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Goethe C2 Lesen · Übungssatz 09

Paper 9

Goethe C2 · Reading

80 min15 pages

Platz am Wasser

Exam material is in German.

Answers & guidance

Independent Faust practice material. Not published or endorsed by the Goethe-Institut.

Inside the paper

Lesen Teil 1

Lesen Sie den Kommentar. Wählen Sie bei den Aufgaben 1–10 jeweils a, b, c oder d. Pro Aufgabe gibt es nur eine richtige Lösung. Markieren Sie Ihre Lösungen auf dem Antwortbogen.

Platz am Wasser

Aufmerksam wurde ich auf den Uferumbau durch ein gelbes Schild. Mein täglicher Weg zur Straßenbahn war gesperrt, die Umleitung führte an einer Baugrube entlang. Bis dahin hatte ich die Planzeichnungen im Schaufenster des Stadtteilbüros kaum angesehen. Nun blieb ich stehen. Was mich für das Vorhaben einnahm, war zunächst etwas ausgesprochen Menschliches: Die verstreuten Spazierwege am Wasser sollten endlich zusammengeführt werden. Ich würde künftig am Fluss entlang zum Wochenmarkt gelangen, ohne zwischendurch durch die Unterführung und über den Parkplatz gehen zu müssen. Als Anwohnerin stellte ich mir diesen Gewinn sehr konkret vor. Inzwischen begegnen mir auf den Plakaten der Stadt vor allem Tiere. Besonders die Otter eignen sich offenbar für eine Erfolgsgeschichte, die ohne viele Worte auskommt. Ein nasser Kopf, ein heller Wasserstreifen, darüber das Stadtwappen: Man möchte sich dieser Zuversicht anschließen. Gleichzeitig liegt der Entwurf für die Bebauung der verwilderten Bahnfläche weiterhin auf dem Tisch, und beim nächsten Gewerbegebiet ist noch offen, was vom Grünzug übrig bleibt. Reicht der Bildausschnitt bis dorthin? Und wie weit reicht das Verdienst, das wir uns zuschreiben, wenn ein Tier gerade an der Stelle auftaucht, an der ohnehin eine Kamera wartet? Im Viertel erzählen viele begeistert von ihren Begegnungen. Auch ich habe schon einen Umweg gemacht, um länger am Wasser zu stehen. Schwieriger wird es, sobald aus der Beobachtung eine Platzfrage wird. Eine Böschung soll unbetreten bleiben, ein Zugang wird verlegt, der Hund kann an einer bestimmten Stelle nicht mehr frei laufen. Dann erhält die Begeisterung plötzlich einen Vorbehalt. Mir kommt es manchmal vor, als hätten wir jemanden eingeladen, der unbedingt zu Gast bleiben soll: Wir zeigen ihm stolz das Haus, lassen aber keinen Zweifel daran, wer über jedes Zimmer verfügt. Sobald sich am gewohnten Ablauf etwas ändern müsste, wird auf die Einladung nicht mehr Bezug genommen. Dabei ist die konkrete Regelung am Fluss recht überschaubar. Während der Aufzuchtzeit bleibt der schmale Pfad unmittelbar an der Wasserkante geschlossen; auf dem höher gelegenen Weg kann man weiterhin am Ufer entlanggehen. Wer dort unterwegs ist, sieht stellenweise weniger Wasser und muss an der Rampe einen kleinen Bogen machen. Für Menschen mit schweren Einkaufstaschen ist auch ein kleiner Bogen nicht bedeutungslos. Gerade deshalb sollte man die Regelung genau beschreiben, statt mit dem unbestimmten Wort Ufersperrung alle möglichen Vorstellungen hervorzurufen. Ein nachvollziehbarer Lageplan erspart manchen Streit, bevor er überhaupt entsteht. Weniger sichtbar ist die Arbeit des Pflegeteams. Die Beschäftigten halten inzwischen fest, an welchen Stellen es bei ihren Einsätzen wiederholt zu Störungen kommt und zu welcher Uhrzeit diese auftreten. Im Arbeitsheft stehen etwa Begegnungen zwischen Lieferverkehr, Spaziergängern und den Geräten der Uferpflege. Diese Einträge werden bei der Überarbeitung des Pflegeplans herangezogen: Ein Arbeitsgang lässt sich vorziehen, ein anderer an das Ende des Vormittags legen, die Reihenfolge der bearbeiteten Abschnitte verändern. Das klingt trocken. Doch genau solche Verschiebungen entscheiden darüber, ob eine gute Absicht im Alltag dauernd gegen andere gute Absichten arbeitet. Eine weitere Reibungsfläche sind private Teiche. Wer Zeit und Geld in einen Teich gesteckt hat, erlebt einen Verlust anders als jemand, der vom öffentlichen Weg aus ein schönes Tier entdeckt. Ich würde deshalb eine Ausgleichsregelung befürworten: Teichbesitzende sollten Unterstützung für entstandene Schäden erhalten können, wenn sie zuvor zumutbare Schutzvorkehrungen getroffen haben und es trotzdem zu Verlusten kommt. Welche Vorkehrungen zumutbar sind, müsste vor Ort geklärt werden, unter Berücksichtigung der jeweiligen Anlage. Eine solche Vereinbarung verlangt etwas von beiden Seiten. Sie könnte verhindern, dass aus der ersten schlechten Erfahrung ein jahrelanger persönlicher Feldzug gegen alles wird, was sich am Ufer bewegt. Allerdings lohnt es sich, darauf zu achten, wie Vereinbarungen zustande kommen. Die Terrasse des Cafés und der kleine Angelsteg liegen beide an dem Uferabschnitt, dessen Nutzung neu geordnet werden sollte. Der Cafébetreiber war mehrfach im Stadtteilbüro, kannte schließlich die zuständigen Personen und bekam Gelegenheit, einen veränderten Zuschnitt seiner Sitzfläche vorzuschlagen. Nach einem weiteren Gespräch wurde die Grenze noch einmal verschoben. Die Menschen, die den Angelsteg nutzen, fanden eines Morgens einen Aushang mit dem Schließungstermin. Als sie gemeinsam nachfragten, war der Plan bereits abgeschlossen. Auf der Übersichtskarte sehen beide Entscheidungen wie sorgfältig gezogene Linien aus. Bei einer Bürgersprechstunde berichtete eine Person aus der Nachbarschaft, sie wage sich seit einer unerwarteten Begegnung kaum noch auf den abendlichen Heimweg. Ich blieb nach dem offiziellen Ende sitzen und ließ mir die Stelle, die Lichtverhältnisse und den Ablauf schildern. Die Angst wurde durch die vielen fröhlichen Tiergeschichten offenbar noch einsamer. Am Ende stand die Forderung, die Tiere von diesem Abschnitt fernzuhalten. Wir gingen den Weg anschließend gemeinsam ab. Wo hätte man früher bemerken können, dass sich etwas bewegt? Wäre ein anderer Zugang hilfreich? Welcher Eingriff stünde in einem angemessenen Verhältnis zu dem, was dort geschehen war? Das Gespräch war damit keineswegs erledigt, aber es hatte einen Ort und Einzelheiten bekommen. Zur Eröffnung des umgebauten Ufers kamen viele Menschen. Es gab Musik, Führungen und eine erstaunlich lange Schlange am Informationsstand. Einige Wochen später hing ein Absperrband im Wasser, und meine Nachricht dazu wanderte zwischen mehreren Postfächern. Eine Nachbarin wartete währenddessen auf Auskunft, wann die beschädigte Rampe repariert würde. Das Fest hatte ein Gesicht gehabt; der Dienstag danach hatte eine automatische Antwort. Ich stelle mir ein Büro vor, dessen Zuständigkeit nach dem Abbau der Bühne weiterbesteht: Dort würde jemand eine Meldung zuordnen, nachhaken und der Nachbarin sagen können, was aus ihrer Anfrage geworden ist. Dafür müsste niemand noch einmal eine Rede halten. Heute nehme ich den oberen Weg. Unten ist der Pfad noch geschlossen, am Café wird über die neue Begrenzung geschimpft, und am Brett beim Angelsteg hängt die Einladung zu einem nächsten Gespräch. Die Rampe ist repariert. Zwei Mitglieder der Nachbarschaftsgruppe prüfen am Wochenende die Hinweisschilder; die Pflegekolonne hat ihren Einsatz auf Montag verlegt. Als ich an der Böschung vorbeikomme, bewegt sich etwas zwischen den Halmen, ohne sich für mich erkennen zu lassen. Ich bleibe kurz stehen und gehe dann weiter. Zum Markt brauche ich noch immer länger, als ich es mir vor den Planzeichnungen ausgemalt hatte. Den unteren Pfad werden wir auch nächstes Frühjahr wieder eine Weile auslassen.

Beispiel

0. Was veranlasst die Autorin, sich mit dem Uferumbau zu beschäftigen?

a) Eine Einladung zu einer Führung.

b) Eine Änderung ihres täglichen Weges.

c) Eine Auseinandersetzung im Freundeskreis.

d) Eine Ausstellung zur Stadtgeschichte.

Lösung zum Beispiel: b

1. Warum befürwortete die Autorin zunächst den Umbau des Ufers?

a) Sie erwartete, dass sich der Besucherverkehr gleichmäßiger verteilen würde.

b) Sie hoffte auf eine stärkere öffentliche Wahrnehmung des Viertels.

c) Sie wollte den bislang unterbrochenen Weg am Wasser durchgehend nutzen können.

d) Sie versprach sich davon eine bessere Pflege der vorhandenen Grünanlagen.

2. Welchen Vorbehalt gegenüber den Bildern zurückgekehrter Wildtiere lässt die Autorin erkennen?

a) Die Bilder erlauben es, einen begrenzten Erfolg als umfassende Entlastung der Stadt darzustellen.

b) Die Bilder lassen die bereits geleistete Arbeit der Stadt zu wenig sichtbar werden.

c) Die Bilder wecken Erwartungen an Tierbeobachtungen, die sich touristisch kaum erfüllen lassen.

d) Die Bilder lenken die Aufmerksamkeit auf Arten, deren Ansiedlung besonders aufwendig war.

3. Was meint die Autorin mit einer Natur, die „zu Gast bleiben soll“?

a) Natur wird als vorübergehende Nutzung noch unbebauter Flächen betrachtet.

b) Natur soll vor allem dort zugänglich sein, wo Menschen sie gezielt aufsuchen.

c) Natur wird als gemeinsame Aufgabe von Stadtverwaltung und Anwohnerschaft verstanden.

d) Natur ist willkommen, solange sie menschliche Verfügungsansprüche nicht einschränkt.

4. Welche Regelung gilt für den schmalen Uferpfad während der Aufzuchtzeit?

a) Er darf nur in Begleitung einer ortskundigen Aufsicht betreten werden.

b) Er wird vorübergehend gesperrt; der höher gelegene Weg bleibt zugänglich.

c) Er bleibt tagsüber geöffnet und wird lediglich am Abend geschlossen.

d) Er ist für den Durchgang geöffnet, während längeres Verweilen untersagt wird.

5. Wozu sollen die Beschäftigten des Pflegedienstes nach Darstellung der Autorin ihre Beobachtungen festhalten?

a) Um den Pflegeplan an wiederkehrende Störungen anpassen zu können.

b) Um den zusätzlichen Personalbedarf für die nächste Saison zu berechnen.

c) Um geeignete Standorte für öffentliche Tierbeobachtungen auszuwählen.

d) Um die Zuständigkeit für einzelne Schadensfälle klären zu können.

6. Unter welcher Voraussetzung hält die Autorin einen Ausgleich für Schäden an privaten Teichen für vertretbar?

a) Wenn die betroffenen Grundstücke regelmäßig für Führungen geöffnet werden.

b) Wenn sich mehrere Eigentümerinnen und Eigentümer gemeinsam an die Stadt wenden.

c) Wenn zumutbare Schutzmaßnahmen umgesetzt wurden und dennoch Schäden entstehen.

d) Wenn der finanzielle Verlust die jährlichen Pflegekosten des Teiches übersteigt.

7. Was legt der Vergleich zwischen dem Platz am Café und dem kleinen Angelsteg nahe?

a) Gewerbliche Nutzungen lassen sich leichter mit Naturschutzauflagen vereinbaren.

b) Die Bereitschaft zum Verzicht hängt vor allem von der Dauer der bisherigen Nutzung ab.

c) Einheitliche Regeln werden den unterschiedlichen Nutzungsformen kaum gerecht.

d) Bei der Verteilung von Einschränkungen verschaffen sich manche Interessen eher Gehör.

8. Welche Haltung gegenüber der Angst einzelner Anwohnender wird im Kommentar deutlich?

a) Sie sollte bei der Planung erst berücksichtigt werden, wenn konkrete Vorfälle vorliegen.

b) Sie verdient Beachtung, ohne damit schon die angemessene Reaktion festzulegen.

c) Sie lässt sich am ehesten durch unmittelbare Begegnungen mit den Tieren abbauen.

d) Sie ist vor allem ein Hinweis darauf, dass die bisherigen Informationen zu abstrakt waren.

9. Warum erscheint der Autorin eine dauerhaft zuständige Anlaufstelle offenbar bedeutsamer als ein weiterer Aktionstag?

a) Sie kann die unterschiedlichen Interessen zu einer gemeinsamen öffentlichen Botschaft bündeln.

b) Sie verschafft fachlichen Einschätzungen mehr Abstand von lokalen Auseinandersetzungen.

c) Sie macht auch die unspektakulären Folgen des Projekts zu einer verlässlich bearbeiteten Aufgabe.

d) Sie ermöglicht es, die öffentliche Beteiligung auf besonders folgenreiche Entscheidungen zu konzentrieren.

10. Welches Verständnis von erfolgreichem Naturschutz ergibt sich aus dem Schluss des Kommentars?

a) Er zeigt sich darin, dass auch bei fortbestehenden Reibungen gemeinsame Regeln Bestand haben.

b) Er zeigt sich darin, dass Schutzmaßnahmen mit der Zeit weniger öffentliche Mittel beanspruchen.

c) Er zeigt sich darin, dass die Bevölkerung Eingriffe überwiegend als persönlichen Gewinn erlebt.

d) Er zeigt sich darin, dass sich das örtliche Vorgehen ohne größere Anpassungen übertragen lässt.

Lesen Teil 2

Ordnen Sie den Textabschnitten 11–16 die inhaltlich passenden Aussagen a–h zu. Jede Aussage darf nur einmal verwendet werden. Markieren Sie Ihre Lösungen auf dem Antwortbogen.

Zwei Aussagen passen nicht.

Wer darf ins Netzfenster?

Beispiel 0 Der Jugendmediendienst Netzfenster bereitet eine neue Zugangsordnung vor. In einem ersten Entwurf ist ein Mindestalter vorgesehen; über die konkrete Ausgestaltung soll erst anschließend entschieden werden. Eine Zahl lässt sich leicht in die Nutzungsbedingungen schreiben. Damit ist jedoch noch kein Verfahren eingerichtet, das beim Anlegen eines Kontos zuverlässig feststellt, ob die Bedingung erfüllt ist. Ebenso wenig ergibt sich daraus, was mit vorhandenen Konten oder versehentlich abgewiesenen Personen geschieht. Zwischen dem Beschluss und dem ersten tatsächlich geregelten Zugang liegen Entscheidungen, die den Charakter der Regelung erheblich verändern können. Der Entwurf dient deshalb als Ausgangspunkt für eine Prüfung der einzelnen Abläufe. Abschnitt 11 Netzfenster soll mehrere Tätigkeiten unter einer Oberfläche zusammenführen. In einer geschlossenen Gruppe könnten Jugendliche etwa ihre Theaterproben organisieren. Wer dort mitlesen darf, wäre vor allem eine Frage der Gruppenzugehörigkeit und der Einladungspraxis. Ein öffentlich zugänglicher Beitrag könnte dagegen von Menschen aufgegriffen und weiterverbreitet werden, die seinen ursprünglichen Zusammenhang nicht kennen. Beim automatisch zusammengestellten Videostrom käme hinzu, nach welchen Merkmalen weitere Inhalte ausgewählt werden und wie sich eine einmal begonnene Betrachtung fortsetzt. Dieselbe Person könnte innerhalb weniger Minuten zwischen diesen Bereichen wechseln. Eine pauschale Beschreibung als soziales Netzwerk erfasst diese Übergänge kaum. Für die Planung wäre daher zunächst zu bestimmen, welche Handlung in welchem Bereich ermöglicht wird und an welcher Stelle jeweils Schutzvorkehrungen ansetzen müssten. Erst dann ließe sich sinnvoll über einen gemeinsamen Zugang sprechen. Abschnitt 12 Für die Anmeldung liegt als mögliche Lösung die Vorlage eines Identitätsdokuments nahe. Das Dokument enthält allerdings weit mehr als die für den Zugang benötigte Auskunft. Netzfenster müsste wissen, ob die Altersbedingung erfüllt ist; Wohnanschrift, vollständiges Geburtsdatum und Dokumentennummer hätten damit zunächst nichts zu tun. Denkbar wäre eine zwischengeschaltete Prüfstelle, die dem Dienst lediglich eine Bestätigung übermittelt. Dann wäre wiederum zu klären, welche Unterlagen diese Stelle erhält, ob sie Kopien aufbewahrt und ob sich ihre Bestätigung später mit anderen Nutzungen verknüpfen lässt. Ein Verfahren kann also den Plattformbetreiber von Identitätsdaten fernhalten und sie zugleich an anderer Stelle konzentrieren. Zur Beurteilung gehören deshalb die einzelnen Informationswege. Die bloße Mitteilung, das Alter werde kontrolliert, sagt noch wenig darüber aus, was eine Person dafür über sich preisgeben müsste. Abschnitt 13 Auch die vorgesehene Einbeziehung der Sorgeberechtigten lässt sich nicht allein durch ein zusätzliches Bestätigungsfeld beschreiben. In einem Haushalt könnte ein Elternteil die Erläuterungen am Abend gemeinsam mit dem Kind lesen, Einstellungen ausprobieren und offene Fragen an den Kundendienst schicken. In einem anderen müssten dieselben Schritte zwischen zwei Arbeitsschichten erledigt werden. Vielleicht wären die Erläuterungen außerdem nur in einer wenig vertrauten Sprache verfügbar. Wer bereits mehrere Konten verwaltet hat, erkennt eine Berechtigungsabfrage eher als jemand, der solche Menüs zum ersten Mal sieht. Diese beispielhaften Situationen ändern nichts am Wortlaut der Altersregel, wohl aber an der Arbeit, die ihre Befolgung verlangt. Soll die Mitwirkung der Erwachsenen Teil des Verfahrens werden, müssten verständliche Hilfen und erreichbare Unterstützung von Anfang an mitgeplant werden. Abschnitt 14 Das Jugendzentrum am Park möchte mit Netzfenster eine betreute Medienwerkstatt durchführen. Geplant ist, gemeinsam Beiträge zu erstellen, deren Veröffentlichung zu besprechen und Reaktionen anschließend auszuwerten. Eine Zugangssperre, die auch diese betreute Nutzung einschlösse, würde zunächst den vorgesehenen Arbeitsraum schließen. Ob damit tatsächlich eine Lerngelegenheit entfiele, hinge davon ab, ob das Zentrum auf ein anderes, für die Gruppe erreichbares Angebot ausweichen könnte. Ohne einen solchen Ersatz bliebe von der Werkstatt womöglich nur ein Gespräch über Vorgänge, die niemand gemeinsam ausprobieren dürfte. Ein Ersatz müsste zudem mit den vorhandenen Geräten und den Öffnungszeiten vereinbar sein. Die Jugendlichen könnten bei der Planung erläutern, welche Tätigkeiten ihnen wichtig sind und wo sie Unterstützung benötigen. Solche Auskünfte würden helfen, ein praktisch nutzbares Angebot zu gestalten. Abschnitt 15 Angenommen, eine Person erfüllt die Altersbedingung, wird bei der Anmeldung aber einer jüngeren Gruppe zugeordnet. Für sie wäre entscheidend, wie sie diese Einordnung überprüfen lassen kann. Eine bloße Fehlermeldung ließe offen, ob ein Dokument unleserlich war, eine Angabe widersprüchlich erschien oder etwas anderes beanstandet wurde. Die Nachricht müsste den Anlass verständlich benennen und zu einer erreichbaren Stelle führen, die den Fall erneut prüfen kann. Auch deren Bearbeitungszeit wäre Teil des Verfahrens: Eine Korrektur nach Ende des geplanten Projekts käme für die Teilnahme zu spät. Netzfenster müsste deshalb Zuständigkeiten, Rückmeldungen und Fristen vor dem Start organisieren. Erst wenn eine strittige Entscheidung tatsächlich überprüft und gegebenenfalls geändert werden kann, wäre der Zugang auch für solche Fälle praktisch geregelt. Abschnitt 16 Nach der Einführung könnte Netzfenster feststellen, dass weniger junge Menschen angemeldet sind oder Beiträge aufrufen. Für sich genommen ließe dieser Befund noch keine umfassende Bewertung zu. Ein Teil der zuvor Aktiven könnte auf andere Dienste ausgewichen sein, deren Nutzung in den Unterlagen von Netzfenster nicht auftaucht. Andere hätten möglicherweise den Kontakt zu einer Projektgruppe verloren und gar keinen Ersatz gefunden. Beide Entwicklungen würden dieselbe sinkende Kontenzahl begleiten, hätten aber unterschiedliche Bedeutung. Eine Auswertung sollte deshalb neben den Aufzeichnungen des Dienstes auch Erfahrungen der betroffenen Jugendlichen einbeziehen. Dabei wäre nach ihren weiteren Wegen ebenso zu fragen wie nach aufgegebenen Tätigkeiten. Nur so ließe sich erkennen, was sich jenseits der sichtbaren Anmeldungen verändert hat und welche Anpassungen der Regelung geprüft werden sollten.

Beispiel

0. Eine Altersgrenze legt fest, wer Zugang erhalten soll; damit ist ihre praktische Umsetzung noch nicht geklärt.

11. Abschnitt 11

a) Bei einer Altersprüfung kommt es auch darauf an, welche zusätzlichen persönlichen Angaben offengelegt werden müssen.

b) Zeitlich begrenzte Zugänge bieten gegenüber altersabhängigen Zugängen den wirksameren Schutz.

c) Eine Bewertung der Regelung muss auch Folgen erfassen, die außerhalb der regulär erfassten Nutzung entstehen.

d) Eine einheitliche Zugangsschwelle trifft auf sehr unterschiedliche Voraussetzungen im Elternhaus.

e) Je nach Funktion eines Angebots stellen sich andere Schutzfragen, auch wenn es unter dieselbe Plattformbezeichnung fällt.

f) Die Beteiligung Jugendlicher an der Regelgestaltung soll die Verantwortung für deren Einhaltung auf sie übertragen.

g) Begleitete Lerngelegenheiten können durch einen Ausschluss verloren gehen, wenn es keine zugänglichen Ersatzangebote gibt.

h) Eine nachvollziehbare Überprüfung strittiger Altersentscheidungen gehört zur praktischen Ausgestaltung des Zugangs.

12. Abschnitt 12

a) Bei einer Altersprüfung kommt es auch darauf an, welche zusätzlichen persönlichen Angaben offengelegt werden müssen.

b) Zeitlich begrenzte Zugänge bieten gegenüber altersabhängigen Zugängen den wirksameren Schutz.

c) Eine Bewertung der Regelung muss auch Folgen erfassen, die außerhalb der regulär erfassten Nutzung entstehen.

d) Eine einheitliche Zugangsschwelle trifft auf sehr unterschiedliche Voraussetzungen im Elternhaus.

e) Je nach Funktion eines Angebots stellen sich andere Schutzfragen, auch wenn es unter dieselbe Plattformbezeichnung fällt.

f) Die Beteiligung Jugendlicher an der Regelgestaltung soll die Verantwortung für deren Einhaltung auf sie übertragen.

g) Begleitete Lerngelegenheiten können durch einen Ausschluss verloren gehen, wenn es keine zugänglichen Ersatzangebote gibt.

h) Eine nachvollziehbare Überprüfung strittiger Altersentscheidungen gehört zur praktischen Ausgestaltung des Zugangs.

13. Abschnitt 13

a) Bei einer Altersprüfung kommt es auch darauf an, welche zusätzlichen persönlichen Angaben offengelegt werden müssen.

b) Zeitlich begrenzte Zugänge bieten gegenüber altersabhängigen Zugängen den wirksameren Schutz.

c) Eine Bewertung der Regelung muss auch Folgen erfassen, die außerhalb der regulär erfassten Nutzung entstehen.

d) Eine einheitliche Zugangsschwelle trifft auf sehr unterschiedliche Voraussetzungen im Elternhaus.

e) Je nach Funktion eines Angebots stellen sich andere Schutzfragen, auch wenn es unter dieselbe Plattformbezeichnung fällt.

f) Die Beteiligung Jugendlicher an der Regelgestaltung soll die Verantwortung für deren Einhaltung auf sie übertragen.

g) Begleitete Lerngelegenheiten können durch einen Ausschluss verloren gehen, wenn es keine zugänglichen Ersatzangebote gibt.

h) Eine nachvollziehbare Überprüfung strittiger Altersentscheidungen gehört zur praktischen Ausgestaltung des Zugangs.

14. Abschnitt 14

a) Bei einer Altersprüfung kommt es auch darauf an, welche zusätzlichen persönlichen Angaben offengelegt werden müssen.

b) Zeitlich begrenzte Zugänge bieten gegenüber altersabhängigen Zugängen den wirksameren Schutz.

c) Eine Bewertung der Regelung muss auch Folgen erfassen, die außerhalb der regulär erfassten Nutzung entstehen.

d) Eine einheitliche Zugangsschwelle trifft auf sehr unterschiedliche Voraussetzungen im Elternhaus.

e) Je nach Funktion eines Angebots stellen sich andere Schutzfragen, auch wenn es unter dieselbe Plattformbezeichnung fällt.

f) Die Beteiligung Jugendlicher an der Regelgestaltung soll die Verantwortung für deren Einhaltung auf sie übertragen.

g) Begleitete Lerngelegenheiten können durch einen Ausschluss verloren gehen, wenn es keine zugänglichen Ersatzangebote gibt.

h) Eine nachvollziehbare Überprüfung strittiger Altersentscheidungen gehört zur praktischen Ausgestaltung des Zugangs.

15. Abschnitt 15

a) Bei einer Altersprüfung kommt es auch darauf an, welche zusätzlichen persönlichen Angaben offengelegt werden müssen.

b) Zeitlich begrenzte Zugänge bieten gegenüber altersabhängigen Zugängen den wirksameren Schutz.

c) Eine Bewertung der Regelung muss auch Folgen erfassen, die außerhalb der regulär erfassten Nutzung entstehen.

d) Eine einheitliche Zugangsschwelle trifft auf sehr unterschiedliche Voraussetzungen im Elternhaus.

e) Je nach Funktion eines Angebots stellen sich andere Schutzfragen, auch wenn es unter dieselbe Plattformbezeichnung fällt.

f) Die Beteiligung Jugendlicher an der Regelgestaltung soll die Verantwortung für deren Einhaltung auf sie übertragen.

g) Begleitete Lerngelegenheiten können durch einen Ausschluss verloren gehen, wenn es keine zugänglichen Ersatzangebote gibt.

h) Eine nachvollziehbare Überprüfung strittiger Altersentscheidungen gehört zur praktischen Ausgestaltung des Zugangs.

16. Abschnitt 16

a) Bei einer Altersprüfung kommt es auch darauf an, welche zusätzlichen persönlichen Angaben offengelegt werden müssen.

b) Zeitlich begrenzte Zugänge bieten gegenüber altersabhängigen Zugängen den wirksameren Schutz.

c) Eine Bewertung der Regelung muss auch Folgen erfassen, die außerhalb der regulär erfassten Nutzung entstehen.

d) Eine einheitliche Zugangsschwelle trifft auf sehr unterschiedliche Voraussetzungen im Elternhaus.

e) Je nach Funktion eines Angebots stellen sich andere Schutzfragen, auch wenn es unter dieselbe Plattformbezeichnung fällt.

f) Die Beteiligung Jugendlicher an der Regelgestaltung soll die Verantwortung für deren Einhaltung auf sie übertragen.

g) Begleitete Lerngelegenheiten können durch einen Ausschluss verloren gehen, wenn es keine zugänglichen Ersatzangebote gibt.

h) Eine nachvollziehbare Überprüfung strittiger Altersentscheidungen gehört zur praktischen Ausgestaltung des Zugangs.

Lesen Teil 3

Setzen Sie die passenden Textabschnitte a–g in die Lücken 17–22 der Reportage ein. Die Textabschnitte a–g stehen nach der Reportage. Jeder Textabschnitt darf nur einmal verwendet werden. Ein Textabschnitt passt nicht. Ein Abschnitt ist bereits als Beispiel 0 eingefügt. Markieren Sie Ihre Lösungen auf dem Antwortbogen.

Ein Textabschnitt passt nicht.

Was an der Tür liegt

Im Flur der Familie Brandt steht eine flache Holzschale, wie man sie sonst für Obst verwendet. Darin liegen eine Fahrkarte und ein Schlüsselband. Über ihr hängt kein sorgfältig formulierter Wochenplan. An der Wand sind lediglich drei kleine Karten befestigt, deren Ecken vom häufigen Anfassen weich geworden sind. Beispiel 0, bereits eingefügt: Es ist kurz nach sieben, als ich Nora und Jan Brandt besuche. Ihr Sohn Emil hat ADHS und geht in die Grundschule. Die Familie hat mich eingeladen, einen gewöhnlichen Tag mitzuerleben. Seit einigen Wochen verändert sie kleine Abläufe in der Wohnung, vor allem den Übergang vom Frühstück zum Aufbruch. Was dabei hilfreich ist, möchten die drei am Abend gemeinsam besprechen. Während Nora Brotdosen schließt, sucht Emil im Wohnzimmer nach einem Heft. Jan erinnert ihn an die Jacke. Aus der Küche kommt die Frage nach der Trinkflasche, dann der Hinweis, dass die Schuhe noch fehlen. Emil läuft zurück in sein Zimmer, bleibt bei einer Zeichnung stehen und fragt, welches Heft gemeint war. Nora setzt zu einer weiteren Erinnerung an, hält dann aber inne. __(17)__ Die Schuhe stehen deshalb unmittelbar neben dem Hocker, auf dem Emil sie anzieht. Seine Schultasche hängt am letzten Haken vor der Wohnungstür. Auf der Holzschale, die alle inzwischen Abfahrtsschale nennen, landen die kleinen Dinge, die beim Hinausgehen mitgenommen werden sollen. Die Familie hat dafür eine schmale Kommode verschoben. Der Flur wirkt enger, doch die Gegenstände verschwinden nicht mehr hinter der geöffneten Küchentür. Beim Frühstück erzählt Jan von der vergangenen Woche. Am Dienstag sei der erste Versuch mit der Schale erstaunlich unspektakulär verlaufen: Emil habe die bereitgelegten Dinge eingesteckt und sei rechtzeitig losgegangen. Jan erinnert sich gerade deshalb so genau daran, weil niemand nachträglich noch einmal die Treppe hinauflaufen musste. __(18)__ Am Donnerstag derselben Woche, einem Sporttag, stand die zusätzliche Tasche dagegen noch im Schlafzimmerschrank. Erst vor der Schule fiel auf, dass sie fehlte. Nora erzählt die Episode ohne den Ton einer Anklage. Beim abendlichen Nachsehen hatten die drei festgestellt, dass die Schale genauso ausgesehen hatte wie am Dienstag. Für den veränderten Stundenplan war nichts hinzugekommen. Nach diesem Donnerstag versuchten die Eltern es zunächst mit einer ausführlichen Liste. Emil zeigt mir das Blatt, das noch in einer Schublade liegt. Er fand die vielen Zeilen lästig und wollte nicht jeden Morgen lesen müssen, was längst erledigt war. Vor allem, sagt er, sollten die Hinweise so aussehen, dass er selbst etwas damit machen könne. __(19)__ Auf dieses Bord legt Emil jetzt die Karte mit dem Frühstücksteller. Er schiebt sie bis an die Wand und zieht die nächste Karte nach vorn. Nora schaut kurz hin, sagt aber nichts. Später fällt eine Karte herunter. Emil hebt sie auf, während Jan seine eigenen Schlüssel sucht. Die Szene hat wenig von der ordentlichen Vorführung, die ein Besucher vielleicht erwartet. Um halb acht gehen Vater und Sohn gemeinsam zur Schule. Am Nachmittag bin ich wieder in der Wohnung. Emil baut auf dem Teppich, Nora hat einen Termin außer Haus. Jan kommt von der Arbeit und übernimmt. Zwischen Tür und Küche wechseln die Eltern einige Sätze über das Essen und darüber, wann Nora zurück sein wird. Danach nimmt Jan die Schwimmbadtickets vom Kühlschrank. __(20)__ Diese Annahme fällt erst auf, als Emil nach seiner Schwimmbrille fragt. Die Schwimmtasche hängt leer hinter der Badezimmertür; die nassen Sachen vom letzten Besuch waren herausgenommen, frische aber noch nicht eingepackt worden. Jan legt Handtücher bereit und sucht mit Emil die Brille. Das Schwimmen findet heute nach der Schule statt und gehört nicht zu dem Sporttag, von dem am Morgen die Rede war. Diesmal wartet kein Unterrichtsbeginn, dennoch wird es in der Wohnung kurz hektisch. Als Nora zurückkommt, ist die Tasche fertig. Später beobachte ich, wie die drei zum Schwimmbad aufbrechen. Emil nimmt seine Sachen, Jan schließt das Fenster, Nora zieht die Tür zu. Niemand ruft noch einen Gegenstand durch den Flur. Für einen Augenblick scheint die ruhige Abfolge für sich selbst zu sprechen. __(21)__ Über diese Vorbereitung sprechen Nora und Jan nach der Rückkehr genauer. Jan will künftig am Vorabend die Taschen für zusätzliche Unternehmungen durchsehen. Nora übernimmt zunächst weiter die Unterlagen aus der Schule. Beide möchten Änderungen beim Wechsel ihrer Anwesenheit ausdrücklich benennen. Sie schreiben ihre Namen neben zwei Aufgaben in ihren gemeinsamen Kalender. Emil sitzt daneben und zeichnet eine Taucherbrille; seine Karten sollen dadurch nicht zahlreicher werden. Am Abend räumen alle ihre Tassen vom Tisch. Dann fragt Nora, welche Hinweise heute geholfen haben. Emil denkt länger nach, als die Erwachsenen offenbar erwartet hatten. Jan beginnt schon von der Schwimmtasche zu erzählen, lässt ihn aber ausreden. Es geht jetzt um die Dinge, die in der Wohnung bleiben sollen, und um jene, die eher stören. __(22)__ Emil löst den Zettel am Essplatz vorsichtig ab, während Nora den Papierkorb heranrückt. Die Karten im Flur bleiben hängen. Morgen wird ein anderer Tag sein, mit anderen Gegenständen, die zur richtigen Zeit gebraucht werden. Als ich gehe, sucht Jan nach seinem Handy. Emil zeigt auf die Küchenablage. Niemand erklärt diesen kleinen Fund zum Beweis für irgendetwas. Die Familie hat heute eine Erinnerung entfernt und zwei Aufgaben neu verteilt. An der Tür ist für morgen noch Platz in der Schale. Textabschnitte a–g a An jenem Dienstag hatten allerdings auch genau die Dinge bereitgelegen, die Emil tatsächlich brauchte. Jan hatte am Vorabend den Stundenplan angesehen und die Schale entsprechend bestückt. Ihr Inhalt war also keine dauerhaft passende Zusammenstellung. Ob sie ihren Zweck erfüllte, hing davon ab, was für den jeweiligen Tag vorgesehen war. b Die Karten im Flur können beide sehen. Wer vor dem Schwimmen die nötigen Sachen zusammenstellt, haben sie bei der kurzen Übergabe jedoch nicht abgesprochen. Nora geht davon aus, dass Jan nach seiner Ankunft danach schaut. Jan wiederum glaubt, Nora habe die Tasche bereits vorbereitet, weil sie den bisherigen Nachmittag mit Emil verbracht hat. c Beim Ausräumen des großen Schranks am Wochenende hatten sie die Fundstücke zunächst nach Personen sortiert. Für jedes Familienmitglied stand ein Karton bereit. Was niemandem eindeutig gehörte, kam auf einen gemeinsamen Stapel. Erst als alle Fächer leer waren, entschieden sie, welche Dinge verschenkt und welche wieder eingeräumt werden sollten. d So ähnlich hätten ihre Morgen früher häufig geklungen, sagt Nora: Eine Aufforderung sei zur nächsten gekommen, während Emil schon wieder an einem anderen Ort war. Die Eltern beschlossen deshalb, die benötigten Dinge jeweils dort sichtbar unterzubringen, wo Emil als Nächstes etwas mit ihnen tun sollte. Aus dieser Überlegung entstand die neue Ordnung im Flur. e Die Karten für den Aufbruch möchte Emil behalten. Den Zettel neben dem Esstisch braucht er seiner Ansicht nach nicht mehr: Er erinnert an das Wegräumen der Tasse, obwohl das inzwischen alle zusammen machen. Nora und Jan überlegen kurz und stimmen zu, es ohne ihn zu versuchen. Emil steht sofort auf, um die Änderung selbst vorzunehmen. f Am Wochenende nach dem vergessenen Sportbeutel ersetzte Emil das Blatt durch drei bewegliche Karten. Darauf waren nur noch die nächsten Stationen des Morgens zu sehen, von ihm selbst gezeichnet. Für erledigte Karten räumte Jan ein schmales Bord an der Flurwand frei. So konnte Emil einen Schritt sichtbar abschließen, statt ihn auf einer langen Liste zu suchen. g Erst beim späteren Gespräch erfahre ich, was diesem Aufbruch vorausgegangen war. Nora hatte nach ihrer Rückkehr die Fahrkarten kontrolliert, eine leere Trinkflasche gegen eine gefüllte ausgetauscht und einen kleinen Imbiss eingepackt. In meiner Beobachtung an der Wohnungstür war diese Arbeit nicht vorgekommen. Sie war jedoch erledigt, bevor dort Ruhe herrschen konnte.

Beispiel

0. Es ist kurz nach sieben, als ich Nora und Jan Brandt besuche. Ihr Sohn Emil hat ADHS und geht in die Grundschule. Die Familie hat mich eingeladen, einen gewöhnlichen Tag mitzuerleben. Seit einigen Wochen verändert sie kleine Abläufe in der Wohnung, vor allem den Übergang vom Frühstück zum Aufbruch. Was dabei hilfreich ist, möchten die drei am Abend gemeinsam besprechen.

17. Lücke 17

a) An jenem Dienstag hatten allerdings auch genau die Dinge bereitgelegen, die Emil tatsächlich brauchte. Jan hatte am Vorabend den Stundenplan angesehen und die Schale entsprechend bestückt. Ihr Inhalt war also keine dauerhaft passende Zusammenstellung. Ob sie ihren Zweck erfüllte, hing davon ab, was für den jeweiligen Tag vorgesehen war.

b) Die Karten im Flur können beide sehen. Wer vor dem Schwimmen die nötigen Sachen zusammenstellt, haben sie bei der kurzen Übergabe jedoch nicht abgesprochen. Nora geht davon aus, dass Jan nach seiner Ankunft danach schaut. Jan wiederum glaubt, Nora habe die Tasche bereits vorbereitet, weil sie den bisherigen Nachmittag mit Emil verbracht hat.

c) Beim Ausräumen des großen Schranks am Wochenende hatten sie die Fundstücke zunächst nach Personen sortiert. Für jedes Familienmitglied stand ein Karton bereit. Was niemandem eindeutig gehörte, kam auf einen gemeinsamen Stapel. Erst als alle Fächer leer waren, entschieden sie, welche Dinge verschenkt und welche wieder eingeräumt werden sollten.

d) So ähnlich hätten ihre Morgen früher häufig geklungen, sagt Nora: Eine Aufforderung sei zur nächsten gekommen, während Emil schon wieder an einem anderen Ort war. Die Eltern beschlossen deshalb, die benötigten Dinge jeweils dort sichtbar unterzubringen, wo Emil als Nächstes etwas mit ihnen tun sollte. Aus dieser Überlegung entstand die neue Ordnung im Flur.

e) Die Karten für den Aufbruch möchte Emil behalten. Den Zettel neben dem Esstisch braucht er seiner Ansicht nach nicht mehr: Er erinnert an das Wegräumen der Tasse, obwohl das inzwischen alle zusammen machen. Nora und Jan überlegen kurz und stimmen zu, es ohne ihn zu versuchen. Emil steht sofort auf, um die Änderung selbst vorzunehmen.

f) Am Wochenende nach dem vergessenen Sportbeutel ersetzte Emil das Blatt durch drei bewegliche Karten. Darauf waren nur noch die nächsten Stationen des Morgens zu sehen, von ihm selbst gezeichnet. Für erledigte Karten räumte Jan ein schmales Bord an der Flurwand frei. So konnte Emil einen Schritt sichtbar abschließen, statt ihn auf einer langen Liste zu suchen.

g) Erst beim späteren Gespräch erfahre ich, was diesem Aufbruch vorausgegangen war. Nora hatte nach ihrer Rückkehr die Fahrkarten kontrolliert, eine leere Trinkflasche gegen eine gefüllte ausgetauscht und einen kleinen Imbiss eingepackt. In meiner Beobachtung an der Wohnungstür war diese Arbeit nicht vorgekommen. Sie war jedoch erledigt, bevor dort Ruhe herrschen konnte.

18. Lücke 18

a) An jenem Dienstag hatten allerdings auch genau die Dinge bereitgelegen, die Emil tatsächlich brauchte. Jan hatte am Vorabend den Stundenplan angesehen und die Schale entsprechend bestückt. Ihr Inhalt war also keine dauerhaft passende Zusammenstellung. Ob sie ihren Zweck erfüllte, hing davon ab, was für den jeweiligen Tag vorgesehen war.

b) Die Karten im Flur können beide sehen. Wer vor dem Schwimmen die nötigen Sachen zusammenstellt, haben sie bei der kurzen Übergabe jedoch nicht abgesprochen. Nora geht davon aus, dass Jan nach seiner Ankunft danach schaut. Jan wiederum glaubt, Nora habe die Tasche bereits vorbereitet, weil sie den bisherigen Nachmittag mit Emil verbracht hat.

c) Beim Ausräumen des großen Schranks am Wochenende hatten sie die Fundstücke zunächst nach Personen sortiert. Für jedes Familienmitglied stand ein Karton bereit. Was niemandem eindeutig gehörte, kam auf einen gemeinsamen Stapel. Erst als alle Fächer leer waren, entschieden sie, welche Dinge verschenkt und welche wieder eingeräumt werden sollten.

d) So ähnlich hätten ihre Morgen früher häufig geklungen, sagt Nora: Eine Aufforderung sei zur nächsten gekommen, während Emil schon wieder an einem anderen Ort war. Die Eltern beschlossen deshalb, die benötigten Dinge jeweils dort sichtbar unterzubringen, wo Emil als Nächstes etwas mit ihnen tun sollte. Aus dieser Überlegung entstand die neue Ordnung im Flur.

e) Die Karten für den Aufbruch möchte Emil behalten. Den Zettel neben dem Esstisch braucht er seiner Ansicht nach nicht mehr: Er erinnert an das Wegräumen der Tasse, obwohl das inzwischen alle zusammen machen. Nora und Jan überlegen kurz und stimmen zu, es ohne ihn zu versuchen. Emil steht sofort auf, um die Änderung selbst vorzunehmen.

f) Am Wochenende nach dem vergessenen Sportbeutel ersetzte Emil das Blatt durch drei bewegliche Karten. Darauf waren nur noch die nächsten Stationen des Morgens zu sehen, von ihm selbst gezeichnet. Für erledigte Karten räumte Jan ein schmales Bord an der Flurwand frei. So konnte Emil einen Schritt sichtbar abschließen, statt ihn auf einer langen Liste zu suchen.

g) Erst beim späteren Gespräch erfahre ich, was diesem Aufbruch vorausgegangen war. Nora hatte nach ihrer Rückkehr die Fahrkarten kontrolliert, eine leere Trinkflasche gegen eine gefüllte ausgetauscht und einen kleinen Imbiss eingepackt. In meiner Beobachtung an der Wohnungstür war diese Arbeit nicht vorgekommen. Sie war jedoch erledigt, bevor dort Ruhe herrschen konnte.

19. Lücke 19

a) An jenem Dienstag hatten allerdings auch genau die Dinge bereitgelegen, die Emil tatsächlich brauchte. Jan hatte am Vorabend den Stundenplan angesehen und die Schale entsprechend bestückt. Ihr Inhalt war also keine dauerhaft passende Zusammenstellung. Ob sie ihren Zweck erfüllte, hing davon ab, was für den jeweiligen Tag vorgesehen war.

b) Die Karten im Flur können beide sehen. Wer vor dem Schwimmen die nötigen Sachen zusammenstellt, haben sie bei der kurzen Übergabe jedoch nicht abgesprochen. Nora geht davon aus, dass Jan nach seiner Ankunft danach schaut. Jan wiederum glaubt, Nora habe die Tasche bereits vorbereitet, weil sie den bisherigen Nachmittag mit Emil verbracht hat.

c) Beim Ausräumen des großen Schranks am Wochenende hatten sie die Fundstücke zunächst nach Personen sortiert. Für jedes Familienmitglied stand ein Karton bereit. Was niemandem eindeutig gehörte, kam auf einen gemeinsamen Stapel. Erst als alle Fächer leer waren, entschieden sie, welche Dinge verschenkt und welche wieder eingeräumt werden sollten.

d) So ähnlich hätten ihre Morgen früher häufig geklungen, sagt Nora: Eine Aufforderung sei zur nächsten gekommen, während Emil schon wieder an einem anderen Ort war. Die Eltern beschlossen deshalb, die benötigten Dinge jeweils dort sichtbar unterzubringen, wo Emil als Nächstes etwas mit ihnen tun sollte. Aus dieser Überlegung entstand die neue Ordnung im Flur.

e) Die Karten für den Aufbruch möchte Emil behalten. Den Zettel neben dem Esstisch braucht er seiner Ansicht nach nicht mehr: Er erinnert an das Wegräumen der Tasse, obwohl das inzwischen alle zusammen machen. Nora und Jan überlegen kurz und stimmen zu, es ohne ihn zu versuchen. Emil steht sofort auf, um die Änderung selbst vorzunehmen.

f) Am Wochenende nach dem vergessenen Sportbeutel ersetzte Emil das Blatt durch drei bewegliche Karten. Darauf waren nur noch die nächsten Stationen des Morgens zu sehen, von ihm selbst gezeichnet. Für erledigte Karten räumte Jan ein schmales Bord an der Flurwand frei. So konnte Emil einen Schritt sichtbar abschließen, statt ihn auf einer langen Liste zu suchen.

g) Erst beim späteren Gespräch erfahre ich, was diesem Aufbruch vorausgegangen war. Nora hatte nach ihrer Rückkehr die Fahrkarten kontrolliert, eine leere Trinkflasche gegen eine gefüllte ausgetauscht und einen kleinen Imbiss eingepackt. In meiner Beobachtung an der Wohnungstür war diese Arbeit nicht vorgekommen. Sie war jedoch erledigt, bevor dort Ruhe herrschen konnte.

20. Lücke 20

a) An jenem Dienstag hatten allerdings auch genau die Dinge bereitgelegen, die Emil tatsächlich brauchte. Jan hatte am Vorabend den Stundenplan angesehen und die Schale entsprechend bestückt. Ihr Inhalt war also keine dauerhaft passende Zusammenstellung. Ob sie ihren Zweck erfüllte, hing davon ab, was für den jeweiligen Tag vorgesehen war.

b) Die Karten im Flur können beide sehen. Wer vor dem Schwimmen die nötigen Sachen zusammenstellt, haben sie bei der kurzen Übergabe jedoch nicht abgesprochen. Nora geht davon aus, dass Jan nach seiner Ankunft danach schaut. Jan wiederum glaubt, Nora habe die Tasche bereits vorbereitet, weil sie den bisherigen Nachmittag mit Emil verbracht hat.

c) Beim Ausräumen des großen Schranks am Wochenende hatten sie die Fundstücke zunächst nach Personen sortiert. Für jedes Familienmitglied stand ein Karton bereit. Was niemandem eindeutig gehörte, kam auf einen gemeinsamen Stapel. Erst als alle Fächer leer waren, entschieden sie, welche Dinge verschenkt und welche wieder eingeräumt werden sollten.

d) So ähnlich hätten ihre Morgen früher häufig geklungen, sagt Nora: Eine Aufforderung sei zur nächsten gekommen, während Emil schon wieder an einem anderen Ort war. Die Eltern beschlossen deshalb, die benötigten Dinge jeweils dort sichtbar unterzubringen, wo Emil als Nächstes etwas mit ihnen tun sollte. Aus dieser Überlegung entstand die neue Ordnung im Flur.

e) Die Karten für den Aufbruch möchte Emil behalten. Den Zettel neben dem Esstisch braucht er seiner Ansicht nach nicht mehr: Er erinnert an das Wegräumen der Tasse, obwohl das inzwischen alle zusammen machen. Nora und Jan überlegen kurz und stimmen zu, es ohne ihn zu versuchen. Emil steht sofort auf, um die Änderung selbst vorzunehmen.

f) Am Wochenende nach dem vergessenen Sportbeutel ersetzte Emil das Blatt durch drei bewegliche Karten. Darauf waren nur noch die nächsten Stationen des Morgens zu sehen, von ihm selbst gezeichnet. Für erledigte Karten räumte Jan ein schmales Bord an der Flurwand frei. So konnte Emil einen Schritt sichtbar abschließen, statt ihn auf einer langen Liste zu suchen.

g) Erst beim späteren Gespräch erfahre ich, was diesem Aufbruch vorausgegangen war. Nora hatte nach ihrer Rückkehr die Fahrkarten kontrolliert, eine leere Trinkflasche gegen eine gefüllte ausgetauscht und einen kleinen Imbiss eingepackt. In meiner Beobachtung an der Wohnungstür war diese Arbeit nicht vorgekommen. Sie war jedoch erledigt, bevor dort Ruhe herrschen konnte.

21. Lücke 21

a) An jenem Dienstag hatten allerdings auch genau die Dinge bereitgelegen, die Emil tatsächlich brauchte. Jan hatte am Vorabend den Stundenplan angesehen und die Schale entsprechend bestückt. Ihr Inhalt war also keine dauerhaft passende Zusammenstellung. Ob sie ihren Zweck erfüllte, hing davon ab, was für den jeweiligen Tag vorgesehen war.

b) Die Karten im Flur können beide sehen. Wer vor dem Schwimmen die nötigen Sachen zusammenstellt, haben sie bei der kurzen Übergabe jedoch nicht abgesprochen. Nora geht davon aus, dass Jan nach seiner Ankunft danach schaut. Jan wiederum glaubt, Nora habe die Tasche bereits vorbereitet, weil sie den bisherigen Nachmittag mit Emil verbracht hat.

c) Beim Ausräumen des großen Schranks am Wochenende hatten sie die Fundstücke zunächst nach Personen sortiert. Für jedes Familienmitglied stand ein Karton bereit. Was niemandem eindeutig gehörte, kam auf einen gemeinsamen Stapel. Erst als alle Fächer leer waren, entschieden sie, welche Dinge verschenkt und welche wieder eingeräumt werden sollten.

d) So ähnlich hätten ihre Morgen früher häufig geklungen, sagt Nora: Eine Aufforderung sei zur nächsten gekommen, während Emil schon wieder an einem anderen Ort war. Die Eltern beschlossen deshalb, die benötigten Dinge jeweils dort sichtbar unterzubringen, wo Emil als Nächstes etwas mit ihnen tun sollte. Aus dieser Überlegung entstand die neue Ordnung im Flur.

e) Die Karten für den Aufbruch möchte Emil behalten. Den Zettel neben dem Esstisch braucht er seiner Ansicht nach nicht mehr: Er erinnert an das Wegräumen der Tasse, obwohl das inzwischen alle zusammen machen. Nora und Jan überlegen kurz und stimmen zu, es ohne ihn zu versuchen. Emil steht sofort auf, um die Änderung selbst vorzunehmen.

f) Am Wochenende nach dem vergessenen Sportbeutel ersetzte Emil das Blatt durch drei bewegliche Karten. Darauf waren nur noch die nächsten Stationen des Morgens zu sehen, von ihm selbst gezeichnet. Für erledigte Karten räumte Jan ein schmales Bord an der Flurwand frei. So konnte Emil einen Schritt sichtbar abschließen, statt ihn auf einer langen Liste zu suchen.

g) Erst beim späteren Gespräch erfahre ich, was diesem Aufbruch vorausgegangen war. Nora hatte nach ihrer Rückkehr die Fahrkarten kontrolliert, eine leere Trinkflasche gegen eine gefüllte ausgetauscht und einen kleinen Imbiss eingepackt. In meiner Beobachtung an der Wohnungstür war diese Arbeit nicht vorgekommen. Sie war jedoch erledigt, bevor dort Ruhe herrschen konnte.

22. Lücke 22

a) An jenem Dienstag hatten allerdings auch genau die Dinge bereitgelegen, die Emil tatsächlich brauchte. Jan hatte am Vorabend den Stundenplan angesehen und die Schale entsprechend bestückt. Ihr Inhalt war also keine dauerhaft passende Zusammenstellung. Ob sie ihren Zweck erfüllte, hing davon ab, was für den jeweiligen Tag vorgesehen war.

b) Die Karten im Flur können beide sehen. Wer vor dem Schwimmen die nötigen Sachen zusammenstellt, haben sie bei der kurzen Übergabe jedoch nicht abgesprochen. Nora geht davon aus, dass Jan nach seiner Ankunft danach schaut. Jan wiederum glaubt, Nora habe die Tasche bereits vorbereitet, weil sie den bisherigen Nachmittag mit Emil verbracht hat.

c) Beim Ausräumen des großen Schranks am Wochenende hatten sie die Fundstücke zunächst nach Personen sortiert. Für jedes Familienmitglied stand ein Karton bereit. Was niemandem eindeutig gehörte, kam auf einen gemeinsamen Stapel. Erst als alle Fächer leer waren, entschieden sie, welche Dinge verschenkt und welche wieder eingeräumt werden sollten.

d) So ähnlich hätten ihre Morgen früher häufig geklungen, sagt Nora: Eine Aufforderung sei zur nächsten gekommen, während Emil schon wieder an einem anderen Ort war. Die Eltern beschlossen deshalb, die benötigten Dinge jeweils dort sichtbar unterzubringen, wo Emil als Nächstes etwas mit ihnen tun sollte. Aus dieser Überlegung entstand die neue Ordnung im Flur.

e) Die Karten für den Aufbruch möchte Emil behalten. Den Zettel neben dem Esstisch braucht er seiner Ansicht nach nicht mehr: Er erinnert an das Wegräumen der Tasse, obwohl das inzwischen alle zusammen machen. Nora und Jan überlegen kurz und stimmen zu, es ohne ihn zu versuchen. Emil steht sofort auf, um die Änderung selbst vorzunehmen.

f) Am Wochenende nach dem vergessenen Sportbeutel ersetzte Emil das Blatt durch drei bewegliche Karten. Darauf waren nur noch die nächsten Stationen des Morgens zu sehen, von ihm selbst gezeichnet. Für erledigte Karten räumte Jan ein schmales Bord an der Flurwand frei. So konnte Emil einen Schritt sichtbar abschließen, statt ihn auf einer langen Liste zu suchen.

g) Erst beim späteren Gespräch erfahre ich, was diesem Aufbruch vorausgegangen war. Nora hatte nach ihrer Rückkehr die Fahrkarten kontrolliert, eine leere Trinkflasche gegen eine gefüllte ausgetauscht und einen kleinen Imbiss eingepackt. In meiner Beobachtung an der Wohnungstür war diese Arbeit nicht vorgekommen. Sie war jedoch erledigt, bevor dort Ruhe herrschen konnte.

Lesen Teil 4

Sie interessieren sich für eine berufliche Tätigkeit im Bereich der Lichtkunst. Ordnen Sie den Aussagen 23–30 jeweils eine der Anzeigen a, b, c oder d zu. Eine Anzeige kann zu mehreren Aussagen passen. Für jede Aussage gibt es nur eine richtige Lösung. Markieren Sie Ihre Lösungen auf dem Antwortbogen.

Anzeige a · Werkstatt Lichtbestand

Technische Fachkraft für Bauteilbewertung Wenn eine Lichtinstallation abgebaut wird, bleibt häufig ein Bestand zurück, dessen weiterer Einsatz zunächst geklärt werden muss. Die Werkstatt Lichtbestand übernimmt solche Bauteile und bereitet sie für neue Verwendungen vor. Für unser Werkstattteam bieten wir eine unbefristete Vollzeitstelle an unserem Standort. Sie untersuchen ausgebaute Leuchten, Steuerungselemente und Verbindungsteile, erfassen Verschleiß und bisherige Veränderungen und beurteilen, für welche anderen Installationen die Komponenten geeignet sind. Ihre Einträge verbinden den jeweiligen Gegenstand mit einer nachvollziehbaren Zustandsbeschreibung. Bei unvollständigen Unterlagen stimmen Sie die weitere Untersuchung mit der Werkstattleitung ab. Anschließend ordnen Sie die Teile den vorgesehenen Lagerbereichen zu und halten fest, welche Arbeiten vor einem erneuten Einsatz erforderlich sind. Vorausgesetzt werden ein abgeschlossenes Hochschulstudium der Elektrotechnik oder eines vergleichbaren technischen Fachs sowie praktische Erfahrung mit lichttechnischen Anlagen. Für unser internes Verfahren der Bauteildokumentation benötigen Sie zusätzlich die betriebliche Qualifikation. Falls diese bei Eintritt noch fehlt, können Sie sie innerhalb der ersten drei Monate der Einarbeitung erwerben; bis dahin werden Ihre Dokumentationen gemeinsam mit einer eingewiesenen Fachkraft bearbeitet. Wir bieten einen festen Arbeitsplatz mit geeigneten Prüfmitteln, geregelte Arbeitszeiten und eine fachliche Einführung in unseren Bestand. Bitte reichen Sie einen Lebenslauf, den Studiennachweis und eine kurze Darstellung Ihrer bisherigen technischen Tätigkeiten ein.

Anzeige b · Kulturpool Leuchtmittel

Koordination unseres Geräteverleihs Der Kulturpool Leuchtmittel stellt Kulturinitiativen technische Ausrüstung für Ausstellungen und Lichtprojekte zur Verfügung. Unser Bestand umfasst unter anderem mobile Leuchten, Projektoren und Steuergeräte. Für die Koordination am Ausleihschalter suchen wir Verstärkung in unbefristeter Beschäftigung mit einem Umfang von dreißig Wochenstunden. Sie begleiten Anfragen von der ersten Bedarfsbeschreibung bis zur Rücknahme der Geräte, vereinbaren Abholtermine und sorgen dafür, dass die Übergabeunterlagen vollständig sind. Gemeinsam mit den Initiativen klären Sie, welche Ausstattung zum vorgesehenen Vorhaben passt. Die technische Wartung erfolgt durch unser Werkstattteam; Sie berücksichtigen dessen Freigaben bei der Terminplanung. Übersteigen zeitgleiche Anfragen den verfügbaren Bestand, treffen Sie die Vergabeentscheidung anhand unserer veröffentlichten Kriterien. Dabei prüfen Sie die Angaben der Projekte, dokumentieren die Abwägung und teilen den anfragenden Gruppen das Ergebnis mit. Wiederkehrende Engpässe halten Sie für die jährliche Beschaffungsplanung fest. Als fachlichen Zugang akzeptieren wir ein einschlägiges abgeschlossenes Studium oder mehrjährige unmittelbar passende Berufserfahrung in der Veranstaltungslogistik. Erwartet werden außerdem Sicherheit im Umgang mit Buchungsübersichten und praktische Kenntnisse von Geräteübergaben. Die Tätigkeit findet an unserem Verleihstandort statt und umfasst die vereinbarten Öffnungszeiten. Ihre Bewerbung sollte erkennen lassen, welche Veranstaltungsabläufe Sie bisher organisiert haben und wie Sie mit gleichzeitig eintreffenden Anforderungen umgehen.

Anzeige c · Sammlung Stadtschein

Projektkoordination für den Sammlungsbestand Die Sammlung Stadtschein bewahrt Lichtkunst und die zugehörigen Werkunterlagen. In einem neuen Projekt sollen bislang getrennt geführte Informationen über Aufbau, frühere Präsentationen und zulässige Veränderungen zusammengeführt werden. Hierfür besetzen wir eine Projektstelle mit einer ersten Vertragslaufzeit von achtzehn Monaten. Eine Fortsetzung setzt die Bewilligung der beantragten Anschlussfinanzierung voraus. Sie arbeiten in unseren Sammlungsräumen und koordinieren die Abstimmung zwischen Betreuung, Restaurierung und externen Beteiligten. Bevor eine Veränderung an einem Werk vorgenommen wird, ermitteln Sie die zuständigen Rechteinhabenden, holen deren Freigaben zum vorgesehenen Eingriff ein und halten Umfang sowie Bedingungen der Zustimmung in der Werkakte fest. Auch ältere Vereinbarungen sind daraufhin zu sichten, auf welchen Zustand und welche Präsentationsform sie sich beziehen. Daneben führen Sie Projekttermine zusammen, bereiten Besprechungsunterlagen vor und sorgen dafür, dass neue Informationen den jeweiligen Objekten eindeutig zugeordnet werden. Offene Fragen geben Sie mit den vorhandenen Belegen an die fachlich zuständigen Personen weiter. Die praktische Ausführung von Eingriffen bleibt bei den beauftragten Fachkräften. Erforderlich sind ein abgeschlossenes Hochschulstudium der Konservierung, Restaurierung oder Kunstgeschichte und Erfahrung mit der Betreuung zeitbasierter oder technisch geprägter Kunstwerke. Wir erwarten sorgfältige schriftliche Dokumentation und Vertrautheit mit sammlungsbezogenen Abstimmungsprozessen. Bitte erläutern Sie in Ihrer Bewerbung anhand bisheriger Tätigkeiten, wie Sie unterschiedliche Bearbeitungsstände übersichtlich gehalten haben.

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Redaktion eines digitalen Werkverzeichnisses Das Archiv Nachleuchten erschließt Unterlagen zu Lichtinstallationen, deren Entstehung und Präsentation bisher nur verstreut dokumentiert sind. Für die redaktionelle Bearbeitung eines abgegrenzten Bestands vergeben wir eine zwölfmonatige Beschäftigung. Der Auftrag endet mit der Ablieferung des vereinbarten Verzeichnisses nach diesem Zeitraum. Sie übertragen handschriftliche Aufzeichnungen, gleichen Datierungen mit den vorhandenen Belegen ab und erstellen verständliche Einträge, in denen gesicherte Angaben und offene Fragen unterscheidbar bleiben. Zusammengehörige Dokumente sollen miteinander verknüpft werden, ohne Lücken durch Vermutungen zu schließen. Für die Sichtung der Originale und die vereinbarten Bestandsbesprechungen ist Ihre Anwesenheit im Archiv erforderlich. Die Transkription und redaktionelle Aufbereitung können Sie dagegen an einem selbst gewählten Arbeitsort erledigen; hierfür stellen wir digitale Arbeitskopien bereit. Wir setzen ein abgeschlossenes Hochschulstudium der Archivwissenschaft, Kunstgeschichte oder Editionswissenschaft sowie praktische Erfahrung mit dokumentarischer Erschließung voraus. Wichtig sind ein sicherer Umgang mit unterschiedlichen Quellenarten und die Fähigkeit, Bearbeitungsentscheidungen knapp zu erläutern. Personen in der engeren Auswahl erhalten von uns einen kurzen Dokumentationssatz. Daraus ist vor Aufnahme der Tätigkeit eine redaktionelle Arbeitsprobe anzufertigen und einzureichen. Die genaue Aufgabe und der Bearbeitungszeitraum werden zusammen mit dem Material mitgeteilt. Auf dieser Grundlage besprechen wir im abschließenden Gespräch die Arbeitsweise und die Anforderungen des Bestands.

Beispiel

0. Sie betreuen die Ausleihe technischer Ausrüstung an Kulturinitiativen.

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Lösung zum Beispiel: b

23. Sie klären vor einer Veränderung am Werk, welche Eingriffe von den Berechtigten genehmigt sind.

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24. Sie untersuchen ausgebaute Bauteile daraufhin, ob sie sich für andere Installationen weiterverwenden lassen.

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25. Bei einem ausdrücklich genannten Teil Ihrer Aufgaben können Sie selbst wählen, von wo aus Sie arbeiten.

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26. Auch ohne Hochschulabschluss können Sie die fachlichen Zugangsvoraussetzungen durch einschlägige Berufspraxis erfüllen.

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27. Sie müssen vor Arbeitsbeginn eine Arbeitsprobe an Material anfertigen, das Ihnen dafür bereitgestellt wird.

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28. Ob Ihre Beschäftigung über die erste Vertragsphase hinaus fortgesetzt wird, hängt von der Bewilligung weiterer Projektmittel ab.

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29. Sie können den vorgeschriebenen fachlichen Nachweis nachholen, wenn Sie ihn innerhalb der vereinbarten Einarbeitungszeit erwerben.

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30. Sie entscheiden bei konkurrierenden Anfragen nach festgelegten Kriterien über die Vergabe begrenzter Ressourcen.

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