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Goethe C2 Lesen · Übungssatz 06

Paper 6

Goethe C2 · Reading

80 min15 pages

Was nach dem Zuschlag bleibt

Exam material is in German.

Answers & guidance

Independent Faust practice material. Not published or endorsed by the Goethe-Institut.

Inside the paper

Teil 1

Lesen Sie den Kommentar. Wählen Sie bei den Aufgaben 1–10 jeweils a, b, c oder d. Es gibt jeweils nur eine richtige Lösung. Markieren Sie Ihre Lösungen auf dem Antwortbogen. Beispiel 0: Was führt den Verfasser in das Auktionshaus? a Eine angekündigte Vorbesichtigung. b Eine persönliche Kaufberatung. c Eine öffentliche Podiumsdiskussion. d Eine vereinbarte Einlieferung. Lösung: a.

Was nach dem Zuschlag bleibt

Die Ankündigung einer öffentlichen Vorbesichtigung hat mich ins Auktionshaus am Mühlenplatz gelockt. Als gelegentlicher Ausstellungsbesucher, der eher Eintrittskarten als Kunstwerke kauft, schätze ich solche Einladungen. Gleich hinter dem Eingang stehen drei Besucher vor einer kleinen Radierung. Eine Mitarbeiterin erwähnt im Vorübergehen den sechsstelligen Schätzpreis eines gegenüberhängenden Blattes. Einer der drei dreht sich um, die anderen folgen; nun beugen sie sich vor dessen Rahmen. Die Radierung, über deren eigentümlichen Horizont eben noch gesprochen wurde, hängt wieder allein. Ich bleibe einen Augenblick zwischen den beiden Wänden stehen, den aufgeklappten Katalog in der Hand. Im nächsten Raum wird eine Folge von zwölf Drucken als zusammengehöriges Los angeboten. Auf jedem Blatt erscheint derselbe Innenhof, doch eine Treppe wandert an den Rand, Fenster werden zu dunklen Rechtecken, schließlich löst sich die Architektur beinahe in Flächen auf. Erst nebeneinander betrachtet machen die Blätter nachvollziehbar, wie der Künstler sein Motiv von Versuch zu Versuch verändert. Wer nur das eindrucksvollste herausgreift, sieht ein überzeugendes Ergebnis; wer die Reihe verfolgt, erkennt auch die Entscheidungen, die dorthin geführt haben. Dass sie vollständig geblieben ist, hat deshalb einen Wert, der sich beim bloßen Addieren der Einzelpreise schwerlich erschließt. Man kann hier tatsächlich beim Denken zusehen, sofern man sich die Zeit dafür nimmt. Der Katalog hilft zunächst vorzüglich: Er erläutert das Druckverfahren, nennt Papier und Maße und unterscheidet die einzelnen Zustände. Solche Angaben schärfen meinen Blick. Dann aber begegnen mir auf derselben Seite Formulierungen wie „unüberbietbare Meisterschaft“ und „zwingende Vollendung“. Ich hatte gerade begonnen, mich über eine merkwürdig starre Figur zu wundern; nun lese ich, wie restlos gelungen sie offenbar ist. Der Katalog liefert die Bewunderung gleich mit. Zwischen der sachkundigen Beschreibung einer Linie und ihrer feierlichen Erhebung zum Ereignis bleibt für meinen eigenen ersten Eindruck erstaunlich wenig Platz. Dabei wäre gerade mein Zögern ein brauchbarer Ausgangspunkt für eine nähere Betrachtung. Sorgfältiger geht das Haus mit der Geschichte des Besitzes um. Für die Folge ist ein Ankauf durch einen Sammler im Jahr 1972 schriftlich belegt; seine Bestandsliste reicht bis 1984. Eine Erwerbsbestätigung einer zweiten Sammlerin setzt 1989 ein. Zwischen 1984 und 1989 lässt sich der Weg der Blätter anhand der vorhandenen Unterlagen nicht verfolgen. Von 1989 bis zur jetzigen Einlieferung ist die Abfolge wiederum durch Rechnungen und Nachlassunterlagen dokumentiert. Diese Belege sind in einem öffentlich zugänglichen Dossier einsehbar. Mir gefällt die Genauigkeit, mit der die fünf offenen Jahre benannt werden. Sie erlaubt eine konkrete Nachfrage, während eine wolkige Versicherung jahrzehntelang gepflegten Familienbesitzes jede weitere Beschäftigung eher erschweren würde. Vermutlich wird die Folge in private Hände gelangen. Gelegentlich führt ein solcher Weg später über eine Leihgabe wieder in ein Museum. Das begrüße ich ausdrücklich, sofern das Museum selbst bestimmt, welche Blätter es ausstellt und in welchen Zusammenhang es sie rückt. Eine Leihgabe kann Lücken schließen und überraschende Nachbarschaften ermöglichen. Sie wird besonders interessant, wenn ein vertrautes Werk neben etwas gezeigt wird, das den gewohnten Blick irritiert. Die Entscheidung darüber gehört jedoch zu der kuratorischen Arbeit, für die das Haus öffentlich einsteht. Würde ein Leihgeber bereits die Auswahl und die Deutung festlegen, bliebe vom wissenschaftlichen Umgang mit der Sammlung vor allem die Bereitstellung einer Wand übrig. Bei einem Besuch in einem Museum hatte ich zuvor gefragt, ob dort ein Ankauf dieser Folge erwogen werde. Die zuständige Mitarbeiterin hatte die Blätter eingehend angesehen und ihre Bedeutung für die Sammlung erläutert. Dennoch würde das Museum auf einen Erwerb verzichten: Ausschlaggebend seien die dauerhaft anfallenden Ausgaben für konservatorische Betreuung und geeignete Lagerung, zusätzlich zum Kaufbetrag. Papier verlangt auch dann Aufmerksamkeit, wenn es gerade niemand betrachtet. Für ein Erwerbungsbudget lässt sich gelegentlich ein Förderer finden; die Betreuung läuft im nächsten Haushaltsjahr weiter. Seit diesem Gespräch höre ich Forderungen, ein Museum müsse bei einer Auktion einfach mutiger zugreifen, mit einer gewissen Ungeduld. Zur Freude über den Zugang gehört eben auch die Verantwortung für seinen Verbleib. Zurück in der Vorbesichtigung fällt mir ein Mann auf, der vor einem niedrig gehängten Blatt stehen geblieben ist. Der Schätzpreis ist bescheiden, die Beschriftung knapp. Während sich nebenan eine Gruppe vor den großformatigen Hauptlosen sammelt, geht er einen Schritt zurück und dann wieder näher heran. Er verfolgt mit dem Finger, ohne das Glas zu berühren, die winzige Unterbrechung einer Schraffur. Ich sehe nun ebenfalls, dass gerade dort ein Ärmel aus dem Schatten tritt. Der Mann schlägt weder die Preisliste auf noch sucht er nach einer Mitarbeiterin. Als ich weitergehe, hat er seine Position noch einmal verändert. Das Gedränge im anderen Raum scheint ihn nicht zu erreichen. Für solche Begegnungen bin ich dem Haus dankbar. Heute kann jeder während der Öffnungszeit eintreten; man braucht weder eine Bieternummer noch einen Nachweis ernsthafter Kaufabsichten. Auch ich stehe länger vor den Werken, als ich geplant hatte. Auf meine Frage, ob die Folge später wieder öffentlich zu sehen sein werde, verweist die Mitarbeiterin freundlich auf die künftigen Eigentümer. Eine entsprechende Vereinbarung ist mit dem Verkauf nicht verbunden. Die Türen stehen an diesem Nachmittag weit offen. Auf der Einladung ist allerdings auch der letzte Tag der Vorbesichtigung gedruckt. Was mir hier als selbstverständliche Gelegenheit erscheint, hat einen genauen Endtermin. Ein praktikabler nächster Schritt wäre deshalb, die sachlichen Katalogeinträge und Abbildungen der Werke auch nach der Auktion ohne Zugangsbeschränkung online vorzuhalten. Ich denke an eine fortlaufend erreichbare Dokumentation, in der Maße, Technik, Zustände und belegte Herkunft nachgesehen werden können. Wer später eine verwandte Arbeit entdeckt, könnte an die heute verfügbaren Informationen anknüpfen. Ein dauerhaft auffindbarer Eintrag würde außerdem verhindern, dass frühere Beschreibungen mit jeder neuen Verkaufsrunde aus dem Blick geraten. Gerade bei einer Folge, deren Zusammenhang Erkenntnis ermöglicht, sollte dieser Zusammenhang wenigstens dokumentarisch erhalten bleiben. An den Kulturjournalismus richtet sich darüber hinaus ein anderer Wunsch. Er sollte mehr Raum dafür schaffen, was Leser an Kunstwerken entdecken können und wie sich diese Einsichten anschaulich vermitteln lassen. Eine beschriebene Veränderung des Motivs, eine erläuterte Druckspur oder eine genau formulierte Irritation können den eigenen Blick in Bewegung bringen. Solche Texte würde ich auch dann noch lesen, wenn der Zuschlag längst erfolgt ist. Nach diesem Nachmittag interessiert mich besonders, ob jemand erklären kann, weshalb die kleine Lücke in jener Schraffur einen ganzen Arm sichtbar werden lässt.

Beispiel

0. Was führt den Verfasser in das Auktionshaus?

a) Eine angekündigte Vorbesichtigung.

b) Eine persönliche Kaufberatung.

c) Eine öffentliche Podiumsdiskussion.

d) Eine vereinbarte Einlieferung.

Lösung zum Beispiel: a

1. Was legt der Verfasser mit seiner Schilderung des Gesprächs am Eingang nahe?

a) Die Besucher suchen vor allem nach einer Bestätigung ihrer bisherigen Kunstkenntnisse.

b) Die Aussicht auf einen Besitzerwechsel erleichtert einen unbefangenen Blick auf die Werke.

c) Der erwartete Erlös gibt vor, welchen Werken die Besucher Aufmerksamkeit schenken.

d) Die Besucher betrachten die Schätzungen als Ausdruck kuratorischer Vorlieben.

2. Welchen Vorzug erkennt der Verfasser dem gemeinsamen Angebot einer Druckfolge zu?

a) Es macht die Entwicklung eines Motivs innerhalb der Folge nachvollziehbar.

b) Es erleichtert den Vergleich verschiedener Drucktechniken mehrerer Kunstschaffender.

c) Es erlaubt eine verlässlichere Einschätzung des Zustands jedes einzelnen Blattes.

d) Es erleichtert öffentlichen Sammlungen den Erwerb ausgewählter Einzelblätter.

3. Welcher Vorbehalt liegt der Bemerkung zugrunde, der Katalog liefere die Bewunderung gleich mit?

a) Die ausführliche Beschreibung lässt für die Abbildungen zu wenig Raum.

b) Die persönliche Begeisterung des Verfassers verdrängt die fachliche Einordnung.

c) Die Hinweise zur Seltenheit richten sich an einen zu engen Kreis von Fachleuten.

d) Die wertende Sprache nimmt dem Publikum einen Teil seiner eigenen Urteilsbildung ab.

4. Welche Einschränkung nennt der Verfasser hinsichtlich der Besitzgeschichte?

a) Die vorhandenen Belege lassen sich keinem bestimmten Blatt zuordnen.

b) Für einen zeitlich begrenzten Abschnitt fehlen belastbare Unterlagen.

c) Die genannten Besitzwechsel sind bislang nur mündlich überliefert.

d) Die Unterlagen sind vorhanden, stehen aber nur Kaufinteressierten offen.

5. Unter welcher Voraussetzung hält der Verfasser private Leihgaben für einen Gewinn für Museen?

a) Wenn die Leihgebenden die Kosten der gesamten Ausstellung übernehmen.

b) Wenn die Werke nach Ablauf der Leihfrist zum Kauf angeboten werden.

c) Wenn die Museen über Auswahl und Einordnung der Werke selbst entscheiden.

d) Wenn die Leihgaben eine bestehende Sammlung möglichst lückenlos ergänzen.

6. Worauf führt der Verfasser die Zurückhaltung des von ihm besuchten Museums zurück?

a) Auf die laufenden Ausgaben, die mit einem Erwerb zusätzlich verbunden wären.

b) Auf die ungewisse künftige Entwicklung des Marktwerts.

c) Auf die Überschneidung mit einer bereits zugesagten Schenkung.

d) Auf die fehlende Möglichkeit, die Folge vollständig auszustellen.

7. Wie ist die Schilderung des stillen Besuchers vor einem wenig beachteten Blatt zu verstehen?

a) Der Besucher möchte eine aussichtsreiche Kaufgelegenheit für sich behalten.

b) Die Beschäftigung mit Kunst kann sich den vorgegebenen Rangordnungen entziehen.

c) Ein unauffälliges Werk erschließt sich erst mit kunsthistorischem Vorwissen.

d) Die räumliche Hängung verhindert, dass die Qualität des Blattes erkannt wird.

8. Welches Verständnis von öffentlicher Zugänglichkeit lässt die Gegenüberstellung von Vorbesichtigung und späterem Verbleib erkennen?

a) Zugänglichkeit hängt vor allem davon ab, ob der Eintritt kostenfrei bleibt.

b) Digitale Abbildungen können den späteren Entzug des Originals hinreichend ausgleichen.

c) Private Besichtigungstermine ermöglichen eine intensivere öffentliche Auseinandersetzung.

d) Eine kurze Öffnung gewährleistet noch keine dauerhafte Teilhabe an den Werken.

9. Was schlägt der Verfasser für die Zeit nach der Versteigerung konkret vor?

a) Die Verkaufspreise sollen mit den ursprünglichen Schätzungen kommentiert veröffentlicht werden.

b) Die sachlichen Werkangaben und Abbildungen sollen dauerhaft frei abrufbar bleiben.

c) Die Erwerbenden sollen regelmäßige Besichtigungstermine verbindlich anbieten.

d) Die Katalogtexte sollen durch Beiträge der neuen Eigentümer ergänzt werden.

10. Woran soll sich nach der ausdrücklich formulierten Schlussforderung die Kulturberichterstattung stärker orientieren?

a) An der Bedeutung der erzielten Preise für die künftige Ankaufspolitik.

b) An den persönlichen Beweggründen der erfolgreichen Bietenden.

c) An der Frage, was sich an den Werken entdecken und vermitteln lässt.

d) An der fachlichen Verlässlichkeit der jeweiligen Auktionshäuser.

Teil 2

Ordnen Sie den Textabschnitten 11–16 jeweils die inhaltlich passende Aussage a–h zu. Jede Aussage darf nur einmal verwendet werden. Beispiel 0 ist bereits zugeordnet. Markieren Sie Ihre Lösungen auf dem Antwortbogen. Beispiel 0: Bei körperlich ausgeführten Arbeitsaufträgen müssen sprachliche Vorgaben in konkrete Bewegungsabläufe übersetzt werden.

Zwei Aussagen passen nicht.

Wenn die Werkhalle Sprache versteht

Beispiel 0 Mehrere Fertigungsbetriebe planen eine Zusammenarbeit, um Handhabungsanlagen künftig mit alltagssprachlichen Aufträgen bedienen zu können. Ein Satz wie „Lege die fertigen Teile in die freie Kiste“ klingt für Menschen eindeutig. Für eine Maschine muss daraus erst eine Folge ausführbarer Schritte werden: das passende Teil erkennen, einen Griff ansetzen, einen Weg bestimmen und das Werkstück ablegen. Die sprachliche Eingabe bildet somit den Anfang einer Übersetzung, an deren Ende Motoren und Greifer bewegt werden. Der geplante Verbund will diese Verbindung zwischen Anweisung und Ausführung gemeinsam erarbeiten. Dabei zeigt sich, dass die ansprechendste Neuerung, das Gespräch mit der Maschine, nur einen Ausschnitt der notwendigen Arbeit sichtbar macht. 11 Zunächst wollen die Betriebe vereinbaren, in welcher Form Geräte ihre Funktionen melden und Aufträge entgegennehmen. Soll später eine Kamera ausgewechselt werden, müsste dann nicht eigens die gesamte Verbindung zur Steuerung neu entwickelt werden. Auch ein Greifer eines anderen Herstellers ließe sich über dieselben vereinbarten Anschlüsse ansprechen. Damit gewänne die technische Auswahl an Spielraum. Ein Wechsel hätte gleichwohl weitere Voraussetzungen: Die gewohnten Einstellungen könnten in einem Format gespeichert sein, das nur der bisherige Dienstleister bearbeitet; Wartungsleistungen könnten mit dessen Softwarepaket verknüpft bleiben. Für die Auswahl will der Verbund deshalb Austauschmöglichkeiten und laufende Betreuung gemeinsam betrachten. Ein passender Anschluss öffnet eine technische Möglichkeit, deren tatsächliche Nutzung von zusätzlichen Vereinbarungen abhängt. Beim Vergleich der Angebote sollen gerade diese längerfristigen Bedingungen frühzeitig sichtbar werden. 12 Anschaulich wird das Vorhaben bei einer Vorführung auf einem vorbereiteten Arbeitstisch. Die Werkstücke liegen in gleichen Abständen, jeweils mit derselben Seite nach oben. Der Greifer nimmt eines nach dem anderen auf und legt es sauber ab. In der laufenden Fertigung kämen die Teile jedoch versetzt an, einzelne Oberflächen wären feucht, und nach einer Unterbrechung müsste die Anlage feststellen, welche Schritte bereits erledigt sind. Ein gelungenes Aufnehmen unter den vorbereiteten Bedingungen beantwortet diese Fragen noch nicht. Für die weitere Erprobung wollen die Beteiligten daher auch ungeordnete Zuführungen und Wiederanläufe vorsehen. Die Vorführung macht das Prinzip verständlich; welchen Aufwand sein Einsatz im Betriebsalltag verlangt, lässt sich erst unter dessen unterschiedlichen Bedingungen beurteilen. Zwischen beiden Situationen liegt eine Arbeit, die im flüssigen Ablauf am Vorführtisch leicht übersehen wird. 13 Bei der Einrichtung sollen die Beschäftigten aus der Fertigung die einzelnen Werkstücke mit den technischen Fachkräften durchgehen. Sie wissen etwa, an welcher Kante ein Teil gehalten werden darf und wo schon ein geringer Druck eine später sichtbare Spur hinterlässt. Eine unscheinbare Verfärbung kann ihnen anzeigen, dass ein Werkstück gesondert behandelt werden muss. Solche Unterscheidungen stehen bisher teilweise in Arbeitsanweisungen, teilweise werden sie im gemeinsamen Arbeiten weitergegeben. Für die Anlage müssen sie nun so beschrieben werden, dass aus „vorsichtig aufnehmen“ eine passende Handlung wird. Die Möglichkeit, diesen Wunsch ohne Programmiersprache einzugeben, erspart den Beschäftigten keine dieser Festlegungen. Gerade ihr über Jahre erworbenes Urteil liefert die Einzelheiten, mit denen eine allgemein formulierte Anweisung erst für den konkreten Arbeitsplatz brauchbar wird. 14 Für den Austausch zwischen den Betrieben ist ein gemeinsames Verzeichnis vorgesehen. Darin könnte beispielsweise stehen, welche Last ein Greifer bewegen kann, welche Zustände eine Kamera meldet und was mit einem Befehl wie „Bereich freigeben“ jeweils gemeint ist. Wer eine passende Kombination zusammenstellen möchte, könnte anhand dieser Einträge prüfen, ob die Komponenten dieselben Voraussetzungen haben. Die aufgezeichneten Einzelvorgänge der Produktion blieben dagegen auf den Rechnern des jeweiligen Betriebs. Geteilt würde eine Beschreibung dessen, was ein Gerät leisten und mitteilen kann, einschließlich der gemeinsam festgelegten Bedeutung seiner Meldungen. Das erleichtert die Abstimmung auch dort, wo Unternehmen unterschiedliche Aufträge bearbeiten. Für eine gemeinsame technische Planung muss schließlich bekannt sein, welche Funktion verfügbar ist; die vollständige Folge der damit abgewickelten Kundenaufträge wird dafür nicht benötigt. 15 Ein eigener Teil der Projektplanung betrifft die Freigabe von Änderungen. Mit wenigen verständlichen Worten einen anderen Bewegungsweg vorzuschlagen, soll möglichst leicht sein. Ob dieser Vorschlag im laufenden Betrieb ausgeführt werden darf, muss dagegen ein festgelegtes Verfahren entscheiden. Die Beteiligten wollen daher unterscheiden, wer Änderungen eingeben, wer ihre Auswirkungen prüfen und wer sie anschließend zur Verwendung bestätigen kann. Diese Zuständigkeiten sollen auch bei einem Schichtwechsel erkennbar bleiben. Eine Eingabemaske, die jeder sofort versteht, beantwortet noch nicht, wer für die Annahme einer veränderten Arbeitsweise zuständig ist. Vorgesehen ist deshalb, den Vorschlag samt Prüfung und abschließender Bestätigung nachvollziehbar festzuhalten. So bleibt die bequeme Bedienung mit einem Verfahren verbunden, in dem jede beteiligte Person ihren Auftrag und dessen Grenzen kennt. 16 Zum Schluss müssen die Betriebe das Vorhaben in ihre Arbeitsplanung einpassen. Beschäftigte sollen Anweisungen erproben, unpassende Abläufe besprechen und Einstellungen nacharbeiten können. Werden diese Tätigkeiten lediglich zusätzlich zur unveränderten Tagesleistung erwartet, wandern sie leicht in improvisierte Zwischenzeiten. Dann fehlt ausgerechnet für die Umstellung jene Aufmerksamkeit, die einen später verlässlichen Ablauf ermöglichen soll. Der geplante Verbund will deshalb Lernzeiten und Phasen mit verminderter Auslastung von Anfang an berücksichtigen. Ob sich die Anschaffung wirtschaftlich trägt, hängt auch davon ab, ob diese Zeit tatsächlich eingeräumt werden kann. Zum Aufwand gehört folglich neben Geräten und Einrichtung die vorübergehende Entlastung derjenigen, die damit arbeiten werden. Erst eine Planung, die beides zusammenführt, erlaubt eine belastbare Entscheidung über den betrieblichen Einsatz.

Beispiel

0. Bei körperlich ausgeführten Arbeitsaufträgen müssen sprachliche Vorgaben in konkrete Bewegungsabläufe übersetzt werden.

11. Abschnitt 11

a) Erfahrungswissen aus der Fertigung bleibt auch bei sprachlich bedienbaren Anlagen für deren Einrichtung entscheidend.

b) Die gemeinsame Finanzierung einer Schnittstelle verpflichtet die beteiligten Betriebe zur gegenseitigen Freigabe ihrer Produktionsdaten.

c) Einheitliche Anschlussregeln erleichtern den Austausch von Komponenten, beseitigen aber nicht jede Anbieterbindung.

d) Der wirtschaftliche Nutzen hängt auch davon ab, ob Beschäftigte Zeit für die Umstellung erhalten.

e) Eine erfolgreiche Vorführung sagt nur begrenzt aus, wie sich eine Anlage unter wechselnden Betriebsbedingungen verhält.

f) Die Verantwortung für Freigaben muss unabhängig von der Verständlichkeit der Bedienung ausdrücklich geregelt werden.

g) Gemeinsam nutzbare Beschreibungen können die Zusammenarbeit erleichtern, ohne betriebliche Rohdaten offenzulegen.

h) Die Auswahl neuer Komponenten richtet sich im beschriebenen Verbund vorrangig nach deren Anschaffungspreis.

12. Abschnitt 12

a) Erfahrungswissen aus der Fertigung bleibt auch bei sprachlich bedienbaren Anlagen für deren Einrichtung entscheidend.

b) Die gemeinsame Finanzierung einer Schnittstelle verpflichtet die beteiligten Betriebe zur gegenseitigen Freigabe ihrer Produktionsdaten.

c) Einheitliche Anschlussregeln erleichtern den Austausch von Komponenten, beseitigen aber nicht jede Anbieterbindung.

d) Der wirtschaftliche Nutzen hängt auch davon ab, ob Beschäftigte Zeit für die Umstellung erhalten.

e) Eine erfolgreiche Vorführung sagt nur begrenzt aus, wie sich eine Anlage unter wechselnden Betriebsbedingungen verhält.

f) Die Verantwortung für Freigaben muss unabhängig von der Verständlichkeit der Bedienung ausdrücklich geregelt werden.

g) Gemeinsam nutzbare Beschreibungen können die Zusammenarbeit erleichtern, ohne betriebliche Rohdaten offenzulegen.

h) Die Auswahl neuer Komponenten richtet sich im beschriebenen Verbund vorrangig nach deren Anschaffungspreis.

13. Abschnitt 13

a) Erfahrungswissen aus der Fertigung bleibt auch bei sprachlich bedienbaren Anlagen für deren Einrichtung entscheidend.

b) Die gemeinsame Finanzierung einer Schnittstelle verpflichtet die beteiligten Betriebe zur gegenseitigen Freigabe ihrer Produktionsdaten.

c) Einheitliche Anschlussregeln erleichtern den Austausch von Komponenten, beseitigen aber nicht jede Anbieterbindung.

d) Der wirtschaftliche Nutzen hängt auch davon ab, ob Beschäftigte Zeit für die Umstellung erhalten.

e) Eine erfolgreiche Vorführung sagt nur begrenzt aus, wie sich eine Anlage unter wechselnden Betriebsbedingungen verhält.

f) Die Verantwortung für Freigaben muss unabhängig von der Verständlichkeit der Bedienung ausdrücklich geregelt werden.

g) Gemeinsam nutzbare Beschreibungen können die Zusammenarbeit erleichtern, ohne betriebliche Rohdaten offenzulegen.

h) Die Auswahl neuer Komponenten richtet sich im beschriebenen Verbund vorrangig nach deren Anschaffungspreis.

14. Abschnitt 14

a) Erfahrungswissen aus der Fertigung bleibt auch bei sprachlich bedienbaren Anlagen für deren Einrichtung entscheidend.

b) Die gemeinsame Finanzierung einer Schnittstelle verpflichtet die beteiligten Betriebe zur gegenseitigen Freigabe ihrer Produktionsdaten.

c) Einheitliche Anschlussregeln erleichtern den Austausch von Komponenten, beseitigen aber nicht jede Anbieterbindung.

d) Der wirtschaftliche Nutzen hängt auch davon ab, ob Beschäftigte Zeit für die Umstellung erhalten.

e) Eine erfolgreiche Vorführung sagt nur begrenzt aus, wie sich eine Anlage unter wechselnden Betriebsbedingungen verhält.

f) Die Verantwortung für Freigaben muss unabhängig von der Verständlichkeit der Bedienung ausdrücklich geregelt werden.

g) Gemeinsam nutzbare Beschreibungen können die Zusammenarbeit erleichtern, ohne betriebliche Rohdaten offenzulegen.

h) Die Auswahl neuer Komponenten richtet sich im beschriebenen Verbund vorrangig nach deren Anschaffungspreis.

15. Abschnitt 15

a) Erfahrungswissen aus der Fertigung bleibt auch bei sprachlich bedienbaren Anlagen für deren Einrichtung entscheidend.

b) Die gemeinsame Finanzierung einer Schnittstelle verpflichtet die beteiligten Betriebe zur gegenseitigen Freigabe ihrer Produktionsdaten.

c) Einheitliche Anschlussregeln erleichtern den Austausch von Komponenten, beseitigen aber nicht jede Anbieterbindung.

d) Der wirtschaftliche Nutzen hängt auch davon ab, ob Beschäftigte Zeit für die Umstellung erhalten.

e) Eine erfolgreiche Vorführung sagt nur begrenzt aus, wie sich eine Anlage unter wechselnden Betriebsbedingungen verhält.

f) Die Verantwortung für Freigaben muss unabhängig von der Verständlichkeit der Bedienung ausdrücklich geregelt werden.

g) Gemeinsam nutzbare Beschreibungen können die Zusammenarbeit erleichtern, ohne betriebliche Rohdaten offenzulegen.

h) Die Auswahl neuer Komponenten richtet sich im beschriebenen Verbund vorrangig nach deren Anschaffungspreis.

16. Abschnitt 16

a) Erfahrungswissen aus der Fertigung bleibt auch bei sprachlich bedienbaren Anlagen für deren Einrichtung entscheidend.

b) Die gemeinsame Finanzierung einer Schnittstelle verpflichtet die beteiligten Betriebe zur gegenseitigen Freigabe ihrer Produktionsdaten.

c) Einheitliche Anschlussregeln erleichtern den Austausch von Komponenten, beseitigen aber nicht jede Anbieterbindung.

d) Der wirtschaftliche Nutzen hängt auch davon ab, ob Beschäftigte Zeit für die Umstellung erhalten.

e) Eine erfolgreiche Vorführung sagt nur begrenzt aus, wie sich eine Anlage unter wechselnden Betriebsbedingungen verhält.

f) Die Verantwortung für Freigaben muss unabhängig von der Verständlichkeit der Bedienung ausdrücklich geregelt werden.

g) Gemeinsam nutzbare Beschreibungen können die Zusammenarbeit erleichtern, ohne betriebliche Rohdaten offenzulegen.

h) Die Auswahl neuer Komponenten richtet sich im beschriebenen Verbund vorrangig nach deren Anschaffungspreis.

Teil 3

Setzen Sie die passenden Textabschnitte a–g in die Lücken 17–22 der Reportage ein. Verwenden Sie jeden Abschnitt höchstens einmal. Ein weiterer Abschnitt ist als Beispiel 0 bereits eingefügt. Markieren Sie Ihre Lösungen auf dem Antwortbogen.

Ein Textabschnitt passt nicht.

Ein Abend auf der anderen Seite

Mara Seidel legt ihr Notizbuch neben das Mischpult. Zwischen Stoffmustern steckt darin eine Liste mit Musiktiteln. Sie streicht einen davon durch, hört kurz in einen anderen hinein und schaut zu Jonas Kern, der zwei Kabel entwirrt. Am Samstag werden beide im Nachbarschaftshaus Uferhof Musik auflegen. Noch stehen zwischen ihnen und diesem Abend mehrere Stunden Arbeit. Beispiel 0 – bereits eingefügt: Der Proberaum liegt hinter dem Veranstaltungssaal und dient sonst kleinen Theatergruppen. Hier arbeitet Mara gewöhnlich an Kostümen, steckt Säume ab und sortiert Fundstücke für die nächste Aufführung. Heute hat die Kostümbildnerin den großen Zuschneidetisch freigeräumt. Jonas, der regelmäßig die Tanzabende des Hauses gestaltet, hat seine Geräte darauf aufgebaut. Auf einem Kleiderständer neben der Tür hängt noch ein halbfertiger Mantel. Die Idee stammt von Derya Aydin, der Organisatorin des Hauses. Sie hatte bemerkt, wie aufmerksam Mara Musik für die Umbaupausen einer Theaterproduktion auswählte. Daraufhin lud sie sie ein, beim nächsten Tanzabend selbst am Pult zu stehen. Mara hatte zunächst auf ihre Stoffschere gezeigt und gelacht. __(17)__ Für dieses gemeinsame Üben haben sie sich heute erstmals zwei Stunden freigehalten. Mara bringt Stücke mit, deren Stimmungen sie miteinander verbinden möchte. Jonas lässt sie zunächst ausprobieren. Als sie den zweiten Titel unter den ersten legt, geraten die Schläge gegeneinander; sie zieht hastig einen Regler zurück. Für einen Moment ist nur das Summen der Geräte zu hören. __(18)__ So bekommt ihre Zusammenarbeit allmählich eine Form: Mara sucht nach dem nächsten musikalischen Anschluss, Jonas übernimmt zunächst die Übergänge und erklärt dabei seine Handgriffe. Später lässt er sie einzelne davon wiederholen. Mara notiert neben einem Titel eine genaue Einsatzstelle. Die Liste, die wie eine fertige Reihenfolge ausgesehen hatte, füllt sich mit Pfeilen und Fragezeichen. Am Samstag führt der Weg durch den Veranstaltungssaal zum Pult. Derya rückt noch Stühle an die Wand. Schon läuft Musik, doch am Eingang klingt sie überraschend zurückhaltend. Mara bleibt dort stehen; beim Aufbau hatte sie mit einem deutlich stärkeren Klang gerechnet. __(19)__ Diese Anordnung bewährt sich beim Soundcheck. Jonas geht vom Pult zur Tür und zurück, während Mara denselben Ausschnitt wiederholt. In der Mitte ist der Rhythmus deutlich spürbar; nahe der Garderobe können Derya und eine Helferin miteinander sprechen, ohne sich vorzubeugen. Jonas verändert noch eine Einstellung und bittet Mara, auch eine leisere Passage abzuspielen. Auf dem Tisch neben der Kasse liegen die Programmzettel. Ihre Formulierung hatte zuvor einige Nachrichten gekostet. Derya wollte Maras Gastauftritt hervorheben, der dem vertrauten Tanzabend einen besonderen Anlass gab. Mara wiederum hatte darauf bestanden, dass Jonas mit seiner Vorbereitung und seiner Erfahrung im Programm sichtbar blieb. __(20)__ Trotz dieses Kompromisses richten die ersten Gäste ihre Fragen vor allem an Mara. Ob sie jetzt häufiger auflegen werde, möchte jemand wissen. Sie deutet auf die beiden Plätze hinter dem Pult und erzählt von der Probe. Jonas prüft währenddessen die Kopfhörer. Derya öffnet die Saaltür ganz; aus dem Flur kommen weitere Besucher herein. Die ersten vorbereiteten Stücke laufen. Einige Gäste nicken im Takt, bleiben aber auf ihren Stühlen. Mara schaut über den Rand ihres Notizbuchs hinweg. Zwischen der sorgfältig notierten Reihenfolge und dem Saal vor ihr entsteht eine kleine Pause, die sich durch Ablesen nicht schließen lässt. __(21)__ Mit dieser Änderung kommt Bewegung in den Raum. Zwei Frauen stehen auf, dann schiebt ein Mann seinen Stuhl zurück. Mara lächelt Jonas an, greift aber noch nicht nach dem nächsten vorbereiteten Titel. Ob die Gäste auf der Tanzfläche bleiben, wird sich erst zeigen. Sie beobachtet die Gruppe, während Jonas am Pult Platz für den folgenden Übergang macht. Später liegen auf dem Notizbuch kaum noch benutzte Zettel. Einige Titel sind gespielt, andere ausgelassen worden. Beim letzten Stück sammeln sich bereits Jacken über Armen. Dann verklingt der Schluss, und aus dem Saal kommt Applaus. Mara nimmt die Kopfhörer ab, als müsse sie erst wieder hören lernen, wie Stimmen ohne Musik klingen. __(22)__ Auf dem Rückweg geht Mara noch einmal in den nun leeren Proberaum. Der Zuschneidetisch wartet auf die Kostümarbeit der kommenden Woche. Sie legt das Notizbuch neben die Stoffschere, schlägt eine freie Seite auf und schreibt zwei Zeitpunkte aus dem heutigen Abend auf. Dann zieht sie einen Stuhl heran. Textabschnitte a Schließlich einigten sie sich auf eine Ankündigung, in der Mara Seidel und Jonas Kern nebeneinander und in gleicher Schriftgröße genannt wurden. Darunter stand, dass beide den Abend gemeinsam gestalten würden. Die zwischenzeitlich erwogene Formulierung vom ersten Soloauftritt verschwand. Derya konnte den besonderen Gast weiterhin ankündigen, ohne Jonas zum bloßen Helfer eines fremden Auftritts zu machen. b Der missglückte Übergang verrät wenig darüber, ob die ausgewählten Stücke musikalisch zusammenpassen. Mara hat ein Gespür dafür, wann eine Spannung nachlassen darf; mit den Anzeigen zur Synchronisierung kann sie noch wenig anfangen. Jonas zeigt ihr, welche Stelle sie vorhören und wie sie die Geschwindigkeiten aufeinander abstimmen kann. Er lässt den problematischen Ausschnitt erneut laufen. c Bevor sie sich zu den letzten Gästen setzen, hilft Mara Jonas beim Abbau. Sie hält die Kabelschlaufen zusammen, während er die Verbindungen löst, und reicht ihm die gepolsterten Taschen. Als das letzte Gerät verstaut ist, fragt sie, wann sie wieder miteinander üben könnten. Jonas holt seinen Kalender hervor; die nächste Verabredung entsteht zwischen zwei noch offenen Taschen. d Da sie an diesem Abend nicht im Haus sein würde, stellte sie für ihren Beitrag eine abgeschlossene Aufnahme zusammen. Sie wählte die Reihenfolge allein und schickte die fertige Datei rechtzeitig an die Organisatorin. Diese bestätigte den Eingang und vereinbarte mit der Technik, wann die Aufnahme abgespielt werden sollte. Weitere Änderungen waren damit vor der Veranstaltung erledigt. e Aus der Einladung wurde erst eine Zusage, als Mara und Jonas eine Vorbereitung zu zweit vereinbart hatten. Er würde mit ihr proben und beim Auftritt neben ihr stehen. Damit bekam der Vorschlag für Mara eine überschaubare Form: Sie konnte ihre Auswahl einbringen und zugleich die Geräte unter Anleitung kennenlernen. Derya reservierte ihnen dafür den Raum hinter dem Saal. f Mara klappt die vorbereitete Liste zu und sucht einen Titel, dessen Refrain viele im Viertel kennen dürften. Sie zeigt Jonas das Stück auf dem Display und wartet auf sein Nicken. Während er den laufenden Titel behutsam ausblendet und den neuen einsetzt, schaut sie wieder zu den Sitzenden. Die Aufgaben bleiben verteilt, obwohl die Reihenfolge nun eine andere ist. g Die Lautsprecher stehen inzwischen links und rechts an der vorderen Kante der Tanzfläche, schräg auf deren Mitte gerichtet. Jonas hat sie dorthin versetzt und vom Eingangsbereich weggedreht. Neben der Tür soll ein Ort zum Reden bleiben. Die geringere Lautstärke dort ist also das Ergebnis dieser räumlichen Ausrichtung, nicht eines noch ausstehenden Aufdrehens der Anlage.

Beispiel

0. Der Proberaum liegt hinter dem Veranstaltungssaal und dient sonst kleinen Theatergruppen. Hier arbeitet Mara gewöhnlich an Kostümen, steckt Säume ab und sortiert Fundstücke für die nächste Aufführung. Heute hat die Kostümbildnerin den großen Zuschneidetisch freigeräumt. Jonas, der regelmäßig die Tanzabende des Hauses gestaltet, hat seine Geräte darauf aufgebaut. Auf einem Kleiderständer neben der Tür hängt noch ein halbfertiger Mantel.

17. Lücke 17

a) Textabschnitt a

b) Textabschnitt b

c) Textabschnitt c

d) Textabschnitt d

e) Textabschnitt e

f) Textabschnitt f

g) Textabschnitt g

18. Lücke 18

a) Textabschnitt a

b) Textabschnitt b

c) Textabschnitt c

d) Textabschnitt d

e) Textabschnitt e

f) Textabschnitt f

g) Textabschnitt g

19. Lücke 19

a) Textabschnitt a

b) Textabschnitt b

c) Textabschnitt c

d) Textabschnitt d

e) Textabschnitt e

f) Textabschnitt f

g) Textabschnitt g

20. Lücke 20

a) Textabschnitt a

b) Textabschnitt b

c) Textabschnitt c

d) Textabschnitt d

e) Textabschnitt e

f) Textabschnitt f

g) Textabschnitt g

21. Lücke 21

a) Textabschnitt a

b) Textabschnitt b

c) Textabschnitt c

d) Textabschnitt d

e) Textabschnitt e

f) Textabschnitt f

g) Textabschnitt g

22. Lücke 22

a) Textabschnitt a

b) Textabschnitt b

c) Textabschnitt c

d) Textabschnitt d

e) Textabschnitt e

f) Textabschnitt f

g) Textabschnitt g

Teil 4

Sie interessieren sich für eine Tätigkeit im Bereich kommunale Beteiligung und Verwaltung. Ordnen Sie den Aussagen 23–30 jeweils eine der Anzeigen a, b, c oder d zu. Eine Anzeige kann mehrmals passen. Für jede Aussage gibt es nur eine richtige Lösung. Markieren Sie Ihre Lösungen auf dem Antwortbogen. Beispiel 0: Sie betreuen das Buchungssystem für kommunale Veranstaltungsräume. Lösung: Anzeige a.

Anzeige a – Beteiligungsbüro Lindenau

Das Beteiligungsbüro der Gemeinde Lindenau sucht eine Fachkraft für Sitzungsorganisation und Raumverwaltung in unbefristeter Beschäftigung. Wir unterstützen Einwohnerinnen und Einwohner dabei, Vorschläge für die Entwicklung ihrer Ortsteile in die kommunale Beratung einzubringen. Zum Büro gehören die organisatorische Begleitung der Beteiligungsgremien und die Verwaltung der öffentlich nutzbaren Veranstaltungsräume. Sie koordinieren Tagesordnungen, stellen Beratungsunterlagen zusammen und führen die Niederschriften. Darin werden neben den angenommenen Empfehlungen auch die abweichenden Auffassungen festgehalten, die in der Beratung keine Mehrheit gefunden haben. Die Protokolle sollen erkennen lassen, welche Überlegungen zu einer Empfehlung geführt haben und welche Einwände bestehen blieben. Nach der Abstimmung mit der Sitzungsleitung bereiten Sie die Unterlagen für den Versand an die Mitglieder vor. Außerdem pflegen Sie das digitale Buchungssystem für die kommunalen Veranstaltungsräume, bearbeiten Reservierungen und stimmen die Übergabe mit dem Hausdienst ab. Sie behalten wiederkehrende Nutzungen ebenso im Blick wie einzelne Veranstaltungen. Vorausgesetzt werden eine abgeschlossene Berufsausbildung im Verwaltungsbereich, sorgfältige schriftliche Arbeit und ein sicherer Umgang mit digitalen Terminübersichten. Die Teilnahme an den abendlichen Gremiensitzungen gehört zum Dienstplan; die dafür geleisteten Stunden werden durch entsprechende Freistellung am Tag ausgeglichen. Für organisatorische Fragen steht Ihnen ein kleines Team zur Seite. Bitte erläutern Sie in Ihrer Bewerbung, welche Erfahrungen Sie mit Sitzungsunterlagen und der Abstimmung verschiedener Raumnutzungen mitbringen.

Anzeige b – Beratungsverbund Nahkontakt

Der Beratungsverbund Nahkontakt erweitert für achtzehn Monate sein Team für aufsuchende Beratung. Unser Angebot richtet sich an Menschen, denen der Weg zu einer Beratungsstelle wegen eingeschränkter Mobilität oder belastender Alltagssituationen schwerfällt. Die Besuche finden nach Vereinbarung tagsüber statt, wahlweise in der Wohnung oder an einem gut erreichbaren Treffpunkt im Quartier. Sie klären gemeinsam mit den Ratsuchenden, welches Anliegen zuerst bearbeitet werden soll, erläutern vorhandene Unterstützungsangebote und helfen dabei, die nächsten Kontakte vorzubereiten. Bei Bedarf stimmen Sie mit Einverständnis der betreffenden Person einen Folgetermin mit einer geeigneten Einrichtung ab. Die Dokumentation beschränkt sich auf die für die weitere Beratung notwendigen Angaben und vereinbarten Schritte. Als Zugangsvoraussetzung erkennen wir entweder einen Studienabschluss in Sozialer Arbeit oder mehrjährige einschlägige Praxis in der aufsuchenden Beratung an. Erwartet werden eine zugewandte Gesprächsführung, Verlässlichkeit bei Terminabsprachen und die Fähigkeit, auch unübersichtliche Anliegen gemeinsam zu ordnen. Die Einarbeitung beginnt verbindlich mit einer Begleitphase: Neue Mitarbeitende nehmen zunächst an den Besuchen einer erfahrenen Beratungskraft teil und besprechen anschließend das Vorgehen mit ihr. Erst nach dieser Phase übernehmen sie eigene Besuche selbstständig. Die Wege zwischen den Terminen sind Bestandteil der Arbeitszeit. Wir stellen ein Diensttelefon und geeignete Arbeitsmittel bereit. Bitte schildern Sie in Ihrer Bewerbung eine berufliche Erfahrung, die Ihren Umgang mit wechselnden Beratungssituationen verdeutlicht.

Anzeige c – Unabhängige Beschwerdestelle Talgrund

Die unabhängige kommunale Beschwerdestelle Talgrund bietet eine unbefristete Stelle für die Bearbeitung von Eingaben zum Verwaltungshandeln. Wir geben Menschen Gelegenheit, ihre Erfahrungen mit kommunalen Verfahren geordnet vorzutragen, und tragen dazu bei, unterschiedliche Darstellungen eines Vorgangs nachvollziehbar zu machen. Gespräche führen wir innerhalb unserer vereinbarten Bürosprechzeiten. Sie nehmen Beschwerden entgegen, sichten die zugehörigen Unterlagen und bitten die beteiligten Stellen um ergänzende Auskünfte. Auf dieser Grundlage bewerten Sie den einzelnen Vorgang und formulieren Vorschläge, mit denen eine Lösung erreicht werden könnte. Die verbindliche Entscheidung im jeweiligen Fall verbleibt bei der zuständigen Verwaltungsstelle. Ihre Aufgabe umfasst außerdem, den Beschwerdeführenden das Ergebnis der Prüfung und die vorgeschlagenen weiteren Schritte verständlich zu erläutern. Für die Zuordnung der Vorgänge gilt ein verbindliches Verfahren: Sind Sie selbst persönlich in eine Angelegenheit einbezogen, geben Sie deren Bearbeitung an ein anderes Mitglied des Teams ab. Die Übergabe wird intern vermerkt, damit die weitere Zuständigkeit für alle Beteiligten eindeutig bleibt. Wir setzen einen abgeschlossenen Studiengang der Rechtswissenschaft oder Verwaltungswissenschaft sowie einschlägige Erfahrung in der Prüfung von Verwaltungsvorgängen voraus. Gesucht wird eine Person, die sorgfältig zwischen belegten Tatsachen und unterschiedlichen Bewertungen unterscheidet und auch bei angespannten Gesprächen sachlich bleibt. Kollegiale Fallbesprechungen sind fest in den Arbeitsablauf eingeplant. Ihrer Bewerbung fügen Sie bitte eine kurze Darstellung Ihrer bisherigen fachlichen Schwerpunkte bei.

Anzeige d – Projektstelle Zugänge vor Ort

Der unabhängige Regionalverband Gemeindepraxis sucht eine wissenschaftliche Fachkraft für das Vorhaben „Zugänge vor Ort“. Untersucht wird, wie Einwohnerinnen und Einwohner die Dienstleistungen der Gemeinde Buchenried erreichen: vom Auffinden verständlicher Informationen über die Terminvereinbarung bis zum persönlichen Kontakt an der zuständigen Stelle. Ziel ist eine nachvollziehbare Bestandsaufnahme mit konkreten Ansatzpunkten für Verbesserungen. Sie entwickeln die Erhebungsplanung, sichten vorhandene Informationsmaterialien und führen vereinbarte Gespräche mit Nutzenden und Beschäftigten. Dabei erfassen Sie auch, an welchen Übergängen zwischen verschiedenen Stellen zusätzliche Wege oder Rückfragen entstehen. Die einzelnen Beobachtungen führen Sie in einem Abschlussbericht zusammen und erläutern, auf welcher Grundlage Sie Ihre Schlussfolgerungen ziehen. Den fertigen Bericht übergeben Sie dem Regionalverband Gemeindepraxis. Dieser ist organisatorisch von der untersuchten Gemeindeverwaltung getrennt und veröffentlicht die Ergebnisse in eigener Verantwortung. Buchenried stellt die erforderlichen Kontakte und Unterlagen für die Untersuchung bereit; die Veröffentlichung erfolgt durch den Verband. Die Beschäftigung ist an die Durchführung dieses Vorhabens gebunden und endet mit dessen Abschluss. Innerhalb der vereinbarten Erhebungstermine können Sie Ihre Arbeitszeit flexibel einteilen. Erforderlich sind ein abgeschlossenes Studium der Sozialwissenschaften und einschlägige Erfahrung mit qualitativen Erhebungen. Wir erwarten eine präzise Darstellung von Beobachtungen, einen verantwortungsvollen Umgang mit Gesprächsunterlagen und die Fähigkeit, Schlussfolgerungen auch fachfremden Lesenden zugänglich zu machen. Bitte beschreiben Sie Ihre bisherige Erfahrung mit vergleichbaren Bestandsaufnahmen.

Beispiel

0. Sie betreuen das Buchungssystem für kommunale Veranstaltungsräume.

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Lösung zum Beispiel: a

23. Sie müssen sich aus der Bearbeitung eines Vorgangs zurückziehen, wenn Sie daran persönlich beteiligt sind.

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24. Ein Teil Ihrer Arbeitszeit ist an Sitzungstermine am Abend gebunden; dafür erhalten Sie tagsüber frei.

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25. Ihre Arbeitsergebnisse gehen zur Veröffentlichung an eine Stelle außerhalb der untersuchten Verwaltung.

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26. Einschlägige Berufspraxis kann den ausdrücklich genannten Studienabschluss ersetzen.

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27. Sie halten auch solche Positionen schriftlich fest, die sich in einer Beratung nicht durchgesetzt haben.

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28. Mit Abschluss des benannten Vorhabens endet auch Ihr Beschäftigungsverhältnis.

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29. Sie prüfen Eingaben und schlagen Lösungen vor, ohne selbst verbindlich über die Fälle zu entscheiden.

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30. Vor der selbstständigen Übernahme Ihrer Aufgaben begleiten Sie verbindlich eine erfahrene Fachkraft.

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