
Paper 3
Goethe C2 · Reading
Die erfolgreiche Sackgasse
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Lesen Teil 1
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Die erfolgreiche Sackgasse
Technische Geschichte wird gern als gerader Weg erzählt: Jemand hat eine geniale Idee, die Öffentlichkeit erkennt deren Wert, und wenig später beginnt die Zukunft. Louis Daguerres fotografisches Verfahren scheint geradezu für eine solche Erzählung geschaffen. Als es 1839 in Paris vorgestellt wurde, erregte es sofort Aufmerksamkeit. Staatliche Unterstützung verschaffte ihm zusätzliches Ansehen, und bald zahlten Kundinnen und Kunden beträchtliche Summen für Porträts. Dennoch war die Daguerreotypie eine erfolgreiche Sackgasse. Erfolgreich war sie als öffentliches Ereignis, als Geschäft und als neue Bildform. Eine Sackgasse blieb sie technisch, weil das Prinzip des einmaligen Bildes nicht auf jenen Weg führte, dem die Fotografie später folgte: zur unkomplizierten Herstellung vieler Abzüge. Das Verfahren lieferte kein Negativ, von dem sich mehrere Bilder gewinnen ließen. Auf einer eigens präparierten Metallplatte entstand vielmehr ein einziges Bild. Wer ein zweites Exemplar wollte, musste eine zweite Aufnahme anfertigen. Gerade diese technische Eigenschaft verleiht erhaltenen Daguerreotypien heute ihre eigentümliche Würde. Jede Platte ist zugleich Aufnahme und einzelner Gegenstand; sie lässt sich nicht wie ein gewöhnlicher Abzug durch ein weiteres identisches Exemplar ersetzen. Trotzdem hält sich die bequemere Geschichte vom einsamen Erfinder. In ihr betritt Daguerre die Bühne, zieht gleichsam einen Vorhang auf und zeigt der staunenden Welt die Fotografie. Ein solcher Auftritt lässt sich leichter erinnern als jahrelanges Probieren. Er verdeckt jedoch, was technische Neuerungen fast immer ermöglicht: frühere Versuche anderer, den Austausch mit Mitarbeitern und Partnern, die Hilfe einflussreicher Institutionen und einen historischen Augenblick, in dem ein neues Verfahren auf bereits vorhandene Wünsche trifft. Daguerres Leistung wird nicht kleiner, wenn man diese Voraussetzungen nennt. Nur das Denkmal, das aus einem verzweigten Prozess einen einzigen Namen macht, verliert seine klare Silhouette. Auch unser heutiger Umgang mit Bildern lässt die Besonderheit des alten Verfahrens leicht übersehen. Vor einer Daguerreotypie wurde die Kleidung sorgfältig gewählt, die Haltung eingeübt und die Aufnahme vorbereitet. Das Ergebnis war ein seltenes, geschütztes und auf Dauer angelegtes Objekt. Beim Smartphone gehört dagegen gerade die Menge zur Praxis: Wir nehmen mehrere Fassungen auf, löschen eine, senden eine andere, ersetzen sie kurz darauf durch ein neues Bild und lassen viele Aufnahmen ungesehen im Speicher zurück. Das einzelne Foto muss nicht mehr unbedingt bleiben; es kann für einen kurzen Austausch genügen. Damit hat sich nicht bloß die Geschwindigkeit erhöht. Auch der Wert, den wir einem bestimmten Bild zuschreiben, entsteht unter anderen Bedingungen. Die frühen Porträtstudios verlangten ihren Kunden einiges ab. Eine Sitzung brauchte Vorbereitung, die Körperhaltung durfte sich während der Belichtung kaum verändern, und das Verfahren war weder beiläufig noch billig. Dennoch nahmen viele diese Umstände auf sich. Ein detailreiches eigenes Porträt eröffnete ihnen eine bis dahin kaum erreichbare Form gesellschaftlicher Sichtbarkeit. Man konnte sich als respektable, moderne Person zeigen und den kostbaren Bildgegenstand im privaten oder geschäftlichen Umfeld präsentieren. Die Unbequemlichkeit war der Preis für eine neue Art öffentlicher Erscheinung und sozialer Auszeichnung. Daguerre verstand, dass sich mit dieser Sehnsucht Geld verdienen ließ. Ihm daraus einen moralischen Vorwurf zu machen, wäre wohlfeil. Er hatte Zeit, Arbeit und Mittel eingesetzt und wollte daraus Einkommen gewinnen. Zugleich entstand eine Spannung, die bis heute vertraut klingt: Einerseits sollte die Methode kontrolliert, verwertet und mit seinem Namen verbunden werden; andererseits wurde ihre Bekanntgabe als Geschenk an eine breite Öffentlichkeit gefeiert. Wirtschaftliches Interesse und das Versprechen allgemeinen Zugangs standen nicht einfach als Gut und Böse gegeneinander. Sie waren ineinander verschränkt, ohne deshalb völlig miteinander vereinbar zu sein. Besonders wirkungsvoll war damals die Vorstellung, nun könne die Welt sich selbst abbilden. Der Satz versprach ein Bild ohne die unsichere Hand eines Zeichners, fast so, als übertrage die Wirklichkeit ihre Oberfläche eigenständig auf die Platte. Doch schon im Atelier zeigte sich, wie wenig automatisch dieses Abbild war. Jemand entschied über den Ausschnitt, ordnete Gegenstände und Personen an, bereitete Platte und Beleuchtung vor, bestimmte den Zeitpunkt und wählte schließlich aus, welches Ergebnis aufbewahrt wurde. Die Kamera veränderte die Art menschlicher Entscheidungen; sie schaffte diese Entscheidungen nicht ab. Selbst das Betrachten blieb eine kleine Inszenierung. Die polierte Oberfläche reflektierte ihre Umgebung so stark, dass das Motiv je nach Lichteinfall und Blickwinkel wie ein positives Bild, wie ein Negativ oder nahezu unkenntlich erscheinen konnte. Man musste die Platte vorsichtig neigen und eine geeignete Position suchen. Das Bild lag also nicht jederzeit offen vor dem Betrachter. Es trat aus dem spiegelnden Metall hervor und konnte im nächsten Moment wieder darin verschwinden. In Ausstellungen stehen solche Objekte häufig am Anfang einer Fortschrittsgeschichte. Danach folgen Negativverfahren, Rollfilm, digitale Kamera und Smartphone, als habe jede Stufe lediglich eine unvollkommene Vorgängerin abgelöst. Museen könnten mehr leisten. Sie sollten aufgegebene Techniken als Zeugnisse dafür zeigen, welche gesellschaftlichen Bedürfnisse, Prioritäten und Entscheidungen darüber bestimmen, dass manche technischen Wege weiterverfolgt und andere verlassen werden. Eine ausrangierte Lösung dokumentiert nicht nur, was sie noch nicht konnte. Sie zeigt ebenso, was ihre Zeitgenossen von Bildern erwarteten und welchen Aufwand ihnen diese Erwartungen wert waren. Die Daguerreotypie wirkt aus heutiger Sicht fremd: langsam, schwer zu vervielfältigen und abhängig von einer eigensinnigen Oberfläche. Eben deshalb schafft sie nützliche historische Distanz. Sie erinnert daran, dass auch unsere Gewohnheiten keine natürliche Endgestalt der Fotografie bilden. Das Smartphone erscheint uns selbstverständlich, weil Aufnahme, Bearbeitung und Verteilung darin reibungslos zusammenfallen. Künftige Betrachter könnten diese Verbindung jedoch ebenso zeitgebunden finden wie wir heute die verspiegelte Einzelplatte. Vielleicht ist auch die gegenwärtige Bilderflut nur eine Übergangsordnung – erfolgreich, prägend und dennoch nicht das letzte Wort darüber, was ein Foto sein kann.
Beispiel
0. Welche Wirkung hatte die staatliche Unterstützung auf das neue Verfahren?
a) Sie beschränkte seine Anwendung auf staatliche Einrichtungen.
b) Sie erhöhte sein öffentliches Ansehen.
c) Sie machte private Investitionen überflüssig.
d) Sie verhinderte hohe Preise für Porträts.
Lösung zum Beispiel: b
1. Wenn die Autorin die Daguerreotypie als „erfolgreiche Sackgasse“ bezeichnet, meint sie, dass das Verfahren
a) große zeitgenössische Resonanz fand, obwohl sein Einzelbildprinzip keinen tragfähigen Weg für die weitere technische Entwicklung bot.
b) erst lange nach seinem wirtschaftlichen Scheitern die verdiente öffentliche Anerkennung erhielt.
c) vor allem wissenschaftlich genutzt wurde, während das Publikum fotografische Porträts zunächst ablehnte.
d) in einigen Spezialgebieten unverändert fortbestand, obwohl es aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwand.
2. Welche praktische Eigenschaft der Daguerreotypie hebt die Autorin ausdrücklich hervor?
a) Jede Aufnahme entstand als einzelnes Bild auf einer empfindlich vorbereiteten Platte.
b) Die Bilder ließen sich unmittelbar nach der Aufnahme beliebig vervielfältigen.
c) Das Verfahren eignete sich vor allem für bewegte Straßenszenen.
d) Für die Aufnahme war kein besonderes technisches Wissen erforderlich.
3. Was kritisiert die Autorin an der verbreiteten Erzählung vom genialen Einzelerfinder?
a) Sie erklärt technische Neuerungen zu oft allein aus wirtschaftlichen Interessen.
b) Sie bewertet historische Erfindungen ausschließlich nach heutigen Maßstäben.
c) Sie unterschätzt, wie konsequent Erfinder ihre ursprünglichen Pläne verfolgen.
d) Sie verdeckt die Vorarbeiten, Kooperationen und günstigen Umstände einer Erfindung.
4. Welche Veränderung des Fotografierens verdeutlicht die Autorin durch den Vergleich mit Smartphone-Aufnahmen?
a) Das einzelne Bild ist weniger ein seltenes Erinnerungsstück als ein vorläufiger Bestandteil laufender Kommunikation geworden.
b) Die technische Qualität einer Aufnahme bestimmt heute stärker als früher ihr gesellschaftliches Ansehen.
c) Digitale Bilder gelten als glaubwürdiger, weil misslungene Aufnahmen sofort ersetzt werden können.
d) Die private Fotografie dient erneut hauptsächlich dazu, einen dauerhaften sozialen Status zu dokumentieren.
5. Warum nahmen viele Kundinnen und Kunden die umständliche Prozedur in frühen Porträtateliers in Kauf?
a) Sie konnten die Aufnahme dort selbst technisch bearbeiten.
b) Sie erhielten mehrere preiswerte Abzüge für den privaten Gebrauch.
c) Das detailreiche Bild versprach ihnen Sichtbarkeit und gesellschaftliche Geltung.
d) Das Atelier garantierte ihnen eine spontane und ungezwungene Darstellung.
6. Wie beurteilt die Autorin Daguerres Umgang mit den wirtschaftlichen Möglichkeiten seiner Erfindung?
a) Sie sieht darin ein verständliches Interesse, das jedoch mit dem Ideal eines allgemein zugänglichen Verfahrens kollidierte.
b) Sie hält seine geschäftlichen Entscheidungen für den einzigen Grund des technischen Niedergangs.
c) Sie betrachtet seine wirtschaftlichen Pläne als nebensächlich für die öffentliche Wirkung.
d) Sie unterstellt ihm, die technischen Grenzen des Verfahrens bewusst verschwiegen zu haben.
7. Welche Kritik verbindet die Autorin mit der Formulierung, die Welt könne sich nun „selbst abbilden“?
a) Sie erweckt den Eindruck, eine fotografische Aufnahme bilde die sichtbare Welt stets vollständig und unverzerrt ab.
b) Sie unterstellt der neuen Technik eine Dokumentationsleistung, die nur bei bewegten Motiven möglich wäre.
c) Sie setzt fotografische Bilder mit unmittelbarer Beobachtung gleich und macht beide dadurch wertlos.
d) Der technische Charakter des Bildes lässt die weiterhin nötigen menschlichen Entscheidungen leicht unsichtbar erscheinen.
8. Welche Besonderheit beim Betrachten einer Daguerreotypie nennt die Autorin?
a) Das Motiv trat je nach Lichteinfall und Blickwinkel unterschiedlich deutlich hervor.
b) Die feinen Einzelheiten waren nur mithilfe eines Vergrößerungsglases zu erkennen.
c) Das Bild musste in einem abgedunkelten Betrachtungsgerät angesehen werden.
d) Die Aufnahme wurde erst nach der Übertragung auf Papier vollständig sichtbar.
9. Was sollten technische Museen nach Ansicht der Autorin an aufgegebenen Verfahren sichtbar machen?
a) Welche gesellschaftlichen Bedürfnisse und Entscheidungen technische Entwicklungspfade begünstigten.
b) Wie sich überholte Geräte mit heutigen Bauteilen wieder funktionsfähig machen lassen.
c) Warum sich langfristig stets das technisch hochwertigste Verfahren durchsetzt.
d) Welche persönlichen Eigenschaften erfolgreiche Erfinder gemeinsam hatten.
10. Welche Folgerung zieht die Autorin aus dem Blick auf die Daguerreotypie für heutige Fototechnik?
a) Gegenwärtig selbstverständliche Formen des Fotografierens sollten nicht mit dem endgültigen Zustand des Mediums verwechselt werden.
b) Digitale Verfahren werden erst dann historisch bedeutsam, wenn sie vollständig durch neue Techniken ersetzt worden sind.
c) Die weitere Entwicklung der Fotografie wird hauptsächlich von der Verbesserung der Bildschärfe abhängen.
d) Heutige Aufnahmegeräte werden langfristig wieder stärker nach dem Prinzip des nicht kopierbaren Einzelbildes arbeiten.
Lesen Teil 2
Ordnen Sie den Textabschnitten 11–16 die inhaltlich passenden Aussagen zu. Zwei Aussagen passen nicht.
Zwei Aussagen passen nicht.
Gemeinde im Großformat
0 – Beispiel Wer das Faith Harbor Center am Rand der amerikanischen Stadt Bellmont zum ersten Mal besucht, erkennt das Gebäude nicht unbedingt als Kirche. Auf dem weitläufigen Gelände stehen ein Veranstaltungssaal, Unterrichtsräume, Büros und Sportflächen. Die Gemeinde verbindet Gottesdienste mit Beratung, Bildungsarbeit und Nachbarschaftshilfe. Ihre Größe eröffnet Möglichkeiten, zwingt sie aber auch, religiöse Gemeinschaft organisatorisch neu zu gestalten. 11 Hinter den Glastüren beginnt kein stiller Vorraum mit schweren Bänken. Besucher betreten eine breite Halle, wie sie sie von einem Bahnhof oder einem öffentlichen Kulturzentrum kennen könnten. Ein gut sichtbarer Informationspunkt bietet Orientierung, daneben stehen kleine Tische, und aus einem Café kommt der Geruch frisch gemahlenen Kaffees. Niemand muss sofort wissen, wie man sich in einem Kirchenraum verhält. Die vertraute Umgebung soll vor allem Menschen, die selten oder nie einen Gottesdienst besuchen, den ersten Schritt erleichtern. Sie können zunächst beobachten, Fragen stellen oder auf jemanden warten, ohne schon durch das Betreten eine eindeutige religiöse Rolle übernehmen zu müssen. 12 Im Hauptsaal arbeiten Musiker, Tonleute und Lichttechniker mit einer Präzision, die sonst von großen Bühnenproduktionen bekannt ist. Längere Umbaupausen werden vermieden, kurze Filme führen in Themen ein, und Übergänge zwischen Musik, Ansprache und Gebet sind genau geplant. Für Neulinge kann diese klare Dramaturgie hilfreich sein: Sie verstehen leichter, was geschieht, und müssen keine unbekannte Liturgie entschlüsseln. Gerade die mühelose Zugänglichkeit hat jedoch eine Kehrseite. Wenn jede Minute wie ein professionelles Unterhaltungsangebot gestaltet wird, liegt die Erwartung nahe, auch religiöse Beteiligung müsse bequem konsumierbar sein und dürfe weder Geduld noch Irritation verlangen. 13 An einem gewöhnlichen Wochenende sind mehrere Hundert Freiwillige im Einsatz. Einige begrüßen Gäste, andere betreuen Kinder, bereiten Räume vor oder organisieren die Ausgabe von Lebensmitteln. Entscheidend ist, dass diese Helfer nicht bei jedem Termin zufällig verteilt werden. Meist arbeiten sie über Monate in denselben überschaubaren Teams. Dort kennt man bald nicht nur die Namen, sondern auch Fähigkeiten, Sorgen und verlässliche Gewohnheiten der anderen. Wer eine Aufgabe übernimmt, wird wiedererkannt und gebraucht; aus wiederholter Zusammenarbeit erwächst Verantwortung. So entsteht mitten in einer Organisation, die von außen wie ein anonymer Großbetrieb wirkt, ein Geflecht dauerhafter persönlicher Beziehungen. 14 Der zentrale Saal besitzt keine fest montierte Bestuhlung. Tribünen können eingefahren, Zwischenwände verschoben und kleinere Bereiche voneinander getrennt werden. Anschlüsse für Licht, Ton und digitale Präsentationen sind nicht allein auf die große Sonntagsveranstaltung ausgerichtet, sondern im ganzen Gebäudekomplex verfügbar. Dadurch verwandelt sich derselbe Raum während der Woche mehrfach: vormittags findet dort Kinderbetreuung statt, später ein Sprachkurs, am Abend eine Schuldnerberatung oder eine Versammlung aus dem Viertel. Die Architektur soll nicht ein einziges feierliches Ereignis konservieren, sondern wechselnde Nutzungen ermöglichen. Der erhebliche technische Aufwand wird damit begründet, dass das Gebäude an sechs weiteren Tagen nicht leer stehen soll. 15 Die Gottesdienste werden live übertragen und bleiben anschließend online abrufbar. So können ehemalige Mitglieder aus anderen Städten, kranke Menschen und Beschäftigte mit ungünstigen Arbeitszeiten weiterhin folgen. Manche schreiben während der Übertragung Nachrichten, andere treffen sich in kleinen privaten Gruppen vor einem Bildschirm. Die Gemeinde erreicht auf diesem Weg Personen, die im Saal niemals Platz nehmen könnten. Gleichzeitig bleibt offen, ob digitales Dabeisein dasselbe bedeutet wie gemeinsame Anwesenheit. Ein Stream überträgt Worte und Musik, nicht aber das zufällige Gespräch am Eingang, die Stimmung im Raum oder die Verpflichtung, auf einen Menschen neben sich unmittelbar zu reagieren. 16 Das schnelle Wachstum des Faith Harbor Centers hat eine Grenze sichtbar gemacht. Selbst ein großes Team von Geistlichen und Beratern kann nicht mit allen regelmäßig persönlich sprechen. Wer nur die Hauptveranstaltung besucht, könnte daher lange unbemerkt bleiben. Die Gemeinde hat das Stadtgebiet in kleinere Nachbarschaftsgruppen gegliedert, die sich in gleichbleibender Besetzung treffen. Für jede Gruppe gibt es benannte Ansprechpersonen, die neue Mitglieder vorstellen, bei praktischen Problemen Kontakte vermitteln und Rückmeldungen an die hauptamtlichen Mitarbeiter weitergeben. Die kleine Einheit ersetzt nicht die große Versammlung; sie soll verhindern, dass deren Größe persönliche Begleitung unmöglich macht.
Beispiel
0. 0 – Beispiel: Das vielfältige Angebot der Großgemeinde erfordert eine komplexe Organisation.
11. Abschnitt 11
a) Die digitale Übertragung vergrößert die Reichweite, verändert jedoch die Bedeutung persönlicher Anwesenheit.
b) Professionelle Inszenierung senkt für manche die Zugangsschwelle, lässt aber die Grenze zum Konsum verschwimmen.
c) Auch kleine Gemeinden übernehmen das Erscheinungsbild großer Glaubenszentren nahezu unverändert.
d) Eine wandelbare Bauweise ermöglicht es, die Räume an Werktagen für andere Zwecke zu nutzen.
e) Der Verkauf von Speisen und Getränken dient nicht nur der Begegnung, sondern finanziert auch einzelne Angebote der Gemeinde.
f) Die Gestaltung des Eingangs soll vertraut wirken und traditionelle Schwellenängste vermeiden.
g) Das starke Wachstum erschwert persönliche Betreuung und macht kleinere Gruppen innerhalb der Gemeinde nötig.
h) Ehrenamtliche Mitarbeit verwandelt einen anonym wirkenden Großbetrieb in ein Netz wiederkehrender Beziehungen.
12. Abschnitt 12
a) Die digitale Übertragung vergrößert die Reichweite, verändert jedoch die Bedeutung persönlicher Anwesenheit.
b) Professionelle Inszenierung senkt für manche die Zugangsschwelle, lässt aber die Grenze zum Konsum verschwimmen.
c) Auch kleine Gemeinden übernehmen das Erscheinungsbild großer Glaubenszentren nahezu unverändert.
d) Eine wandelbare Bauweise ermöglicht es, die Räume an Werktagen für andere Zwecke zu nutzen.
e) Der Verkauf von Speisen und Getränken dient nicht nur der Begegnung, sondern finanziert auch einzelne Angebote der Gemeinde.
f) Die Gestaltung des Eingangs soll vertraut wirken und traditionelle Schwellenängste vermeiden.
g) Das starke Wachstum erschwert persönliche Betreuung und macht kleinere Gruppen innerhalb der Gemeinde nötig.
h) Ehrenamtliche Mitarbeit verwandelt einen anonym wirkenden Großbetrieb in ein Netz wiederkehrender Beziehungen.
13. Abschnitt 13
a) Die digitale Übertragung vergrößert die Reichweite, verändert jedoch die Bedeutung persönlicher Anwesenheit.
b) Professionelle Inszenierung senkt für manche die Zugangsschwelle, lässt aber die Grenze zum Konsum verschwimmen.
c) Auch kleine Gemeinden übernehmen das Erscheinungsbild großer Glaubenszentren nahezu unverändert.
d) Eine wandelbare Bauweise ermöglicht es, die Räume an Werktagen für andere Zwecke zu nutzen.
e) Der Verkauf von Speisen und Getränken dient nicht nur der Begegnung, sondern finanziert auch einzelne Angebote der Gemeinde.
f) Die Gestaltung des Eingangs soll vertraut wirken und traditionelle Schwellenängste vermeiden.
g) Das starke Wachstum erschwert persönliche Betreuung und macht kleinere Gruppen innerhalb der Gemeinde nötig.
h) Ehrenamtliche Mitarbeit verwandelt einen anonym wirkenden Großbetrieb in ein Netz wiederkehrender Beziehungen.
14. Abschnitt 14
a) Die digitale Übertragung vergrößert die Reichweite, verändert jedoch die Bedeutung persönlicher Anwesenheit.
b) Professionelle Inszenierung senkt für manche die Zugangsschwelle, lässt aber die Grenze zum Konsum verschwimmen.
c) Auch kleine Gemeinden übernehmen das Erscheinungsbild großer Glaubenszentren nahezu unverändert.
d) Eine wandelbare Bauweise ermöglicht es, die Räume an Werktagen für andere Zwecke zu nutzen.
e) Der Verkauf von Speisen und Getränken dient nicht nur der Begegnung, sondern finanziert auch einzelne Angebote der Gemeinde.
f) Die Gestaltung des Eingangs soll vertraut wirken und traditionelle Schwellenängste vermeiden.
g) Das starke Wachstum erschwert persönliche Betreuung und macht kleinere Gruppen innerhalb der Gemeinde nötig.
h) Ehrenamtliche Mitarbeit verwandelt einen anonym wirkenden Großbetrieb in ein Netz wiederkehrender Beziehungen.
15. Abschnitt 15
a) Die digitale Übertragung vergrößert die Reichweite, verändert jedoch die Bedeutung persönlicher Anwesenheit.
b) Professionelle Inszenierung senkt für manche die Zugangsschwelle, lässt aber die Grenze zum Konsum verschwimmen.
c) Auch kleine Gemeinden übernehmen das Erscheinungsbild großer Glaubenszentren nahezu unverändert.
d) Eine wandelbare Bauweise ermöglicht es, die Räume an Werktagen für andere Zwecke zu nutzen.
e) Der Verkauf von Speisen und Getränken dient nicht nur der Begegnung, sondern finanziert auch einzelne Angebote der Gemeinde.
f) Die Gestaltung des Eingangs soll vertraut wirken und traditionelle Schwellenängste vermeiden.
g) Das starke Wachstum erschwert persönliche Betreuung und macht kleinere Gruppen innerhalb der Gemeinde nötig.
h) Ehrenamtliche Mitarbeit verwandelt einen anonym wirkenden Großbetrieb in ein Netz wiederkehrender Beziehungen.
16. Abschnitt 16
a) Die digitale Übertragung vergrößert die Reichweite, verändert jedoch die Bedeutung persönlicher Anwesenheit.
b) Professionelle Inszenierung senkt für manche die Zugangsschwelle, lässt aber die Grenze zum Konsum verschwimmen.
c) Auch kleine Gemeinden übernehmen das Erscheinungsbild großer Glaubenszentren nahezu unverändert.
d) Eine wandelbare Bauweise ermöglicht es, die Räume an Werktagen für andere Zwecke zu nutzen.
e) Der Verkauf von Speisen und Getränken dient nicht nur der Begegnung, sondern finanziert auch einzelne Angebote der Gemeinde.
f) Die Gestaltung des Eingangs soll vertraut wirken und traditionelle Schwellenängste vermeiden.
g) Das starke Wachstum erschwert persönliche Betreuung und macht kleinere Gruppen innerhalb der Gemeinde nötig.
h) Ehrenamtliche Mitarbeit verwandelt einen anonym wirkenden Großbetrieb in ein Netz wiederkehrender Beziehungen.
Lesen Teil 3
Setzen Sie die passenden Textabschnitte in die Lücken 17–22 der Reportage ein. Ein Textabschnitt passt nicht.
Ein Textabschnitt passt nicht.
Wem gehört eine Melodie?
Als Lina Vogt an diesem Freitagmorgen das ehemalige Fabrikgebäude betritt, hört sie aus drei Richtungen zugleich Musik. Hinter einer Tür läuft eine Bassfigur in Endlosschleife, im Treppenhaus probiert jemand einzelne Vokale aus, und aus der Küche kommt ein ungeduldiges Klopfen mit zwei Löffeln. Beispiel 0 Lina schreibt seit einigen Jahren Lieder für kleinere Bühnenproduktionen. Im Camp von Nordklang soll sie erfahren, wie aus der flüchtigen Begegnung mit anderen ein gemeinsames Stück werden kann. Das Gebäude beherbergt für drei Tage Sängerinnen, Instrumentalisten, Textautorinnen und technische Produzenten. Veranstalterin Mara Seidel nennt es bewusst ein Camp und nicht einen Wettbewerb. Am Ende soll kein Sieger bestimmt werden. Mehrere Musikverlage dürfen die entstandenen Skizzen zwar anhören, doch eine Veröffentlichung wird niemandem versprochen. Entscheidend sei, sagt Mara bei der Begrüßung, dass Ideen früh geteilt würden, bevor ihre Besitzer sie gegen jeden fremden Eingriff verteidigten. Zum Auftakt arbeitet Lina mit einem Gitarristen und einer Produzentin an einer Folge kurzer Klangbilder. Nach neunzig Minuten endet diese Besetzung. Auf dem Flur werden die Teams für jede Arbeitsphase neu zusammengestellt. __(17)__ Mara erklärt den Wechsel nicht als beliebiges Personenspiel. Die Beteiligten sollen verschiedene Funktionen übernehmen und unfertige Einfälle Menschen zeigen, deren Arbeitsweise sie noch nicht kennen. Wer vormittags einen Text begonnen hat, darf nachmittags am Rhythmus arbeiten; wer einen Klang gebaut hat, kann später die Form des Stücks hinterfragen. Zugleich werden Beiträge nicht namenlos: Jede Gruppe notiert, von wem ein Ausgangsmotiv oder eine entscheidende Änderung stammt. Dann verteilt Mara Umschläge. Darin steht weder ein Titel noch eine gewünschte Instrumentierung. Beschrieben werden lediglich eine gespannte, aber nicht düstere Stimmung und ein mögliches Publikum: Menschen, die nachts unterwegs sind und noch nicht wissen, ob sie ankommen oder umkehren werden. Vor dem Beginn erhalten alle Gruppen denselben knappen Rahmen. __(18)__ Lina sitzt nun mit dem Sounddesigner Amir Özkan und der Sängerin Nele Brandt in einem schmalen Raum. Beide hat sie erst am Frühstückstisch kennengelernt. Statt sofort eine fertige Liedidee zu formulieren, schreiben sie Bilder auf Karten: eine leere Haltestelle, Licht in einer fremden Wohnung, eine zu früh geschlossene Tür. Amir sammelt dazu Geräusche und einzelne Akkorde, Nele spricht Satzfragmente in verschiedenen Tonlagen ein. Erst später wollen sie entscheiden, welches Material zusammengehört. Der gemeinsame Rahmen verhindert nicht, dass die drei in unterschiedliche Richtungen ziehen. Lina bevorzugt eine erzählende Strophe, Nele möchte mit einer wiederholten Frage beginnen, Amir hält zunächst jedes deutlich erkennbare Versmaß für zu bequem. Drei Refrainversuche werden aufgenommen und wieder verworfen. Amir löscht sie nicht. Auf seiner groben Raumaufnahme sind auch ein umfallender Notenständer, das Schieben eines Stuhls und der Anfang einer Zeile zu hören, die Lina mitten im Satz abbricht. Kurz vor der Pause scheint von den Versuchen kaum etwas brauchbar. __(19)__ Das gefundene Muster verschiebt die Arbeit. Nele legt ihre Frage nun nicht auf den Taktanfang, sondern knapp dahinter. Lina verkürzt zwei Sätze, damit zwischen ihnen hörbare Lücken entstehen. Amir baut aus dem Geräusch des Stuhls keinen dekorativen Effekt, sondern einen trockenen Puls. Um diesen Puls herum schreiben sie zwei Strophen und reduzieren die Begleitung auf wenige Klänge. Die Zufallsaufnahme wird damit nicht zum fertigen Werk; sie liefert eine Ordnung, die vorher keiner geplant hatte. Nach dem Mittagessen prüfen die drei jede Veränderung. Lina verteidigt eine unregelmäßige Zeile, gibt aber eine zusätzliche Erklärung im Text auf. Nele singt eine Passage mehrfach, bis ihre Stimme nicht mehr gegen den Rhythmus arbeitet. Amir entfernt schließlich einen Klang, auf den er am Vormittag besonders stolz gewesen war. Am Nachmittag einigen sie sich auf eine Fassung, die sie am Abend vorstellen wollen. __(20)__ Als Mara später den Raum besucht, zeigt sie auf dieses Protokoll. Eine sofortige Dokumentation könne zwar nicht messen, was ein Beitrag künstlerisch wert sei. Sie halte aber fest, wann ein Motiv auftauchte und wie andere daran weiterarbeiteten. Sollte aus der Skizze später ein Auftrag werden, müssten die Beteiligten ihre Erinnerung nicht erst unter wirtschaftlichem Druck miteinander vergleichen. Das Verfahren soll Konflikten vorbeugen, ohne aus dem Lied eine bloße Summe abrechenbarer Teile zu machen. Gegen acht Uhr tragen Techniker zusätzliche Stühle herbei. Später kommen alle im größten Studio zusammen. __(21)__ Nach Linas Präsentation fragt der Produzent Rafael Kern nicht, ob ihm das Stück gefallen habe. Er verweist auf den Übergang zur zweiten Strophe, an dem der trockene Puls plötzlich seine Spannung verliere. Ob die Gruppe dort vielleicht zu viel Material gleichzeitig verteidige? Für den nächsten Morgen bietet er an, mit Amir zwei technische Varianten auszuprobieren. Lina notiert die Frage. Sie fühlt sich genauer kritisiert und zugleich weniger beurteilt, als sie erwartet hatte. Am folgenden Tag wird aus Rafaels Einwand keine vollständige Reparaturanweisung. Eine seiner Varianten klingt sauber, nimmt dem Stück aber seine Unruhe. Die andere lässt eine kleine Verschiebung hörbar werden, die Lina und Nele weiter ausarbeiten. Ein Vertreter eines Musikverlags bittet später um die Aufnahme, verspricht jedoch nichts. Für Lina ist das zunächst ernüchternd. Dann verabredet sie mit Nele eine weitere Sitzung und lädt Amir zu einem Theaterprojekt ein. Am nächsten Morgen fährt Lina mit neuen Kontakten, aber ohne Zusage nach Hause. __(22)__
Beispiel
0. Beispiel 0: Lina schreibt seit einigen Jahren Lieder für kleinere Bühnenproduktionen. Im Camp von Nordklang soll sie erfahren, wie aus der flüchtigen Begegnung mit anderen ein gemeinsames Stück werden kann.
17. Auf dem Flur werden die Teams für jede Arbeitsphase neu zusammengestellt.
a) Manche Teilnehmende behandeln den knappen Rahmen zunächst wie eine Bestellung, andere nur wie einen Anlass zum Widerspruch. Mara Seidel besteht auf einer dritten Lesart: Er soll Entscheidungen anstoßen, ohne ihr Ergebnis vorwegzunehmen. Darum gilt am Anfang nicht der eingängigste Refrain als Fortschritt, sondern ein Vorrat an Bildern, Klängen und Satzresten, auf den mehrere Personen zugreifen können.
b) In einem früheren Camp wurden Ausschnitte noch während der Arbeit an ein ausgewähltes Online-Publikum geschickt. Dessen Reaktionen lieferten rasch klare Favoriten, drängten leisere Entwürfe jedoch ebenso rasch an den Rand. Seitdem wird darüber gestritten, ob frühe Rückmeldungen Orientierung schaffen oder lediglich jene Ideen belohnen, die schon beim ersten Hören vertraut wirken.
c) Parallel zu den musikalischen Notizen entsteht ein zweites, unscheinbareres Dokument. Darin halten alle fest, wer eine Wendung, eine Melodie oder einen entscheidenden Eingriff beigesteuert hat. Die Liste bewertet diese Beiträge nicht. Sie sorgt aber dafür, dass eine spätere Erinnerung an den Arbeitsprozess nicht davon abhängt, wessen Stimme nach einem möglichen Erfolg am lautesten zu hören ist.
d) Feste Duos, die ihre Aufgaben seit Jahren wortlos verteilen, wären leichter zu organisieren. Gerade diese Sicherheit soll hier jedoch fehlen. Wer bei einem Durchgang den Text vorantreibt, kann im nächsten für Klang oder Struktur zuständig sein. So bleibt die einzelne Urheberschaft erkennbar, ohne dass bereits vor der ersten Idee feststeht, aus welcher Person sie kommen darf.
e) Die straffe Organisation hat Einfälle weder erzeugt noch überflüssig gemacht. Sie hat festgelegt, wann fremde Einwände, technische Hilfe und klare Absprachen verfügbar waren. Ob aus einem Bruchstück ein Lied wurde, entschied sich dennoch in Momenten, die kein Ablaufplan garantieren konnte. Vielleicht liegt der persönliche Anteil deshalb nicht im geschützten Alleinsein, sondern darin, unter vielen Möglichkeiten eine weiterzuverfolgen.
f) Amir Özkan hört das Material noch einmal ab, diesmal nicht auf der Suche nach einem fertigen Teil. Zwischen Stühlerücken und einer abgebrochenen Zeile bemerkt er eine Betonung, die vorher niemand ernst genommen hat. Erst als die anderen denselben Ausschnitt langsamer und dann gegen den Takt hören, wird daraus ein rhythmisches Muster, an das sich der nächste Arbeitsschritt anschließen lässt.
g) Wer nun ein Urteil mit Rangliste erwartet, missversteht den Zweck der Runde. Die Stücke werden zwar gemeinsam gehört, anschließend darf aber zunächst nur gefragt werden: Wo verliert der Entwurf seine Richtung, und welche Hilfe könnte ihn weiterbringen? Dadurch endet die Zusammenkunft nicht mit Gewinnern und Verlierern, sondern mit kleinen Verabredungen für die nächste Arbeitsphase.
18. Vor dem Beginn erhalten alle Gruppen denselben knappen Rahmen.
a) Manche Teilnehmende behandeln den knappen Rahmen zunächst wie eine Bestellung, andere nur wie einen Anlass zum Widerspruch. Mara Seidel besteht auf einer dritten Lesart: Er soll Entscheidungen anstoßen, ohne ihr Ergebnis vorwegzunehmen. Darum gilt am Anfang nicht der eingängigste Refrain als Fortschritt, sondern ein Vorrat an Bildern, Klängen und Satzresten, auf den mehrere Personen zugreifen können.
b) In einem früheren Camp wurden Ausschnitte noch während der Arbeit an ein ausgewähltes Online-Publikum geschickt. Dessen Reaktionen lieferten rasch klare Favoriten, drängten leisere Entwürfe jedoch ebenso rasch an den Rand. Seitdem wird darüber gestritten, ob frühe Rückmeldungen Orientierung schaffen oder lediglich jene Ideen belohnen, die schon beim ersten Hören vertraut wirken.
c) Parallel zu den musikalischen Notizen entsteht ein zweites, unscheinbareres Dokument. Darin halten alle fest, wer eine Wendung, eine Melodie oder einen entscheidenden Eingriff beigesteuert hat. Die Liste bewertet diese Beiträge nicht. Sie sorgt aber dafür, dass eine spätere Erinnerung an den Arbeitsprozess nicht davon abhängt, wessen Stimme nach einem möglichen Erfolg am lautesten zu hören ist.
d) Feste Duos, die ihre Aufgaben seit Jahren wortlos verteilen, wären leichter zu organisieren. Gerade diese Sicherheit soll hier jedoch fehlen. Wer bei einem Durchgang den Text vorantreibt, kann im nächsten für Klang oder Struktur zuständig sein. So bleibt die einzelne Urheberschaft erkennbar, ohne dass bereits vor der ersten Idee feststeht, aus welcher Person sie kommen darf.
e) Die straffe Organisation hat Einfälle weder erzeugt noch überflüssig gemacht. Sie hat festgelegt, wann fremde Einwände, technische Hilfe und klare Absprachen verfügbar waren. Ob aus einem Bruchstück ein Lied wurde, entschied sich dennoch in Momenten, die kein Ablaufplan garantieren konnte. Vielleicht liegt der persönliche Anteil deshalb nicht im geschützten Alleinsein, sondern darin, unter vielen Möglichkeiten eine weiterzuverfolgen.
f) Amir Özkan hört das Material noch einmal ab, diesmal nicht auf der Suche nach einem fertigen Teil. Zwischen Stühlerücken und einer abgebrochenen Zeile bemerkt er eine Betonung, die vorher niemand ernst genommen hat. Erst als die anderen denselben Ausschnitt langsamer und dann gegen den Takt hören, wird daraus ein rhythmisches Muster, an das sich der nächste Arbeitsschritt anschließen lässt.
g) Wer nun ein Urteil mit Rangliste erwartet, missversteht den Zweck der Runde. Die Stücke werden zwar gemeinsam gehört, anschließend darf aber zunächst nur gefragt werden: Wo verliert der Entwurf seine Richtung, und welche Hilfe könnte ihn weiterbringen? Dadurch endet die Zusammenkunft nicht mit Gewinnern und Verlierern, sondern mit kleinen Verabredungen für die nächste Arbeitsphase.
19. Kurz vor der Pause scheint von den Versuchen kaum etwas brauchbar.
a) Manche Teilnehmende behandeln den knappen Rahmen zunächst wie eine Bestellung, andere nur wie einen Anlass zum Widerspruch. Mara Seidel besteht auf einer dritten Lesart: Er soll Entscheidungen anstoßen, ohne ihr Ergebnis vorwegzunehmen. Darum gilt am Anfang nicht der eingängigste Refrain als Fortschritt, sondern ein Vorrat an Bildern, Klängen und Satzresten, auf den mehrere Personen zugreifen können.
b) In einem früheren Camp wurden Ausschnitte noch während der Arbeit an ein ausgewähltes Online-Publikum geschickt. Dessen Reaktionen lieferten rasch klare Favoriten, drängten leisere Entwürfe jedoch ebenso rasch an den Rand. Seitdem wird darüber gestritten, ob frühe Rückmeldungen Orientierung schaffen oder lediglich jene Ideen belohnen, die schon beim ersten Hören vertraut wirken.
c) Parallel zu den musikalischen Notizen entsteht ein zweites, unscheinbareres Dokument. Darin halten alle fest, wer eine Wendung, eine Melodie oder einen entscheidenden Eingriff beigesteuert hat. Die Liste bewertet diese Beiträge nicht. Sie sorgt aber dafür, dass eine spätere Erinnerung an den Arbeitsprozess nicht davon abhängt, wessen Stimme nach einem möglichen Erfolg am lautesten zu hören ist.
d) Feste Duos, die ihre Aufgaben seit Jahren wortlos verteilen, wären leichter zu organisieren. Gerade diese Sicherheit soll hier jedoch fehlen. Wer bei einem Durchgang den Text vorantreibt, kann im nächsten für Klang oder Struktur zuständig sein. So bleibt die einzelne Urheberschaft erkennbar, ohne dass bereits vor der ersten Idee feststeht, aus welcher Person sie kommen darf.
e) Die straffe Organisation hat Einfälle weder erzeugt noch überflüssig gemacht. Sie hat festgelegt, wann fremde Einwände, technische Hilfe und klare Absprachen verfügbar waren. Ob aus einem Bruchstück ein Lied wurde, entschied sich dennoch in Momenten, die kein Ablaufplan garantieren konnte. Vielleicht liegt der persönliche Anteil deshalb nicht im geschützten Alleinsein, sondern darin, unter vielen Möglichkeiten eine weiterzuverfolgen.
f) Amir Özkan hört das Material noch einmal ab, diesmal nicht auf der Suche nach einem fertigen Teil. Zwischen Stühlerücken und einer abgebrochenen Zeile bemerkt er eine Betonung, die vorher niemand ernst genommen hat. Erst als die anderen denselben Ausschnitt langsamer und dann gegen den Takt hören, wird daraus ein rhythmisches Muster, an das sich der nächste Arbeitsschritt anschließen lässt.
g) Wer nun ein Urteil mit Rangliste erwartet, missversteht den Zweck der Runde. Die Stücke werden zwar gemeinsam gehört, anschließend darf aber zunächst nur gefragt werden: Wo verliert der Entwurf seine Richtung, und welche Hilfe könnte ihn weiterbringen? Dadurch endet die Zusammenkunft nicht mit Gewinnern und Verlierern, sondern mit kleinen Verabredungen für die nächste Arbeitsphase.
20. Am Nachmittag einigen sie sich auf eine Fassung, die sie am Abend vorstellen wollen.
a) Manche Teilnehmende behandeln den knappen Rahmen zunächst wie eine Bestellung, andere nur wie einen Anlass zum Widerspruch. Mara Seidel besteht auf einer dritten Lesart: Er soll Entscheidungen anstoßen, ohne ihr Ergebnis vorwegzunehmen. Darum gilt am Anfang nicht der eingängigste Refrain als Fortschritt, sondern ein Vorrat an Bildern, Klängen und Satzresten, auf den mehrere Personen zugreifen können.
b) In einem früheren Camp wurden Ausschnitte noch während der Arbeit an ein ausgewähltes Online-Publikum geschickt. Dessen Reaktionen lieferten rasch klare Favoriten, drängten leisere Entwürfe jedoch ebenso rasch an den Rand. Seitdem wird darüber gestritten, ob frühe Rückmeldungen Orientierung schaffen oder lediglich jene Ideen belohnen, die schon beim ersten Hören vertraut wirken.
c) Parallel zu den musikalischen Notizen entsteht ein zweites, unscheinbareres Dokument. Darin halten alle fest, wer eine Wendung, eine Melodie oder einen entscheidenden Eingriff beigesteuert hat. Die Liste bewertet diese Beiträge nicht. Sie sorgt aber dafür, dass eine spätere Erinnerung an den Arbeitsprozess nicht davon abhängt, wessen Stimme nach einem möglichen Erfolg am lautesten zu hören ist.
d) Feste Duos, die ihre Aufgaben seit Jahren wortlos verteilen, wären leichter zu organisieren. Gerade diese Sicherheit soll hier jedoch fehlen. Wer bei einem Durchgang den Text vorantreibt, kann im nächsten für Klang oder Struktur zuständig sein. So bleibt die einzelne Urheberschaft erkennbar, ohne dass bereits vor der ersten Idee feststeht, aus welcher Person sie kommen darf.
e) Die straffe Organisation hat Einfälle weder erzeugt noch überflüssig gemacht. Sie hat festgelegt, wann fremde Einwände, technische Hilfe und klare Absprachen verfügbar waren. Ob aus einem Bruchstück ein Lied wurde, entschied sich dennoch in Momenten, die kein Ablaufplan garantieren konnte. Vielleicht liegt der persönliche Anteil deshalb nicht im geschützten Alleinsein, sondern darin, unter vielen Möglichkeiten eine weiterzuverfolgen.
f) Amir Özkan hört das Material noch einmal ab, diesmal nicht auf der Suche nach einem fertigen Teil. Zwischen Stühlerücken und einer abgebrochenen Zeile bemerkt er eine Betonung, die vorher niemand ernst genommen hat. Erst als die anderen denselben Ausschnitt langsamer und dann gegen den Takt hören, wird daraus ein rhythmisches Muster, an das sich der nächste Arbeitsschritt anschließen lässt.
g) Wer nun ein Urteil mit Rangliste erwartet, missversteht den Zweck der Runde. Die Stücke werden zwar gemeinsam gehört, anschließend darf aber zunächst nur gefragt werden: Wo verliert der Entwurf seine Richtung, und welche Hilfe könnte ihn weiterbringen? Dadurch endet die Zusammenkunft nicht mit Gewinnern und Verlierern, sondern mit kleinen Verabredungen für die nächste Arbeitsphase.
21. Später kommen alle im größten Studio zusammen.
a) Manche Teilnehmende behandeln den knappen Rahmen zunächst wie eine Bestellung, andere nur wie einen Anlass zum Widerspruch. Mara Seidel besteht auf einer dritten Lesart: Er soll Entscheidungen anstoßen, ohne ihr Ergebnis vorwegzunehmen. Darum gilt am Anfang nicht der eingängigste Refrain als Fortschritt, sondern ein Vorrat an Bildern, Klängen und Satzresten, auf den mehrere Personen zugreifen können.
b) In einem früheren Camp wurden Ausschnitte noch während der Arbeit an ein ausgewähltes Online-Publikum geschickt. Dessen Reaktionen lieferten rasch klare Favoriten, drängten leisere Entwürfe jedoch ebenso rasch an den Rand. Seitdem wird darüber gestritten, ob frühe Rückmeldungen Orientierung schaffen oder lediglich jene Ideen belohnen, die schon beim ersten Hören vertraut wirken.
c) Parallel zu den musikalischen Notizen entsteht ein zweites, unscheinbareres Dokument. Darin halten alle fest, wer eine Wendung, eine Melodie oder einen entscheidenden Eingriff beigesteuert hat. Die Liste bewertet diese Beiträge nicht. Sie sorgt aber dafür, dass eine spätere Erinnerung an den Arbeitsprozess nicht davon abhängt, wessen Stimme nach einem möglichen Erfolg am lautesten zu hören ist.
d) Feste Duos, die ihre Aufgaben seit Jahren wortlos verteilen, wären leichter zu organisieren. Gerade diese Sicherheit soll hier jedoch fehlen. Wer bei einem Durchgang den Text vorantreibt, kann im nächsten für Klang oder Struktur zuständig sein. So bleibt die einzelne Urheberschaft erkennbar, ohne dass bereits vor der ersten Idee feststeht, aus welcher Person sie kommen darf.
e) Die straffe Organisation hat Einfälle weder erzeugt noch überflüssig gemacht. Sie hat festgelegt, wann fremde Einwände, technische Hilfe und klare Absprachen verfügbar waren. Ob aus einem Bruchstück ein Lied wurde, entschied sich dennoch in Momenten, die kein Ablaufplan garantieren konnte. Vielleicht liegt der persönliche Anteil deshalb nicht im geschützten Alleinsein, sondern darin, unter vielen Möglichkeiten eine weiterzuverfolgen.
f) Amir Özkan hört das Material noch einmal ab, diesmal nicht auf der Suche nach einem fertigen Teil. Zwischen Stühlerücken und einer abgebrochenen Zeile bemerkt er eine Betonung, die vorher niemand ernst genommen hat. Erst als die anderen denselben Ausschnitt langsamer und dann gegen den Takt hören, wird daraus ein rhythmisches Muster, an das sich der nächste Arbeitsschritt anschließen lässt.
g) Wer nun ein Urteil mit Rangliste erwartet, missversteht den Zweck der Runde. Die Stücke werden zwar gemeinsam gehört, anschließend darf aber zunächst nur gefragt werden: Wo verliert der Entwurf seine Richtung, und welche Hilfe könnte ihn weiterbringen? Dadurch endet die Zusammenkunft nicht mit Gewinnern und Verlierern, sondern mit kleinen Verabredungen für die nächste Arbeitsphase.
22. Am nächsten Morgen fährt Lina mit neuen Kontakten, aber ohne Zusage nach Hause.
a) Manche Teilnehmende behandeln den knappen Rahmen zunächst wie eine Bestellung, andere nur wie einen Anlass zum Widerspruch. Mara Seidel besteht auf einer dritten Lesart: Er soll Entscheidungen anstoßen, ohne ihr Ergebnis vorwegzunehmen. Darum gilt am Anfang nicht der eingängigste Refrain als Fortschritt, sondern ein Vorrat an Bildern, Klängen und Satzresten, auf den mehrere Personen zugreifen können.
b) In einem früheren Camp wurden Ausschnitte noch während der Arbeit an ein ausgewähltes Online-Publikum geschickt. Dessen Reaktionen lieferten rasch klare Favoriten, drängten leisere Entwürfe jedoch ebenso rasch an den Rand. Seitdem wird darüber gestritten, ob frühe Rückmeldungen Orientierung schaffen oder lediglich jene Ideen belohnen, die schon beim ersten Hören vertraut wirken.
c) Parallel zu den musikalischen Notizen entsteht ein zweites, unscheinbareres Dokument. Darin halten alle fest, wer eine Wendung, eine Melodie oder einen entscheidenden Eingriff beigesteuert hat. Die Liste bewertet diese Beiträge nicht. Sie sorgt aber dafür, dass eine spätere Erinnerung an den Arbeitsprozess nicht davon abhängt, wessen Stimme nach einem möglichen Erfolg am lautesten zu hören ist.
d) Feste Duos, die ihre Aufgaben seit Jahren wortlos verteilen, wären leichter zu organisieren. Gerade diese Sicherheit soll hier jedoch fehlen. Wer bei einem Durchgang den Text vorantreibt, kann im nächsten für Klang oder Struktur zuständig sein. So bleibt die einzelne Urheberschaft erkennbar, ohne dass bereits vor der ersten Idee feststeht, aus welcher Person sie kommen darf.
e) Die straffe Organisation hat Einfälle weder erzeugt noch überflüssig gemacht. Sie hat festgelegt, wann fremde Einwände, technische Hilfe und klare Absprachen verfügbar waren. Ob aus einem Bruchstück ein Lied wurde, entschied sich dennoch in Momenten, die kein Ablaufplan garantieren konnte. Vielleicht liegt der persönliche Anteil deshalb nicht im geschützten Alleinsein, sondern darin, unter vielen Möglichkeiten eine weiterzuverfolgen.
f) Amir Özkan hört das Material noch einmal ab, diesmal nicht auf der Suche nach einem fertigen Teil. Zwischen Stühlerücken und einer abgebrochenen Zeile bemerkt er eine Betonung, die vorher niemand ernst genommen hat. Erst als die anderen denselben Ausschnitt langsamer und dann gegen den Takt hören, wird daraus ein rhythmisches Muster, an das sich der nächste Arbeitsschritt anschließen lässt.
g) Wer nun ein Urteil mit Rangliste erwartet, missversteht den Zweck der Runde. Die Stücke werden zwar gemeinsam gehört, anschließend darf aber zunächst nur gefragt werden: Wo verliert der Entwurf seine Richtung, und welche Hilfe könnte ihn weiterbringen? Dadurch endet die Zusammenkunft nicht mit Gewinnern und Verlierern, sondern mit kleinen Verabredungen für die nächste Arbeitsphase.
Lesen Teil 4
Ordnen Sie den Aussagen 23–30 jeweils eine der Anzeigen a, b, c oder d zu.
Anzeige a – Pharmazeutische Redaktion
Das Gesundheitsportal Arzneipflanzen-Kompass informiert Verbraucherinnen und Verbraucher über zugelassene pflanzliche Arzneimittel. Für unsere Redaktion in Hannover suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine pharmazeutische Redakteurin oder einen pharmazeutischen Redakteur in unbefristeter Anstellung. Sie prüfen Fach- und Gebrauchsinformationen, pflegen Angaben zu Anwendungsgebieten, Gegenanzeigen und Darreichungsformen in unserer Datenbank und stimmen notwendige Korrekturen mit dem medizinischen Lektorat ab. Außerdem beantworten Sie fachliche Rückfragen aus der Verbraucherredaktion und entwickeln verständliche Erläuterungen für Menschen ohne pharmazeutische Vorkenntnisse. Die Datenbank soll zuverlässig informieren, ohne eine individuelle Beratung in Apotheke oder Arztpraxis zu ersetzen. Unverzichtbar sind ein abgeschlossenes Pharmaziestudium und eine gültige deutsche Approbation als Apothekerin oder Apotheker. Erwartet werden außerdem sorgfältige Recherche, sehr gutes schriftliches Deutsch und Sicherheit im Umgang mit digitalen Redaktionssystemen. Berufserfahrung in einer öffentlichen Apotheke oder in der Arzneimittelinformation ist willkommen. Wir bieten flexible Arbeitszeiten, eine strukturierte Einarbeitung und regelmäßige fachliche Fortbildungen. Ihre Bewerbung mit möglichem Eintrittstermin senden Sie an die Personalstelle des Arzneipflanzen-Kompasses.
Anzeige b – Bildungskoordination im Botanischen Garten
Der Botanische Garten Hohenried erweitert sein Bildungsprogramm zu Arznei- und Nutzpflanzen. Gesucht wird eine Koordinatorin oder ein Koordinator für Führungen, Workshops und Veranstaltungen mit Schulen, Familien und Erwachsenen. Zu Ihren Aufgaben gehören die Entwicklung anschaulicher Vermittlungsformate, die Abstimmung mit Gärtnerinnen und wissenschaftlichen Mitarbeitern sowie die Einsatzplanung unserer ehrenamtlichen Gartenführerinnen und Gartenführer. Für diese Freiwilligen entwerfen und leiten Sie regelmäßig Schulungen, in denen botanische Grundlagen, Gesprächsführung und der verantwortungsvolle Umgang mit Gesundheitsfragen behandelt werden. Sie begleiten erste Führungen und geben anschließend konstruktive Rückmeldung. Da ein großer Teil unseres Publikums den Garten in der Freizeit besucht, finden öffentliche Führungen und Workshops regelmäßig samstags und sonntags statt. Die Bereitschaft zu planbaren Wochenenddiensten ist deshalb Voraussetzung; ein entsprechender Freizeitausgleich wird gewährt. Wir erwarten ein Studium in Biologie, Pädagogik, Kulturvermittlung oder einem verwandten Fach, Organisationstalent und Freude an der Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Altersgruppen. Erfahrungen in der Erwachsenenbildung und gute Englischkenntnisse sind von Vorteil.
Anzeige c – Qualitätskontrolle Pflanzenextrakte
Die Herbamed-Werke stellen standardisierte Pflanzenextrakte für Arzneimittelhersteller her. Für unser Qualitätslabor am Produktionsstandort Riedhausen suchen wir eine Fachkraft für analytische Qualitätskontrolle. Sie nehmen Proben aus eingehenden Pflanzenchargen und der laufenden Produktion, führen chromatografische und physikalische Prüfungen nach festgelegten Verfahren durch und dokumentieren Abweichungen im elektronischen Laborsystem. Bei auffälligen Ergebnissen arbeiten Sie eng mit Herstellung und Qualitätssicherung zusammen. Sorgfalt und eine lückenlose Dokumentation sind für diese Tätigkeit besonders wichtig. Vorausgesetzt werden eine einschlägige Ausbildung als Chemie- oder Pharmielaborantin beziehungsweise -laborant oder ein passender naturwissenschaftlicher Studienabschluss sowie sichere Kenntnisse der Laborpraxis. Da die Produktion werktags vom frühen Morgen bis in den Abend läuft, arbeiten die Laborteams im Wechsel in Früh- und Spätschichten. Ihre Bereitschaft zu diesem rotierenden Schichtplan ist erforderlich. Die Vergütung wird nach unserem betrieblichen Entgeltsystem eingestuft. Maßgeblich sind dabei sowohl die übertragene Verantwortung als auch Ihre einschlägige berufliche oder akademische Qualifikation. Hinzu kommen Schichtzulagen, Fortbildungsangebote und ein Zuschuss zum öffentlichen Nahverkehr.
Anzeige d – Projektstelle Digitale Arzneimittelinformation
Das kommunale Institut für verständliche Gesundheitsinformation überarbeitet sein öffentliches Online-Verzeichnis pflanzlicher Arzneimittel. Für dieses Vorhaben suchen wir eine Projektmitarbeiterin oder einen Projektmitarbeiter aus den Bereichen Informationsdesign, Nutzerforschung oder digitale Kommunikation. Das Arbeitsverhältnis ist zunächst ausdrücklich auf zwölf Monate befristet. Eine Entscheidung über eine Fortsetzung kann erst nach Abschluss der kommunalen Haushaltsplanung getroffen werden. Sie analysieren Suchwege im bestehenden Verzeichnis, entwickeln gemeinsam mit Redaktion und Technik neue Navigationskonzepte und testen frühe Entwürfe. Ein Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie Menschen mit sehr unterschiedlicher digitaler Erfahrung das Angebot tatsächlich benutzen. Dazu planen Sie beobachtete Nutzungssitzungen und leitfadengestützte Interviews, werten typische Verständigungsprobleme aus und übersetzen die Ergebnisse in konkrete Anforderungen an Aufbau und Sprache. Wir erwarten Erfahrung mit qualitativen Forschungsmethoden, einen sicheren Umgang mit digitalen Prototypen und die Fähigkeit, technische sowie gesundheitliche Inhalte verständlich zu vermitteln. Pharmazeutische Fachkenntnisse sind hilfreich, aber keine Voraussetzung. Wir bieten flexible Arbeitszeiten und die Möglichkeit, einen Teil der Arbeit mobil zu erledigen.
Beispiel
0. Bei welcher Stelle sind pharmazeutische Kenntnisse erwünscht, aber nicht zwingend vorgeschrieben?
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Lösung zum Beispiel: d
23. Für diese Tätigkeit ist eine gültige Approbation als Apothekerin oder Apotheker erforderlich.
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24. Sie leiten Schulungen für ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
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25. Die Stelle ist unbefristet ausgeschrieben.
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26. Regelmäßige Einsätze am Wochenende gehören zur Tätigkeit.
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27. Das Arbeitsverhältnis ist zunächst auf zwölf Monate begrenzt.
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28. Sie untersuchen, wie unterschiedliche Personen ein digitales Informationsangebot nutzen.
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29. Sie müssen bereit sein, in wechselnden Schichten zu arbeiten.
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30. Die Höhe der Vergütung richtet sich auch nach Ihrer beruflichen Qualifikation.
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