
Paper 1
Goethe B2 · Reading
a – Miriam Berger
Exam material is in German.
Answers & guidanceIndependent Faust practice material. Not published or endorsed by the Goethe-Institut.
Inside the paper
Teil 1
Sie lesen in einem Forum, wie Beschäftigte über Automatisierung in Industriebetrieben denken. Ordnen Sie die Aussagen 1–9 den vier Personen a–d zu.
Die Personen können mehrmals gewählt werden.
a – Miriam Berger
Ich plane Produktionsabläufe und sehe täglich, wie oft schwere Bauteile noch von Hand angehoben oder in die richtige Position gebracht werden. Automatische Hebe- und Positioniersysteme könnten den Kolleginnen und Kollegen diese belastenden Arbeiten abnehmen. Dadurch hätten sie mehr Kraft für Aufgaben, bei denen Aufmerksamkeit und Erfahrung gefragt sind. Trotzdem möchte ich Entscheidungen über die Qualität unserer Produkte nicht vollständig einer Anlage überlassen. Sensoren finden Kratzer oder Abweichungen inzwischen erstaunlich zuverlässig. Ob ein Werkstück tatsächlich unseren Anforderungen entspricht, sollte am Ende aber eine erfahrene Mitarbeiterin oder ein erfahrener Mitarbeiter beurteilen. Schließlich gibt es ungewöhnliche Fehler, die in keinem Programm vorgesehen sind. Für mich bedeutet Automatisierung deshalb nicht, Menschen aus dem Prozess zu entfernen. Gute Technik unterstützt sie dort, wo Arbeit körperlich belastend oder besonders eintönig ist.
b – Tarek Yilmaz
Als Maschinenführer soll ich später jeden Tag mit den neuen Anlagen arbeiten. Deshalb reicht es mir nicht, wenn die Geschäftsleitung ihre Entscheidung trifft und uns anschließend nur erklärt, welche Geräte bestellt wurden. Die Beschäftigten aus der Produktion kennen viele praktische Probleme und müssen bereits an den Gesprächen vor dem Kauf beteiligt werden. Im Moment hören wir vor allem beruhigende Aussagen. Angeblich soll trotz der Umstellung niemand seine Stelle verlieren. Einen konkreten Plan dazu, wie viele Personen künftig in den einzelnen Abteilungen arbeiten und welche neuen Aufgaben entstehen, hat die Leitung jedoch noch nicht vorgelegt. Darum bin ich skeptisch. Ich bin nicht grundsätzlich gegen moderne Maschinen, aber Vertrauen entsteht nicht durch allgemeine Zusagen. Wir brauchen nachvollziehbare Informationen und müssen die Möglichkeit haben, unsere Erfahrungen rechtzeitig in die Planung einzubringen.
c – Lena Vogt
In meinem kleinen Metallbetrieb kann ich nicht alle paar Jahre eine teure Anlage kaufen. Wir leasen deshalb automatisierte Maschinen. So bleibt nicht zu viel Kapital langfristig gebunden, und wenn sich unsere Aufträge verändern, können wir später auf ein passenderes Modell wechseln. Bei der Auswahl beeindruckt mich eine hohe Spitzengeschwindigkeit wenig. Für unsere Kostenplanung ist entscheidender, dass der Stromverbrauch niedrig bleibt und sich zuverlässig berechnen lässt. Eine Maschine, die besonders schnell läuft, aber unerwartet viel Energie benötigt, hilft einem kleinen Betrieb kaum. Technik allein garantiert ohnehin keine Zukunft. Wir brauchen Fachleute, die die Anlagen bedienen, warten und für neue Produkte anpassen können. Wenn solche qualifizierten Beschäftigten fehlen, wird auch die modernste Investition nicht dauerhaft erfolgreich sein. Deshalb gehören für mich technische Anschaffungen und die Entwicklung des Personals immer zusammen.
d – Jonas Reuter
Ich mache eine Ausbildung zum Mechatroniker und finde moderne Produktionsanlagen viel spannender als die alten Maschinen, die viele Jugendliche noch mit Fabrikarbeit verbinden. Wenn Betriebe zeigen, dass man dort mit Robotern, digitalen Modellen und intelligenten Steuerungen arbeitet, interessieren sich meiner Meinung nach auch mehr junge Leute für eine industrielle Ausbildung. Allerdings darf die Ausbildung dieser Entwicklung nicht hinterherlaufen. Bei uns gibt es zur Programmierung automatisierter Systeme bisher nur einen kurzen freiwilligen Kurs. Das genügt nicht, denn später sollen wir Fehler finden und Anlagen an neue Abläufe anpassen. Programmieren müsste daher ein fester und verpflichtender Bestandteil der Ausbildung sein. Mir ist klar, dass nicht jeder Auszubildende Softwareentwickler werden soll. Aber ohne ein solides Verständnis der Programme können wir die Technik nur bedienen und nicht wirklich beurteilen oder verbessern.
Beispiel
0. Wer hält Automatisierung nur dann für sinnvoll, wenn Menschen weiterhin Verantwortung übernehmen?
a) Miriam Berger
b) Tarek Yilmaz
c) Lena Vogt
d) Jonas Reuter
Lösung zum Beispiel: a
1. Wer sieht in automatisierten Anlagen vor allem eine Entlastung bei körperlich anstrengenden Tätigkeiten?
a) Miriam Berger
b) Tarek Yilmaz
c) Lena Vogt
d) Jonas Reuter
2. Wer verlangt, dass die Beschäftigten schon vor dem Kauf neuer Maschinen beteiligt werden?
a) Miriam Berger
b) Tarek Yilmaz
c) Lena Vogt
d) Jonas Reuter
3. Wer hält das Mieten moderner Technik für sinnvoller als einen Kauf?
a) Miriam Berger
b) Tarek Yilmaz
c) Lena Vogt
d) Jonas Reuter
4. Wer hofft, dass moderne Technik eine industrielle Ausbildung attraktiver macht?
a) Miriam Berger
b) Tarek Yilmaz
c) Lena Vogt
d) Jonas Reuter
5. Für wen soll die endgültige Beurteilung der Produktqualität eine menschliche Aufgabe bleiben?
a) Miriam Berger
b) Tarek Yilmaz
c) Lena Vogt
d) Jonas Reuter
6. Wer zweifelt an der Zusage, dass durch die Umstellung keine Arbeitsplätze verloren gehen?
a) Miriam Berger
b) Tarek Yilmaz
c) Lena Vogt
d) Jonas Reuter
7. Wer bewertet den Energieverbrauch einer Anlage höher als ihre maximale Geschwindigkeit?
a) Miriam Berger
b) Tarek Yilmaz
c) Lena Vogt
d) Jonas Reuter
8. Wer möchte, dass Programmierkenntnisse fest zur Berufsausbildung gehören?
a) Miriam Berger
b) Tarek Yilmaz
c) Lena Vogt
d) Jonas Reuter
9. Wer meint, dass Investitionen in Technik ohne qualifizierte Fachkräfte keinen dauerhaften Erfolg bringen?
a) Miriam Berger
b) Tarek Yilmaz
c) Lena Vogt
d) Jonas Reuter
Teil 2
Sie lesen in einer Zeitschrift einen Artikel über Fitnesstracker im Alltag. Wählen Sie für die Lücken 10–15 passende Sätze aus a–h.
Zwei Sätze passen nicht.
Wenn Zahlen den Alltag begleiten
Fitnesstracker unterscheiden sich deutlich darin, welche Körper- und Bewegungsdaten sie erfassen. __(0)__ Erst danach lässt sich entscheiden, welches Modell zum eigenen Alltag passt. Fitnesstracker sind längst nicht mehr nur für Leistungssportler gedacht. Die kleinen Geräte am Handgelenk zeichnen während des Tages Schritte und Bewegung auf, nachts beobachten sie Ruhezeiten und Schlafphasen. __(10)__ Wer über mehrere Wochen erkennt, dass er sich an Bürotagen kaum bewegt, geht vielleicht in der Mittagspause spazieren. Andere bemerken, dass sie nach späten Mahlzeiten unruhiger schlafen. Die Anzeigen wirken dabei eindeutig: eine bestimmte Zahl von Schritten, eine genaue Schlafdauer oder ein berechneter Energieverbrauch. __(11)__ Manche nehmen einen schlechten Wert gelassen zur Kenntnis. Andere ändern sofort ihren Tagesplan, obwohl vielleicht nur das Armband locker saß oder eine Bewegung falsch erkannt wurde. Solche Geräte sind keine medizinischen Instrumente. Ihre Angaben beruhen auf Messungen und Berechnungen, liefern im Alltag aber nur Schätzwerte und keine Diagnose. __(12)__ Deshalb kann dieselbe Aktivität je nach Gerät zu unterschiedlichen Ergebnissen führen. Das zeigte sich auch bei Paul, der bei einem Spaziergang gleichzeitig zwei Tracker trug: Der eine zählte 7.400 Schritte, der andere 8.600. __(13)__ Aussagekräftiger ist es, Entwicklungen über mehrere Wochen zu beobachten und dabei ähnliche Tage miteinander zu vergleichen. Problematisch wird die Nutzung, wenn die Zahlen nicht mehr informieren, sondern den Tagesablauf beherrschen. Einige Menschen werden unruhig, sobald das tägliche Bewegungsziel am Abend noch nicht erreicht ist. Andere sorgen sich nach jeder Warnung über angeblich schlechten Schlaf. __(14)__ Eine solche Pause kann helfen, wieder wahrzunehmen, ob man tatsächlich müde ist, Bewegung braucht oder sich gut erholt fühlt. Vor der Entscheidung für einen Tracker lohnt es sich deshalb, mehrere Aspekte zu prüfen. Wie zuverlässig sind die Messungen für den eigenen Zweck? Wo werden persönliche Daten gespeichert? Und motiviert das Gerät, ohne ständig Druck zu erzeugen? __(15)__ Wer diese Grenze beachtet, muss sich nicht zwischen Körpergefühl und Technik entscheiden. Beides kann sich sinnvoll ergänzen.
Beispiel
0. Schon vor dem Kauf sollte man deshalb überlegen, welche Informationen man tatsächlich benötigt.
10. Lücke 10
a) Gerade diese Abweichungen zeigen, warum einzelne Tageswerte nicht überbewertet werden sollten.
b) Damit beginnt für viele jedoch erst die eigentliche Arbeit: Sie müssen lernen, die Zahlen sinnvoll einzuordnen.
c) In Sportgruppen werden die aufgezeichneten Werte außerdem gern miteinander verglichen.
d) Wer sich davon unter Druck gesetzt fühlt, kann Benachrichtigungen abschalten oder das Gerät zeitweise ablegen.
e) Bei der Auswahl spielt für manche vor allem das Design des Armbands eine Rolle.
f) Sie machen Bewegungs- und Schlafmuster sichtbar, die im Alltag sonst leicht unbemerkt bleiben.
g) Am Ende sollte daher nicht die höchste Zahl entscheiden, sondern die Frage, ob die Technik im Alltag wirklich hilft.
h) Zudem arbeiten verschiedene Modelle mit unterschiedlichen Messmethoden und Berechnungen.
11. Lücke 11
a) Gerade diese Abweichungen zeigen, warum einzelne Tageswerte nicht überbewertet werden sollten.
b) Damit beginnt für viele jedoch erst die eigentliche Arbeit: Sie müssen lernen, die Zahlen sinnvoll einzuordnen.
c) In Sportgruppen werden die aufgezeichneten Werte außerdem gern miteinander verglichen.
d) Wer sich davon unter Druck gesetzt fühlt, kann Benachrichtigungen abschalten oder das Gerät zeitweise ablegen.
e) Bei der Auswahl spielt für manche vor allem das Design des Armbands eine Rolle.
f) Sie machen Bewegungs- und Schlafmuster sichtbar, die im Alltag sonst leicht unbemerkt bleiben.
g) Am Ende sollte daher nicht die höchste Zahl entscheiden, sondern die Frage, ob die Technik im Alltag wirklich hilft.
h) Zudem arbeiten verschiedene Modelle mit unterschiedlichen Messmethoden und Berechnungen.
12. Lücke 12
a) Gerade diese Abweichungen zeigen, warum einzelne Tageswerte nicht überbewertet werden sollten.
b) Damit beginnt für viele jedoch erst die eigentliche Arbeit: Sie müssen lernen, die Zahlen sinnvoll einzuordnen.
c) In Sportgruppen werden die aufgezeichneten Werte außerdem gern miteinander verglichen.
d) Wer sich davon unter Druck gesetzt fühlt, kann Benachrichtigungen abschalten oder das Gerät zeitweise ablegen.
e) Bei der Auswahl spielt für manche vor allem das Design des Armbands eine Rolle.
f) Sie machen Bewegungs- und Schlafmuster sichtbar, die im Alltag sonst leicht unbemerkt bleiben.
g) Am Ende sollte daher nicht die höchste Zahl entscheiden, sondern die Frage, ob die Technik im Alltag wirklich hilft.
h) Zudem arbeiten verschiedene Modelle mit unterschiedlichen Messmethoden und Berechnungen.
13. Lücke 13
a) Gerade diese Abweichungen zeigen, warum einzelne Tageswerte nicht überbewertet werden sollten.
b) Damit beginnt für viele jedoch erst die eigentliche Arbeit: Sie müssen lernen, die Zahlen sinnvoll einzuordnen.
c) In Sportgruppen werden die aufgezeichneten Werte außerdem gern miteinander verglichen.
d) Wer sich davon unter Druck gesetzt fühlt, kann Benachrichtigungen abschalten oder das Gerät zeitweise ablegen.
e) Bei der Auswahl spielt für manche vor allem das Design des Armbands eine Rolle.
f) Sie machen Bewegungs- und Schlafmuster sichtbar, die im Alltag sonst leicht unbemerkt bleiben.
g) Am Ende sollte daher nicht die höchste Zahl entscheiden, sondern die Frage, ob die Technik im Alltag wirklich hilft.
h) Zudem arbeiten verschiedene Modelle mit unterschiedlichen Messmethoden und Berechnungen.
14. Lücke 14
a) Gerade diese Abweichungen zeigen, warum einzelne Tageswerte nicht überbewertet werden sollten.
b) Damit beginnt für viele jedoch erst die eigentliche Arbeit: Sie müssen lernen, die Zahlen sinnvoll einzuordnen.
c) In Sportgruppen werden die aufgezeichneten Werte außerdem gern miteinander verglichen.
d) Wer sich davon unter Druck gesetzt fühlt, kann Benachrichtigungen abschalten oder das Gerät zeitweise ablegen.
e) Bei der Auswahl spielt für manche vor allem das Design des Armbands eine Rolle.
f) Sie machen Bewegungs- und Schlafmuster sichtbar, die im Alltag sonst leicht unbemerkt bleiben.
g) Am Ende sollte daher nicht die höchste Zahl entscheiden, sondern die Frage, ob die Technik im Alltag wirklich hilft.
h) Zudem arbeiten verschiedene Modelle mit unterschiedlichen Messmethoden und Berechnungen.
15. Lücke 15
a) Gerade diese Abweichungen zeigen, warum einzelne Tageswerte nicht überbewertet werden sollten.
b) Damit beginnt für viele jedoch erst die eigentliche Arbeit: Sie müssen lernen, die Zahlen sinnvoll einzuordnen.
c) In Sportgruppen werden die aufgezeichneten Werte außerdem gern miteinander verglichen.
d) Wer sich davon unter Druck gesetzt fühlt, kann Benachrichtigungen abschalten oder das Gerät zeitweise ablegen.
e) Bei der Auswahl spielt für manche vor allem das Design des Armbands eine Rolle.
f) Sie machen Bewegungs- und Schlafmuster sichtbar, die im Alltag sonst leicht unbemerkt bleiben.
g) Am Ende sollte daher nicht die höchste Zahl entscheiden, sondern die Frage, ob die Technik im Alltag wirklich hilft.
h) Zudem arbeiten verschiedene Modelle mit unterschiedlichen Messmethoden und Berechnungen.
Teil 3
Sie lesen in einer Zeitung einen Artikel über Paare, die gemeinsam ein Unternehmen führen. Wählen Sie bei den Aufgaben 16–21 jeweils die richtige Lösung.
Wenn die Beziehung auch ein Unternehmen ist
Mara König und Sven Albers hatten zunächst ganz unterschiedliche berufliche Wege. Sie arbeitete als Betriebswirtin in einem Handelsunternehmen, er reparierte als Fahrradmechaniker Räder in einer großen Werkstatt. Bei gemeinsamen Radtouren entstand die Idee, einen eigenen Betrieb zu eröffnen. Ausschlaggebend war nicht allein ihre Begeisterung für Fahrräder. Mara konnte Preise kalkulieren, Verträge prüfen und Werbung planen, während Sven die technische Erfahrung für Reparaturen und individuelle Umbauten mitbrachte. Gerade weil sich ihre Kenntnisse ergänzten, wagten sie den gemeinsamen Schritt. Im Arbeitsalltag haben beide klar getrennte Verantwortungsbereiche. Mara kümmert sich um Finanzen, Bestellungen und die gesamte Organisation. Sven leitet die Werkstatt und entscheidet, wie Reparaturen ausgeführt werden. Fragen, die den ganzen Betrieb betreffen, besprechen sie nicht spontan zwischen zwei Kunden. Dafür ist jeden Mittwochmorgen ein fester Termin reserviert. Diese Regel verhindert zwar nicht jede Meinungsverschiedenheit, doch sie sorgt dafür, dass Konflikte einen verlässlichen Platz bekommen. Nach dem ersten Geschäftsjahr merkten beide, dass vor allem Telefonate und Terminänderungen zu viel Zeit kosteten. Daraufhin stellten sie eine Mitarbeiterin ein, die seitdem Werkstatttermine koordiniert und erste Anfragen der Kundschaft beantwortet. Mara kann sich dadurch stärker um die wirtschaftliche Planung kümmern, während Sven bei komplizierten Reparaturen seltener unterbrochen wird. Die Unternehmensberaterin Nora Feld begleitet Paare, die gemeinsam gründen wollen. Sie empfiehlt ihnen, noch vor der Eröffnung eine schriftliche Vereinbarung zu treffen. Darin sollten nicht nur die jeweiligen Kapitalanteile festgehalten werden. Ebenso wichtig sei eine Regelung für den Fall, dass eine Person später aus dem Unternehmen ausscheidet. Solche Fragen wirkten zu Beginn oft unromantisch, sagt Feld, könnten aber in einer schwierigen Situation Orientierung geben. Berufliche Meinungsverschiedenheiten seien an sich noch keine Gefahr für eine Beziehung. Ernst werde es vor allem dann, wenn jemand die Kritik an einer geschäftlichen Entscheidung zugleich als Angriff auf die Partnerschaft oder den eigenen persönlichen Wert verstehe. Deshalb müssten Paare lernen, zwischen der beruflichen Rolle und der privaten Beziehung zu unterscheiden. Mara bezeichnet die Werkstatt heute als gemeinsames Projekt, auf das beide stolz sind. Dennoch soll der Betrieb nicht jeden privaten Moment bestimmen. Zu Hause gelten deshalb klare Grenzen: Beim Abendessen bleiben geschäftliche Themen grundsätzlich außen vor, und an einem Tag des Wochenendes wird nicht über die Werkstatt gesprochen. Gerade diese geschützten Zeiten machen es ihrer Ansicht nach möglich, das Unternehmen weiterhin gemeinsam zu führen.
Beispiel
0. Mara König und Sven Albers arbeiteten vor der Gründung …
a) bereits im selben Unternehmen.
b) in unterschiedlichen beruflichen Bereichen.
c) beide in einer Fahrradwerkstatt.
Lösung zum Beispiel: b
16. Mara König und Sven Albers gründeten die Fahrradwerkstatt gemeinsam, weil …
a) sie nach dem Umzug in eine gemeinsame Wohnung ein neues Projekt suchten.
b) Sven den früheren Betrieb seiner Familie übernehmen sollte.
c) ihre unterschiedlichen beruflichen Kenntnisse gut zusammenpassten.
17. Im Arbeitsalltag begrenzen Mara und Sven Konflikte, indem sie …
a) grundsätzlich in verschiedenen Schichten arbeiten.
b) klare Zuständigkeiten und einen festen Besprechungstermin haben.
c) wichtige Entscheidungen einer externen Beratung überlassen.
18. Was änderte sich nach dem ersten Geschäftsjahr?
a) Eine neue Mitarbeiterin übernahm Termine und Kundenanfragen.
b) Die Werkstatt zog in deutlich größere Räume um.
c) Das Paar gab Reparaturen auf und konzentrierte sich auf den Verkauf.
19. Die Unternehmensberaterin Nora Feld empfiehlt Paaren vor der Gründung, …
a) den gemeinsamen Betrieb zunächst nebenberuflich zu testen.
b) private und betriebliche Finanzen konsequent zu trennen.
c) Kapitalanteile und einen möglichen Ausstieg schriftlich zu regeln.
20. Nach Nora Feld entstehen Spannungen besonders dann, wenn …
a) berufliche Kritik als Urteil über die Beziehung verstanden wird.
b) eine Person häufiger mit der Kundschaft spricht als die andere.
c) die Partner ihren Urlaub nicht zur gleichen Zeit nehmen.
21. Für Mara ist die gemeinsame Firma heute …
a) vor allem eine Gelegenheit, möglichst viel Zeit miteinander zu verbringen.
b) ein gemeinsames Projekt, das klare Grenzen zum Privatleben braucht.
c) nur eine Übergangslösung bis zur Eröffnung weiterer Filialen.
Teil 4
Sie lesen Meinungsäußerungen zur Zukunft traditioneller Industriebetriebe. Ordnen Sie den Überschriften 22–27 jeweils eine Äußerung a–h zu.
Die Äußerung aus dem Beispiel können Sie nicht mehr verwenden.
Eine Äußerung passt nicht.
a – Alina Kern
Bei jeder Modernisierung wird sofort über Maschinen gesprochen. Dabei entstehen gute Ideen oft direkt in der Produktion. Betriebe sollten ihren Beschäftigten feste Zeiten geben, in denen sie Verbesserungsvorschläge entwickeln und ausprobieren können. Wer täglich einen Ablauf beobachtet, erkennt schließlich Probleme, die auf einem Plan kaum sichtbar sind.
b – Birgit Wolf
Allgemeine Aussagen über eine sichere Zukunft beruhigen die Belegschaft nicht lange. Die Beschäftigten müssen wissen, wann welcher Produktionsbereich umgebaut wird und wer davon betroffen ist. Ein verbindlicher Zeitplan für jede einzelne Phase schafft mehr Vertrauen als ständig wiederholte Versprechen, in denen keine konkreten Termine genannt werden.
c – Cem Aydin
Ein kleiner Zulieferbetrieb kann weder jedes Prüfgerät anschaffen noch für jedes neue Verfahren eigene Fachleute beschäftigen. Mehrere Unternehmen aus einer Region sollten deshalb Testanlagen, Beratung und bestimmte Transporte gemeinsam organisieren. So bleibt jeder Betrieb selbstständig, während die hohen Kosten des technischen Wandels auf mehrere Schultern verteilt werden.
d – Dora Seifert
Historische Fabrikgebäude gehören oft zur Identität eines Ortes. Trotzdem ist ihr Erhalt nicht um jeden Preis sinnvoll. Wenn enge Hallen eine sichere Modernisierung verhindern, kann ein nahes Industriegebiet die bessere Lösung sein. Ein gut geplanter Umzug erhält Arbeitsplätze manchmal wirksamer als das Festhalten am alten Grundstück.
e – Emil Brandt
Industriebetriebe sollten nicht jedem kurzfristigen technischen Trend folgen. Eine neue Anlage ist nur dann sinnvoll, wenn Ersatzteile, Wartung und Softwareunterstützung langfristig gesichert sind. Sonst wird eine teure Investition schon nach wenigen Jahren zum Problem. Zukunftsfähigkeit bedeutet für mich daher auch, Technik sorgfältig und geduldig auszuwählen.
f – Felix Neumann
Viele Unternehmen schulen ihre Leute erst, wenn die neuen Systeme bereits laufen. Dann fehlen Sicherheit und Zeit zum Lernen. Umfangreiche Weiterbildung muss deutlich vor der Installation beginnen. Nur so verstehen die Beschäftigten die veränderten Abläufe und können vom ersten Betriebstag an selbstbewusst mitarbeiten, statt bloß Anweisungen auszuführen.
g – Greta Lang
Saubere Produktionsverfahren sind nicht nur eine Frage der Verantwortung. Immer mehr Einkaufsabteilungen verlangen von ihren Lieferanten nachvollziehbare Angaben zu Emissionen und zum Verbrauch von Rohstoffen. Wer hier überzeugende Werte dokumentieren kann, erreicht Kundinnen und Kunden, die einen Betrieb mit veralteten Verfahren gar nicht mehr berücksichtigen würden.
h – Hassan Öztürk
Digitale Diagnosesysteme liefern wertvolle Daten, doch sie kennen nicht jede Besonderheit einer Anlage. Erfahrene Fachkräfte hören ungewöhnliche Geräusche, spüren verdächtige Schwingungen und berücksichtigen die aktuellen Produktionsbedingungen. Ohne dieses praktische Wissen werden Zahlen leicht falsch verstanden. Auch eine hochmoderne Fabrik kann deshalb auf erfahrenes Personal nicht verzichten.
Beispiel
0. Ideen der Beschäftigten sollen in die Modernisierung einfließen – Äußerung a
22. Weiterbildung muss vor dem technischen Umbau beginnen.
a) Äußerung a – Alina Kern
b) Äußerung b – Birgit Wolf
c) Äußerung c – Cem Aydin
d) Äußerung d – Dora Seifert
e) Äußerung e – Emil Brandt
f) Äußerung f – Felix Neumann
g) Äußerung g – Greta Lang
h) Äußerung h – Hassan Öztürk
23. Kleine Zulieferer brauchen gemeinsame Lösungen.
a) Äußerung a – Alina Kern
b) Äußerung b – Birgit Wolf
c) Äußerung c – Cem Aydin
d) Äußerung d – Dora Seifert
e) Äußerung e – Emil Brandt
f) Äußerung f – Felix Neumann
g) Äußerung g – Greta Lang
h) Äußerung h – Hassan Öztürk
24. Ein moderner Betrieb bleibt auf erfahrene Fachkräfte angewiesen.
a) Äußerung a – Alina Kern
b) Äußerung b – Birgit Wolf
c) Äußerung c – Cem Aydin
d) Äußerung d – Dora Seifert
e) Äußerung e – Emil Brandt
f) Äußerung f – Felix Neumann
g) Äußerung g – Greta Lang
h) Äußerung h – Hassan Öztürk
25. Für Beschäftigte zählt ein verlässlicher Zeitplan mehr als große Versprechen.
a) Äußerung a – Alina Kern
b) Äußerung b – Birgit Wolf
c) Äußerung c – Cem Aydin
d) Äußerung d – Dora Seifert
e) Äußerung e – Emil Brandt
f) Äußerung f – Felix Neumann
g) Äußerung g – Greta Lang
h) Äußerung h – Hassan Öztürk
26. Klimafreundliche Produktion kann neue Kundschaft gewinnen.
a) Äußerung a – Alina Kern
b) Äußerung b – Birgit Wolf
c) Äußerung c – Cem Aydin
d) Äußerung d – Dora Seifert
e) Äußerung e – Emil Brandt
f) Äußerung f – Felix Neumann
g) Äußerung g – Greta Lang
h) Äußerung h – Hassan Öztürk
27. Nicht jede Fabrik sollte am bisherigen Standort erhalten bleiben.
a) Äußerung a – Alina Kern
b) Äußerung b – Birgit Wolf
c) Äußerung c – Cem Aydin
d) Äußerung d – Dora Seifert
e) Äußerung e – Emil Brandt
f) Äußerung f – Felix Neumann
g) Äußerung g – Greta Lang
h) Äußerung h – Hassan Öztürk
Teil 5
Sie lesen eine Studienordnung der Hochschule Nordhafen für den Bachelorstudiengang Naturbeobachtung und Umweltvermittlung. Ordnen Sie den Paragrafen 28–30 passende Überschriften a–h aus dem Inhaltsverzeichnis zu.
Vier Überschriften werden nicht gebraucht.
Studienordnung für den Bachelorstudiengang Naturbeobachtung und Umweltvermittlung
Inhaltsverzeichnis a Prüfungsleistungen b Exkursionen und Feldphasen c Studienbeginn d Abschluss des Studiums e Ziele des Studiengangs f Sicherheits- und Versicherungspflichten g Technische Ausstattung h Anerkennung anderer Studienleistungen § 0 Das Studium kann jeweils zum Wintersemester aufgenommen werden. Die Einschreibung erfolgt innerhalb der von der Hochschule veröffentlichten Fristen. § 28 (1) Für Arbeiten im Gelände benötigen die Studierenden ein digitales Tonaufnahmegerät, ein geeignetes Beobachtungsgerät sowie ein navigationsfähiges Mobilgerät. (2) Spezielle Messgeräte und besonders leistungsfähige Aufnahmegeräte werden von der Hochschule für die Dauer einzelner Lehrveranstaltungen ausgeliehen. Ein Anspruch auf dauerhafte Überlassung besteht nicht. (3) Ausgeliehene Geräte sind unmittelbar nach Abschluss der jeweiligen Aufgabe vollständig und in ordnungsgemäßem Zustand zurückzugeben. § 29 (1) Im Studienverlauf sind zwei betreute Exkursionen und eine mindestens vierwöchige Feldphase erfolgreich zu absolvieren. (2) Die Exkursionen finden in der Regel im zweiten und dritten Fachsemester statt. Die Feldphase ist für das vierte oder fünfte Fachsemester vorgesehen. (3) Nach jeder Exkursion und nach der Feldphase ist innerhalb von drei Wochen ein kurzer Feldbericht einzureichen. § 30 (1) Vor der Teilnahme an Veranstaltungen im Freien müssen Studierende eine Sicherheitseinweisung besuchen. (2) Während der Aktivitäten sind die Anweisungen der verantwortlichen Lehrkraft einzuhalten. (3) Unfälle und Verletzungen müssen der Hochschule unverzüglich gemeldet werden, damit die erforderlichen Unterlagen für die Versicherung erstellt werden können.
Beispiel
0. § 0 – c Studienbeginn
28. § 28
a) Prüfungsleistungen
b) Exkursionen und Feldphasen
c) Studienbeginn
d) Abschluss des Studiums
e) Ziele des Studiengangs
f) Sicherheits- und Versicherungspflichten
g) Technische Ausstattung
h) Anerkennung anderer Studienleistungen
29. § 29
a) Prüfungsleistungen
b) Exkursionen und Feldphasen
c) Studienbeginn
d) Abschluss des Studiums
e) Ziele des Studiengangs
f) Sicherheits- und Versicherungspflichten
g) Technische Ausstattung
h) Anerkennung anderer Studienleistungen
30. § 30
a) Prüfungsleistungen
b) Exkursionen und Feldphasen
c) Studienbeginn
d) Abschluss des Studiums
e) Ziele des Studiengangs
f) Sicherheits- und Versicherungspflichten
g) Technische Ausstattung
h) Anerkennung anderer Studienleistungen