
Paper 4
Goethe C2 · Reading
Was wir einander ermöglichen
Exam material is in German.
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Teil 1
Lesen Sie den Kommentar. Wählen Sie bei den Aufgaben 1–10 jeweils a, b, c oder d. Es gibt jeweils nur eine richtige Lösung. Markieren Sie Ihre Lösungen auf dem Antwortbogen. Bearbeitungszeit: 25 Minuten. Beispiel 0: Woran entzündet sich die eingangs geschilderte Diskussion? a An der Verteilung gemeinsamer Kosten. b An der Wahl eines Sitzungstermins. c An der Aufnahme neuer Mitglieder. d An der Bestellung eines Vorstands. Lösung: a.
Was wir einander ermöglichen
Als wir in unserer Werkstattgemeinschaft darüber stritten, wer welchen Anteil an den laufenden Kosten übernehmen sollte, lag plötzlich mehr auf dem Tisch als die Abrechnung für Heizung und Strom. Vorgeschlagen war ein Fonds, aus dem Mitglieder bei vorübergehenden Einnahmeausfällen unterstützt werden könnten. Einige rückten ihre Stühle zurecht, als hätte jemand ihre Geschäftsbücher verlangt. Schließlich, hieß es, stehe hier jeder auf eigenen Beinen. Währenddessen wartete nebenan ein Auftrag auf der gemeinsam angeschafften Säge; den Transport hatte ein anderes Mitglied übernommen, und ohne dessen Lieferwagen wäre das Material noch immer beim Händler gewesen. Ich sah durch die offene Tür auf unsere Werkbänke und fragte mich, wo genau diese eigenen Beine eigentlich begannen. Besonders lebhaft wurde die Aussprache, als ein erst kürzlich aufgenommenes Mitglied einen Vorschlag zur Zusammensetzung des zuständigen Gremiums machte. Daraufhin wurden Erinnerungen wach: an die ersten mageren Jahre, an privat vorgestreckte Mietzahlungen, an Reparaturen nach Feierabend. Niemand bestritt das Stimmrecht des neuen Mitglieds. Doch kaum setzte es erneut an, wurde ihm erklärt, wie lange andere diesen Ort schon trügen. Die alten Zahlungsbelege lagen zwar nicht wirklich neben der Tagesordnung, aber es fehlte wenig. Ich bin diesen frühen Beiträgen dankbar. Nur hatte ich unsere Aufnahmevereinbarung bisher so verstanden, dass mit dem Eintritt auch die Gegenwart gemeinsam beginnt. Der Fonds hätte eine sehr konkrete Aufgabe. Wenn Aufträge ausbleiben oder vereinbarte Zahlungen sich verzögern, soll er für eine begrenzte Zeit den Beitrag übernehmen, mit dem ein Mitglied seinen Werkstattplatz und die gemeinschaftlichen Einrichtungen finanziert. Damit bleibt die Möglichkeit erhalten, hier weiterzuarbeiten und neue Aufträge anzunehmen. Wer wegen eines kurzfristigen Engpasses den Platz aufgeben muss, verliert ja zugleich einen Teil der Voraussetzungen, unter denen sich die Lage wieder bessern könnte. Zwischen einer offenen Rechnung und dem Abbau der Werkbank sollte deshalb etwas Zeit liegen dürfen. Genau diese Zeit würde die Gemeinschaft finanzieren. Über die Herkunft des Geldes müssen wir allerdings ebenso nüchtern sprechen wie über seine Verwendung. Bislang sollen die Einzahlungen freiwillig sein. Das wirkt angenehm unkompliziert, solange manche gut verdienen und andere gerade eine Durststrecke durchmachen. Stocken jedoch die Geschäfte vieler Mitglieder zugleich, wird auch bei denjenigen weniger übrig bleiben, die sonst regelmäßig etwas beisteuern. Dann leert sich die Kasse gerade in dem Augenblick schneller, in dem zusätzliche Anträge eintreffen. Eine schöne Bereitschaft ist noch keine verlässliche Einnahme. Wer den Fonds plant, muss diesen Gleichlauf berücksichtigen, sonst wird aus einem zugesagten Übergang eine Warteliste mit ungewissem Ausgang. Mindestens so wichtig wie die Kassenlage erscheint mir der Alltag nach einer Bewilligung. Bei einer Besprechung über verlängerte Maschinenzeiten wandte ein unterstütztes Mitglied ein, dass die vorgeschlagene Abendregelung Wartungsarbeiten erschwere. Die Sitzungsleitung bedankte sich knapp und ging zum nächsten Punkt über. Wenig später griff ein Mitglied, das seine Beiträge selbst aufbrachte, denselben Einwand auf. Nun wurden Kalender geholt, Alternativen durchgespielt und Zuständigkeiten erörtert. Auf der Mitgliederliste standen beide gleichberechtigt nebeneinander. Trotzdem musste ich an einen Stuhl am Katzentisch denken. Vielleicht war der unterschiedliche Verlauf bloß der Unaufmerksamkeit geschuldet; gerade deshalb sollten wir solche kleinen Szenen ernst nehmen, bevor aus ihnen eine Gewohnheit wird. Natürlich braucht eine Hilfe, die aus gemeinsamen Mitteln stammt, ein nachvollziehbares Verfahren. Für die Verlängerung einer bereits bewilligten Unterstützung sollte deshalb gelten: Mit dem erneuten Antrag wird die aktuelle Lage nochmals verständlich dargelegt, sodass erkennbar ist, dass der vorübergehende finanzielle Engpass noch besteht. Die ursprüngliche Schilderung kann Monate später überholt sein. Es geht dabei um den Zeitraum, für den weitere Beiträge übernommen werden sollen. Ein knapp erläutertes Bild der gegenwärtigen Einnahmen und Verpflichtungen kann dafür aussagekräftiger sein als ein ungeordneter Stapel Belege. Das Verfahren sollte sich auf das beschränken, was für diese Entscheidung gebraucht wird. Auch wer einzahlt, darf erfahren, was mit dem Geld geschieht. Dafür benötigen wir Berichte über die insgesamt ausgezahlten Beträge und die Zahl der unterstützten Fälle. In einer kleinen Gemeinschaft lässt sich allerdings aus allzu fein aufgeschlüsselten Zahlen leicht auf einzelne Menschen schließen. Deshalb müssen Zeiträume und Ausgabengruppen groß genug zusammengefasst werden, dass niemand aus einer Tabellenzeile die finanzielle Situation der Person an der Nachbarbank herauslesen kann. Deren persönliche Umstände bleiben bei den für die Bearbeitung zuständigen Personen. Ein solcher Bericht muss eine Beurteilung der gemeinsamen Kasse ermöglichen, ohne das Privatleben der Antragstellenden zur Gesprächsgrundlage beim Mittagessen zu machen. Auf dem Heimweg komme ich an einer kleinen Polsterwerkstatt vorbei. Dort arbeitet jemand allein, dessen Kundschaft ebenfalls gelegentlich spät zahlt und dessen Miete dennoch pünktlich fällig wird. Wir haben schon Werkzeug ausgetauscht. Würde morgen unser Fonds eingerichtet, könnte ich bei einem Engpass einen Antrag stellen; ein paar Häuser weiter bliebe es beim Gespräch mit der vermietenden Person. Die Entfernung zwischen den beiden Werkstätten beträgt kaum fünf Minuten. Auf unserer Mitgliedskarte steht kein großer Gedanke, nur ein Name und ein Eintrittsdatum. An diesem Abend blieb mein Blick länger als sonst auf dieser Karte liegen. Für den Anfang werden wir den Kreis dennoch bestimmen müssen, innerhalb dessen wir Zusagen tatsächlich einhalten können. Umso wichtiger ist es, später nicht nur die Bilanz vorzulesen. Ich schlage vor, dass die Personen, die den Fonds verwalten, seine Arbeitsweise zusammen mit ausgelosten Werkstattmitgliedern überprüfen. Dieser Gruppe sollten zusammengefasste Abrechnungen und Rückmeldungen vorliegen, aus denen keine einzelnen Empfänger zu erkennen sind. Sie könnte prüfen, ob Anträge verständlich waren, Entscheidungen rechtzeitig kamen und die Unterstützung im Werkstattalltag tatsächlich nutzbar blieb. Durch das Los kämen auch Menschen zu Wort, die sich nicht ohnehin für jedes Gremium melden. Die gemeinsame Auswertung wäre damit weder eine bloße Selbstauskunft der Verwaltung noch ein Urteil von außen ohne Kenntnis der Abläufe. Mein Vorschlag für die nächste Versammlung lautet deshalb: Zuerst verständigen wir uns auf die Regeln, danach beginnt eine zeitlich begrenzte Erprobung. Nach deren Ende wird ausgewertet; erst anschließend entscheiden wir über eine Fortsetzung. Mit dem ersten Beschluss wäre also noch keine dauerhafte Einrichtung geschaffen. Aber wir hätten uns darauf eingelassen, eine gemeinsame Möglichkeit sorgfältig zu erproben. Unsere Selbstständigkeit zeigt sich schließlich auch darin, dass wir die Bedingungen unseres Arbeitens selbst gestalten können. Dazu gehört für mich, die offene Werkstatttür nicht erst dann zu bemerken, wenn jemand sie hinter sich schließen muss.
Beispiel
0. Woran entzündet sich die eingangs geschilderte Diskussion?
a) An der Verteilung gemeinsamer Kosten.
b) An der Wahl eines Sitzungstermins.
c) An der Aufnahme neuer Mitglieder.
d) An der Bestellung eines Vorstands.
Lösung zum Beispiel: a
1. Was legt die anfängliche Gegenüberstellung von Unabhängigkeit und Unterstützung nahe?
a) Die Bereitschaft zur Unterstützung wächst mit dem persönlichen Kontakt.
b) Der Wunsch nach Unabhängigkeit verdeckt mitunter die eigenen Voraussetzungen.
c) Gemeinschaftliche Unterstützung wird vor allem wegen ihrer Kosten abgelehnt.
d) Die Vorstellung von Unabhängigkeit verändert sich mit der beruflichen Erfahrung.
2. Welche unausgesprochene Erwartung wird mit der Würdigung der bisherigen Beitragsleistung verbunden?
a) Langjährige Mitglieder sollten bei Unterstützungsleistungen Vorrang erhalten.
b) Die Höhe künftiger Beiträge sollte sich stärker am bisherigen Nutzen orientieren.
c) Neue Mitglieder sollten sich zunächst durch zusätzliche Aufgaben bewähren.
d) Wer lange eingezahlt hat, sollte über die Verwendung stärker mitbestimmen dürfen.
3. Welchen Zweck soll die vorgeschlagene Überbrückungshilfe erfüllen?
a) Sie soll bei vorübergehenden Einnahmeausfällen den Verbleib in der Werkstatt ermöglichen.
b) Sie soll den Einstieg in eine selbstständige Tätigkeit durch niedrigere Anfangskosten erleichtern.
c) Sie soll ungleich verteilte Aufträge innerhalb der Werkstatt finanziell ausgleichen.
d) Sie soll notwendige Investitionen unabhängig von der jeweiligen Auftragslage ermöglichen.
4. Was erschwert nach dem Kommentar die freiwillige Finanzierung?
a) Die Mitglieder können die Höhe ihrer späteren Ansprüche kaum abschätzen.
b) Die Verwaltung kleiner Einzelbeiträge verursacht einen beträchtlichen Aufwand.
c) Gerade bei verbreiteten Einnahmeausfällen könnten die verfügbaren Mittel zurückgehen.
d) Die Zustimmung zu einzelnen Auszahlungen müsste immer wieder eingeholt werden.
5. Welche konkrete Benachteiligung der Unterstützten deutet das Bild vom „Stuhl am Katzentisch“ im Zusammenhang des Kommentars an?
a) Ihre persönlichen Ausgaben werden im alltäglichen Umgang stärker hinterfragt.
b) Ihre Einwände haben bei gemeinsamen Entscheidungen weniger Gewicht.
c) Ihre fachlichen Einschätzungen werden bei handwerklichen Fragen weniger ernst genommen.
d) Ihre Bereitschaft zu zusätzlichen Gemeinschaftsaufgaben wird als Zeichen der Dankbarkeit erwartet.
6. Welche Bedingung sieht der Vorschlag für eine erneute Unterstützung vor?
a) Die zuvor erhaltene Unterstützung muss vollständig zurückgezahlt sein.
b) Seit der letzten Auszahlung muss ein volles Geschäftsjahr vergangen sein.
c) Die Mitgliederversammlung muss den Antrag mit qualifizierter Mehrheit bestätigen.
d) Die fortbestehende vorübergehende Notlage muss erneut nachvollziehbar dargelegt werden.
7. Wie sollen die Mitglieder über die Verwendung des Fonds informiert werden?
a) Durch zusammengefasste Angaben, die keine Rückschlüsse auf einzelne Unterstützte zulassen.
b) Durch Einsicht in anonymisierte Anträge auf begründete Nachfrage.
c) Durch Berichte der unterstützten Personen über ihre wirtschaftliche Entwicklung.
d) Durch eine Darstellung der Einzelfallentscheidungen in geschlossenen Sitzungen.
8. Welcher Vorbehalt gegenüber dem eigenen Vorschlag wird gegen Ende erkennbar?
a) Die Werkstatt könnte dadurch für wirtschaftlich besonders erfolgreiche Mitglieder unattraktiv werden.
b) Die Verwaltung des Fonds könnte auf Dauer professionelle Unterstützung erfordern.
c) Die angestrebte Solidarität könnte an den Grenzen des Mitgliederkreises stehen bleiben.
d) Die Aussicht auf Unterstützung könnte die Bereitschaft zur privaten Vorsorge verringern.
9. Wer soll die spätere Überprüfung des Fonds gemeinsam durchführen?
a) Die Fondsverwaltung und eine von der Mitgliederversammlung beauftragte externe Fachperson.
b) Die Fondsverwaltung und Mitglieder, die durch Los bestimmt werden.
c) Die Fondsverwaltung und Mitglieder, die bereits Unterstützung erhalten haben.
d) Die Fondsverwaltung und die gewählten Vertretungen der einzelnen Arbeitsbereiche.
10. Welche Entscheidung empfiehlt der Kommentar für das weitere Vorgehen?
a) Die Einführung bis zur Klärung der Finanzierung bei gleichzeitigem Unterstützungsbedarf mehrerer Mitglieder zurückzustellen.
b) Zunächst unverbindliche Beiträge zu sammeln und danach die Regeln festzulegen.
c) Den Fonds dauerhaft einzurichten und seine Finanzierung jährlich neu auszuhandeln.
d) Eine befristete Erprobung mit vorab vereinbarten Regeln und anschließender Überprüfung zu beschließen.
Teil 2
Lesen Sie den Artikel und ordnen Sie den Abschnitten 11–16 jeweils eine Aussage a–h zu. Jede Aussage darf nur einmal verwendet werden. Markieren Sie Ihre Lösungen auf dem Antwortbogen. Bearbeitungszeit: 20 Minuten. Beispiel 0 ist bereits zugeordnet: Die gemeinsame Ablage soll die Bearbeitung von Vorgängen über Abteilungsgrenzen hinweg erleichtern.
Zwei Aussagen passen nicht.
Wenn die Ablage nach außen gerät
Beispiel 0 Eine Stadtverwaltung möchte vermeiden, dass Unterlagen bei jedem Wechsel der zuständigen Stelle erneut angefordert werden müssen. Dafür richtet sie eine gemeinsame digitale Ablage ein. Wer etwa einen Vorgang vom Bauamt übernimmt, soll die dazugehörige Korrespondenz vorfinden und an den bisherigen Bearbeitungsstand anknüpfen können. Doppelarbeit entfällt, Rückfragen lassen sich schneller klären. An einer solchen gedachten Verwaltung lässt sich jedoch auch nachvollziehen, welche organisatorischen Fragen entstehen, sobald Unterlagen aus dieser Ablage öffentlich zugänglich werden. Der Blick auf den technischen Betrieb allein reicht dann nicht aus. 11 Schon im störungsfreien Alltag verändert sich der Kreis der Zugriffsberechtigten oft schleichend. Für ein gemeinsames Vorhaben erhält eine Arbeitsgruppe Einblick in mehrere Verzeichnisse. Nach Projektende werden die Ergebnisse abgelegt; die eingeräumten Berechtigungen bleiben bestehen, weil sich niemand ausdrücklich um ihren Widerruf kümmert. Eine Mitarbeiterin wechselt das Sachgebiet, behält aber die bisherigen Zugänge, falls noch Rückfragen auftauchen. Für die neue Aufgabe kommen weitere hinzu. Jede einzelne Entscheidung lässt sich mit praktischen Erwägungen erklären. Zusammengenommen entsteht jedoch ein Bestand an Berechtigungen, der eher die berufliche Vergangenheit als die gegenwärtigen Aufgaben abbildet. Die ursprünglich nützliche Abkürzung zwischen zwei zuständigen Stellen wird so zu einem Zugang für Personen, die mit den dort geführten Vorgängen längst nichts mehr zu tun haben. 12 Was eine Veröffentlichung bedeuten würde, erschließt sich zudem nicht aus jeder Datei für sich. Eine Adressänderung könnte zunächst bloß einen Umzug anzeigen. Ein Terminkalender enthält vielleicht nur Datum, Uhrzeit und ein Kürzel. In einem Brief wird auf eine Beratung verwiesen, deren Anlass dort nicht nochmals erläutert ist. Lassen sich diese Angaben derselben Person zuordnen, wird aus den Bruchstücken möglicherweise eine Lebenssituation erkennbar: wann jemand den bisherigen Haushalt verlassen hat, welche Stelle anschließend aufgesucht wurde und welche Unterstützung zur Sprache kam. Eine für sich genommen wenig aufschlussreiche Notiz erhält durch die anderen Dokumente eine zusätzliche Bedeutung. Die Prüfung muss deshalb auch Beziehungen zwischen Unterlagen berücksichtigen, die ursprünglich für verschiedene Arbeitszwecke entstanden und in getrennten Zusammenhängen gelesen worden sind. 13 Nach einer Offenlegung richtet sich die Aufmerksamkeit zunächst verständlicherweise auf den Betrieb. Können wieder Termine vergeben, Bescheide bearbeitet und Anfragen beantwortet werden, ist für Beschäftigte und Bevölkerung ein wesentlicher Fortschritt erreicht. Eine wieder funktionierende Ablage betrifft allerdings die Dateien, über die die Verwaltung selbst verfügt. Bereits angefertigte Kopien können unterdessen an anderen Orten liegen und von dort erneut weitergegeben werden. Selbst wenn ein bekannt gewordener Fundort verschwindet, lässt sich daraus nicht ablesen, was zuvor heruntergeladen wurde. Für die interne Bearbeitung kann der Alltag also weitgehend zurückgekehrt sein, während die betroffenen Informationen außerhalb der Verwaltung weiterhin auftauchen. Ein Bericht über erfolgreich wiederhergestellte Dienste beantwortet damit eine andere Frage als die nach dem weiteren Verbleib zuvor veröffentlichter Unterlagen. 14 Komplizierter wird die Lage, wenn ein beauftragtes Unternehmen die Ablage technisch betreut. In unserem Beispiel sorgt es für Speicherplatz, Wartung und die Umsetzung vereinbarter Einstellungen. Welche Unterlagen für welche Verwaltungsaufgaben gebraucht werden und welche Beschäftigtengruppen sie einsehen sollen, legt hingegen die Stadt fest. Auch die Anlaufstelle, an die sich Einwohner mit Fragen zu ihren Vorgängen wenden können, muss sie organisieren. Der Dienstleister kann Auskunft über technische Abläufe geben; die Bedeutung eines Dokuments im Zusammenhang eines kommunalen Verfahrens kennen die jeweiligen Fachstellen. Der Vertrag mit dem Unternehmen schafft daher zusätzlichen Abstimmungsbedarf. Er nimmt der Verwaltung die Entscheidungen über den Umgang mit ihren Beständen ebenso wenig ab wie die Aufgabe, für die Menschen erreichbar zu sein, deren Angelegenheiten darin dokumentiert sind. 15 Bis alle betroffenen Unterlagen gesichtet und eingeordnet sind, kann erhebliche Zeit vergehen. Für eine erste Mitteilung muss dennoch nicht jede Einzelheit feststehen. Sind etwa die betroffenen Arbeitsbereiche zuverlässig eingegrenzt, kann die Verwaltung diese nennen, eine erreichbare Kontaktstelle angeben und erläutern, welche Fragen dort bereits beantwortet werden können. Ebenso deutlich sollte sie kenntlich machen, welche Bestände noch geprüft werden und welche Einschätzungen deshalb vorläufig bleiben. Mit fortschreitender Sichtung werden die Angaben ergänzt oder präzisiert. Eine datierte Folge von Mitteilungen lässt erkennen, auf welchem Kenntnisstand eine Auskunft beruht. Betroffene erhalten dadurch früh eine Orientierung, ohne eine abgeschlossene Untersuchung vorgetäuscht zu bekommen. Entscheidend ist, dass die erste Nachricht einen belastbaren Anfang bildet und weitere Auskünfte tatsächlich folgen. 16 Für die anschließende Neuordnung genügt es schließlich nicht, Verzeichnisse umzubenennen oder eine Suchfunktion einzurichten. Zunächst muss für jede Sammlung feststehen, welche Stelle über ihren Inhalt Auskunft geben und Entscheidungen dazu treffen kann. Ebenso ist festzuhalten, welchem Arbeitszweck die Unterlagen dienen. Erst daran lässt sich prüfen, ob sie weiterhin benötigt werden, welche Fassung maßgeblich ist und wann entbehrliche Dokumente entfernt werden sollen. Ein Ordner mit der Bezeichnung „Alte Vorgänge“ beantwortet keine dieser Fragen. Werden sie dagegen verlässlich geklärt und die Entscheidungen dokumentiert, wird aus einer bloßen Aufzählung von Speicherorten ein verständlicher Überblick. Die Fachabteilungen müssen dafür ihre Bestände beurteilen und die Angaben pflegen. Eine geordnete Ablage entsteht somit bereits bei der Entscheidung darüber, was aufbewahrt wird und wer dafür einsteht.
Beispiel
0. Die gemeinsame Ablage soll die Bearbeitung von Vorgängen über Abteilungsgrenzen hinweg erleichtern.
11. Abschnitt 11
a) Die Wiederaufnahme des Betriebs sagt noch wenig darüber aus, ob vertrauliche Informationen weiterhin verbreitet werden.
b) Eine zentrale Freigabe sämtlicher Dokumente soll künftig die Verantwortung der einzelnen Fachabteilungen ersetzen.
c) Eine abgestufte Information der Betroffenen kann auch vor Abschluss der vollständigen Bestandsaufnahme sinnvoll sein.
d) Erst die Verknüpfung verstreuter Angaben kann die Tragweite einer Veröffentlichung sichtbar machen.
e) Eine nachvollziehbare Ordnung der Datenbestände setzt Entscheidungen über Zuständigkeiten und Aufbewahrung voraus.
f) Die ausgelagerte technische Betreuung entbindet die Verwaltung nicht von ihrer eigenen Verantwortung.
g) Die vereinfachte Zusammenarbeit kann zu Zugriffsrechten führen, die über den tatsächlichen Arbeitsbedarf hinausreichen.
h) Ein geschützter Zugang zu den jeweils betroffenen Unterlagen soll die individuelle Einschätzung möglicher Folgen erleichtern.
12. Abschnitt 12
a) Die Wiederaufnahme des Betriebs sagt noch wenig darüber aus, ob vertrauliche Informationen weiterhin verbreitet werden.
b) Eine zentrale Freigabe sämtlicher Dokumente soll künftig die Verantwortung der einzelnen Fachabteilungen ersetzen.
c) Eine abgestufte Information der Betroffenen kann auch vor Abschluss der vollständigen Bestandsaufnahme sinnvoll sein.
d) Erst die Verknüpfung verstreuter Angaben kann die Tragweite einer Veröffentlichung sichtbar machen.
e) Eine nachvollziehbare Ordnung der Datenbestände setzt Entscheidungen über Zuständigkeiten und Aufbewahrung voraus.
f) Die ausgelagerte technische Betreuung entbindet die Verwaltung nicht von ihrer eigenen Verantwortung.
g) Die vereinfachte Zusammenarbeit kann zu Zugriffsrechten führen, die über den tatsächlichen Arbeitsbedarf hinausreichen.
h) Ein geschützter Zugang zu den jeweils betroffenen Unterlagen soll die individuelle Einschätzung möglicher Folgen erleichtern.
13. Abschnitt 13
a) Die Wiederaufnahme des Betriebs sagt noch wenig darüber aus, ob vertrauliche Informationen weiterhin verbreitet werden.
b) Eine zentrale Freigabe sämtlicher Dokumente soll künftig die Verantwortung der einzelnen Fachabteilungen ersetzen.
c) Eine abgestufte Information der Betroffenen kann auch vor Abschluss der vollständigen Bestandsaufnahme sinnvoll sein.
d) Erst die Verknüpfung verstreuter Angaben kann die Tragweite einer Veröffentlichung sichtbar machen.
e) Eine nachvollziehbare Ordnung der Datenbestände setzt Entscheidungen über Zuständigkeiten und Aufbewahrung voraus.
f) Die ausgelagerte technische Betreuung entbindet die Verwaltung nicht von ihrer eigenen Verantwortung.
g) Die vereinfachte Zusammenarbeit kann zu Zugriffsrechten führen, die über den tatsächlichen Arbeitsbedarf hinausreichen.
h) Ein geschützter Zugang zu den jeweils betroffenen Unterlagen soll die individuelle Einschätzung möglicher Folgen erleichtern.
14. Abschnitt 14
a) Die Wiederaufnahme des Betriebs sagt noch wenig darüber aus, ob vertrauliche Informationen weiterhin verbreitet werden.
b) Eine zentrale Freigabe sämtlicher Dokumente soll künftig die Verantwortung der einzelnen Fachabteilungen ersetzen.
c) Eine abgestufte Information der Betroffenen kann auch vor Abschluss der vollständigen Bestandsaufnahme sinnvoll sein.
d) Erst die Verknüpfung verstreuter Angaben kann die Tragweite einer Veröffentlichung sichtbar machen.
e) Eine nachvollziehbare Ordnung der Datenbestände setzt Entscheidungen über Zuständigkeiten und Aufbewahrung voraus.
f) Die ausgelagerte technische Betreuung entbindet die Verwaltung nicht von ihrer eigenen Verantwortung.
g) Die vereinfachte Zusammenarbeit kann zu Zugriffsrechten führen, die über den tatsächlichen Arbeitsbedarf hinausreichen.
h) Ein geschützter Zugang zu den jeweils betroffenen Unterlagen soll die individuelle Einschätzung möglicher Folgen erleichtern.
15. Abschnitt 15
a) Die Wiederaufnahme des Betriebs sagt noch wenig darüber aus, ob vertrauliche Informationen weiterhin verbreitet werden.
b) Eine zentrale Freigabe sämtlicher Dokumente soll künftig die Verantwortung der einzelnen Fachabteilungen ersetzen.
c) Eine abgestufte Information der Betroffenen kann auch vor Abschluss der vollständigen Bestandsaufnahme sinnvoll sein.
d) Erst die Verknüpfung verstreuter Angaben kann die Tragweite einer Veröffentlichung sichtbar machen.
e) Eine nachvollziehbare Ordnung der Datenbestände setzt Entscheidungen über Zuständigkeiten und Aufbewahrung voraus.
f) Die ausgelagerte technische Betreuung entbindet die Verwaltung nicht von ihrer eigenen Verantwortung.
g) Die vereinfachte Zusammenarbeit kann zu Zugriffsrechten führen, die über den tatsächlichen Arbeitsbedarf hinausreichen.
h) Ein geschützter Zugang zu den jeweils betroffenen Unterlagen soll die individuelle Einschätzung möglicher Folgen erleichtern.
16. Abschnitt 16
a) Die Wiederaufnahme des Betriebs sagt noch wenig darüber aus, ob vertrauliche Informationen weiterhin verbreitet werden.
b) Eine zentrale Freigabe sämtlicher Dokumente soll künftig die Verantwortung der einzelnen Fachabteilungen ersetzen.
c) Eine abgestufte Information der Betroffenen kann auch vor Abschluss der vollständigen Bestandsaufnahme sinnvoll sein.
d) Erst die Verknüpfung verstreuter Angaben kann die Tragweite einer Veröffentlichung sichtbar machen.
e) Eine nachvollziehbare Ordnung der Datenbestände setzt Entscheidungen über Zuständigkeiten und Aufbewahrung voraus.
f) Die ausgelagerte technische Betreuung entbindet die Verwaltung nicht von ihrer eigenen Verantwortung.
g) Die vereinfachte Zusammenarbeit kann zu Zugriffsrechten führen, die über den tatsächlichen Arbeitsbedarf hinausreichen.
h) Ein geschützter Zugang zu den jeweils betroffenen Unterlagen soll die individuelle Einschätzung möglicher Folgen erleichtern.
Teil 3
Lesen Sie die Reportage. Setzen Sie die Textabschnitte a–g in die Lücken 17–22 ein. Verwenden Sie jeden Abschnitt höchstens einmal. Beispiel 0 ist bereits eingefügt. Markieren Sie Ihre Lösungen auf dem Antwortbogen. Bearbeitungszeit: 25 Minuten.
Ein Textabschnitt passt nicht.
Zwischen zwei Zeilen
Um kurz vor neun ist auf dem Flur noch das Rollen eines Putzwagens zu hören. Hinter einer halb offenen Tür stehen Kaffeetassen zwischen Kabeln; auf der Tafel ist vom Vortag nur ein einsamer Pfeil übrig geblieben. Heute soll hier ein kurzer mathematischer Beweis so aufgeschrieben werden, dass ein Programm jeden seiner Schritte prüfen kann. Es geht um einen überschaubaren Übungsfall, doch der dafür reservierte Tag wird gebraucht werden. Beispiel 0, bereits eingefügter Textabschnitt: Die Mathematikerin Nora Seidel kommt mit einem gefalteten Blatt herein. Der Doktorand Emil Brandt hat seinen Rechner bereits angeschlossen und rückt einen zweiten Stuhl an den Tisch. Die beiden leiten die kleine Arbeitsgruppe; neben ihnen nehmen zwei Studierende Platz. Nora legt das Blatt unter die Dokumentenkamera, sodass alle dieselben handschriftlichen Zeilen sehen können. Nora fährt mit dem Stift zwischen zwei dieser Zeilen hin und her. Für die Anwesenden scheint der Übergang selbstverständlich: Die Behauptung über eine endliche Sammlung ergibt sich aus der zuvor beschriebenen Zuordnung. Niemand verlangt auf dem Papier eine weitere Erläuterung. Emil hat diese Stelle beim ersten Lesen nicht einmal markiert. __(17)__ Gemeinsam formulieren sie diesen Hilfssatz. Auf der Tafel stehen bald drei Fassungen, von denen zwei wieder gestrichen werden. Die dritte benennt genau die Beziehung zwischen den beteiligten Elementen, die vorher im bloßen Verweis auf die Zuordnung mitgemeint war. Emil überträgt sie in die formale Sprache. Als er die Prüfung startet, erscheint eine noch offene Verpflichtung. Der handschriftliche Gedankengang überzeugt weiterhin alle; auf dem Bildschirm ist er trotzdem nicht abgeschlossen. __(18)__ Emil ergänzt die fehlende Voraussetzung in der formalen Aussage und lässt die Prüfung erneut laufen. Nun lässt sich der zuvor beanstandete Schritt durchführen. Nora zeichnet einen kleinen Rahmen um die Ergänzung auf ihrem Blatt. Die übrige Zeit bis zum Mittag verbringen sie mit einem unscheinbaren Teilergebnis über die Einschränkung der Zuordnung auf eine kleinere Sammlung. Der große Satz bleibt währenddessen unangetastet am oberen Tafelrand stehen. Als jemand auf die Uhr sieht, wirkt der Vormittag beinahe wie ein Umweg. __(19)__ Am Nachmittag braucht die Gruppe genau diesen Bibliothekseintrag. In einem anderen Teil des Arguments wird wieder eine Zuordnung eingeschränkt, diesmal auf eine anders bezeichnete Sammlung. Emil setzt die passenden Größen in den gespeicherten Satz ein. Was vor dem Mittagessen noch mehrere Tafelseiten beanspruchte, lässt sich nun mit einem Verweis verwenden. Für einen anschließenden, anders gelagerten Schritt fehlt der Gruppe allerdings eine Idee. Emil öffnet einen Assistenten, der aus dem bisherigen formalen Text mögliche Fortsetzungen erzeugt. Nach kurzer Wartezeit erscheint ein Vorschlag. __(20)__ Wie wichtig diese Aufgabenteilung ist, zeigt sich gleich beim Ausprobieren. Die vorgeschlagene Fortsetzung klingt für Nora zunächst passend, scheitert aber an der Richtung einer bereits bewiesenen Beziehung: Der Assistent möchte sie umgekehrt verwenden. Gemeinsam suchen sie eine zulässige Verbindung zwischen Ausgangspunkt und Ziel. Die Voraussetzungen sind diesmal vollständig; geändert werden muss der vorgeschlagene Schluss. Nach einigen Anläufen akzeptiert das Prüfprogramm auch diesen Abschnitt. Später steht schließlich der gesamte formale Beweis ohne offene Verpflichtungen auf dem Bildschirm. Emil lehnt sich zurück. Nora scrollt nach oben zu den Definitionen, mit denen der Text beginnt. __(21)__ Bei diesem Vergleich bleiben sie an der Definition der zugelassenen Sammlungen hängen. Erfasst sie auch den leeren Fall, den die handschriftliche Aufgabe ausdrücklich einschließt? Nora liest die Bedingung laut, Emil öffnet ihre Verwendung im Beweis. Der leere Fall ist tatsächlich enthalten und wird von einem frühen Teilschritt mitgetragen. Sie vermerken das auf dem Blatt. Damit ist auch die letzte Frage zur Übereinstimmung geklärt. Draußen werden bereits Türen abgeschlossen. Die Gruppe blickt auf die durchgestrichenen Fassungen und die vielen kleinen Ergänzungen ihres Arbeitstages zurück. __(22)__ Dieses Protokoll wollen sie der nächsten Kursgruppe abschnittsweise geben. Zunächst soll jeweils die unvollständige Fassung sichtbar sein, danach die begründete Änderung. So können die neuen Teilnehmenden nachvollziehen, weshalb eine Formulierung gewählt wurde, statt nur das fertige Ergebnis vorgeführt zu bekommen. Emil speichert die Unterlagen. Nora faltet ihr Blatt diesmal nicht zusammen; sie legt es flach zwischen zwei Mappen. Textabschnitte a–g a Der Assistent übernimmt damit die Suche nach einem möglichen nächsten Schritt, nicht dessen Anerkennung. Dafür ist ein eigenes Prüfprogramm zuständig, das die vorgeschlagenen formalen Schritte anhand der vorliegenden Voraussetzungen und Regeln kontrolliert. Ein geschickt formulierter Vorschlag kann also auf dem Bildschirm stehen, ohne bereits Bestandteil des geprüften Beweises zu sein. Erst die anschließende Kontrolle entscheidet über seine Verwendbarkeit. b Sie lesen die formale Aussage noch einmal gegen das Blatt. Dabei fällt auf, dass dort eine Sammlung ohne doppelte Elemente gemeint ist. In der eingegebenen Fassung darf dasselbe Element dagegen mehrfach vorkommen. Die beabsichtigte Einschränkung ist beim Übertragen verloren gegangen. Das Programm prüft somit eine weiter gefasste Behauptung als diejenige, auf die sich ihr Vertrauen in das handschriftliche Argument bezieht. c Diese Rückmeldungen zum veröffentlichten Einführungstext nehmen sie zum Anlass, dessen Aufbau zu ändern. Mehrere Leser waren an derselben verkürzten Erläuterung hängen geblieben. Nun soll ein ausführliches Beispiel vorangestellt werden, bevor die allgemeinen Begriffe folgen. Nora übernimmt die Überarbeitung, während Emil die eingegangenen Kommentare nach Themen ordnet. Die neue Fassung des Artikels wollen beide vor der nächsten Veröffentlichung gemeinsam durchsehen. d Aus den Notizen entsteht nun ein kommentiertes Arbeitsprotokoll. Es enthält neben den akzeptierten Schritten auch jene Entscheidungen, deren erste Fassung die Gruppe in die Irre geführt hatte. Nora schlägt vor, dieses Dokument im nächsten Einführungskurs einzusetzen. Gerade die gestrichenen Formulierungen könnten zeigen, welche Fragen man beim Übertragen stellen muss und weshalb der schließlich knappe Text einen ganzen Arbeitstag beansprucht hat. e Was für die Lesenden in diesem Übergang steckt, muss für die formale Prüfung erst als Aussage verfügbar werden. Nora löst die stillschweigend verwendete Eigenschaft aus dem Gedankengang heraus: Für die Zuordnung wird eine Zwischenbehauptung benötigt, auf die der nächste Schritt ausdrücklich zurückgreifen kann. Auf dem Blatt fehlt dafür eine eigene Zeile. In der formalen Fassung soll ein Hilfssatz diese Aufgabe übernehmen. f Die erfolgreiche Prüfung bezieht sich auf das, was tatsächlich eingegeben wurde. Ob damit auch genau die ursprünglich gestellte Frage beantwortet ist, verlangt einen weiteren Blick auf die gewählten Begriffe. Nora möchte deshalb die Ausgangsaufgabe mit den formalen Definitionen vergleichen. Eine sauber hergeleitete Aussage könnte sonst einen engeren Bereich erfassen als beabsichtigt, ohne dass bei ihrer Herleitung ein Fehler aufgetreten wäre. g Das Teilergebnis erhält einen Namen und einen Platz in der gemeinsamen Bibliothek. Die Gruppe formuliert es dabei so, dass es nicht an die zufälligen Bezeichnungen ihres aktuellen Beispiels gebunden bleibt. Voraussetzungen und Ergebnis sind ausdrücklich verzeichnet. Damit liegt nach der Mittagspause etwas vor, das sich in einem neuen Zusammenhang aufrufen lässt, ohne den eben erarbeiteten Beweis erneut ausschreiben zu müssen.
Beispiel
0. Die Mathematikerin Nora Seidel kommt mit einem gefalteten Blatt herein. Der Doktorand Emil Brandt hat seinen Rechner bereits angeschlossen und rückt einen zweiten Stuhl an den Tisch. Die beiden leiten die kleine Arbeitsgruppe; neben ihnen nehmen zwei Studierende Platz. Nora legt das Blatt unter die Dokumentenkamera, sodass alle dieselben handschriftlichen Zeilen sehen können.
17. Lücke 17
a) Textabschnitt a
b) Textabschnitt b
c) Textabschnitt c
d) Textabschnitt d
e) Textabschnitt e
f) Textabschnitt f
g) Textabschnitt g
18. Lücke 18
a) Textabschnitt a
b) Textabschnitt b
c) Textabschnitt c
d) Textabschnitt d
e) Textabschnitt e
f) Textabschnitt f
g) Textabschnitt g
19. Lücke 19
a) Textabschnitt a
b) Textabschnitt b
c) Textabschnitt c
d) Textabschnitt d
e) Textabschnitt e
f) Textabschnitt f
g) Textabschnitt g
20. Lücke 20
a) Textabschnitt a
b) Textabschnitt b
c) Textabschnitt c
d) Textabschnitt d
e) Textabschnitt e
f) Textabschnitt f
g) Textabschnitt g
21. Lücke 21
a) Textabschnitt a
b) Textabschnitt b
c) Textabschnitt c
d) Textabschnitt d
e) Textabschnitt e
f) Textabschnitt f
g) Textabschnitt g
22. Lücke 22
a) Textabschnitt a
b) Textabschnitt b
c) Textabschnitt c
d) Textabschnitt d
e) Textabschnitt e
f) Textabschnitt f
g) Textabschnitt g
Teil 4
Sie interessieren sich für eine Tätigkeit in der Vermittlung von Alltagskultur, Ritualen und historischen Vorstellungen. Lesen Sie die vier Stellenanzeigen. Ordnen Sie den Aussagen 23–30 jeweils Anzeige a, b, c oder d zu. Eine Anzeige kann mehrfach passen; für jede Aussage gibt es genau eine richtige Lösung. Markieren Sie Ihre Lösungen auf dem Antwortbogen. Bearbeitungszeit: 10 Minuten. Beispiel 0: Sie redigieren Texte für einen begleitenden Ausstellungskatalog. Lösung: Anzeige c.
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Das Regionalprojekt Erzählraum Umland sammelt Erinnerungen an familiäre Rituale: an wiederkehrende Feste, kleine Abschiedsbräuche und Gewohnheiten, deren Bedeutung sich zwischen den Generationen verändert hat. Für die nächste Projektphase suchen wir eine Person mit Erfahrung in qualitativer Gesprächsführung und sorgfältiger Dokumentation. Sie bereiten lebensgeschichtliche Interviews vor, zeichnen die persönlichen Erinnerungen der Gesprächspartner auf und erschließen die Aufnahmen für unsere Sammlung. Mit jeder befragten Person vereinbaren Sie gesondert, wie ihr Beitrag gespeichert wird, wer ihn einsehen oder anhören darf und wofür er später verwendet werden kann. Diese Absprachen halten Sie zusammen mit den jeweiligen Aufnahmen nachvollziehbar fest. Bei der Auswahl aussagekräftiger Passagen bewahren Sie den Zusammenhang, in dem eine Erinnerung erzählt wurde. Den größten Teil Ihrer Tätigkeit verbringen Sie bei den Interviewten in den umliegenden Gemeinden. Zur Abstimmung und Bearbeitung kommen Sie gelegentlich in unsere Geschäftsstelle. Die Besuche werden als regionale Tagesfahrten organisiert; Ihren bestehenden Wohnsitz in der Region können Sie beibehalten, ein Umzug ist nicht erforderlich. Reisekosten werden nach vorheriger Abstimmung übernommen. Vorausgesetzt werden ein abgeschlossenes sozialwissenschaftliches Studium, Erfahrung mit Tonaufnahmen und die Fähigkeit, Gespräche aufmerksam zu führen, ohne Antworten vorzugeben. Die Beschäftigung umfasst zwanzig Wochenstunden für die Dauer von zehn Monaten. Bitte erläutern Sie in Ihrer Bewerbung, wie Sie bisher mit unterschiedlichen Wünschen zur Verwendung eines Gesprächsbeitrags umgegangen sind.
Anzeige c · Ausstellungshaus Zeitenblick: Wissenschaftliche Mitarbeit
Für die Ausstellung „Ein Zeichen? Ungewöhnliche Ereignisse und ihre Deutung“ sucht das Ausstellungshaus Zeitenblick wissenschaftliche Unterstützung. Im Mittelpunkt stehen historische Berichte über Erscheinungen, Zufälle und schwer erklärbare Alltagserfahrungen sowie die Gegenstände, mit denen Menschen solche Erlebnisse in Verbindung brachten. Sie recherchieren die Überlieferung zu den ausgewählten Objekten, vergleichen unterschiedliche Fassungen historischer Berichte und bereiten die Ergebnisse für die Ausstellungsgestaltung auf. Außerdem redigieren Sie die Beiträge des begleitenden Ausstellungskatalogs: Sie prüfen Bezüge zwischen Text und Abbildung, vereinheitlichen Begriffe und klären offene Sachfragen mit den Verfassenden. Während des Aufbaus stimmen Sie Beschriftungen und Objektanordnung mit dem Gestaltungsteam ab; im späteren Ausstellungsbetrieb bearbeiten Sie fachliche Rückfragen und notwendige Ergänzungen. Für die Aufbauphase werden vertraglich dreißig Wochenstunden vereinbart. Mit Beginn der öffentlichen Laufzeit reduziert sich der vereinbarte Umfang auf zwanzig Wochenstunden. Die Stelle endet nach Abschluss der sechsmonatigen Ausstellung und der anschließenden Dokumentation. Erforderlich sind ein abgeschlossenes geschichtswissenschaftliches Studium und Erfahrung in der Arbeit mit historischen Quellen. Für die Recherche müssen Sie ältere deutschsprachige Handschriften selbstständig lesen können, da ein Teil der verwendeten Aufzeichnungen nur in handschriftlicher Form vorliegt. Ebenso wichtig ist eine präzise, für ein allgemeines Publikum verständliche Ausdrucksweise. Bitte legen Sie Ihrer Bewerbung eine kurze eigene Quellenanalyse und ein Beispiel redaktioneller Arbeit bei. Die Vorstellungsgespräche finden im Ausstellungshaus statt.
Anzeige d · Forum Gegenwartskultur: Moderation auf Honorarbasis
Das Forum Gegenwartskultur erweitert sein Erwachsenenprogramm um Werkstattgespräche zu Ritualen, symbolischen Handlungen und heutigen Vorstellungen von Glück und Schutz. Dafür suchen wir erfahrene Moderationskräfte, die eine neugierige Auseinandersetzung mit kulturellen Praktiken ermöglichen und auch bei kontroversen Beiträgen einen verständlichen Gesprächsverlauf sichern. Sie planen jeweils einen zweistündigen Workshop anhand eines vereinbarten Themenschwerpunkts und ausgewählter Alltagsgegenstände. Zu Ihren Aufgaben gehören die Strukturierung der Gesprächsphasen, die Auswahl geeigneter Einstiegsfragen und die abschließende Zusammenführung unterschiedlicher Perspektiven. Die Gruppen bestehen aus Erwachsenen mit wechselnden kulturellen und biografischen Hintergründen. Für die Gestaltung gilt verbindlich unser Veranstaltungskonzept: Ritualpraktiken werden als kulturelle Ausdrucksformen besprochen. Teilnehmende behalten ihre persönlichen Überzeugungen; sie dürfen weder durch Übungen noch durch die Gesprächsleitung dazu gedrängt werden, eine vorgestellte Praxis zu bejahen. Diese Vorgabe muss bereits in der Ablaufplanung erkennbar umgesetzt sein. Erwartet werden eine abgeschlossene Moderationsausbildung, Erfahrung in der Erwachsenenbildung und eine sorgfältige Vorbereitung. Termine werden einzeln schriftlich bestätigt. Sagt das Forum einen bereits bestätigten Workshop weniger als sieben Kalendertage vor dem vereinbarten Beginn ab, erhalten Sie die vertraglich festgelegte Ausfallvergütung in Höhe der Hälfte des Workshophonorars. Die Honorarvereinbarung enthält außerdem den Umfang der abzugeltenden Vorbereitung. Bitte senden Sie ein Kurzprofil und eine Ablaufskizze für einen Workshop zum Thema „Glücksbringer im Alltag“. Die Auswahl erfolgt anhand dieser Unterlagen und eines anschließenden Gesprächs.
Beispiel
0. Sie redigieren Texte für einen begleitenden Ausstellungskatalog.
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Lösung zum Beispiel: c
23. Sie dokumentieren persönliche Erinnerungen, wobei die spätere Nutzung mit den Befragten vereinbart wird.
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24. Bei der Gestaltung Ihrer Veranstaltungen müssen Sie eine verbindliche Vorgabe zum Umgang mit persönlichen Überzeugungen beachten.
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25. Sie können Ihre Eignung auch durch praktische Vermittlungserfahrung statt durch einen einschlägigen Studienabschluss nachweisen.
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26. Ihr Beschäftigungsumfang ist während des Ausstellungsaufbaus höher als im anschließenden regulären Betrieb.
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27. Sie arbeiten überwiegend außerhalb der Geschäftsstelle und können Ihren bestehenden Wohnsitz in der Region beibehalten.
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28. Sie erhalten die für Ihre Führungen benötigte inhaltliche Einführung innerhalb der vergüteten Arbeitszeit.
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29. Für einen Teil Ihrer Tätigkeit wird die eigenständige Lektüre älterer Handschriften vorausgesetzt.
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30. Eine vereinbarte Ausfallvergütung schützt Sie, wenn der Veranstalter einen bereits bestätigten Termin kurzfristig absagt.
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