
Paper 10
Goethe C1 · Reading
Politische Fragen gemeinsam erschließen
Exam material is in German.
Answers & guidanceIndependent Faust practice material. Not published or endorsed by the Goethe-Institut.
Inside the paper
Teil 1
Sie lesen in einer Zeitschrift einen Artikel über eine Lernwerkstatt zur politischen Bildung. Wählen Sie für jede Lücke die richtige Lösung.
Politische Fragen gemeinsam erschließen
Ein stillgelegtes Hallenbad erhalten oder das Grundstück für Wohnungen nutzen? Mit solchen Fragen beginnt die Lernwerkstatt im Bildungshaus Buchenhof. Ihr Angebot richtet sich an Erwachsene, die politische Entscheidungen genauer verstehen möchten. Die Lernwerkstatt möchte Erwachsene dazu befähigen, sich über strittige kommunale Vorhaben ein eigenes Urteil zu __(1)__. Dafür werden Interessen, Handlungsmöglichkeiten und Folgen an überschaubaren Fällen untersucht. Wer teilnimmt, entscheidet selbst, ob ein Schaubild, ein vorgelesener Abschnitt oder schriftliche Notizen beim Nachdenken helfen. Vorlagen lassen sich ergänzen und gemeinsam verändern. Dabei sollen die Hilfsmittel den Lernenden dienen, nicht __(2)__. Für den Einstieg gibt es eine Materialsammlung, __(3)__ Aufbau auch Menschen ohne Erfahrung mit politischen Fachtexten Orientierung bietet. Wiederkehrende Rubriken führen von der Ausgangslage über die beteiligten Gruppen zu offenen Fragen. Manche Teilnehmende brauchen zunächst einen knappen Überblick, andere können sich erst anhand einer eingehenden Argumentation mit den Vorhaben auseinandersetzen. __(4)__ wird jeder Vorschlag sowohl in einer Kurzfassung als auch mit ausführlicher Begründung angeboten. Beide Fassungen lassen sich nebeneinander nutzen. Begriffe werden dort erläutert, wo sie für das Verständnis einer Entscheidung gebraucht werden. In der anschließenden Gesprächsrunde können die Teilnehmenden gegen einzelne Vorschläge begründete Einwände __(5)__. Auch Unsicherheit hat hier ihren Platz: Wer eine Folge noch nicht einschätzen kann, muss sich nicht vorschnell festlegen. Die Gesprächsleitung sammelt zunächst die Fragen, __(6)__ sich die Arbeitsgruppen anschließend widmen. Dabei können etwa die künftige Nutzung eines Gebäudes und die Finanzierung getrennt betrachtet werden. Das Leitungsteam begleitet die Erschließung der Argumente eng, erklärt Zusammenhänge Schritt für Schritt und hilft, schwierige Begründungen aufzuschlüsseln. __(7)__ bleibt die Entscheidung darüber, welche Position überzeugt, ausdrücklich bei den Teilnehmenden. Unterschiedliche Bewertungen werden am Ende nebeneinandergestellt und auf ihre jeweiligen Gründe zurückgeführt. Zum Abschluss wird der Ablauf einer Abstimmung ausschließlich __(8)__ wiederverwendbaren Karten veranschaulicht. Diese wandern zwischen den Stationen Vorschlag, Stimmabgabe und Auszählung. Anschließend bespricht die Gruppe, welche Fragen durch das Abstimmungsergebnis entschieden sind und welche weiterhin öffentlich ausgehandelt werden müssen.
Beispiel
0. Ihr Angebot richtet sich __(0)__ Erwachsene, die politische Entscheidungen genauer verstehen möchten.
a) an
b) auf
c) über
d) für
Lösung zum Beispiel: a
1. Die Lernwerkstatt möchte Erwachsene dazu befähigen, sich über strittige kommunale Vorhaben ein eigenes Urteil zu __(1)__.
a) erstellen
b) bilden
c) errichten
d) anlegen
2. Dabei sollen die Hilfsmittel den Lernenden dienen, nicht __(2)__.
a) nachträglich
b) vorübergehend
c) ausnahmsweise
d) umgekehrt
3. Für den Einstieg gibt es eine Materialsammlung, __(3)__ Aufbau auch Menschen ohne Erfahrung mit politischen Fachtexten Orientierung bietet.
a) deren
b) dessen
c) der
d) die
4. __(4)__ wird jeder Vorschlag sowohl in einer Kurzfassung als auch mit ausführlicher Begründung angeboten.
a) Andernfalls
b) Dessen ungeachtet
c) Aus diesem Grund
d) Im Gegensatz dazu
5. In der anschließenden Gesprächsrunde können die Teilnehmenden gegen einzelne Vorschläge begründete Einwände __(5)__.
a) erteilen
b) erheben
c) ausüben
d) begehen
6. Die Gesprächsleitung sammelt zunächst die Fragen, __(6)__ sich die Arbeitsgruppen anschließend widmen.
a) deren
b) die
c) denen
d) dessen
7. __(7)__ bleibt die Entscheidung darüber, welche Position überzeugt, ausdrücklich bei den Teilnehmenden.
a) Dennoch
b) Infolgedessen
c) Andernfalls
d) Zuvor
8. Zum Abschluss wird der Ablauf einer Abstimmung ausschließlich __(8)__ wiederverwendbaren Karten veranschaulicht.
a) im Gegensatz zu
b) unabhängig von
c) zugunsten von
d) mithilfe von
Teil 2
Sie lesen im Internet einen Artikel darüber, wie sich die Darstellung ostdeutscher Frauen in Fotobänden untersuchen ließe. Wählen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung.
Wie aus einzelnen Porträts ein gemeinsames Bild entsteht
Ein Fotoband kann sehr unterschiedliche Lebensläufe versammeln und dennoch den Eindruck erwecken, sie erzählten eine gemeinsame Geschichte. Bei Porträts ostdeutscher Frauen wäre deshalb eine Untersuchung interessant, die bei der Gestaltung des Buches ansetzt: Welche Frauen begegnen den Lesenden, in welcher Reihenfolge erscheinen sie, und welche Verbindungen legt diese Nachbarschaft nahe? Der folgende methodische Entwurf skizziert eine mögliche Vorgehensweise. Er beschreibt keine durchgeführte Untersuchung. Gegenstand wäre, wie aus der Auswahl einzelner Gesichter und ihrer Anordnung eine Vorstellung davon entsteht, was die porträtierten Frauen miteinander verbindet. Für eine solche Analyse wäre es aufschlussreich, neben dem fertigen Band auch die Aufnahmen einsehen zu können, die während der Vorbereitung zur Auswahl standen. Angenommen, zu einer Frau lägen Bilder aus einer Werkhalle, ihrer Wohnung und einem Garten vor, veröffentlicht würde jedoch ausschließlich das Werkhallenporträt. Erst der Blick auf die übrigen Aufnahmen ließe erkennen, welchen Ausschnitt die Redaktion aus den vorhandenen Möglichkeiten herausgegriffen hätte. Auch die Reihenfolge probeweise zusammengestellter Buchseiten könnte dabei helfen, Entscheidungen nachzuvollziehen. Aus dem gedruckten Bild allein wäre schließlich nicht ersichtlich, welche anderen Darstellungen überhaupt verfügbar gewesen wären. Ebenso sorgfältig müsste man die Texte neben den Fotografien lesen. Eine persönliche Erinnerung und ein einordnender Absatz der Herausgebenden könnten auf derselben Seite stehen und typografisch eng verbunden sein. Für die Auswertung wäre dennoch bei jeder Passage festzuhalten, wer dort spricht. Erzählt eine porträtierte Frau von ihrer Arbeit, wäre dies ihre eigene Darstellung; bezeichnet der Begleittext diese Arbeit als Ausdruck einer bestimmten Generation, wäre diese Deutung der Redaktion zuzurechnen. Die räumliche Nähe dürfte nicht dazu führen, dass beide Stimmen zu einer scheinbar einheitlichen Aussage verschmelzen. Gerade ihre Beziehung könnte interessant sein: Ein Kommentar könnte eine Erinnerung erweitern, zuspitzen oder in einen anderen Zusammenhang stellen. Besonders ergiebig wäre möglicherweise der Umgang mit beruflichen Einschnitten. Man könnte etwa betrachten, wie eine Frau über ihre frühere Beschäftigung erzählt, wenn sie später ihren Beruf wechseln musste. Eine Tätigkeit, die sie seinerzeit als selbstverständlich empfand, könnte in der Rückschau für Anerkennung, Sicherheit oder eine verlorene Gemeinschaft stehen. Würde man Erinnerungen an die Zeit vor dem Einschnitt mit Erzählungen über die anschließenden Jahre zusammenlesen, ließe sich untersuchen, wie das später Erlebte den Blick auf das frühere Berufsleben verändert. Im Mittelpunkt stünde dabei die Bedeutung, die eine Erzählerin ihrer Vergangenheit heute gibt. Auch scheinbar beiläufige Wörter könnten anzeigen, ob sie eine damalige Erfahrung inzwischen anders gewichtet. Bei Frauen, die von Ostdeutschland nach Westdeutschland gezogen sind, käme eine weitere Frage hinzu. Für die Einordnung wäre entscheidend, wie sie selbst ihren Lebensweg beschreiben. Eine neue Adresse könnte mit einer fortbestehenden Bindung an den Herkunftsort einhergehen; sie könnte aber auch Anlass sein, die eigene Zugehörigkeit anders zu verstehen. Solche Selbstbeschreibungen müssten die Analyse dieser Lebensläufe leiten. Der Umzug wäre dann ein biografisches Ereignis, dessen Bedeutung sich aus der Erzählung erschließt, statt bereits durch die geografische Richtung festzustehen. Sollten zwei Fotobände miteinander verglichen werden, müsste zunächst ihre Entstehung nachvollzogen werden. Ein Erinnerungsprojekt ehemaliger Kolleginnen hätte womöglich einen anderen Ausgangspunkt als eine Ausstellung über regionale Lebenswege. Zu klären wäre daher, welchem Anliegen das jeweilige Buch diente, wer über die Aufnahme von Bildern entschied und aus welchem Bestand ausgewählt werden konnte. Erst unter Berücksichtigung dieser Bedingungen ließen sich Unterschiede zwischen den veröffentlichten Porträts sinnvoll deuten. Eine auffällige Häufung bestimmter Arbeitsorte bekäme beispielsweise eine andere Bedeutung, wenn der zugängliche Bildbestand hauptsächlich dort entstanden wäre. Schließlich könnten Begleittexte lückenhaft sein. Bei einem Porträt wäre vielleicht der Beruf genannt, während Angaben zu Ausbildung oder späteren Wohnorten fehlten. Auch dieses Bild würde in der Auswertung bleiben. Für jedes solche Porträt wäre ausdrücklich zu vermerken, welche biografischen Angaben das Buch bereitstellt und welche offenbleiben. Denn diese Leerstellen gehörten zu der Darstellung, die den Lesenden tatsächlich begegnet. Eine Analyse der veröffentlichten Präsentation müsste auch sichtbar machen, wo sie ihren Betrachtenden keine nähere Einordnung ermöglicht.
9. Welche Frage steht im Mittelpunkt der skizzierten Untersuchung?
a) Wie zuverlässig sich berufliche Tätigkeiten aus Porträts erschließen lassen.
b) Welche Lebensphasen in privaten Fotoalben besonders häufig vorkommen.
c) Wie die Zusammenstellung von Porträts ein gemeinsames Frauenbild nahelegt.
10. Warum sollen auch die bei der Buchgestaltung zurückgestellten Aufnahmen einbezogen werden?
a) Damit sich die Wirkung redaktioneller Auswahlentscheidungen nachvollziehen lässt.
b) Damit sich Veränderungen im fotografischen Können zeitlich einordnen lassen.
c) Damit sich die Vollständigkeit der privaten Sammlungen beurteilen lässt.
11. Wie sollen die begleitenden Texte berücksichtigt werden?
a) Als gemeinsame Lebensbeschreibung, in der ähnliche Angaben zusammengeführt werden.
b) Als unterschiedliche Stimmen, deren jeweilige Urheberschaft erkennbar bleibt.
c) Als zeitliche Ergänzungen, die den Bildern nach Entstehungsjahr zugeordnet werden.
12. Welche Rolle hätten Erinnerungen an die Zeit vor und nach einem beruflichen Umbruch?
a) Sie würden die Genauigkeit der auf den Bildern vermerkten Jahreszahlen überprüfen.
b) Sie würden die Porträtierten nach dem Ausmaß ihres beruflichen Erfolgs ordnen.
c) Sie würden zeigen, wie eine spätere Erfahrung die Deutung einer früheren verändert.
13. Was wäre bei Frauen zu beachten, die nach Westdeutschland gezogen sind?
a) Ihre Zugehörigkeit müsste anhand ihrer eigenen biografischen Einordnung betrachtet werden.
b) Ihre Porträts müssten dem regionalen Umfeld ihres heutigen Wohnorts zugeordnet werden.
c) Ihre Erinnerungen müssten getrennt nach Erlebnissen vor und nach dem Umzug ausgewertet werden.
14. Unter welcher Voraussetzung ließen sich zwei Fotobände sinnvoll vergleichen?
a) Wenn die Zahl der aufgenommenen Porträts annähernd übereinstimmt.
b) Wenn ihre Entstehungsabsichten und Auswahlbedingungen berücksichtigt werden.
c) Wenn die abgebildeten Frauen überwiegend derselben Altersgruppe angehören.
15. Wie sollte mit Porträts verfahren werden, zu denen biografische Angaben fehlen?
a) Sie sollten bis zur Ergänzung der Angaben aus der Auswertung herausgenommen werden.
b) Sie sollten nach einer ergänzenden Recherche mit vervollständigten Angaben ausgewertet werden.
c) Sie sollten einbezogen und die fehlenden Angaben als Merkmal der Veröffentlichung erfasst werden.
Teil 3
Sie lesen in einer populärwissenschaftlichen Zeitschrift einen Kommentar über den Austausch zwischen regionalen Betrieben. Welche Sätze passen in die Lücken? Zwei Sätze passen nicht.
Was nach dem Gespräch geschehen müsste
Ein regionaler Unternehmerabend könnte ein angenehmes Gefühl hinterlassen: Man hätte ähnliche Sorgen gehört, Kontakte geknüpft und vielleicht eine interessante Anwendung gesehen. __(0)__ Ob der Austausch im Arbeitsalltag etwas verändert, würde sich erst später zeigen. Dafür müsste die Runde ihre Aufmerksamkeit von großen Erwartungen auf begrenzte, gemeinsam bearbeitbare Aufgaben lenken. Nehmen wir an, mehrere Betriebe bezeichneten Bürokratie als ihr drängendstes Hindernis und verständigten sich rasch darauf, hier müsse Entlastung geschaffen werden. __(16)__ In einer Werkstatt würden dieselben Auftragsangaben mehrfach abgeschrieben; in einem anderen Unternehmen bliebe dagegen unklar, welche Unterlagen für einen bestimmten Vorgang überhaupt gebraucht würden. Eine gemeinsame Überschrift wäre also noch keine ausreichende Grundlage für dieselbe Lösung. Wer genauer nachfragt, könnte gerade dadurch Anschlussmöglichkeiten entdecken, dass Unterschiede ausgesprochen werden. Sinnvoll wäre zunächst, erforderliche Dokumentation von vermeidbarer Doppelarbeit zu unterscheiden. __(17)__ Man könnte einen Auftrag vom Eingang über die Erfassung und Weitergabe bis zur Freigabe begleiten. An welcher Stelle würden bereits vorhandene Angaben erneut eingetragen? Wer benötigte sie anschließend tatsächlich? Eine solche Betrachtung bliebe nah genug an der Arbeit, um auch Beschäftigte einzubeziehen, die mit allgemeinen Modernisierungsdebatten wenig anfangen können. Bei einer Vorführung künstlicher Intelligenz wäre dieselbe Genauigkeit angebracht. Bevor ein System einen brauchbaren Entwurf erzeugen könnte, müssten möglicherweise Dateien geordnet, überholte Vorlagen entfernt und unterschiedlich verwendete Begriffe aufeinander abgestimmt werden. __(18)__ Eine faire Rechnung müsste diese Stunden ebenso berücksichtigen wie den Gewinn beim späteren Verfassen. Andernfalls vergliche man die gesamte bisherige Arbeit mit einem einzigen günstigen Ausschnitt des neuen Verfahrens. Gerade für kleine Betriebe könnte der anfängliche Aufwand entscheidend sein. Selbst ein flüssig formulierter Entwurf würde außerdem noch nicht beantworten, ob die Nachricht an einen Kunden verschickt werden dürfte. __(19)__ Wer würde prüfen, ob die darin enthaltenen Zusagen eingehalten werden können? Wer gäbe den Versand frei, und wer kümmerte sich um notwendige Berichtigungen? Solche Fragen gehörten bereits in die Besprechung der Anwendung. Sie erst nach der Einführung zu klären, würde aus einer zunächst überzeugenden Vorführung leicht eine zusätzliche Belastung machen. Auch beim Personal läge Zusammenarbeit nahe. Denkbar wäre eine gemeinsam beschäftigte Fachkraft mit festen Besuchstagen. Ein Unternehmen könnte seine regelmäßig anfallenden Aufgaben passend bündeln, während ein anderes trotz stark schwankender Nachfrage Arbeitszeit für diese Termine freihalten müsste. __(20)__ Deshalb müsste jeder Beteiligte den erwarteten Nutzen und den eigenen Abstimmungsaufwand berechnen. Die gemeinsame Finanzierung allein würde noch nichts darüber aussagen, ob die Regelung zu den jeweiligen Abläufen passt. Nach dem Abgleich des Besuchsplans mit seinen Auftragsspitzen könnte sich ein Betrieb gegen die Teilnahme entscheiden. __(21)__ Früh zu erkennen, dass eine Regelung nicht trägt, würde späteren Abstimmungsaufwand ersparen. Zugleich ließe sich daraus lernen, an welcher Stelle ein veränderter Vorschlag ansetzen müsste. Ein Gespräch, in dem solche Entscheidungen möglich wären, hätte mehr praktischen Wert als eine Runde, die am Ende lediglich allgemeine Zustimmung festhielte. Für einen begrenzten gemeinsamen Versuch müsste zudem ein Betrieb ausdrücklich die Koordination übernehmen. __(22)__ Gewöhnliche Aufträge und krankheitsbedingte Ausfälle würden bald mit Terminabsprachen und dem Einsammeln von Rückmeldungen konkurrieren. Die Aufgabe brauchte daher einen festen Platz im Arbeitsablauf und eine Vertretung. Sonst könnte ein sinnvoller Versuch versanden, obwohl niemand seine Fortsetzung ausdrücklich infrage stellte. Am Ende des Abends stünden idealerweise ein genau abgegrenzter Versuch, ein benannter koordinierender Betrieb und ein Termin, an dem die Beteiligten ihre Erfahrungen vergleichen. __(23)__ Bei dieser späteren Besprechung ließe sich feststellen, ob die Vereinbarung die tägliche Arbeit tatsächlich erleichtert. Daran müsste sich der Nutzen des Treffens messen lassen.
Beispiel
0. Ein gelungener Abend wäre damit aber noch kein Beleg für eine gelungene Zusammenarbeit.
16. Lücke 16
a) Gerade diese Vorarbeiten tauchen in der versprochenen Zeitersparnis jedoch selten auf.
b) Damit wäre aus dem unverbindlichen Austausch eine überprüfbare Verabredung geworden.
c) Für den gemeinsamen Datenaustausch könnten sich die beteiligten Betriebe auf ein einheitliches Dateiformat verständigen.
d) Hinter demselben Schlagwort können sich allerdings sehr unterschiedliche Arbeitsprobleme verbergen.
e) Diese Zuständigkeit müsste auch dann bestehen bleiben, wenn die erste Begeisterung nachlässt.
f) Was für den einen Betrieb eine Entlastung wäre, könnte den anderen zusätzlich binden.
g) Dazu müssten zunächst die einzelnen Schritte eines konkreten Vorgangs sichtbar werden.
h) Eine solche Absage wäre dann ein brauchbares Ergebnis und kein Zeichen mangelnder Offenheit.
i) Die Verteilung der Wortmeldungen könnte zudem zeigen, welche Betriebe ihre Anliegen einbringen konnten.
j) Hier verschiebt sich die Frage von der technischen Möglichkeit zur betrieblichen Verantwortung.
17. Lücke 17
a) Gerade diese Vorarbeiten tauchen in der versprochenen Zeitersparnis jedoch selten auf.
b) Damit wäre aus dem unverbindlichen Austausch eine überprüfbare Verabredung geworden.
c) Für den gemeinsamen Datenaustausch könnten sich die beteiligten Betriebe auf ein einheitliches Dateiformat verständigen.
d) Hinter demselben Schlagwort können sich allerdings sehr unterschiedliche Arbeitsprobleme verbergen.
e) Diese Zuständigkeit müsste auch dann bestehen bleiben, wenn die erste Begeisterung nachlässt.
f) Was für den einen Betrieb eine Entlastung wäre, könnte den anderen zusätzlich binden.
g) Dazu müssten zunächst die einzelnen Schritte eines konkreten Vorgangs sichtbar werden.
h) Eine solche Absage wäre dann ein brauchbares Ergebnis und kein Zeichen mangelnder Offenheit.
i) Die Verteilung der Wortmeldungen könnte zudem zeigen, welche Betriebe ihre Anliegen einbringen konnten.
j) Hier verschiebt sich die Frage von der technischen Möglichkeit zur betrieblichen Verantwortung.
18. Lücke 18
a) Gerade diese Vorarbeiten tauchen in der versprochenen Zeitersparnis jedoch selten auf.
b) Damit wäre aus dem unverbindlichen Austausch eine überprüfbare Verabredung geworden.
c) Für den gemeinsamen Datenaustausch könnten sich die beteiligten Betriebe auf ein einheitliches Dateiformat verständigen.
d) Hinter demselben Schlagwort können sich allerdings sehr unterschiedliche Arbeitsprobleme verbergen.
e) Diese Zuständigkeit müsste auch dann bestehen bleiben, wenn die erste Begeisterung nachlässt.
f) Was für den einen Betrieb eine Entlastung wäre, könnte den anderen zusätzlich binden.
g) Dazu müssten zunächst die einzelnen Schritte eines konkreten Vorgangs sichtbar werden.
h) Eine solche Absage wäre dann ein brauchbares Ergebnis und kein Zeichen mangelnder Offenheit.
i) Die Verteilung der Wortmeldungen könnte zudem zeigen, welche Betriebe ihre Anliegen einbringen konnten.
j) Hier verschiebt sich die Frage von der technischen Möglichkeit zur betrieblichen Verantwortung.
19. Lücke 19
a) Gerade diese Vorarbeiten tauchen in der versprochenen Zeitersparnis jedoch selten auf.
b) Damit wäre aus dem unverbindlichen Austausch eine überprüfbare Verabredung geworden.
c) Für den gemeinsamen Datenaustausch könnten sich die beteiligten Betriebe auf ein einheitliches Dateiformat verständigen.
d) Hinter demselben Schlagwort können sich allerdings sehr unterschiedliche Arbeitsprobleme verbergen.
e) Diese Zuständigkeit müsste auch dann bestehen bleiben, wenn die erste Begeisterung nachlässt.
f) Was für den einen Betrieb eine Entlastung wäre, könnte den anderen zusätzlich binden.
g) Dazu müssten zunächst die einzelnen Schritte eines konkreten Vorgangs sichtbar werden.
h) Eine solche Absage wäre dann ein brauchbares Ergebnis und kein Zeichen mangelnder Offenheit.
i) Die Verteilung der Wortmeldungen könnte zudem zeigen, welche Betriebe ihre Anliegen einbringen konnten.
j) Hier verschiebt sich die Frage von der technischen Möglichkeit zur betrieblichen Verantwortung.
20. Lücke 20
a) Gerade diese Vorarbeiten tauchen in der versprochenen Zeitersparnis jedoch selten auf.
b) Damit wäre aus dem unverbindlichen Austausch eine überprüfbare Verabredung geworden.
c) Für den gemeinsamen Datenaustausch könnten sich die beteiligten Betriebe auf ein einheitliches Dateiformat verständigen.
d) Hinter demselben Schlagwort können sich allerdings sehr unterschiedliche Arbeitsprobleme verbergen.
e) Diese Zuständigkeit müsste auch dann bestehen bleiben, wenn die erste Begeisterung nachlässt.
f) Was für den einen Betrieb eine Entlastung wäre, könnte den anderen zusätzlich binden.
g) Dazu müssten zunächst die einzelnen Schritte eines konkreten Vorgangs sichtbar werden.
h) Eine solche Absage wäre dann ein brauchbares Ergebnis und kein Zeichen mangelnder Offenheit.
i) Die Verteilung der Wortmeldungen könnte zudem zeigen, welche Betriebe ihre Anliegen einbringen konnten.
j) Hier verschiebt sich die Frage von der technischen Möglichkeit zur betrieblichen Verantwortung.
21. Lücke 21
a) Gerade diese Vorarbeiten tauchen in der versprochenen Zeitersparnis jedoch selten auf.
b) Damit wäre aus dem unverbindlichen Austausch eine überprüfbare Verabredung geworden.
c) Für den gemeinsamen Datenaustausch könnten sich die beteiligten Betriebe auf ein einheitliches Dateiformat verständigen.
d) Hinter demselben Schlagwort können sich allerdings sehr unterschiedliche Arbeitsprobleme verbergen.
e) Diese Zuständigkeit müsste auch dann bestehen bleiben, wenn die erste Begeisterung nachlässt.
f) Was für den einen Betrieb eine Entlastung wäre, könnte den anderen zusätzlich binden.
g) Dazu müssten zunächst die einzelnen Schritte eines konkreten Vorgangs sichtbar werden.
h) Eine solche Absage wäre dann ein brauchbares Ergebnis und kein Zeichen mangelnder Offenheit.
i) Die Verteilung der Wortmeldungen könnte zudem zeigen, welche Betriebe ihre Anliegen einbringen konnten.
j) Hier verschiebt sich die Frage von der technischen Möglichkeit zur betrieblichen Verantwortung.
22. Lücke 22
a) Gerade diese Vorarbeiten tauchen in der versprochenen Zeitersparnis jedoch selten auf.
b) Damit wäre aus dem unverbindlichen Austausch eine überprüfbare Verabredung geworden.
c) Für den gemeinsamen Datenaustausch könnten sich die beteiligten Betriebe auf ein einheitliches Dateiformat verständigen.
d) Hinter demselben Schlagwort können sich allerdings sehr unterschiedliche Arbeitsprobleme verbergen.
e) Diese Zuständigkeit müsste auch dann bestehen bleiben, wenn die erste Begeisterung nachlässt.
f) Was für den einen Betrieb eine Entlastung wäre, könnte den anderen zusätzlich binden.
g) Dazu müssten zunächst die einzelnen Schritte eines konkreten Vorgangs sichtbar werden.
h) Eine solche Absage wäre dann ein brauchbares Ergebnis und kein Zeichen mangelnder Offenheit.
i) Die Verteilung der Wortmeldungen könnte zudem zeigen, welche Betriebe ihre Anliegen einbringen konnten.
j) Hier verschiebt sich die Frage von der technischen Möglichkeit zur betrieblichen Verantwortung.
23. Lücke 23
a) Gerade diese Vorarbeiten tauchen in der versprochenen Zeitersparnis jedoch selten auf.
b) Damit wäre aus dem unverbindlichen Austausch eine überprüfbare Verabredung geworden.
c) Für den gemeinsamen Datenaustausch könnten sich die beteiligten Betriebe auf ein einheitliches Dateiformat verständigen.
d) Hinter demselben Schlagwort können sich allerdings sehr unterschiedliche Arbeitsprobleme verbergen.
e) Diese Zuständigkeit müsste auch dann bestehen bleiben, wenn die erste Begeisterung nachlässt.
f) Was für den einen Betrieb eine Entlastung wäre, könnte den anderen zusätzlich binden.
g) Dazu müssten zunächst die einzelnen Schritte eines konkreten Vorgangs sichtbar werden.
h) Eine solche Absage wäre dann ein brauchbares Ergebnis und kein Zeichen mangelnder Offenheit.
i) Die Verteilung der Wortmeldungen könnte zudem zeigen, welche Betriebe ihre Anliegen einbringen konnten.
j) Hier verschiebt sich die Frage von der technischen Möglichkeit zur betrieblichen Verantwortung.
Teil 4
Sie lesen in einer Fachzeitschrift Beiträge von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern über zugängliche Wahlinformationen. Wählen Sie bei jeder Aussage: Wer äußert das? Zwei Aussagen passen nicht. Markieren Sie in diesem Fall 0.
a · Dr. Clara Voss, Informationswissenschaftlerin
Bei Wahlinformationen würde ich schon auf die Bezeichnungen der Angebote achten. Eine Überschrift wie „Informationen zum Anhören“ sagt über den Inhalt mehr aus als der Name eines technischen Dateityps. Darüber hinaus interessiert mich, auf welchem Weg jemand überhaupt zu einem Angebot gelangt. Angenommen, eine verständliche Audioerklärung wäre nur durch einen Hinweis mitten auf einer dicht beschriebenen Internetseite zu finden. Wer an dieser Seite scheitert, würde möglicherweise nie erfahren, dass es die Aufnahme gibt. Der Zugang müsste deshalb von Anfang an mitgedacht werden: etwa durch einen deutlich erkennbaren Verweis und Hinweise an verschiedenen öffentlich zugänglichen Orten. Die bloße Bereitstellung einer Datei wäre mir zu wenig. Ebenso wichtig wäre die Betreuung des Angebots nach seiner Veröffentlichung. Würde beispielsweise eine Ortsangabe in der Hauptfassung berichtigt, müssten die Aufnahme und die sprachlich vereinfachte Fassung diese Berichtigung ebenfalls erhalten. Sonst hinge es von der gewählten Darstellungsform ab, ob jemand mit veralteten Angaben plant. Für diese Pflege sollte schon bei der Erstellung geklärt werden, wer Änderungen weitergibt und ihre Übernahme kontrolliert.
b · Dr. Deniz Acar, Bildungsforscher
Eine Erklärung kann sprachlich zugänglich sein und ihren Lesenden dennoch anspruchsvolle Überlegungen zumuten. Genau darin sehe ich eine wichtige Aufgabe politischer Bildung. Wenn zwei Vorschläge unterschiedlich auf Mieten, Verkehrswege oder die Nutzung öffentlicher Flächen wirken könnten, müsste auch eine knappe Darstellung diese Unterschiede sichtbar machen. Würde sie beide auf ein freundliches Versprechen reduzieren, ginge gerade das verloren, worüber man nachdenken und entscheiden kann. Kürzere Sätze sollten deshalb Raum für den Vergleich schaffen. Sie dürften ihn nicht ersetzen. Dabei wäre es falsch, von stockendem Lesen auf ein mangelndes Verständnis politischer Zusammenhänge zu schließen. Jemand kann mit verschachtelten Formulierungen kämpfen und zugleich sehr genau abwägen, wessen Interessen bei einer Entscheidung berücksichtigt werden und wer ihre Folgen trägt. Das eine erlaubt keinen Schluss auf das andere. Geeignete Erklärungen würden diesen Menschen etwas zutrauen. Sie könnten einen schwierigen Begriff an einer konkreten Situation erläutern und anschließend wieder zur politischen Frage zurückführen. Verständlichkeit wäre so eine Voraussetzung für eine gehaltvolle Auseinandersetzung.
c · Dr. Eva Brenner, Sozialwissenschaftlerin
Mich beschäftigt die Situation, in der eine Person eine andere um Erläuterung einer Wahlinformation bittet. Schon die Art der Rückfrage kann das Gespräch verändern. Hilfreich wäre etwa zu fragen, auf welchen Ausdruck sich die Unsicherheit bezieht oder an welcher Stelle der Zusammenhang verloren geht. Die ratsuchende Person sollte dabei selbst bestimmen können, wie weit das Gespräch reicht. Insbesondere müsste sie eine Erklärung erhalten können, ohne zu sagen, welcher Partei sie zuneigt oder welche politische Forderung sie unterstützt. Das wäre für mich ein grundlegender Maßstab guter Unterstützung. Eine helfende Person könnte sich auf den angesprochenen Abschnitt beziehen und dessen Bedeutung erklären, ohne aus der Frage Rückschlüsse auf eine Wahlabsicht zu ziehen. Auch ein Gespräch zu zweit kann eine Erwartung erzeugen, sich persönlich rechtfertigen zu müssen. Deshalb würde ich Helfenden empfehlen, ausdrücklich Raum für reine Verständnisfragen zu lassen. Ob die Erklärung ausreicht, könnte anschließend anhand einer weiteren sachlichen Nachfrage geklärt werden. Politische Bekenntnisse wären dafür nicht erforderlich.
Beispiel
0. Die Bezeichnung eines Informationsangebots sollte seinen Inhalt erkennen lassen, statt nur einen technischen Dateityp zu nennen.
a) Dr. Clara Voss
b) Dr. Deniz Acar
c) Dr. Eva Brenner
0) Keine der Personen
Lösung zum Beispiel: a
24. Eine verständliche Kurzfassung sollte erkennen lassen, an welchen Stellen politische Vorschläge unterschiedliche Folgen haben können.
a) Dr. Clara Voss
b) Dr. Deniz Acar
c) Dr. Eva Brenner
0) Keine der Personen
25. Gedruckte Wahlinformationen sollten vorrangig an Menschen verschickt werden, die bisher selten gewählt haben.
a) Dr. Clara Voss
b) Dr. Deniz Acar
c) Dr. Eva Brenner
0) Keine der Personen
26. Wer Unterstützung bei einer Wahlinformation sucht, sollte dabei keine Auskunft über die eigene politische Präferenz geben müssen.
a) Dr. Clara Voss
b) Dr. Deniz Acar
c) Dr. Eva Brenner
0) Keine der Personen
27. Ein zusätzliches Informationsformat hilft wenig, wenn man erst über ein schwer zugängliches Angebot davon erfährt.
a) Dr. Clara Voss
b) Dr. Deniz Acar
c) Dr. Eva Brenner
0) Keine der Personen
28. Aus Schwierigkeiten beim Lesen lässt sich nicht auf fehlendes politisches Urteilsvermögen schließen.
a) Dr. Clara Voss
b) Dr. Deniz Acar
c) Dr. Eva Brenner
0) Keine der Personen
29. Eine persönliche Beratung sollte erst angeboten werden, nachdem die schriftlichen Informationen selbstständig bearbeitet wurden.
a) Dr. Clara Voss
b) Dr. Deniz Acar
c) Dr. Eva Brenner
0) Keine der Personen
30. Bei nachträglichen Änderungen müssen ergänzende Informationsformate denselben aktuellen Stand wie die Hauptfassung erhalten.
a) Dr. Clara Voss
b) Dr. Deniz Acar
c) Dr. Eva Brenner
0) Keine der Personen
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