sich für die gezeigte Person vorstellen.
12. Weshalb ist zusätzlich eine spätere Befragung geplant?
a) Um zu erfahren, ob die Teilnehmenden inzwischen weitere Informationsangebote genutzt haben.
b) Um festzustellen, welche Vorstellungen über den Alltag der Person bestehen bleiben.
c) Um die Teilnehmenden nach einem zweiten Film erneut urteilen zu lassen.
13. Wie sollen eigene Erfahrungen mit chronischen Atembeschwerden berücksichtigt werden?
a) Die Antworten von Personen mit solchen Erfahrungen sollen gesondert ausgewertet werden.
b) Personen mit solchen Erfahrungen sollen die Filme vor der Befragung kommentieren.
c) Die Erfahrungen sollen erst bei auffälligen Abweichungen nachträglich erfragt werden.
14. Unter welcher Voraussetzung soll eine Alltagsszene in die endgültige Filmfassung aufgenommen werden?
a) Wenn das Forschungsteam sie als besonders aussagekräftig einstuft.
b) Wenn sie den ursprünglich vereinbarten Drehplan erfüllt.
c) Wenn die begleitete Person ihrer Verwendung nach Sichtung des Schnitts zustimmt.
15. Welche Grenze der geplanten Studie hebt der Artikel hervor?
a) Sie kann Unterschiede zwischen den Reaktionen auf die beiden Filmfassungen nur indirekt erfassen.
b) Sie kann aus den Antworten nicht ableiten, wie sich die Teilnehmenden später gegenüber Betroffenen verhalten.
c) Sie kann länger anhaltende Vorstellungen nur bei Personen mit eigenen Krankheitserfahrungen untersuchen.
Lesen Teil 3
Sie lesen in einer populärwissenschaftlichen Zeitschrift einen Kommentar über Spott und sachliche Kritik in öffentlichen Diskussionen. Welche Sätze passen in die Lücken? Zwei Sätze passen nicht.
Nach der Pointe beginnt die Prüfung
Wer öffentliche Diskussionen besucht, kennt den Augenblick, in dem ein einziger zugespitzter Satz die Aufmerksamkeit verändert. Eben noch schien eine Frage unübersichtlich, plötzlich wirkt sie verblüffend einfach. __(0)__ Eine gelungene Formulierung kann zum Nachdenken anregen. Ob sie auch eine tragfähige Antwort enthält, muss sich allerdings erst zeigen. Gerade in offenen Gesprächsrunden sollten wir deshalb genauer darauf achten, was nach einer Pointe geschieht. Nehmen wir einen Gesprächsabend über die Nutzung eines öffentlichen Platzes. Jemand karikiert einen umständlich vorgetragenen Vorschlag, und von allen Seiten ertönt Gelächter. __(16)__ Manche finden nur den Vergleich komisch, andere lehnen tatsächlich den Vorschlag ab. Wer diese unterschiedlichen Reaktionen als gemeinsames Sachurteil verbucht, erklärt eine Frage vorschnell für erledigt. Die betroffene Position verdient weiterhin eine Antwort auf ihre Gründe. Dabei macht es einen Unterschied, wer zur Zielscheibe wird. Eine seit Langem öffentlich vertretene Position darf scharf verspottet werden; ihre geübten Vertreter können den Angriff aufgreifen und vor demselben Publikum erwidern. __(17)__ Ein erstmals anwesender Gast, der nur kurz zu Wort kommt, verfügt über diese Möglichkeiten womöglich kaum. Hier entscheidet die Verteilung von Redezeit mit darüber, ob eine Auseinandersetzung entsteht oder jemand bloßgestellt zurückbleibt. Eine Moderation muss diese Bedingungen mitbedenken. Das verlangt keineswegs eine Diskussion, in der niemandem etwas unangenehm sein darf. Auch eine berechtigte Kritik kann das Selbstbild erschüttern und deshalb schmerzen. __(18)__ Ob sich jemand getroffen fühlt, sagt zunächst etwas über die Wirkung der Äußerung aus. Für deren sachliche Berechtigung braucht es Gründe, die sich unabhängig von dieser Reaktion betrachten lassen. Rücksicht und intellektuelle Sorgfalt müssen dabei nicht gegeneinander ausgespielt werden. Wie ließe sich das praktisch organisieren? Statt unmittelbar über den Ton zu streiten, könnte eine Gesprächsrunde zunächst untersuchen, ob die vorgebrachten Gründe den jeweiligen Einwand tatsächlich tragen. __(19)__ Dazu sollte jemand den strittigen Gedanken noch einmal ohne Übertreibung und ohne komische Bilder formulieren. Erst an dieser schlichten Fassung lässt sich gemeinsam feststellen, welche Voraussetzungen geteilt werden und wo der eigentliche Widerspruch liegt. Das mag weniger unterhaltsam sein, schafft aber eine verlässliche Grundlage. Nicht jede Prüfung muss noch am selben Abend abgeschlossen werden. Ein schriftliches Protokoll könnte die gegensätzlichen Positionen samt ihren Begründungen festhalten und am folgenden Tag erneut gelesen werden. __(20)__ Dann tritt die Erinnerung an Beifall, Stimme und Auftreten gegenüber der Frage zurück, ob die Schlussfolgerung aus den genannten Gründen hervorgeht. Die Niederschrift müsste dafür gerade jene Differenzen bewahren, die im lebhaften Gespräch leicht untergehen. Eine bloße Liste besonders gelungener Formulierungen würde wenig helfen. Als ergänzende Übung könnten die Beteiligten für kurze Zeit eine zuvor von ihnen kritisierte Position vertreten. Andere würden nun nachfragen und deren Voraussetzungen angreifen. __(21)__ Hinterher ließe sich besprechen, ob man sich mit zustimmenden Zuhörenden sicherer fühlte und welche Argumente auch ohne deren Unterstützung Bestand hatten. Eine solche Übung wäre kein Wettbewerb um die überzeugendste Darbietung, sondern eine Gelegenheit zur Selbstprüfung. Für den eigentlichen Gesprächsabend bietet sich außerdem eine einfache Regel an: Wer durch einen zugespitzten Einwand angesprochen wird, erhält anschließend einen eigenen Redebeitrag, der nicht unterbrochen werden darf. __(22)__ Diese geschützte Zeit macht die Antwort nicht unangreifbar. Sobald sie vorliegt, dürfen ihre Gründe ebenso sorgfältig befragt werden wie die des Einwands. Geschützt wird die Möglichkeit zu antworten, nicht das Ergebnis. Wir sollten den Witz also durchaus schätzen. Er kann verborgene Voraussetzungen sichtbar machen und schwierige Fragen auch Menschen zugänglich machen, die vor einer abstrakten Erörterung zurückschrecken. __(23)__ Freude an einer Formulierung und die Forderung nach einer Begründung passen zusammen. Eine lebendige Diskussion gewinnt, wenn sie beides zulässt.
Beispiel
0. Doch die Leichtigkeit des Ausdrucks sagt noch nichts über die Qualität des Gedankens aus.
16. Lücke 16
a) Für diese Prüfung muss allerdings erkennbar sein, welche Behauptung überhaupt zur Debatte steht.
b) Die schriftliche Nachbereitung könnte deshalb ganz auf die Wiedergabe strittiger Positionen verzichten.
c) Daraus folgt jedoch nicht, dass jede verletzende Bemerkung bereits ein überzeugendes Argument enthält.
d) Ein solcher Rollenwechsel macht erfahrbar, wie leicht die eigene Gewissheit von der Zustimmung der anderen abhängt.
e) Das gemeinsame Lachen kann dann eine Einigkeit vortäuschen, die in der Sache gar nicht besteht.
f) So bleibt der Widerspruch möglich, ohne dass Schlagfertigkeit über das Recht auf Gehör entscheidet.
g) Diese zeitliche Distanz erlaubt es, den Einwand unabhängig vom Erfolg seines Auftritts zu beurteilen.
h) Gerade deshalb verdient der geistreich vorgetragene Einwand eine ebenso gründliche Prüfung wie der nüchtern formulierte.
i) Damit würde aus dem vorläufigen Verzicht auf eine Erwiderung eine dauerhafte Zustimmung.
j) Anders liegt der Fall, wenn sich der Spott gegen jemanden richtet, der in dieser Runde kaum widersprechen kann.
17. Lücke 17
a) Für diese Prüfung muss allerdings erkennbar sein, welche Behauptung überhaupt zur Debatte steht.
b) Die schriftliche Nachbereitung könnte deshalb ganz auf die Wiedergabe strittiger Positionen verzichten.
c) Daraus folgt jedoch nicht, dass jede verletzende Bemerkung bereits ein überzeugendes Argument enthält.
d) Ein solcher Rollenwechsel macht erfahrbar, wie leicht die eigene Gewissheit von der Zustimmung der anderen abhängt.
e) Das gemeinsame Lachen kann dann eine Einigkeit vortäuschen, die in der Sache gar nicht besteht.
f) So bleibt der Widerspruch möglich, ohne dass Schlagfertigkeit über das Recht auf Gehör entscheidet.
g) Diese zeitliche Distanz erlaubt es, den Einwand unabhängig vom Erfolg seines Auftritts zu beurteilen.
h) Gerade deshalb verdient der geistreich vorgetragene Einwand eine ebenso gründliche Prüfung wie der nüchtern formulierte.
i) Damit würde aus dem vorläufigen Verzicht auf eine Erwiderung eine dauerhafte Zustimmung.
j) Anders liegt der Fall, wenn sich der Spott gegen jemanden richtet, der in dieser Runde kaum widersprechen kann.
18. Lücke 18
a) Für diese Prüfung muss allerdings erkennbar sein, welche Behauptung überhaupt zur Debatte steht.
b) Die schriftliche Nachbereitung könnte deshalb ganz auf die Wiedergabe strittiger Positionen verzichten.
c) Daraus folgt jedoch nicht, dass jede verletzende Bemerkung bereits ein überzeugendes Argument enthält.
d) Ein solcher Rollenwechsel macht erfahrbar, wie leicht die eigene Gewissheit von der Zustimmung der anderen abhängt.
e) Das gemeinsame Lachen kann dann eine Einigkeit vortäuschen, die in der Sache gar nicht besteht.
f) So bleibt der Widerspruch möglich, ohne dass Schlagfertigkeit über das Recht auf Gehör entscheidet.
g) Diese zeitliche Distanz erlaubt es, den Einwand unabhängig vom Erfolg seines Auftritts zu beurteilen.
h) Gerade deshalb verdient der geistreich vorgetragene Einwand eine ebenso gründliche Prüfung wie der nüchtern formulierte.
i) Damit würde aus dem vorläufigen Verzicht auf eine Erwiderung eine dauerhafte Zustimmung.
j) Anders liegt der Fall, wenn sich der Spott gegen jemanden richtet, der in dieser Runde kaum widersprechen kann.
19. Lücke 19
a) Für diese Prüfung muss allerdings erkennbar sein, welche Behauptung überhaupt zur Debatte steht.
b) Die schriftliche Nachbereitung könnte deshalb ganz auf die Wiedergabe strittiger Positionen verzichten.
c) Daraus folgt jedoch nicht, dass jede verletzende Bemerkung bereits ein überzeugendes Argument enthält.
d) Ein solcher Rollenwechsel macht erfahrbar, wie leicht die eigene Gewissheit von der Zustimmung der anderen abhängt.
e) Das gemeinsame Lachen kann dann eine Einigkeit vortäuschen, die in der Sache gar nicht besteht.
f) So bleibt der Widerspruch möglich, ohne dass Schlagfertigkeit über das Recht auf Gehör entscheidet.
g) Diese zeitliche Distanz erlaubt es, den Einwand unabhängig vom Erfolg seines Auftritts zu beurteilen.
h) Gerade deshalb verdient der geistreich vorgetragene Einwand eine ebenso gründliche Prüfung wie der nüchtern formulierte.
i) Damit würde aus dem vorläufigen Verzicht auf eine Erwiderung eine dauerhafte Zustimmung.
j) Anders liegt der Fall, wenn sich der Spott gegen jemanden richtet, der in dieser Runde kaum widersprechen kann.
20. Lücke 20
a) Für diese Prüfung muss allerdings erkennbar sein, welche Behauptung überhaupt zur Debatte steht.
b) Die schriftliche Nachbereitung könnte deshalb ganz auf die Wiedergabe strittiger Positionen verzichten.
c) Daraus folgt jedoch nicht, dass jede verletzende Bemerkung bereits ein überzeugendes Argument enthält.
d) Ein solcher Rollenwechsel macht erfahrbar, wie leicht die eigene Gewissheit von der Zustimmung der anderen abhängt.
e) Das gemeinsame Lachen kann dann eine Einigkeit vortäuschen, die in der Sache gar nicht besteht.
f) So bleibt der Widerspruch möglich, ohne dass Schlagfertigkeit über das Recht auf Gehör entscheidet.
g) Diese zeitliche Distanz erlaubt es, den Einwand unabhängig vom Erfolg seines Auftritts zu beurteilen.
h) Gerade deshalb verdient der geistreich vorgetragene Einwand eine ebenso gründliche Prüfung wie der nüchtern formulierte.
i) Damit würde aus dem vorläufigen Verzicht auf eine Erwiderung eine dauerhafte Zustimmung.
j) Anders liegt der Fall, wenn sich der Spott gegen jemanden richtet, der in dieser Runde kaum widersprechen kann.
21. Lücke 21
a) Für diese Prüfung muss allerdings erkennbar sein, welche Behauptung überhaupt zur Debatte steht.
b) Die schriftliche Nachbereitung könnte deshalb ganz auf die Wiedergabe strittiger Positionen verzichten.
c) Daraus folgt jedoch nicht, dass jede verletzende Bemerkung bereits ein überzeugendes Argument enthält.
d) Ein solcher Rollenwechsel macht erfahrbar, wie leicht die eigene Gewissheit von der Zustimmung der anderen abhängt.
e) Das gemeinsame Lachen kann dann eine Einigkeit vortäuschen, die in der Sache gar nicht besteht.
f) So bleibt der Widerspruch möglich, ohne dass Schlagfertigkeit über das Recht auf Gehör entscheidet.
g) Diese zeitliche Distanz erlaubt es, den Einwand unabhängig vom Erfolg seines Auftritts zu beurteilen.
h) Gerade deshalb verdient der geistreich vorgetragene Einwand eine ebenso gründliche Prüfung wie der nüchtern formulierte.
i) Damit würde aus dem vorläufigen Verzicht auf eine Erwiderung eine dauerhafte Zustimmung.
j) Anders liegt der Fall, wenn sich der Spott gegen jemanden richtet, der in dieser Runde kaum widersprechen kann.
22. Lücke 22
a) Für diese Prüfung muss allerdings erkennbar sein, welche Behauptung überhaupt zur Debatte steht.
b) Die schriftliche Nachbereitung könnte deshalb ganz auf die Wiedergabe strittiger Positionen verzichten.
c) Daraus folgt jedoch nicht, dass jede verletzende Bemerkung bereits ein überzeugendes Argument enthält.
d) Ein solcher Rollenwechsel macht erfahrbar, wie leicht die eigene Gewissheit von der Zustimmung der anderen abhängt.
e) Das gemeinsame Lachen kann dann eine Einigkeit vortäuschen, die in der Sache gar nicht besteht.
f) So bleibt der Widerspruch möglich, ohne dass Schlagfertigkeit über das Recht auf Gehör entscheidet.
g) Diese zeitliche Distanz erlaubt es, den Einwand unabhängig vom Erfolg seines Auftritts zu beurteilen.
h) Gerade deshalb verdient der geistreich vorgetragene Einwand eine ebenso gründliche Prüfung wie der nüchtern formulierte.
i) Damit würde aus dem vorläufigen Verzicht auf eine Erwiderung eine dauerhafte Zustimmung.
j) Anders liegt der Fall, wenn sich der Spott gegen jemanden richtet, der in dieser Runde kaum widersprechen kann.
23. Lücke 23
a) Für diese Prüfung muss allerdings erkennbar sein, welche Behauptung überhaupt zur Debatte steht.
b) Die schriftliche Nachbereitung könnte deshalb ganz auf die Wiedergabe strittiger Positionen verzichten.
c) Daraus folgt jedoch nicht, dass jede verletzende Bemerkung bereits ein überzeugendes Argument enthält.
d) Ein solcher Rollenwechsel macht erfahrbar, wie leicht die eigene Gewissheit von der Zustimmung der anderen abhängt.
e) Das gemeinsame Lachen kann dann eine Einigkeit vortäuschen, die in der Sache gar nicht besteht.
f) So bleibt der Widerspruch möglich, ohne dass Schlagfertigkeit über das Recht auf Gehör entscheidet.
g) Diese zeitliche Distanz erlaubt es, den Einwand unabhängig vom Erfolg seines Auftritts zu beurteilen.
h) Gerade deshalb verdient der geistreich vorgetragene Einwand eine ebenso gründliche Prüfung wie der nüchtern formulierte.
i) Damit würde aus dem vorläufigen Verzicht auf eine Erwiderung eine dauerhafte Zustimmung.
j) Anders liegt der Fall, wenn sich der Spott gegen jemanden richtet, der in dieser Runde kaum widersprechen kann.
Lesen Teil 4
Sie lesen in einer Fachzeitschrift Beiträge von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern über automatisierte Beiträge in einem gemeinschaftlich gepflegten Wissensportal. Wählen Sie bei jeder Aussage: Wer äußert das? Zwei Aussagen passen nicht. Markieren Sie in diesem Fall 0.
a · Dr. Eva Martens, Forscherin für digitale Selbstverwaltung
Stellen wir uns ein Wissensportal vor, dessen Gemeinschaft über die Aufnahme automatisch erzeugter Beiträge berät. Ich würde zunächst fragen, wie jemand überhaupt erfährt, welche Formen der Beteiligung erwünscht sind. Regeln sollten anhand verständlicher Beispiele erläutert werden. Ein konkreter Musterfall kann zeigen, was ein erlaubter Beitrag wäre und wann eine Rückfrage nötig wird. Das erleichtert die Orientierung auch Menschen, die mit technischen Begriffen wenig anfangen können. Dabei würde ich zwei Entscheidungen ausdrücklich getrennt behandeln. Die Gemeinschaft könnte sämtliche Artikel ohne Anmeldung zur Lektüre bereitstellen und für maschinelle Bearbeitungen dennoch eine eigene Freigabe verlangen. Aus einer offenen Lesemöglichkeit sollte niemand ableiten dürfen, ein Programm könne damit auch Texte umschreiben. Zu den verständlichen Regeln gehörte für mich außerdem, dass bei einem Beitrag erkennbar wäre, ob er automatisch erstellt wurde. Eine solche Kennzeichnung müsste im normalen Arbeitsablauf sichtbar sein. Für Rückfragen sollte ein erreichbarer Kontakt benannt werden, damit die Beteiligten wissen, an wen sie sich mit Unklarheiten wenden können.
b · Dr. Cem Aydin, Informationswissenschaftler
Mich interessiert an einem solchen Portal vor allem, wie eine Aussage begründet wird. Angenommen, mehrere automatisch verfasste Ergänzungen nennen denselben Sachverhalt, greifen dabei jedoch sämtlich auf einen einzigen Ausgangstext zurück. Dann haben wir weiterhin nur dessen Darstellung vorliegen. Die Zahl der Formulierungen darf bei der Bewertung nicht so behandelt werden, als hätten mehrere voneinander unabhängige Beobachtungen stattgefunden. Entscheidend wäre, die Verbindungen zwischen den Beiträgen und ihrem Ausgangsmaterial sichtbar zu machen. Erst dann ließe sich beurteilen, was eine zusätzliche Fundstelle tatsächlich beiträgt. Diese Sorgfalt müsste auch gelten, wenn eine Aussage später korrigiert wird. Wer eine ältere Fassung aufruft, sollte dort noch das Material finden können, mit dem sie ursprünglich begründet wurde. Ein Änderungsvermerk mit Datum und Bearbeitungsnamen genügt dafür nicht. Sonst lässt sich zwar feststellen, dass jemand eingegriffen hat, aber kaum rekonstruieren, weshalb die frühere Darstellung plausibel erschien. Eine nachvollziehbare Versionsgeschichte würde somit auch die damaligen Belege bewahren und deren Verhältnis zum jeweiligen Wortlaut erkennen lassen.
c · Dr. Nora Falk, Organisationssoziologin
Ein gemeinschaftlich gepflegtes Portal lebt von Menschen, die einen Teil ihrer freien Zeit dafür einsetzen. Bei der Einführung automatisierter Vorschläge würde ich deshalb den Arbeitsalltag dieser Freiwilligen betrachten. Lassen sich neue Entwürfe mit wenig Aufwand in großer Zahl einreichen, könnte die verfügbare Zeit bald dafür aufgebraucht werden, sie zu sichten und zu überarbeiten. Für das Verfassen eigener Artikel bliebe dann möglicherweise wenig Raum. Ob eine Erleichterung eintritt, hängt also auch davon ab, welche Arbeit durch den Eingang der Vorschläge entsteht. Ich würde mit einer überschaubaren Art von Vorschlägen beginnen, etwa Ergänzungen zu bereits vorhandenen Begriffserklärungen. Welche Aufgabe sich dafür eignet, sollte die Gemeinschaft gemeinsam auswählen. Ein solcher Anfang gäbe den Beteiligten Gelegenheit, den nötigen Prüfaufwand in ihren Tagesablauf einzuordnen. Dazu bräuchte es eine klare Reihenfolge für eingehende Entwürfe und eine sichtbare Zuständigkeit für deren Bearbeitung. Erst auf dieser Grundlage ließe sich besprechen, ob der gewählte Umfang zu den verfügbaren Kräften passt oder angepasst werden muss.
Beispiel
0. Konkrete Beispiele sollen die Beteiligungsregeln auch für Menschen ohne technische Vorkenntnisse verständlich machen.
a) Dr. Eva Martens
b) Dr. Cem Aydin
c) Dr. Nora Falk
0) Keine der Personen
Lösung zum Beispiel: a
24. Wiederholen mehrere automatisierte Beiträge dieselbe Ausgangsinformation, entsteht dadurch noch keine unabhängige Bestätigung.
a) Dr. Eva Martens
b) Dr. Cem Aydin
c) Dr. Nora Falk
0) Keine der Personen
25. Die Kennzeichnung automatisierter Beiträge führt dazu, dass weniger Menschen am Wissensportal mitarbeiten.
a) Dr. Eva Martens
b) Dr. Cem Aydin
c) Dr. Nora Falk
0) Keine der Personen
26. Wenn viele leicht erzeugte Textvorschläge eingehen, kann sich die Arbeit der Freiwilligen vom Schreiben zum Prüfen verlagern.
a) Dr. Eva Martens
b) Dr. Cem Aydin
c) Dr. Nora Falk
0) Keine der Personen
27. Für automatisch erstellte Textvorschläge sollte eine Gebühr erhoben werden, aus der die Prüfung bezahlt wird.
a) Dr. Eva Martens
b) Dr. Cem Aydin
c) Dr. Nora Falk
0) Keine der Personen
28. Die Erlaubnis, Inhalte eines Portals zu lesen, schließt die Erlaubnis zu automatisierten Änderungen nicht ein.
a) Dr. Eva Martens
b) Dr. Cem Aydin
c) Dr. Nora Falk
0) Keine der Personen
29. Auch nach einer Änderung muss nachvollziehbar bleiben, worauf die frühere Fassung einer Aussage beruhte.
a) Dr. Eva Martens
b) Dr. Cem Aydin
c) Dr. Nora Falk
0) Keine der Personen
30. Automatisierte Vorschläge sollten zunächst nur für einen begrenzten Aufgabenbereich zugelassen werden, den die Gemeinschaft gemeinsam festlegt.
a) Dr. Eva Martens
b) Dr. Cem Aydin
c) Dr. Nora Falk
0) Keine der Personen
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