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Goethe B2 Lesen · Übungssatz 09

Paper 9

Goethe B2 · Reading

65 min11 pages

a Leonie

Exam material is in German.

Answers & guidance

Independent Faust practice material. Not published or endorsed by the Goethe-Institut.

Inside the paper

Lesen Teil 1

Sie lesen in einem Forum, wie vier Personen ihren Alltag bei Hitze und schlechter Luft organisieren. Auf welche Person treffen die Aussagen zu? Wählen Sie jeweils a, b, c oder d. Die Personen können mehrmals gewählt werden.

Die Personen können mehrmals gewählt werden.

a Leonie

Unter dem Dach zu wohnen fand ich lange wunderbar. Im letzten Sommer blieb es in meiner Wohnung allerdings selbst abends unangenehm warm. An einem besonders heißen Nachmittag bin ich deshalb quer durch die Stadt zum Lesesaal gefahren. Für zwei angenehme Stunden zwischen Büchern war mir die zusätzliche Fahrt die Mühe wert. Inzwischen gibt es auch bei uns um die Ecke einen öffentlichen Raum zum Abkühlen. Eigentlich eine gute Idee, nur schließt er um siebzehn Uhr. Wenn ich nach der Arbeit zu Hause ankomme und dort kaum sitzen mag, ist seine Tür längst zu. Auch die vielen Meldungen haben meinen Alltag zunächst eher anstrengender gemacht. Ich habe ständig zwischen verschiedenen Internetseiten und Nachrichtenkanälen gewechselt. Jetzt bekomme ich jeden Morgen um sieben eine Zusammenstellung der Hinweise für unser Viertel. Damit beginne ich den Tag wesentlich ruhiger und kann anschließend überlegen, wo ich den Abend verbringe.

b Farid

Mein Café liegt im Erdgeschoss, meine Wohnung direkt darüber. Den kürzesten Arbeitsweg im Viertel habe wahrscheinlich ich. Für das Nachbarschaftsfest auf dem Platz sollte ich Getränke und belegte Brote liefern. Als das Fest wegen der angekündigten Hitze verlegt wurde, waren die Lebensmittel bereits gekauft und die Brote vorbereitet. Solche Entscheidungen haben für einen kleinen Laden Folgen, die man leicht übersieht. Ich möchte mit dem Veranstalter vereinbaren, dass wir beide einen Teil dieser Ausgaben übernehmen. Schließlich entsteht der Verlust durch eine Änderung des gemeinsamen Vorhabens. Für den Ersatztermin wird nun ein deutlich früherer Beginn vorgeschlagen. Dabei denke ich an die Gäste, die bis zum frühen Abend arbeiten müssen: Gerade sie könnten dann gar nicht kommen. Das Fest soll doch auch für die Menschen sein, die tagsüber die Geschäfte und Büros am Laufen halten. Ich hoffe, wir finden einen Termin, an dem sie dabei sein können.

c Judith

Ich organisiere Zeichenkurse für Erwachsene, normalerweise draußen im Park. Dort wechseln Licht und Schatten, und genau das macht die Motive interessant. Bei der letzten Kursreihe mussten wir allerdings einmal sehr kurzfristig umziehen. Zum Glück hatten wir beim ersten Treffen gemeinsam besprochen, unter welchen Bedingungen wir den Park verlassen würden. Als es dann so weit war, gab es kaum Diskussionen: Alle konnten die Nachricht in eine schon bekannte Vereinbarung einordnen. Solche Absprachen gehören für mich inzwischen zur Vorbereitung einer Kursreihe. Als Ersatz steht uns ein Atelier mit großen Tischen zur Verfügung. Wer seine Buchung weiterlaufen lässt, kann dort zum ursprünglichen Termin mitzeichnen. Nach einer Stornierung ist dieser Platz dagegen wieder frei und kann anderweitig vergeben werden. Das erkläre ich gleich bei der Anmeldung. Im Atelier arbeiten wir dann mit Gegenständen, die die Teilnehmenden mitbringen. So bekommt der Ortswechsel auch eine gestalterische Seite.

d Oliver

In unserer Spaziergruppe kümmere ich mich ehrenamtlich um die Nachrichten an die Mitglieder. Neulich schaute ich vor einem Treffen aus dem Fenster: blauer Himmel, freie Sicht, für mich sah alles nach einem schönen Spaziergang aus. Dann las ich den örtlichen Hinweis zur Luftqualität. Darin wurde empfohlen, geplante Aktivitäten im Freien anzupassen. Mein Blick aus dem Fenster hatte mir also kein ausreichendes Bild vermittelt; ich hielt unseren Plan nun ebenfalls für überdenkenswert. Ich schickte den Hinweis an unsere Koordinatorin. Ob ein Spaziergang ausfällt, entscheidet allein sie. Sobald ihre Entscheidung vorliegt, leite ich sie an die Gruppe weiter und rufe diejenigen an, die keine Nachrichten auf dem Handy lesen. Diese Aufteilung ist für uns praktisch. Manchmal fragen mich Mitglieder trotzdem, ob wir nun losgehen. Dann muss ich erst die Rückmeldung abwarten, bevor ich ihnen eine verbindliche Auskunft geben kann.

Beispiel

0. Wer wohnt direkt über dem eigenen Arbeitsplatz?

a) Leonie

b) Farid

c) Judith

d) Oliver

Lösung zum Beispiel: b

1. Wer hält kurzfristige Änderungen für leichter durchsetzbar, wenn die Regeln dafür vorher feststehen?

a) Leonie

b) Farid

c) Judith

d) Oliver

2. Wer hat einen zusätzlichen Weg in Kauf genommen, um der warmen Wohnung zu entkommen?

a) Leonie

b) Farid

c) Judith

d) Oliver

3. Wer findet, dass die Kosten einer Planänderung nicht allein bei einem kleinen Betrieb bleiben sollten?

a) Leonie

b) Farid

c) Judith

d) Oliver

4. Wer änderte eine Einschätzung, weil die örtlichen Informationen dem eigenen Eindruck widersprachen?

a) Leonie

b) Farid

c) Judith

d) Oliver

5. Wer hält ein öffentliches Angebot wegen seiner Öffnungszeiten für wenig hilfreich?

a) Leonie

b) Farid

c) Judith

d) Oliver

6. Wer bietet eine Ausweichmöglichkeit nur an, wenn die ursprüngliche Anmeldung bestehen bleibt?

a) Leonie

b) Farid

c) Judith

d) Oliver

7. Wer nimmt eine Informationsaufgabe wahr, ohne selbst über die Absage zu entscheiden?

a) Leonie

b) Farid

c) Judith

d) Oliver

8. Wer befürchtet, dass ein früherer Beginn bestimmte Gäste ausschließen könnte?

a) Leonie

b) Farid

c) Judith

d) Oliver

9. Wer lässt sich Hinweise inzwischen gesammelt zu einer festen Zeit geben?

a) Leonie

b) Farid

c) Judith

d) Oliver

Lesen Teil 2

Sie lesen in einer Zeitschrift einen Artikel über die Gestaltung einer Ausstellung zu Körperbildern und Werbung für Abnehmprodukte. Welche Sätze passen in die Lücken? Wählen Sie für jede Lücke einen Satz aus a bis h. Jeder Satz darf nur einmal verwendet werden.

Zwei Sätze passen nicht.

Was Werbung verspricht

Im Kulturhaus West entsteht eine Ausstellung über Körperbilder und Werbung für Abnehmprodukte. Sie soll zeigen, wie sich die Ansprache des Publikums im Laufe der Zeit verändert hat. __(0)__ Das gesammelte Material wird zunächst gesichtet und nach Themen sortiert. Die Auswahl reicht von kleinen Zeitungsanzeigen bis zu aufwendig gestalteten Kampagnen. Bei älteren Beispielen liegen gedruckte Seiten vor. Neuere Werbung begegnet dem Team dagegen häufig als kurzer Film im Internet, dessen Wirkung auch von Bewegung und Ton abhängt. __(10)__ Dafür werden Bildschirme mit Kopfhörern aufgestellt, an denen sich die Clips einzeln starten lassen. Eine Vergleichsstation bringt Anzeigen aus verschiedenen Zeiten unmittelbar nebeneinander. __(11)__ Anschließend können sie kleine Tafeln anheben und darunter die Analyse des Teams lesen. So entsteht ein Gespräch zwischen der eigenen Beobachtung und der angebotenen Erklärung. Jahreszahlen stehen zwar bei jedem Objekt, bestimmen aber nicht den Weg durch den Raum. Zur Ausstellung gehören außerdem aufgezeichnete Erinnerungen aus der Nachbarschaft. Diese Beiträge erhalten einen eigenen, deutlich gekennzeichneten Bereich, während die erläuternden Texte des Teams räumlich davon abgesetzt sind. __(12)__ Die Erzählungen bleiben dadurch als Sichtweisen einzelner Menschen erkennbar. Wer von einer früheren Anzeige erzählt, spricht schließlich aus der eigenen Lebensgeschichte heraus. Auf dem Hauptweg werden nur kurze Ausschnitte dieser Gespräche vorgestellt. Ein angrenzender Raum ist eigens zum Zuhören vorgesehen. __(13)__ Sitzgelegenheiten und Kopfhörer ermöglichen es, länger bei einer Erzählung zu bleiben. Andere Gäste können währenddessen weitergehen. Wie wichtig genaue Beschriftungen sind, zeigte ein Proberundgang. Bei einer Packung stand ein Hinweis auf ihr praktisches Format. Einige eingeladene Gäste verstanden ihn als Lob für die Verwendung des enthaltenen Produkts. __(14)__ Das Team formuliert die Beschriftung deshalb so um, dass ausdrücklich die äußere Verpackung beschrieben wird. Auch einige Wegweiser waren beim Proberundgang schwer zu erkennen. Nun werden die Beschriftungen angepasst und die Hinweise zwischen den Räumen besser platziert. __(15)__ Am ersten öffentlichen Wochenende liegen Rückmeldekarten bereit. Darauf können die Gäste festhalten, welche Zusammenhänge verständlich wurden und wo ihnen noch eine Erklärung fehlt.

Beispiel

0. Dafür sammelt das Ausstellungsteam Anzeigen aus unterschiedlichen Jahrzehnten.

10. Lücke 10

a) Diese Trennung soll verhindern, dass persönliche Erfahrungen wie allgemeine Empfehlungen wirken.

b) Deshalb werden die Anzeigen nun ausschließlich nach ihrem Erscheinungsjahr geordnet.

c) Erst nach dieser Überarbeitung wird die Ausstellung für das Publikum geöffnet.

d) Für die jüngeren Beispiele benötigt das Team deshalb zusätzlich bewegte Bilder.

e) Gemeint war jedoch nur die Gestaltung der Packung, nicht die Anwendung des Produkts.

f) Dabei sollen die Gäste zunächst selbst nach wiederkehrenden Versprechen suchen.

g) Dort lassen sich die vollständigen Gespräche anhören, ohne den Rundgang zu unterbrechen.

h) Aus diesem Grund verzichtet das Team auf persönliche Erinnerungen in der Ausstellung.

11. Lücke 11

a) Diese Trennung soll verhindern, dass persönliche Erfahrungen wie allgemeine Empfehlungen wirken.

b) Deshalb werden die Anzeigen nun ausschließlich nach ihrem Erscheinungsjahr geordnet.

c) Erst nach dieser Überarbeitung wird die Ausstellung für das Publikum geöffnet.

d) Für die jüngeren Beispiele benötigt das Team deshalb zusätzlich bewegte Bilder.

e) Gemeint war jedoch nur die Gestaltung der Packung, nicht die Anwendung des Produkts.

f) Dabei sollen die Gäste zunächst selbst nach wiederkehrenden Versprechen suchen.

g) Dort lassen sich die vollständigen Gespräche anhören, ohne den Rundgang zu unterbrechen.

h) Aus diesem Grund verzichtet das Team auf persönliche Erinnerungen in der Ausstellung.

12. Lücke 12

a) Diese Trennung soll verhindern, dass persönliche Erfahrungen wie allgemeine Empfehlungen wirken.

b) Deshalb werden die Anzeigen nun ausschließlich nach ihrem Erscheinungsjahr geordnet.

c) Erst nach dieser Überarbeitung wird die Ausstellung für das Publikum geöffnet.

d) Für die jüngeren Beispiele benötigt das Team deshalb zusätzlich bewegte Bilder.

e) Gemeint war jedoch nur die Gestaltung der Packung, nicht die Anwendung des Produkts.

f) Dabei sollen die Gäste zunächst selbst nach wiederkehrenden Versprechen suchen.

g) Dort lassen sich die vollständigen Gespräche anhören, ohne den Rundgang zu unterbrechen.

h) Aus diesem Grund verzichtet das Team auf persönliche Erinnerungen in der Ausstellung.

13. Lücke 13

a) Diese Trennung soll verhindern, dass persönliche Erfahrungen wie allgemeine Empfehlungen wirken.

b) Deshalb werden die Anzeigen nun ausschließlich nach ihrem Erscheinungsjahr geordnet.

c) Erst nach dieser Überarbeitung wird die Ausstellung für das Publikum geöffnet.

d) Für die jüngeren Beispiele benötigt das Team deshalb zusätzlich bewegte Bilder.

e) Gemeint war jedoch nur die Gestaltung der Packung, nicht die Anwendung des Produkts.

f) Dabei sollen die Gäste zunächst selbst nach wiederkehrenden Versprechen suchen.

g) Dort lassen sich die vollständigen Gespräche anhören, ohne den Rundgang zu unterbrechen.

h) Aus diesem Grund verzichtet das Team auf persönliche Erinnerungen in der Ausstellung.

14. Lücke 14

a) Diese Trennung soll verhindern, dass persönliche Erfahrungen wie allgemeine Empfehlungen wirken.

b) Deshalb werden die Anzeigen nun ausschließlich nach ihrem Erscheinungsjahr geordnet.

c) Erst nach dieser Überarbeitung wird die Ausstellung für das Publikum geöffnet.

d) Für die jüngeren Beispiele benötigt das Team deshalb zusätzlich bewegte Bilder.

e) Gemeint war jedoch nur die Gestaltung der Packung, nicht die Anwendung des Produkts.

f) Dabei sollen die Gäste zunächst selbst nach wiederkehrenden Versprechen suchen.

g) Dort lassen sich die vollständigen Gespräche anhören, ohne den Rundgang zu unterbrechen.

h) Aus diesem Grund verzichtet das Team auf persönliche Erinnerungen in der Ausstellung.

15. Lücke 15

a) Diese Trennung soll verhindern, dass persönliche Erfahrungen wie allgemeine Empfehlungen wirken.

b) Deshalb werden die Anzeigen nun ausschließlich nach ihrem Erscheinungsjahr geordnet.

c) Erst nach dieser Überarbeitung wird die Ausstellung für das Publikum geöffnet.

d) Für die jüngeren Beispiele benötigt das Team deshalb zusätzlich bewegte Bilder.

e) Gemeint war jedoch nur die Gestaltung der Packung, nicht die Anwendung des Produkts.

f) Dabei sollen die Gäste zunächst selbst nach wiederkehrenden Versprechen suchen.

g) Dort lassen sich die vollständigen Gespräche anhören, ohne den Rundgang zu unterbrechen.

h) Aus diesem Grund verzichtet das Team auf persönliche Erinnerungen in der Ausstellung.

Lesen Teil 3

Sie lesen in einer Zeitung einen Artikel über eine Beratungsgruppe für Menschen, die ihre Führungsposition verloren haben. Wählen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung a, b oder c.

Den nächsten Schritt begründen können

Am Dienstagmorgen treffen sich im Bildungszentrum am Stadtpark Menschen, deren beruflicher Alltag bis vor Kurzem aus Entscheidungen, Besprechungen und Personalverantwortung bestand. Nun suchen sie selbst eine neue Richtung. Zu der Beratungsgruppe gehört Daniel Reuter. Seine Stelle als Abteilungsleiter fiel weg, als sein Unternehmen neu organisiert wurde. Die Einladung zum ersten Treffen ließ Reuter zunächst auf dem Küchentisch liegen. Jahrelang hatten andere bei ihm Rat gesucht. Er war es gewohnt, Orientierung zu geben, auch wenn eine Situation schwierig wurde. Sich nun an jemanden zu wenden, weil er selbst nicht weiterwusste, fiel ihm schwer. Schließlich meldete er sich doch an. Beim ersten Besuch merkte er, wie viel Kraft ihn das bisherige Zögern gekostet hatte. Berufsberaterin Eva Martens beginnt die gemeinsame Arbeit mit einer Rückschau auf konkrete Erlebnisse. Die Teilnehmenden schildern jeweils eine Situation, in der sie durch ihr Handeln etwas vorangebracht haben. Dann fragt Martens nach: Was genau haben sie getan, und was mussten sie dafür können? Aus einer gelungenen Umstellung im Lager können etwa Verhandlungsgeschick und die Fähigkeit sichtbar werden, komplizierte Abläufe verständlich zu erklären. Die Übung soll solche Fähigkeiten erkennbar machen, die auch in einem ganz anderen Arbeitsgebiet gebraucht werden. Später tauschen die Teilnehmenden ihre Bewerbungsunterlagen aus. Dabei achtet Martens darauf, dass Menschen aus unterschiedlichen Branchen zusammenarbeiten. Wer einen Betrieb und seine Sprache nicht kennt, bleibt eher an einer Abkürzung hängen oder fragt nach, was hinter einer scheinbar eindeutigen Aufgabenbeschreibung steckt. Solche Rückfragen zeigen den Verfassern, an welchen Stellen sie Wissen voraussetzen, das fremde Leser nicht mitbringen. Auch befristete Projektaufgaben kommen zur Sprache. Martens hält sie dann für sinnvoll, wenn vorher geklärt ist, wohin sie beruflich führen sollen. Wer beispielsweise künftig Schulungen entwickeln möchte, könnte in einem zeitlich begrenzten Einführungsprojekt erste Erfahrungen damit sammeln. Dafür sollte diese Aufgabe tatsächlich zum Projekt gehören. Erst aus dem angestrebten nächsten Schritt ergibt sich, ob ein solches Angebot hilfreich ist. Reuter hat inzwischen seine Stellensuche verändert. Anfangs gab er ausschließlich seine bisherige Positionsbezeichnung in die Suchfelder ein. Heute liest er auch Angebote für Projektkoordination oder Organisationsentwicklung. Entscheidend ist für ihn geworden, ob er die beschriebenen Aufgaben übernehmen kann und übernehmen möchte. So findet er Möglichkeiten, die ihm zuvor gar nicht angezeigt wurden. Für Martens lässt sich ein Beratungserfolg schon erkennen, bevor jemand einen neuen Vertrag unterschreibt. Wenn Teilnehmende nachvollziehbar erklären können, weshalb eine Gelegenheit zu ihren Zielen passt und weshalb sie eine andere ablehnen, haben sie aus ihrer Sicht bereits etwas erreicht. Dann können sie ihre nächsten Entscheidungen begründen, statt auf jedes Angebot mit derselben Unsicherheit zu reagieren.

Beispiel

0. Wo finden die Gruppentreffen statt?

a) In einem Bildungszentrum.

b) In einer Personalagentur.

c) In einem Betrieb.

Lösung zum Beispiel: a

16. Warum zögerte Daniel Reuter zunächst, an der Beratungsgruppe teilzunehmen?

a) Er wollte erst die Entscheidung über eine konkrete Bewerbung abwarten.

b) Es fiel ihm schwer, sich selbst in der Rolle des Hilfesuchenden zu sehen.

c) Er bezweifelte, dass dort Erfahrungen aus seiner Branche vertreten wären.

17. Was sollen die Teilnehmenden bei der ersten Arbeitsaufgabe herausfinden?

a) Welche früheren Kontakte ihnen eine freie Stelle vermitteln könnten.

b) Welche Weiterbildung für die Rückkehr in ihre Branche verlangt wird.

c) Welche Fähigkeiten hinter ihren bisherigen beruflichen Erfolgen stehen.

18. Weshalb lässt die Beraterin die Bewerbungsunterlagen von Personen aus anderen Branchen lesen?

a) Damit unverständliche Beschreibungen der eigenen Erfahrung auffallen.

b) Damit die Unterlagen auf passende Stellenangebote abgestimmt werden.

c) Damit die Teilnehmenden ihre Gehaltsvorstellungen vergleichen können.

19. Unter welcher Voraussetzung hält die Beraterin eine befristete Projektaufgabe für sinnvoll?

a) Wenn sie im bisherigen Unternehmen ausgeübt werden kann.

b) Wenn vorher geklärt ist, welchen nächsten Schritt sie ermöglichen soll.

c) Wenn sie dieselbe Personalverantwortung wie die frühere Stelle umfasst.

20. Wie veränderte Daniel nach den Beratungsgesprächen seine Stellensuche?

a) Er konzentrierte sich stärker auf Stellen mit seinem bisherigen Titel.

b) Er beschränkte sich auf Aufgaben ohne Verantwortung für andere.

c) Er berücksichtigte auch anders bezeichnete Stellen mit passenden Aufgaben.

21. Welches Ergebnis wertet die Beraterin bereits als Fortschritt?

a) Eine Person kann begründet entscheiden, welche Angebote zu ihr passen.

b) Eine Person verschickt jede Woche mehr Bewerbungen als zuvor.

c) Eine Person erhält wieder Einladungen von früheren Geschäftskontakten.

Lesen Teil 4

Sie lesen in einer Zeitschrift Meinungsäußerungen zur Auswahl von Schauspielerinnen und Schauspielern für Filmrollen. Welche Äußerung passt zu welcher Überschrift? Jede Äußerung darf nur einmal gewählt werden.

Die Äußerung aus dem Beispiel können Sie nicht mehr verwenden.

Eine Äußerung passt nicht.

a

Nach einem Vorsprechen hält man sich oft mehrere Drehtage frei. Solange keine Nachricht kommt, lässt sich ein anderes Angebot schwer zusagen. Wer aus der Auswahl ausgeschieden ist, sollte deshalb umgehend Bescheid bekommen. Eine kurze Mitteilung reicht schon. Dann kann man die reservierten Tage wieder vergeben und muss berufliche Entscheidungen nicht unnötig aufschieben.

b

Mit einer einzelnen Dialogseite kann ich mich kaum sinnvoll vorbereiten. Begrüßt meine Figur gerade einen Freund, oder begegnet sie ihm nach einem schweren Streit? Davon hängt ab, wie ich dieselben Worte spreche. Zusammen mit dem Text sollten deshalb vor dem Termin auch Angaben zur Vorgeschichte und zur Beziehung der Figuren verschickt werden. Sonst beurteilt man vor allem Vermutungen.

c

Für die erste Auswahl genügt meiner Ansicht nach ein Handyvideo, auf dem man die Person gut versteht. Wer schon dafür perfekte Beleuchtung und professionelle Aufnahmen verlangt, sortiert auch nach dem Geldbeutel. Manche können ein Studio bezahlen, andere müssen jeden Euro umdrehen. Die Möglichkeit, überhaupt in die Auswahl zu kommen, sollte von solchen Ausgaben unabhängig sein.

d

Nach dem ersten Durchgang würde ich eine konkrete Veränderung vorschlagen, etwa den Ärger nur noch anzudeuten, und die Szene wiederholen lassen. Dabei interessiert mich, was die Person aus diesem Hinweis macht. Versteht sie die gewünschte Richtung und findet sie eine passende Umsetzung? Das sagt viel darüber aus, wie wir später am Set miteinander arbeiten könnten.

e

Wenn eine Geschichte fest in einer bestimmten Gegend verwurzelt ist, darf man das auch hören. Mich stört es, wenn sämtliche Figuren so sprechen, als kämen sie aus demselben Lehrbuch. Eine regionale Färbung kann viel Atmosphäre schaffen. Solange die Dialoge verständlich bleiben, würde ich die sprachlichen Eigenheiten der Beteiligten bei einer solchen Produktion bewusst erhalten.

f

Zwei Menschen können einzeln großartig vorsprechen und gemeinsam trotzdem keine glaubwürdigen Geschwister ergeben. Ob sie aufeinander eingehen, merkt man erst, wenn beide im selben Raum spielen. Bevor ich ein Rollenpaar festlege, möchte ich deshalb eine Szene mit ihnen zusammen sehen. Entscheidend ist dann auch das Zuhören zwischen den Sätzen, nicht nur die Wirkung jeder einzelnen Person.

g

Als Produzent muss ich aus einem Drehbuch zunächst einen finanzierbaren Film machen. Für unser nächstes Vorhaben wäre die Zusage einer etablierten Schauspielperson eine große Hilfe: Geldgeber könnten damit besser einschätzen, wie sich das Projekt später vorstellen lässt. Deshalb halte ich es für vernünftig, bei der Besetzung auch zu überlegen, welcher Name finanzielle Zusagen wahrscheinlicher macht.

h

Bei einer strengen Vorgesetzten hatte ich sofort eine sehr kühle Erscheinung im Kopf. Dann sprach jemand vor, der ausgesprochen herzlich wirkte. Gerade dadurch wurden der Ehrgeiz der Figur und ihr Wunsch nach Nähe gleichzeitig glaubhaft. Seitdem möchte ich mich von meinem ersten Bild einer Rolle überraschen lassen. Eine Abweichung davon kann der Figur zusätzliche Tiefe geben.

Beispiel

0. Rechtzeitige Absagen erleichtern die weitere Planung. Lösung: a.

22. Das Zusammenspiel sollte über die gemeinsame Besetzung entscheiden

a) Äußerung a

b) Äußerung b

c) Äußerung c

d) Äußerung d

e) Äußerung e

f) Äußerung f

g) Äußerung g

h) Äußerung h

23. Eine erste Bewerbung sollte ohne teure Ausrüstung möglich sein

a) Äußerung a

b) Äußerung b

c) Äußerung c

d) Äußerung d

e) Äußerung e

f) Äußerung f

g) Äußerung g

h) Äußerung h

24. Ungewohnte Besetzungen können eine Figur überzeugender machen

a) Äußerung a

b) Äußerung b

c) Äußerung c

d) Äußerung d

e) Äußerung e

f) Äußerung f

g) Äußerung g

h) Äußerung h

25. Für ein aussagekräftiges Vorsprechen braucht es Informationen zur Szene

a) Äußerung a

b) Äußerung b

c) Äußerung c

d) Äußerung d

e) Äußerung e

f) Äußerung f

g) Äußerung g

h) Äußerung h

26. Bekannte Namen können die Finanzierung eines Films erleichtern

a) Äußerung a

b) Äußerung b

c) Äußerung c

d) Äußerung d

e) Äußerung e

f) Äußerung f

g) Äußerung g

h) Äußerung h

27. Ein zweiter Versuch zeigt, wie jemand auf Regiehinweise reagiert

a) Äußerung a

b) Äußerung b

c) Äußerung c

d) Äußerung d

e) Äußerung e

f) Äußerung f

g) Äußerung g

h) Äußerung h

Lesen Teil 5

Sie möchten Gesundheitspsychologie an der Hochschule Auenstadt studieren und lesen einen Auszug aus der Studienordnung. Welche Überschriften aus dem Inhaltsverzeichnis passen zu den Paragrafen? Jede Überschrift darf nur einmal gewählt werden.

Vier Überschriften werden nicht gebraucht.

Studienordnung Gesundheitspsychologie der Hochschule Auenstadt

Inhaltsverzeichnis a Wahl und Wechsel der Vertiefung b Zulassung zum Studiengang c Geltungsbereich d Beurlaubung vom Studium e Durchführung des Berufspraktikums f Anmeldung zu Prüfungen g Teilnahme an Forschungsprojekten h Vergabe der Abschlussarbeit § 0 Diese Ordnung gilt für alle Studierenden des Bachelorstudiengangs Gesundheitspsychologie an der Hochschule Auenstadt. § 28 Studierende können an wissenschaftlich betreuten Untersuchungen, beispielsweise zu Stress im Alltag, mitwirken. Vor Beginn ist eine vorbereitende Veranstaltung zu besuchen. Die Projektleitung erläutert dort das Vorgehen und verteilt die Aufgaben innerhalb der studentischen Gruppe. Angaben über teilnehmende Personen sind vertraulich zu behandeln. Sie dürfen ausschließlich im vorgesehenen Projektzusammenhang verwendet werden. Die Verpflichtung zur Vertraulichkeit besteht auch nach dem Ausscheiden aus der Gruppe fort. § 29 Bis zum Ende des dritten Semesters entscheiden sich die Studierenden für Arbeit und Gesundheit oder Gesundheitskommunikation und teilen ihre Entscheidung dem Studienbüro mit. Ein späterer Wechsel ist dort schriftlich zu beantragen. Dabei prüft der zuständige Ausschuss, welche bereits abgeschlossenen Module auf den neu gewählten Bereich angerechnet werden können. Das Ergebnis wird vor der endgültigen Umsetzung des Wechsels schriftlich mitgeteilt. § 30 Nach erfolgreichem Abschluss der Module Forschungsmethoden und Wissenschaftliches Arbeiten kann die Zuteilung eines Themas für die Bachelorarbeit beantragt werden. Ein eigener Themenvorschlag darf beigefügt werden. Der zuständige Ausschuss legt das Thema fest und bestätigt die betreuende Lehrperson. Mit der schriftlichen Mitteilung ist die Zuteilung verbindlich.

Beispiel

0. c Geltungsbereich

28. § 28

a) Wahl und Wechsel der Vertiefung

b) Zulassung zum Studiengang

c) Geltungsbereich

d) Beurlaubung vom Studium

e) Durchführung des Berufspraktikums

f) Anmeldung zu Prüfungen

g) Teilnahme an Forschungsprojekten

h) Vergabe der Abschlussarbeit

29. § 29

a) Wahl und Wechsel der Vertiefung

b) Zulassung zum Studiengang

c) Geltungsbereich

d) Beurlaubung vom Studium

e) Durchführung des Berufspraktikums

f) Anmeldung zu Prüfungen

g) Teilnahme an Forschungsprojekten

h) Vergabe der Abschlussarbeit

30. § 30

a) Wahl und Wechsel der Vertiefung

b) Zulassung zum Studiengang

c) Geltungsbereich

d) Beurlaubung vom Studium

e) Durchführung des Berufspraktikums

f) Anmeldung zu Prüfungen

g) Teilnahme an Forschungsprojekten

h) Vergabe der Abschlussarbeit

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