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Goethe B2 Lesen · Übungssatz 02

Paper 2

Goethe B2 · Reading

65 min11 pages

a Mara Seidel

Exam material is in German.

Answers & guidance

Independent Faust practice material. Not published or endorsed by the Goethe-Institut.

Inside the paper

Lesen Teil 1

Sie lesen in einem Forum, wie vier Personen über das Leben und Arbeiten in einer wirtschaftlich und demografisch veränderten Region denken. Ordnen Sie die Aussagen 1–9 den Personen a–d zu. Die Personen können mehrmals gewählt werden.

Die Personen können mehrmals gewählt werden.

a Mara Seidel

Ich arbeite seit acht Jahren bei einem kleinen Anbieter für Alltagshilfen. Weil qualifizierte Bewerberinnen und Bewerber fehlen, musste unser Betrieb Aufgaben neu verteilen. So bekam ich früher als erwartet die Leitung eines Teams und entscheide heute selbst über neue Angebote. Das war zunächst anstrengend, hat mich beruflich aber enorm weitergebracht. Gerade weil hier immer mehr ältere Menschen wohnen, brauchen viele Unterstützung beim Einkaufen, bei Behördengängen oder bei kleinen technischen Problemen. Darin sehe ich für unsere Firma eine langfristige wirtschaftliche Chance. Wir entwickeln deshalb einen mobilen Service, der auch abgelegene Dörfer erreicht. Privat schätze ich die Ruhe und die kurzen Wege in unserer Kleinstadt. Natürlich fehlen manche Fachgeschäfte, doch vieles kann man bestellen. Entscheidend ist für mich, dass ich hier etwas aufbauen kann und meine Arbeit unmittelbar nützlich ist.

b Jens Richter

Nach meiner Ausbildung habe ich einige Jahre in einer Großstadt gewohnt. Das Angebot an Konzerten, Kinos und Ausstellungen war dort deutlich größer. Trotzdem bin ich zurückgekommen, denn eine bezahlbare Wohnung ist mir wichtiger als eine riesige Auswahl an Kulturveranstaltungen. Hier kann ich mir sogar eine kleine Werkstatt leisten. Außerdem engagiere ich mich in der Initiative „Neue Räume“. In unserem Ort stehen viele ältere Häuser leer, obwohl junge Familien und kleine Betriebe Räume suchen. Gemeinsam mit Handwerkerinnen, Eigentümern und der Gemeinde renovieren wir diese Gebäude, damit darin wieder gewohnt und gearbeitet werden kann. In einem ehemaligen Gasthof entstehen gerade drei Wohnungen und ein Laden. Solche Projekte dauern wegen der vielen Absprachen manchmal lange. Sie zeigen aber, dass Leerstand nicht einfach hingenommen werden muss. Für besondere Veranstaltungen fahre ich gelegentlich in die nächste größere Stadt.

c Aylin Demir

Ich bin zum Studium weggezogen und habe inzwischen eine gute Stelle in Leipzig, mit der ich eigentlich zufrieden bin. Trotzdem denke ich ernsthaft darüber nach, in meine Heimatregion zurückzukehren. Meine Eltern leben dort, und ich wünsche mir für meinen Sohn mehr Nähe zur Familie und zur Natur. Beruflich könnte ich überwiegend von zu Hause arbeiten und nur zweimal im Monat ins Büro fahren. Ein Umzug kommt für mich allerdings erst infrage, wenn ich einen verlässlichen Betreuungsplatz finde. Die örtliche Kindertagesstätte hat momentan eingeschränkte Öffnungszeiten, die sich mit meiner Arbeit kaum vereinbaren lassen. Die Gemeinde plant zwar eine zusätzliche Gruppe, aber noch steht kein Termin fest. Ich beobachte die Entwicklung deshalb genau. Wenn die Betreuung gesichert wäre, würden für mich die Vorteile klar überwiegen: Unterstützung durch die Familie, niedrigere Wohnkosten und ein ruhigeres Umfeld für mein Kind.

d Robert König

Als selbstständiger Grafikdesigner kann ich grundsätzlich überall arbeiten. In meinem Dorf fehlt mir jedoch der regelmäßige Kontakt zu anderen Berufstätigen. Ein gemeinsam genutzter Arbeitsort mit gutem Internet und Besprechungsräumen wäre deshalb sinnvoll. Dort könnten Selbstständige nicht nur konzentriert arbeiten, sondern auch Ideen und Aufträge austauschen. Neue Firmen in der Region sind natürlich willkommen. Ich bezweifle aber, dass Arbeitsplätze allein junge Leute zum Bleiben bewegen. Freizeitangebote, schnelles Internet und gute Verbindungen gehören ebenso dazu. Für meinen Alltag sind die unzuverlässigen Busse sogar der größte Nachteil der Region. Der letzte Bus fährt früh, und manche Verbindungen fallen kurzfristig aus. Ohne Auto lassen sich Kundentermine am Abend kaum organisieren. Wenn sich daran etwas ändern würde, wäre das Leben auf dem Land für viele attraktiver. Wirtschaftsförderung sollte daher nicht am Werkstor enden.

Beispiel

0. Wer schätzt, dass die eigene Arbeit in der Region unmittelbar nützlich ist?

a) Mara Seidel

b) Jens Richter

c) Aylin Demir

d) Robert König

Lösung zum Beispiel: a

1. Wer hat durch den Mangel an qualifiziertem Personal beruflich mehr Verantwortung bekommen?

a) Mara Seidel

b) Jens Richter

c) Aylin Demir

d) Robert König

2. Für wen ist eine bezahlbare Wohnung wichtiger als ein großes Kulturangebot?

a) Mara Seidel

b) Jens Richter

c) Aylin Demir

d) Robert König

3. Wer betrachtet unzuverlässige Busverbindungen als entscheidenden Nachteil der Region?

a) Mara Seidel

b) Jens Richter

c) Aylin Demir

d) Robert König

4. Wer möchte trotz einer guten Stelle außerhalb der Region zurückkehren?

a) Mara Seidel

b) Jens Richter

c) Aylin Demir

d) Robert König

5. Wer beteiligt sich an einem Projekt, das leer stehende Häuser wieder nutzbar macht?

a) Mara Seidel

b) Jens Richter

c) Aylin Demir

d) Robert König

6. Wer würde nur bei einer verlässlichen Kinderbetreuung in die Region ziehen?

a) Mara Seidel

b) Jens Richter

c) Aylin Demir

d) Robert König

7. Wer sieht in den Bedürfnissen älterer Menschen eine geschäftliche Chance?

a) Mara Seidel

b) Jens Richter

c) Aylin Demir

d) Robert König

8. Wer bezweifelt, dass neue Unternehmen allein junge Menschen in der Region halten können?

a) Mara Seidel

b) Jens Richter

c) Aylin Demir

d) Robert König

9. Wer hält einen gemeinsam genutzten Arbeitsort für Selbstständige für sinnvoll?

a) Mara Seidel

b) Jens Richter

c) Aylin Demir

d) Robert König

Lesen Teil 2

Sie lesen in einer Zeitschrift einen Artikel über ein kleines Studio für Knetanimationsfilme. Wählen Sie für die Lücken 10–15 passende Sätze aus a–h. Zwei Sätze passen nicht.

Zwei Sätze passen nicht.

Wenn Knetfiguren laufen lernen

Ein neugieriger Fuchs öffnet eine Tür, schaut sich um und verschwindet erschrocken wieder. Auf der Leinwand dauert diese Szene kaum zehn Sekunden. Im Studio Bildsprung hat ihre Herstellung jedoch mehrere Tage beansprucht. Dort entstehen seit fast drei Jahrzehnten Animationsfilme aus Knetmasse, Draht, Holz und Stoff. Gegründet wurde das Studio von der Bühnenbildnerin Klara Neubauer und dem Fotografen Simon Roth. 1998 begannen sie in einem geliehenen Raum über einer Autowerkstatt. __(10)__ Mit den Einnahmen aus diesen Aufträgen entwickelten sie später längere Geschichten mit eigenen Figuren und konnten ein ehemaliges Lagerhaus mieten. Heute arbeiten dort zwölf Personen, darunter Modellbauer, Animatorinnen und Tontechniker. Das Herzstück des Studios ist eine kleine Bühne. Auf ihr stehen das Modell, die Kamera und die Person, die die Figur bewegt. __(11)__ Werden die einzelnen Fotos schnell hintereinander gezeigt, scheint die Figur selbstständig zu laufen oder zu sprechen. Während der Aufnahme dürfen weder Kamera noch Beleuchtung versehentlich verrutschen. Eine Szene wird häufig aus der Nähe und anschließend noch einmal aus größerer Entfernung gezeigt. __(12)__ Für eine Aufnahme in einer Bahnhofshalle verwendet das Studio beispielsweise ein winziges Modell. Dadurch wirkt der Raum im fertigen Bild viel größer, als er tatsächlich ist. Die Arbeit verlangt Zeit: Für wenige Sekunden Film werden Hunderte einzeln eingerichtete Bilder benötigt. __(13)__ Das gesamte Team muss geduldig bleiben, auch wenn eine Bewegung nach mehreren Tagen noch einmal aufgenommen werden muss. Schon ein kaum sichtbarer Fehler in der Beleuchtung kann den gleichmäßigen Ablauf stören. Im Jahr 2019 führte das Studio digitale Werkzeuge für Storyboards und die Produktionsplanung ein. __(14)__ Die eigentlichen Aufnahmen entstehen weiterhin im Studio, denn Kulissen, Lampen und Figuren können nicht einfach mitgenommen werden. Digitale Technik hilft außerdem dabei, frühe Fehler zu erkennen. Sie ersetzt aber nicht die Handarbeit. Gerade diese Handarbeit führt gelegentlich zu kleinen Unregelmäßigkeiten in den Bewegungen. __(15)__ Deshalb will Bildsprung auch künftig echte Modelle vor der Kamera bewegen. Nach Ansicht des Teams sollen die Figuren nicht vollkommen glatt wirken, sondern die Spuren ihrer Herstellung zeigen.

Beispiel

Beispiel

Die erste Hauptfigur des Studios war ein neugieriger Vogel. __(0)__ Dadurch konnte das Team seine Bewegungen zunächst ohne aufwendige Kulissen erproben.

0. Er trat nur vor einem einfachen weißen Hintergrund auf.

10. Lücke 10

a) Dafür baut das Team jede Kulisse und viele Figuren in mehreren Größen.

b) Bis ein kurzer Film fertig ist, können deshalb viele Monate vergehen.

c) Anfangs produzierten die beiden vor allem kurze Werbefilme für Geschäfte aus der Region.

d) Seitdem können einzelne Arbeitsschritte auch von zu Hause aus vorbereitet werden.

e) Doch gerade die kleinen Unregelmäßigkeiten machen für viele den besonderen Reiz aus.

f) Dort werden die Figuren nach jeder Aufnahme nur um wenige Millimeter bewegt.

g) Besuchergruppen können die fertigen Figuren heute in einer kleinen Ausstellung im Lagerhaus sehen.

h) Einige frühe Filme des Studios wurden bewusst in Schwarz-Weiß gedreht.

11. Lücke 11

a) Dafür baut das Team jede Kulisse und viele Figuren in mehreren Größen.

b) Bis ein kurzer Film fertig ist, können deshalb viele Monate vergehen.

c) Anfangs produzierten die beiden vor allem kurze Werbefilme für Geschäfte aus der Region.

d) Seitdem können einzelne Arbeitsschritte auch von zu Hause aus vorbereitet werden.

e) Doch gerade die kleinen Unregelmäßigkeiten machen für viele den besonderen Reiz aus.

f) Dort werden die Figuren nach jeder Aufnahme nur um wenige Millimeter bewegt.

g) Besuchergruppen können die fertigen Figuren heute in einer kleinen Ausstellung im Lagerhaus sehen.

h) Einige frühe Filme des Studios wurden bewusst in Schwarz-Weiß gedreht.

12. Lücke 12

a) Dafür baut das Team jede Kulisse und viele Figuren in mehreren Größen.

b) Bis ein kurzer Film fertig ist, können deshalb viele Monate vergehen.

c) Anfangs produzierten die beiden vor allem kurze Werbefilme für Geschäfte aus der Region.

d) Seitdem können einzelne Arbeitsschritte auch von zu Hause aus vorbereitet werden.

e) Doch gerade die kleinen Unregelmäßigkeiten machen für viele den besonderen Reiz aus.

f) Dort werden die Figuren nach jeder Aufnahme nur um wenige Millimeter bewegt.

g) Besuchergruppen können die fertigen Figuren heute in einer kleinen Ausstellung im Lagerhaus sehen.

h) Einige frühe Filme des Studios wurden bewusst in Schwarz-Weiß gedreht.

13. Lücke 13

a) Dafür baut das Team jede Kulisse und viele Figuren in mehreren Größen.

b) Bis ein kurzer Film fertig ist, können deshalb viele Monate vergehen.

c) Anfangs produzierten die beiden vor allem kurze Werbefilme für Geschäfte aus der Region.

d) Seitdem können einzelne Arbeitsschritte auch von zu Hause aus vorbereitet werden.

e) Doch gerade die kleinen Unregelmäßigkeiten machen für viele den besonderen Reiz aus.

f) Dort werden die Figuren nach jeder Aufnahme nur um wenige Millimeter bewegt.

g) Besuchergruppen können die fertigen Figuren heute in einer kleinen Ausstellung im Lagerhaus sehen.

h) Einige frühe Filme des Studios wurden bewusst in Schwarz-Weiß gedreht.

14. Lücke 14

a) Dafür baut das Team jede Kulisse und viele Figuren in mehreren Größen.

b) Bis ein kurzer Film fertig ist, können deshalb viele Monate vergehen.

c) Anfangs produzierten die beiden vor allem kurze Werbefilme für Geschäfte aus der Region.

d) Seitdem können einzelne Arbeitsschritte auch von zu Hause aus vorbereitet werden.

e) Doch gerade die kleinen Unregelmäßigkeiten machen für viele den besonderen Reiz aus.

f) Dort werden die Figuren nach jeder Aufnahme nur um wenige Millimeter bewegt.

g) Besuchergruppen können die fertigen Figuren heute in einer kleinen Ausstellung im Lagerhaus sehen.

h) Einige frühe Filme des Studios wurden bewusst in Schwarz-Weiß gedreht.

15. Lücke 15

a) Dafür baut das Team jede Kulisse und viele Figuren in mehreren Größen.

b) Bis ein kurzer Film fertig ist, können deshalb viele Monate vergehen.

c) Anfangs produzierten die beiden vor allem kurze Werbefilme für Geschäfte aus der Region.

d) Seitdem können einzelne Arbeitsschritte auch von zu Hause aus vorbereitet werden.

e) Doch gerade die kleinen Unregelmäßigkeiten machen für viele den besonderen Reiz aus.

f) Dort werden die Figuren nach jeder Aufnahme nur um wenige Millimeter bewegt.

g) Besuchergruppen können die fertigen Figuren heute in einer kleinen Ausstellung im Lagerhaus sehen.

h) Einige frühe Filme des Studios wurden bewusst in Schwarz-Weiß gedreht.

Lesen Teil 3

Sie lesen in einer Zeitung einen Artikel darüber, wie die Leiterin einer Schule Führungsaufgaben im Kollegium verteilt. Wählen Sie bei den Aufgaben 16–21 jeweils die richtige Lösung.

Leiten heißt nicht, alles selbst zu machen

Als Nora Klein vor vier Jahren die Leitung der Heinrich-Böll-Schule übernahm, kannte sie deren Abläufe bereits genau. Die Lehrerin hatte zuvor die Stundenplanung koordiniert, schulinterne Fortbildungen organisiert und mehrere Arbeitsgruppen begleitet. Viele Entscheidungen musste sie damals jedoch bei der damaligen Schulleitung beantragen. Sie bewarb sich deshalb um die Leitungsstelle, weil sie für die Aufgaben, die sie längst trug, auch die formale Entscheidungsbefugnis haben wollte. Nach ihrem Amtsantritt änderte Klein nicht sofort die gesamte Organisation. Ihre erste Maßnahme war ein festes wöchentliches Planungstreffen für das kleine Leitungsteam. Es findet jeden Montagmorgen statt, dauert höchstens zwanzig Minuten und konzentriert sich auf Aufgaben, die in derselben Woche erledigt werden müssen. Längere pädagogische Diskussionen erhalten eigene Termine. Nach Kleins Erfahrung verhindert diese klare Trennung, dass dringende organisatorische Fragen zwischen Tür und Angel behandelt werden. Nicht jede Entscheidung liegt bei der Direktorin. Ein Kollege koordiniert Vertretungspläne und Raumnutzung, eine Kollegin ist für Veranstaltungen und die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern zuständig. Personalentscheidungen trifft Klein dagegen allein, weil sie dafür rechtlich verantwortlich ist. Auch die abschließende Genehmigung größerer Ausgaben bleibt bei ihr. Delegieren bedeute schließlich nicht, jede Verantwortung abzugeben. Einige Lehrkräfte reagierten anfangs zurückhaltend auf die regelmäßigen Besprechungen. Sie befürchteten, zusätzliche Sitzungen würden noch mehr Zeit beanspruchen und ihre ohnehin hohe Arbeitsbelastung steigern. Nach einigen Monaten zeigte sich jedoch, dass viele Rückfragen entfielen und Entscheidungen schneller bei den zuständigen Personen ankamen. Voraussetzung war, dass die Treffen tatsächlich kurz blieben. Auch für Konflikte entwickelte das Team ein einheitliches Verfahren. Zunächst werden die wesentlichen Fakten schriftlich festgehalten: Was ist geschehen, wer war beteiligt und welche Absprachen gab es bereits? Erst danach führt das Leitungsteam ein gemeinsames Gespräch mit den betroffenen Personen. So soll verhindert werden, dass Gerüchte oder spontane Eindrücke den Verlauf bestimmen. Nicht jeder Streit lässt sich dadurch sofort lösen, doch alle Beteiligten beginnen mit demselben Informationsstand. Klein hält geteilte Führung für sinnvoll, warnt aber vor unklaren Zuständigkeiten. Das Modell funktioniert ihrer Ansicht nach nur, wenn alle wissen, für welchen Bereich sie verantwortlich sind, wo ihre Entscheidungsbefugnis endet und wer am Schluss die Verantwortung trägt. Fehlen diese Grenzen, werden Aufgaben entweder doppelt erledigt oder bleiben liegen. Gemeinsame Führung entlastet eine Schule also nicht automatisch; sie muss ebenso sorgfältig organisiert werden wie der Unterricht selbst.

Beispiel

0. Nora Klein kannte die Schule vor ihrem Amtsantritt bereits, weil sie dort …

a) als Lehrerin organisatorische Aufgaben übernommen hatte.

b) eine Ausbildung zur Schulleiterin absolviert hatte.

c) regelmäßig die frühere Leitung kontrolliert hatte.

Lösung zum Beispiel: a

16. Nora Klein bewarb sich um die Schulleitung, weil sie …

a) nach dem plötzlichen Weggang ihres Vorgängers darum gebeten wurde.

b) für bereits übernommene Aufgaben auch Entscheidungen treffen wollte.

c) dadurch deutlich weniger unterrichten würde.

17. Welche Veränderung führte Nora Klein zuerst ein?

a) Sie ließ einen vollständig digitalen Stundenplan entwickeln.

b) Sie führte Einzelgespräche mit allen Eltern.

c) Sie richtete eine kurze wöchentliche Planungsrunde ein.

18. Welche Aufgabe bleibt allein bei Nora Klein?

a) Entscheidungen über das Personal

b) kurzfristige Änderungen bei Vertretungen

c) die Verteilung des Budgets für Schulfeste

19. Was befürchteten einige Lehrkräfte anfangs?

a) Eltern könnten zu viel Einfluss auf den Unterricht bekommen.

b) Zusätzliche Besprechungen könnten ihre Belastung erhöhen.

c) Die bisherigen Fachgruppen könnten abgeschafft werden.

20. Wie soll das Leitungsteam bei einem Konflikt vorgehen?

a) Zunächst führt es getrennte Gespräche mit den Beteiligten.

b) Eine neutrale Person begleitet das erste gemeinsame Gespräch.

c) Vor einem gemeinsamen Gespräch hält es die Fakten schriftlich fest.

21. Zu welchem Schluss kommt der Artikel?

a) Geteilte Verantwortung braucht klar geregelte Zuständigkeiten.

b) Geteilte Verantwortung verbessert vor allem die Zusammenarbeit im Kollegium.

c) Der größte Vorteil geteilter Verantwortung ist eine schnellere Reaktion auf Alltagsprobleme.

Lesen Teil 4

Sie lesen acht Meinungsäußerungen darüber, wie sich gesunde Gewohnheiten im Alltag umsetzen lassen. Ordnen Sie den Überschriften 22–27 jeweils eine Äußerung a–h zu. Die Äußerung a gehört zum Beispiel und kann nicht mehr verwendet werden. Eine Äußerung passt nicht.

Die Äußerung aus dem Beispiel können Sie nicht mehr verwenden.

Eine Äußerung passt nicht.

a Eva Brandt

Bei mir entscheidet die Vorbereitung. Wenn ich sonntags einen Speiseplan mache und Gemüse einkaufe, esse ich in der Arbeitswoche ausgewogener. Ohne Plan hole ich mir abends irgendetwas auf dem Heimweg. Gesundheit beginnt für mich deshalb nicht beim Verzicht, sondern bei einer realistischen Organisation des Alltags.

b Leonie Vogt

Früher wollte ich gleichzeitig früher schlafen, täglich Sport machen und meine Ernährung vollständig ändern. Nach wenigen Tagen gab ich auf. Dann begann ich nur damit, nach dem Mittagessen zehn Minuten spazieren zu gehen. Inzwischen gehört das selbstverständlich zu meinem Tag. Erst jetzt nehme ich mir die nächste kleine Veränderung vor.

c Sophie Keller

Überall lese ich neue Regeln: mehr Bewegung, weniger Zucker, ausreichend Schlaf und möglichst noch Entspannungstraining. Selbst sinnvolle Hinweise werden in dieser Menge zur Belastung. Ich habe ständig das Gefühl, schon bei ganz normalen Entscheidungen etwas falsch zu machen. Gesundheitstipps sollten Orientierung geben und kein schlechtes Gewissen erzeugen.

d Daniel Weber

Als Krankenpfleger arbeite ich wechselnde Schichten. Manchmal fällt eine Pause kürzer aus oder ich komme mitten in der Nacht nach Hause. Dann kann ich weder regelmäßig essen noch einen festen Sportkurs besuchen, obwohl ich das gern würde. Persönliche Motivation hilft wenig, wenn der Dienstplan kaum freie Zeitfenster lässt.

e Mehmet Arslan

Weil mein Vater früh Herzprobleme bekam, fragte ich mich lange, ob ich ebenfalls gefährdet bin. Hinweise aus dem Internet machten mich nur nervöser. Bei einem Vorsorgetermin erklärte mir meine Ärztin meine persönlichen Werte und welche Maßnahmen für mich sinnvoll sind. Seitdem muss ich nicht mehr ständig darüber grübeln.

f Thomas Jung

Strenge Verbote funktionieren bei mir nicht. Wenn Kuchen grundsätzlich tabu ist, denke ich erst recht daran. Ich esse lieber bewusst ein Stück und koche an den meisten Tagen frisch. So bleibt Platz für Genuss, ohne dass ich meine Gesundheit aus den Augen verliere. Entscheidend ist für mich eine flexible Balance.

g Carla Mendes

Allein fand ich morgens immer eine Ausrede gegen das Joggen. Seit sich drei Nachbarinnen mit mir verabreden, stehe ich wirklich auf. Wir passen unser Tempo an und schreiben in unsere Gruppe, falls jemand einen schwierigen Tag hat. Vor allem die gegenseitige Ermutigung hat aus meinem Vorsatz eine feste Gewohnheit gemacht.

h Henrik Paulsen

Ich möchte meinen Alltag nicht von einer Uhr oder einer Fitness-App bewerten lassen. Zahlen zu Schritten und Schlaf können interessant sein, aber sie sagen nicht immer, wie ich mich tatsächlich fühle. Ich achte lieber darauf, ob ich konzentriert und ausgeruht bin, statt jeden Tag ein digitales Ziel zu erfüllen.

Beispiel

0. Gute Vorbereitung erleichtert eine ausgewogene Ernährung – Äußerung a

22. Kleine Veränderungen lassen sich dauerhaft in den Alltag integrieren

a) Äußerung a

b) Äußerung b

c) Äußerung c

d) Äußerung d

e) Äußerung e

f) Äußerung f

g) Äußerung g

h) Äußerung h

23. Eine ärztliche Untersuchung kann Unsicherheit beenden

a) Äußerung a

b) Äußerung b

c) Äußerung c

d) Äußerung d

e) Äußerung e

f) Äußerung f

g) Äußerung g

h) Äußerung h

24. Zu viele Gesundheitsempfehlungen können zusätzlichen Druck erzeugen

a) Äußerung a

b) Äußerung b

c) Äußerung c

d) Äußerung d

e) Äußerung e

f) Äußerung f

g) Äußerung g

h) Äußerung h

25. Arbeitsbedingungen begrenzen gesunde Entscheidungen

a) Äußerung a

b) Äußerung b

c) Äußerung c

d) Äußerung d

e) Äußerung e

f) Äußerung f

g) Äußerung g

h) Äußerung h

26. Gemeinsam fällt eine Umstellung leichter

a) Äußerung a

b) Äußerung b

c) Äußerung c

d) Äußerung d

e) Äußerung e

f) Äußerung f

g) Äußerung g

h) Äußerung h

27. Genuss und gesundes Verhalten müssen kein Gegensatz sein

a) Äußerung a

b) Äußerung b

c) Äußerung c

d) Äußerung d

e) Äußerung e

f) Äußerung f

g) Äußerung g

h) Äußerung h

Lesen Teil 5

Sie lesen einen Auszug aus der Betriebsordnung eines Weiterbildungszentrums. Ordnen Sie den Paragrafen 28–30 passende Überschriften a–h aus dem Inhaltsverzeichnis zu. § 0 mit der Überschrift c ist das Beispiel. Vier Überschriften werden nicht gebraucht.

Vier Überschriften werden nicht gebraucht.

Betriebsordnung des Weiterbildungszentrums Forum Mitte

Inhaltsverzeichnis a Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung b Mitteilung der Abwesenheit c Geltungsbereich d Rückkehrgespräch e Vertretung und Übergabe f Urlaub und Freizeitausgleich g Datenschutz bei Gesundheitsangaben h Arbeitszeiten § 0 Diese Betriebsordnung gilt für alle fest angestellten Beschäftigten des Weiterbildungszentrums Forum Mitte. Für freie Lehrkräfte gelten die entsprechenden Regelungen ihres jeweiligen Vertrags. § 28 Wer wegen Krankheit oder aus einem anderen unvorhersehbaren Grund nicht zur Arbeit kommen kann, informiert unverzüglich, spätestens jedoch 30 Minuten vor dem vorgesehenen Arbeitsbeginn, die zuständige Teamleitung. Die Mitteilung erfolgt telefonisch oder über das interne Abwesenheitsportal. Eine Nachricht an Kolleginnen oder Kollegen genügt nur, wenn die Teamleitung nachweislich nicht erreichbar ist. Die voraussichtliche Dauer der Abwesenheit soll angegeben werden, soweit sie bereits bekannt ist. § 29 Dauert eine krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit länger als drei Kalendertage, ist spätestens am darauffolgenden Arbeitstag eine ärztliche Bescheinigung vorzulegen. Das Zentrum kann diesen Nachweis im Einzelfall bereits ab dem ersten Tag verlangen. Verlängert sich die Arbeitsunfähigkeit über den zunächst bescheinigten Zeitraum hinaus, muss ohne Unterbrechung eine neue Bescheinigung eingereicht werden. § 30 Soweit es der Gesundheitszustand erlaubt, übergibt die abwesende Person dringende Aufgaben und die dafür erforderlichen Informationen an eine geeignete Kollegin oder einen geeigneten Kollegen. Ist eine direkte Übergabe nicht möglich, bestimmt die Teamleitung eine Vertretung und stellt ihr die verfügbaren Unterlagen bereit. Termine mit externen Partnern sind vorrangig zu berücksichtigen.

Beispiel

0. § 0 – c Geltungsbereich

28. § 28

a) Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung

b) Mitteilung der Abwesenheit

c) Geltungsbereich

d) Rückkehrgespräch

e) Vertretung und Übergabe

f) Urlaub und Freizeitausgleich

g) Datenschutz bei Gesundheitsangaben

h) Arbeitszeiten

29. § 29

a) Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung

b) Mitteilung der Abwesenheit

c) Geltungsbereich

d) Rückkehrgespräch

e) Vertretung und Übergabe

f) Urlaub und Freizeitausgleich

g) Datenschutz bei Gesundheitsangaben

h) Arbeitszeiten

30. § 30

a) Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung

b) Mitteilung der Abwesenheit

c) Geltungsbereich

d) Rückkehrgespräch

e) Vertretung und Übergabe

f) Urlaub und Freizeitausgleich

g) Datenschutz bei Gesundheitsangaben

h) Arbeitszeiten

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