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Goethe B2 Lesen · Übungssatz 06

Paper 6

Goethe B2 · Reading

65 min11 pages

a Mara

Exam material is in German.

Answers & guidance

Independent Faust practice material. Not published or endorsed by the Goethe-Institut.

Inside the paper

Teil 1

Sie lesen in einem Forum, wie Menschen über ein Moorgebiet in ihrer Umgebung denken. Auf welche der vier Personen treffen die Aussagen zu? Wählen Sie jeweils a, b, c oder d. Beispiel 0: Wer ist erst vor Kurzem in die Gegend gezogen? Lösung: b.

Die Personen können mehrmals gewählt werden.

a Mara

Für mich war das Moor lange bloß eine flache Landschaft, in der es wenig zu sehen gab. Als meine Schwester mich zu einem geführten Spaziergang mitnahm, erwartete ich entsprechend wenig. Unterwegs zeigte uns die Leiterin winzige Pflanzen, an denen ich sonst vorbeigelaufen wäre. Seitdem bleibe ich dort öfter stehen und entdecke jedes Mal etwas. Bald soll allerdings mein gewohnter Radweg zur Arbeit gesperrt werden, damit die Fläche wieder nasser werden kann. Über die Landstraße brauche ich dann morgens zehn Minuten länger. Das nehme ich für das Vorhaben gern hin, auch wenn ich meinen Wecker früher stellen muss. Außerdem schaue ich inzwischen beim Einkauf für meinen Balkon genauer hin: In der Gärtnerei frage ich, worin die angebotenen Pflanzen herangezogen wurden. Wenn dabei Torf verwendet wurde, suche ich eine andere Pflanze. Früher hätte ich nur nach Farbe und Preis entschieden.

b Tobias

Meine Umzugskartons stehen teilweise noch im Flur; ich wohne erst seit sechs Wochen hier. Das Moor habe ich bisher nur vom Aussichtspunkt aus gesehen. Im Laden hing neulich ein Aufruf, bei der Reparatur des Holzstegs mitzuhelfen. Da möchte ich mitmachen. Gemeinsam Bretter zu tragen und anschließend einen Kaffee zu trinken, scheint mir ein guter Anfang, um hier Leute kennenzulernen. Bisher kenne ich hauptsächlich die Namen auf den Briefkästen. Beruflich habe ich wechselnde Dienste, manchmal erfahre ich erst kurzfristig, wann ich frei habe. Bei einzelnen Arbeitseinsätzen kann ich jeweils zusagen, wenn es passt. Das ist mir deutlich lieber als ein fester Platz in einer Arbeitsgruppe, die jeden Dienstag tagt. Handwerklich bringe ich einiges mit: In meiner alten Wohnung habe ich fast alle Regale selbst gebaut. Für den ersten Einsatz muss ich nur noch meine Arbeitshandschuhe in den Kartons finden.

c Selin

In der Diskussion wird oft gefragt, was wir Besucher von dem Projekt haben werden. Ich fotografiere selbst gern draußen und freue mich über einen schönen Aussichtspunkt. Trotzdem verliert eine Fläche für mich nichts von ihrem Wert, wenn Menschen sie nicht betreten dürfen. Dass sich dort Tiere ungestört aufhalten können, ist schon ein guter Grund, sie zu erhalten. Sorgen mache ich mir eher um die ersten Monate der Arbeiten. Wo Maschinen fahren und Erde bewegt wird, sieht es zunächst nach einer verwüsteten Baustelle aus. Wer täglich daran vorbeikommt, könnte sich fragen, ob hier wirklich etwas verbessert wird. Deshalb wünsche ich mir am Ortsrand eine Tafel mit Bildern der einzelnen Arbeitsschritte und einer Erklärung, weshalb das Gelände vorübergehend so aussieht. Auch ein kurzer Beitrag im Gemeindeblatt wäre hilfreich. So könnten die Leute die Veränderungen einordnen, während sie auf das Ergebnis warten.

d Georg

Unser Hof grenzt an die Flächen, über die gerade beraten wird. Wenn dort der Wasserstand steigt, kann ich einen Teil meiner Wiesen künftig anders oder gar nicht mehr mit den bisherigen Maschinen bewirtschaften. Ich bin bereit, das Vorhaben mitzutragen, sofern die betroffenen Betriebe einen verbindlich zugesagten Ausgleich für ihre Einbußen bekommen. Auf dieser Grundlage könnte ich planen und meinen Betrieb umstellen. Mit einer unverbindlichen Aussicht auf spätere Hilfe geht das nicht. An den alten Gräben hänge ich übrigens auch persönlich. Meine Großeltern haben daran mitgearbeitet, damals mit einfachen Werkzeugen und viel körperlicher Anstrengung. Wenn ich an diesen Stellen vorbeigehe, denke ich an ihre Erzählungen über die langen Arbeitstage. Die Gräben zuzuschütten ist deshalb für mich mehr als eine technische Maßnahme. Ich würde gern vorher einige Aufnahmen machen und die Erinnerungen meiner Mutter dazu aufschreiben. Das gehört für mich zur Geschichte unseres Hofes.

Beispiel

0. Wer ist erst vor Kurzem in die Gegend gezogen?

a) Mara

b) Tobias

c) Selin

d) Georg

Lösung zum Beispiel: b

1. Wer unterstützt die Wiedervernässung nur unter einer finanziellen Bedingung?

a) Mara

b) Tobias

c) Selin

d) Georg

2. Wer hat die eigene Einschätzung des Moores durch eine Führung geändert?

a) Mara

b) Tobias

c) Selin

d) Georg

3. Wer findet, dass ein geschützter Naturraum auch ohne freien Zugang wertvoll ist?

a) Mara

b) Tobias

c) Selin

d) Georg

4. Wer beteiligt sich lieber gelegentlich an praktischen Arbeiten als an regelmäßigen Treffen?

a) Mara

b) Tobias

c) Selin

d) Georg

5. Wer betrachtet alte Entwässerungsgräben als Teil der eigenen Familiengeschichte?

a) Mara

b) Tobias

c) Selin

d) Georg

6. Wer nimmt für den Schutz des Moores einen längeren Alltagsweg in Kauf?

a) Mara

b) Tobias

c) Selin

d) Georg

7. Wer sieht in einer gemeinsamen Tätigkeit eine Gelegenheit, am neuen Wohnort Kontakte zu knüpfen?

a) Mara

b) Tobias

c) Selin

d) Georg

8. Wer hält eine öffentliche Erklärung für nötig, wenn ein Projekt zunächst wenig ansprechend aussieht?

a) Mara

b) Tobias

c) Selin

d) Georg

9. Wer berücksichtigt beim Pflanzenkauf inzwischen, welche Erde verwendet wurde?

a) Mara

b) Tobias

c) Selin

d) Georg

Teil 2

Sie lesen in einer Zeitschrift einen Artikel über die Überarbeitung eines Lebenslaufs mit KI. Welche Sätze passen in die Lücken? Wählen Sie jeweils einen Satz aus a bis h. Jeder Satz darf nur einmal verwendet werden.

Zwei Sätze passen nicht.

Den eigenen Lebenslauf neu lesen

Nora sucht nach mehreren Jahren im selben Unternehmen eine neue Stelle. Ihren Lebenslauf hat sie so oft gelesen, dass sie die Sätze inzwischen beinahe auswendig kennt. Schwächen fallen ihr dabei kaum noch auf. __(0)__ Ein KI-Schreibprogramm soll ihr helfen, genauer hinzusehen. Sie möchte herausfinden, was für fremde Leser unverständlich bleibt. Für den Versuch legt sie eine Kopie ihres Dokuments an. Diese will sie vor dem Hochladen so bearbeiten, dass persönliche Angaben und konkrete Firmennamen darin nicht mehr erscheinen. __(10)__ Die so vorbereitete Version lädt sie in das Programm. Berufliche Stationen, Zeiträume und Tätigkeiten sind darin weiterhin erkennbar. Nun muss Nora entscheiden, welchen Auftrag sie dem Programm gibt. Ein vollständig umgeschriebener Text wäre zwar schnell verfügbar, würde aber womöglich dieselben Unklarheiten enthalten. __(11)__ Die Rückfragen zu ihren knapp beschriebenen Aufgaben beantwortet sie einzeln. Dabei muss sie überlegen, was sich hinter manchen vertrauten Begriffen eigentlich verbirgt. Bei dieser Bestandsaufnahme fällt ihr etwas ein: Neben ihrer täglichen Arbeit hat sie Einführungstermine für neue Kollegen organisiert. Davon steht bisher nichts im Dokument. __(12)__ Der neue Eintrag macht sichtbar, dass sie Termine, Räume und Materialien aufeinander abstimmen kann. Solche Erfahrungen waren ihr bisher zu selbstverständlich erschienen, um sie zu erwähnen. Danach lässt Nora einzelne Formulierungen überarbeiten. Aus der Organisation der Einführungstermine macht das Programm dabei die Leitung eines Teams. Das klingt beeindruckend. __(13)__ Sie ersetzt die Formulierung durch eine genaue Beschreibung der Vorbereitung und Koordination dieser Termine. Schließlich möchte sie jeden Satz später mit einem tatsächlichen Erlebnis erläutern können. Als Nächstes liest sie die ausgewählte Stellenanzeige erneut. Gesucht wird vor allem jemand, der Kundenanfragen zuverlässig bearbeitet. __(14)__ Die entsprechenden Einträge rücken nach oben; andere Tätigkeiten beschreibt sie kürzer. So lässt sich schneller erkennen, was sie für die ausgeschriebene Stelle mitbringt. Die inhaltliche Überarbeitung ist damit abgeschlossen. Nun wünscht Nora sich noch den Blick eines Menschen, der ihre Arbeit aus eigener Erfahrung kennt. __(15)__ Er stolpert über eine interne Abkürzung, mit der Außenstehende wenig anfangen dürften. Nora schreibt den Begriff aus und ergänzt eine kurze Erläuterung.

Beispiel

0. Deshalb möchte sie ihren bisherigen Lebenslauf noch einmal mit etwas Abstand betrachten.

10. Lücke 10

a) Diese zusätzliche Aufgabe nimmt sie deshalb als konkretes Beispiel in ihren Lebenslauf auf.

b) Erst im persönlichen Gespräch mit dem Arbeitgeber erfährt sie, welche Unterlagen noch fehlen.

c) Dafür streicht sie zunächst ihre Kontaktdaten und die Namen der bisherigen Arbeitgeber aus der Kopie.

d) Zum Schluss bittet sie einen früheren Kollegen, die überarbeitete Fassung gegenzulesen.

e) Statt sofort eine neue Fassung zu verlangen, lässt sie sich zunächst Fragen zu unklaren Stellen stellen.

f) Für diese Bewerbung legt sie den Schwerpunkt deshalb auf ihre Erfahrung in der Kundenbetreuung.

g) Anschließend übernimmt sie die Gestaltung aus einer Vorlage des Bewerbungsportals.

h) Die vorgeschlagene Führungsverantwortung hat sie allerdings nie übernommen.

11. Lücke 11

a) Diese zusätzliche Aufgabe nimmt sie deshalb als konkretes Beispiel in ihren Lebenslauf auf.

b) Erst im persönlichen Gespräch mit dem Arbeitgeber erfährt sie, welche Unterlagen noch fehlen.

c) Dafür streicht sie zunächst ihre Kontaktdaten und die Namen der bisherigen Arbeitgeber aus der Kopie.

d) Zum Schluss bittet sie einen früheren Kollegen, die überarbeitete Fassung gegenzulesen.

e) Statt sofort eine neue Fassung zu verlangen, lässt sie sich zunächst Fragen zu unklaren Stellen stellen.

f) Für diese Bewerbung legt sie den Schwerpunkt deshalb auf ihre Erfahrung in der Kundenbetreuung.

g) Anschließend übernimmt sie die Gestaltung aus einer Vorlage des Bewerbungsportals.

h) Die vorgeschlagene Führungsverantwortung hat sie allerdings nie übernommen.

12. Lücke 12

a) Diese zusätzliche Aufgabe nimmt sie deshalb als konkretes Beispiel in ihren Lebenslauf auf.

b) Erst im persönlichen Gespräch mit dem Arbeitgeber erfährt sie, welche Unterlagen noch fehlen.

c) Dafür streicht sie zunächst ihre Kontaktdaten und die Namen der bisherigen Arbeitgeber aus der Kopie.

d) Zum Schluss bittet sie einen früheren Kollegen, die überarbeitete Fassung gegenzulesen.

e) Statt sofort eine neue Fassung zu verlangen, lässt sie sich zunächst Fragen zu unklaren Stellen stellen.

f) Für diese Bewerbung legt sie den Schwerpunkt deshalb auf ihre Erfahrung in der Kundenbetreuung.

g) Anschließend übernimmt sie die Gestaltung aus einer Vorlage des Bewerbungsportals.

h) Die vorgeschlagene Führungsverantwortung hat sie allerdings nie übernommen.

13. Lücke 13

a) Diese zusätzliche Aufgabe nimmt sie deshalb als konkretes Beispiel in ihren Lebenslauf auf.

b) Erst im persönlichen Gespräch mit dem Arbeitgeber erfährt sie, welche Unterlagen noch fehlen.

c) Dafür streicht sie zunächst ihre Kontaktdaten und die Namen der bisherigen Arbeitgeber aus der Kopie.

d) Zum Schluss bittet sie einen früheren Kollegen, die überarbeitete Fassung gegenzulesen.

e) Statt sofort eine neue Fassung zu verlangen, lässt sie sich zunächst Fragen zu unklaren Stellen stellen.

f) Für diese Bewerbung legt sie den Schwerpunkt deshalb auf ihre Erfahrung in der Kundenbetreuung.

g) Anschließend übernimmt sie die Gestaltung aus einer Vorlage des Bewerbungsportals.

h) Die vorgeschlagene Führungsverantwortung hat sie allerdings nie übernommen.

14. Lücke 14

a) Diese zusätzliche Aufgabe nimmt sie deshalb als konkretes Beispiel in ihren Lebenslauf auf.

b) Erst im persönlichen Gespräch mit dem Arbeitgeber erfährt sie, welche Unterlagen noch fehlen.

c) Dafür streicht sie zunächst ihre Kontaktdaten und die Namen der bisherigen Arbeitgeber aus der Kopie.

d) Zum Schluss bittet sie einen früheren Kollegen, die überarbeitete Fassung gegenzulesen.

e) Statt sofort eine neue Fassung zu verlangen, lässt sie sich zunächst Fragen zu unklaren Stellen stellen.

f) Für diese Bewerbung legt sie den Schwerpunkt deshalb auf ihre Erfahrung in der Kundenbetreuung.

g) Anschließend übernimmt sie die Gestaltung aus einer Vorlage des Bewerbungsportals.

h) Die vorgeschlagene Führungsverantwortung hat sie allerdings nie übernommen.

15. Lücke 15

a) Diese zusätzliche Aufgabe nimmt sie deshalb als konkretes Beispiel in ihren Lebenslauf auf.

b) Erst im persönlichen Gespräch mit dem Arbeitgeber erfährt sie, welche Unterlagen noch fehlen.

c) Dafür streicht sie zunächst ihre Kontaktdaten und die Namen der bisherigen Arbeitgeber aus der Kopie.

d) Zum Schluss bittet sie einen früheren Kollegen, die überarbeitete Fassung gegenzulesen.

e) Statt sofort eine neue Fassung zu verlangen, lässt sie sich zunächst Fragen zu unklaren Stellen stellen.

f) Für diese Bewerbung legt sie den Schwerpunkt deshalb auf ihre Erfahrung in der Kundenbetreuung.

g) Anschließend übernimmt sie die Gestaltung aus einer Vorlage des Bewerbungsportals.

h) Die vorgeschlagene Führungsverantwortung hat sie allerdings nie übernommen.

Teil 3

Sie lesen in einer Zeitung einen Artikel über einen Workshop zu Persönlichkeit und Zusammenarbeit. Wählen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung a, b oder c. Beispiel 0: Der Workshop findet statt, weil … a ein Team neu zusammengestellt wurde. b neue Räume bezogen wurden. c eine neue Software eingeführt wurde. Lösung: a.

Mehr als ein Etikett

Beim Büroausstatter Kontur arbeiten seit Kurzem Beschäftigte aus Verkauf und Auftragsplanung in einem gemeinsamen Team. Damit sie sich in dieser neuen Zusammensetzung besser kennenlernen, hat der Betrieb einen Workshop organisiert. Zwischen Mustertischen und Stoffkatalogen geht es an diesem Vormittag um die Frage, wie Menschen ihre Zusammenarbeit erleben. Workshop-Leiterin Miriam Seidel hat dafür Karten mit Beschreibungen unterschiedlicher Arbeitsweisen mitgebracht. Daniel, der bisher im Verkauf tätig war, spricht das Material sofort an. Ihm war schon aufgefallen, dass einige Kollegen ihre Gedanken laut entwickeln, während andere erst nach längerem Überlegen etwas beitragen. Mit den Bezeichnungen auf den Karten kann er diese vertrauten Beobachtungen nun leichter ausdrücken. Beim ersten Austausch findet er dadurch Worte für Unterschiede, die er bisher nur schwer beschreiben konnte. Doch schon bald wird aus dem Beschreiben ein Erklären: Ein Teilnehmer führt eine Auseinandersetzung über eine Lieferfrist auf den vermeintlichen Persönlichkeitstyp seiner Kollegin zurück. Seidel unterbricht. Ihr fällt auf, wie rasch die Gruppe aus einer zugeordneten Kategorie eine Ursache für einen konkreten Streit macht. Genau diesen voreiligen Schluss hält sie bei der ersten Besprechung der Ergebnisse für problematisch. Sie bittet die Beteiligten, zunächst den tatsächlichen Ablauf der Auseinandersetzung zu schildern. Lea ergänzt eine Beobachtung aus ihrem eigenen Arbeitsalltag. Geht es um Produkte, mit denen sie seit Jahren arbeitet, meldet sie sich ohne Zögern zu Wort und macht Vorschläge. Bei Fragen zu ihr unbekannten Abläufen hört sie dagegen erst einmal zu, bis sie genug verstanden hat. Ob sie in einer Besprechung viel oder wenig sagt, hängt ihrer Erfahrung nach also wesentlich davon ab, wie gut sie sich mit dem Gegenstand auskennt. Anschließend bekommt die Gruppe einen Kundenauftrag, den sie gemeinsam bearbeiten soll. Wer die Gesprächsleitung, die Zeitkontrolle oder das Festhalten der Ergebnisse übernimmt, entscheiden die Teilnehmer zunächst selbst. In der zweiten Runde wechseln sie die Aufgaben untereinander. Auf diese Weise erlebt jeder eine Tätigkeit, die er sich anfangs möglicherweise nicht ausgesucht hätte. Danach besprechen sie, welche Unterstützung ihnen dabei geholfen hat. Aus diesem Austausch entsteht eine Vereinbarung: Wenn das Team künftig zusammenkommt, um neue Lösungen zu entwickeln, schreiben zu Beginn alle einige Minuten lang still ihre Ideen auf. Erst danach werden diese gesammelt und besprochen. Für die gewöhnlichen Besprechungen laufender Aufträge bleibt der bisherige Ablauf bestehen. Seidel wird das Team einige Wochen später erneut besuchen. Dann möchte sie an konkreten Arbeitssituationen erfahren, ob sich die vereinbarten Abläufe bewährt haben und wo Anpassungen nötig sind. Daran, ob die Zusammenarbeit im Alltag mit diesen Absprachen besser gelingt, will sie den Nutzen des Workshops beurteilen.

Beispiel

0. Der Workshop findet statt, weil …

a) ein Team neu zusammengestellt wurde.

b) neue Räume bezogen wurden.

c) eine neue Software eingeführt wurde.

Lösung zum Beispiel: a

16. Warum findet Daniel die Einteilung in Persönlichkeitstypen zunächst hilfreich?

a) Sie erklärt ihm, wie seine beruflichen Interessen entstanden sind.

b) Sie gibt ihm Begriffe für Unterschiede, die ihm im Team aufgefallen sind.

c) Sie erleichtert ihm die Auswahl einer passenden Weiterbildung.

17. Was stört die Workshop-Leiterin an den ersten Gesprächen über die Ergebnisse?

a) Die Beschäftigten vergleichen ihre Ergebnisse kaum miteinander.

b) Die Beschäftigten sprechen hauptsächlich über die Formulierung der Fragen.

c) Die Beschäftigten erklären konkrete Konflikte vorschnell mit den Typen.

18. Was zeigt Leas Beispiel aus ihrem Arbeitsalltag?

a) Wie sie sich beteiligt, hängt auch von ihrer Vertrautheit mit dem Thema ab.

b) Ihre Aufgaben lassen ihr wenig Gelegenheit, eigene Vorschläge zu machen.

c) Sie äußert ihre Meinung lieber schriftlich als in einer Besprechung.

19. Wie werden die Aufgaben in der nächsten Übung verteilt?

a) Die Leitung ordnet sie anhand der Fragebogenergebnisse zu.

b) Die Beschäftigten wählen eine Rolle und wechseln später.

c) Das Team behält die Zuständigkeiten aus dem Arbeitsalltag bei.

20. Für welche Besprechungen führt das Team eine stille Vorbereitungsphase ein?

a) Für Termine, bei denen Aufgaben kurzfristig neu verteilt werden.

b) Für Termine, an denen Personen aus anderen Abteilungen teilnehmen.

c) Für Termine, in denen neue Lösungsvorschläge entwickelt werden.

21. Woran will die Workshop-Leiterin später erkennen, ob der Workshop etwas gebracht hat?

a) Daran, ob die vereinbarten Abläufe im Arbeitsalltag helfen.

b) Daran, ob die Beschäftigten ihre Persönlichkeit ähnlich einschätzen wie zuvor.

c) Daran, ob sich die Beschäftigten die verschiedenen Typen merken können.

Teil 4

Sie lesen in einer Zeitschrift Meinungsäußerungen zum Umgang mit privaten Beiträgen in sozialen Medien im Berufsleben. Welche Äußerung passt zu welcher Überschrift? Jede Äußerung darf nur einmal verwendet werden.

Die Äußerung aus dem Beispiel können Sie nicht mehr verwenden.

Eine Äußerung passt nicht.

a

Über meine Fotos von selbst gebauten Modellbahnen kam ich mit einer Frau ins Gespräch, die dasselbe Hobby hat. Erst später stellte sich heraus, dass sie für ihre Firma einen technischen Zeichner suchte. Daraus wurde ein Auftrag. Ich finde es schön, wenn aus einem Austausch über Freizeitinteressen auch eine berufliche Verbindung wachsen kann. Henrik, Kiel

b

Nach einem anstrengenden Arbeitstag habe ich manchmal das Bedürfnis, meinem Ärger öffentlich Luft zu machen. Ich tippe dann alles auf, speichere es aber erst einmal nur als Entwurf. Am nächsten Morgen sehe ich meist viel klarer, wie meine Worte auf andere wirken könnten. Diese Pause hilft mir, bewusster zu entscheiden, was ich tatsächlich veröffentlichen möchte. Bettina, Mainz

c

Ein einzelner Satz wird schnell weitergeschickt, und plötzlich herrscht im Büro Aufregung. Ich würde zuerst den ganzen Gesprächsverlauf lesen und die Person fragen, worauf sie sich bezogen hat. Vielleicht war die Bemerkung eine Antwort auf etwas, das im Ausschnitt fehlt. Erst wenn ich das verstanden habe, kann ich angemessen reagieren. Farid, Kassel

d

In unserem Leitfaden steht, wir sollten im Netz verantwortungsvoll handeln. Bei einem Foto vom gemeinsamen Feierabend hilft mir dieser Satz wenig: Was genau erwartet der Betrieb dabei? Hilfreicher fände ich typische Situationen mit einer kurzen Erläuterung, etwa zu Bildern aus dem Büro oder Erzählungen über Kundenkontakte. Dann könnte ich die Vorgaben auf meinen Alltag beziehen. Jule, Erfurt

e

Für Freunde ein Konto, für das Hobby ein zweites und für den Beruf noch eines: Diese Empfehlung klingt übersichtlich. Bei mir bedeutet sie vor allem, ständig zwischen Zugängen zu wechseln und mehrere Postfächer durchzusehen. Dafür möchte ich meine Abende nicht opfern. Der tägliche Aufwand für diese vielen getrennten Profile ist mir einfach zu groß. Oskar, Bonn

f

Unser Betrieb hat Beschäftigte aus verschiedenen Abteilungen eingeladen, an den Empfehlungen für soziale Medien mitzuarbeiten. Dabei konnten wir eigene Bedenken einbringen und über Formulierungen mitentscheiden. Seitdem stehen auch Kollegen dahinter, die anfangs skeptisch waren. Wer seine Überlegungen im fertigen Dokument wiederfindet, trägt die Absprachen meiner Ansicht nach viel eher mit. Miriam, Ulm

g

Auf meinem persönlichen Profil sieht man mich in unserer Firmenjacke, außerdem steht dort mein Arbeitsplatz. Wenn ich eine Meinung zu einem Produkt äußere, verbinden Leser das deshalb schnell mit unserem Unternehmen. Dabei schreibe ich als Privatperson. Mir macht diese Verwechslung Sorgen: Aus meiner Bemerkung wird für andere leicht eine Aussage des Betriebs. Pavel, Rostock

h

Wenn ich jemanden einstelle, möchte ich wissen, ob die Person die Aufgaben bewältigen kann. Dafür habe ich ihre Unterlagen und das Vorstellungsgespräch. Auf privaten Profilen nach Urlaubserlebnissen oder Vorlieben zu suchen, gehört für mich nicht zur Auswahl. Solche Eindrücke können mein Urteil beeinflussen, obwohl sie über die berufliche Eignung wenig aussagen. Vera, Augsburg

Beispiel

0. Berufliche Kontakte können durch private Interessen entstehen. Lösung: a

22. Gemeinsam entwickelte Regeln finden eher Zustimmung

a) Äußerung a

b) Äußerung b

c) Äußerung c

d) Äußerung d

e) Äußerung e

f) Äußerung f

g) Äußerung g

h) Äußerung h

23. Vor einer Reaktion muss der Zusammenhang geklärt werden

a) Äußerung a

b) Äußerung b

c) Äußerung c

d) Äußerung d

e) Äußerung e

f) Äußerung f

g) Äußerung g

h) Äußerung h

24. Private Profile sollten bei Bewerbungen außen vor bleiben

a) Äußerung a

b) Äußerung b

c) Äußerung c

d) Äußerung d

e) Äußerung e

f) Äußerung f

g) Äußerung g

h) Äußerung h

25. Wer Abstand gewinnt, veröffentlicht überlegter

a) Äußerung a

b) Äußerung b

c) Äußerung c

d) Äußerung d

e) Äußerung e

f) Äußerung f

g) Äußerung g

h) Äußerung h

26. Ein persönliches Konto wird leicht als Stimme des Betriebs verstanden

a) Äußerung a

b) Äußerung b

c) Äußerung c

d) Äußerung d

e) Äußerung e

f) Äußerung f

g) Äußerung g

h) Äußerung h

27. Betriebliche Erwartungen brauchen anschauliche Beispiele

a) Äußerung a

b) Äußerung b

c) Äußerung c

d) Äußerung d

e) Äußerung e

f) Äußerung f

g) Äußerung g

h) Äußerung h

Teil 5

Sie interessieren sich für den Bachelorstudiengang Energiesysteme an der Hochschule Lindenfeld und lesen einen Auszug aus der Studienordnung. Welche Überschriften aus dem Inhaltsverzeichnis passen zu den Paragrafen? Wählen Sie jeweils eine Überschrift aus a bis h.

Vier Überschriften werden nicht gebraucht.

Studienordnung für den Bachelorstudiengang Energiesysteme der Hochschule Lindenfeld

§ 0 Diese Ordnung gilt für alle im Bachelorstudiengang Energiesysteme an der Hochschule Lindenfeld eingeschriebenen Studierenden. Sie regelt die fachliche Organisation des Studiums und ergänzt die allgemeinen Bestimmungen der Hochschule. § 28 (1) Studierende entscheiden sich bis zum Ende des zweiten Semesters für einen der beiden Schwerpunkte Energiespeicherung oder Netzbetrieb. Die Entscheidung ist dem Studienbüro schriftlich mitzuteilen. (2) Ein späterer Wechsel ist auf begründeten Antrag möglich, sofern im gewünschten Schwerpunkt ein Platz verfügbar ist. Vor der Entscheidung ist mit der zuständigen Fachberatung zu klären, welche zusätzlichen Module belegt werden müssen. Der Wechsel wird nach schriftlicher Bestätigung wirksam. § 29 (1) Im fünften Semester ist eine zwölfwöchige betreute Tätigkeit in einem Energieunternehmen vorgesehen. Dabei sollen fachliche Kenntnisse auf betriebliche Aufgaben angewendet werden. (2) Der ausgewählte Betrieb und die vorgesehenen Tätigkeiten müssen vor Beginn von der Praxisbeauftragten genehmigt werden. Eine Ansprechperson im Betrieb begleitet die Studierenden während des gesamten Zeitraums. (3) Nach Beendigung ist ein Bericht einzureichen, der die bearbeiteten Aufgaben und den Bezug zum Studium darstellt. § 30 (1) Zum Abschlussprojekt wird zugelassen, wer sämtliche Grundlagenmodule erfolgreich abgeschlossen und die betriebliche Praxisphase vollständig absolviert hat. (2) Der Antrag ist beim Studienbüro einzureichen. Beizufügen sind die Leistungsübersicht und die Bescheinigung über die Praxisphase. Das Studienbüro prüft die Unterlagen und teilt die Zulassung schriftlich mit.

Beispiel

0. § 0: Geltungsbereich der Studienordnung. Lösung: c

28. § 28

a) Anerkennung bereits erbrachter Studienleistungen

b) Zulassung zum Abschlussprojekt

c) Geltungsbereich der Studienordnung

d) Beratung und Unterstützung im Studium

e) Wahl und Wechsel des fachlichen Schwerpunkts

f) Teilnahme an Lehrveranstaltungen

g) Zweck und Durchführung der Praxisphase

h) Bewertung und Wiederholung von Prüfungen

29. § 29

a) Anerkennung bereits erbrachter Studienleistungen

b) Zulassung zum Abschlussprojekt

c) Geltungsbereich der Studienordnung

d) Beratung und Unterstützung im Studium

e) Wahl und Wechsel des fachlichen Schwerpunkts

f) Teilnahme an Lehrveranstaltungen

g) Zweck und Durchführung der Praxisphase

h) Bewertung und Wiederholung von Prüfungen

30. § 30

a) Anerkennung bereits erbrachter Studienleistungen

b) Zulassung zum Abschlussprojekt

c) Geltungsbereich der Studienordnung

d) Beratung und Unterstützung im Studium

e) Wahl und Wechsel des fachlichen Schwerpunkts

f) Teilnahme an Lehrveranstaltungen

g) Zweck und Durchführung der Praxisphase

h) Bewertung und Wiederholung von Prüfungen

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