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Goethe C2 Lesen · Übungssatz 08

Paper 8

Goethe C2 · Reading

80 min15 pages

Was die Tabelle offenlässt

Exam material is in German.

Answers & guidance

Independent Faust practice material. Not published or endorsed by the Goethe-Institut.

Inside the paper

Lesen Teil 1

Lesen Sie den Kommentar. Wählen Sie bei den Aufgaben 1 bis 10 jeweils a, b, c oder d. Es gibt jeweils nur eine richtige Lösung. Markieren Sie Ihre Lösungen auf dem Antwortbogen. Bearbeitungszeit: 25 Minuten.

Was die Tabelle offenlässt

Als ich mich bereit erklärte, für unser genossenschaftlich betriebenes Veranstaltungshaus eine neue Gewerbespülmaschine mit auszusuchen, dachte ich an zwei Besichtigungen und eine Bestellung. Dass ich als ehrenamtliche Einkaufsverantwortliche bald Abende über Angaben zu Korbleistung, Wasserverbrauch und Anschlusswerten verbringen würde, hatte ich nicht erwartet. Inzwischen kenne ich die Datenblätter fast auswendig. Unser Geschirr wird davon noch nicht sauber, aber ich habe einiges darüber gelernt, wie wir Entscheidungen treffen, sobald Zahlen auf dem Tisch liegen. Mein anfänglicher Favorit war ein kompaktes Modell mit einem erfreulich niedrigen Verbrauchswert. Bei der Vorführung ließ ich mir das dazugehörige Programm zeigen. Es lief erheblich länger, als wir zwischen dem Ende eines Nachmittagsangebots und dem Einlass zur Abendveranstaltung zur Verfügung haben. Gerade in diesem Zeitfenster muss bei uns das benutzte Geschirr wieder einsatzbereit werden. Der angegebene Verbrauch wurde durchaus erreicht, nur eben in einem Ablauf, den unser Haus nicht unterbringen konnte. Deshalb strichen wir die Maschine von unserer engeren Auswahl. Das Datenblatt hatte korrekt Auskunft gegeben; ich hatte zunächst zu wenig nach den Bedingungen gefragt. Seither lese ich solche Blätter aufmerksamer, keineswegs geringschätziger. Ich bin froh, wenn der Wasserbedarf zweier Geräte unter denselben festgelegten Bedingungen ermittelt wird. Dann kann ich diese Eigenschaft tatsächlich vergleichen, ohne erst herausfinden zu müssen, ob beim einen Gerät ein ganz anderer Ablauf zugrunde lag. Solche gemeinsamen Maßstäbe schaffen einen verlässlichen Bezugspunkt. Für die Frage, was während eines vollen Veranstaltungstages in unserer Küche geschieht, müssen allerdings noch die Wege, die verfügbaren Hände und die Unterbrechungen hinzukommen. Für unsere nächste Sitzung hatte ein Kollege eine Vergleichstabelle vorbereitet. Sie enthielt bereits Gewichtungen: Verbrauch, Geschwindigkeit und Bedienungsaufwand gingen mit unterschiedlichen Anteilen in eine Gesamtbewertung ein. Wir übernahmen diese Vorgaben, trugen unsere Geräte ein und freuten uns über die übersichtliche Rangfolge. Erst danach fragte jemand, ob wir eigentlich gemeinsam festgelegt hätten, was bei uns Vorrang haben sollte. Genau diese Reihenfolge halte ich für verkehrt. Wir hatten die Bedeutung der Eigenschaften schon berechnen lassen, bevor wir ihre Bedeutung für unseren Betrieb besprochen hatten. Die praktische Arbeit, die hinter jeder Spalte stand, kam erst nachträglich zur Sprache. Dabei waren die Bedürfnisse durchaus verschieden. Wer häufig allein den Küchendienst übernimmt, wollte weniger Handgriffe; wer den Wechsel zwischen zwei Veranstaltungen betreut, drängte auf kurze Durchläufe. Eine dritte Stimme erinnerte an die laufenden Verbrauchskosten. Wir waren mitten in diesem Gespräch, als auf der Leinwand die aktualisierte Rangfolge erschien. Zwischen den beiden führenden Geräten lag kaum ein Abstand. Dennoch klappte jemand sein Notizbuch zu, ein anderer begann über Liefertermine zu sprechen. In dieser Sitzung hatte die Nachkommastelle das letzte Wort. Die Frage, wie eine eingesparte Minute gegen einen zusätzlichen Handgriff zu gewichten wäre, stand noch auf meinem Zettel. Ich rief daraufhin bei anderen Häusern an. Besonders hilfreich war die Schilderung einer Küchenleiterin, die nicht bei ihrem zufriedenen Gesamturteil stehen blieb. Sie erklärte, wie viele Personen gleichzeitig arbeiten, wann das Geschirr anfällt und wo die sauberen Körbe abgestellt werden. Solche Erfahrungsberichte nützen uns, wenn die jeweiligen Betriebsbedingungen so genau beschrieben sind, dass wir ihre Übertragbarkeit beurteilen können. Das bloße Lob eines Geräts lässt diese Arbeit offen. Auch eine sehr überzeugende Erfahrung kann aus einer Küche stammen, in der gerade das, was uns Schwierigkeiten bereitet, gar nicht vorkommt. An Geräteinformationen mangelte es uns inzwischen wirklich nicht mehr. Die Hersteller hatten unsere Rückfragen beantwortet, wir kannten die Programme und hatten Angebote für Wartung und Zubehör. Sobald wir jedoch entscheiden sollten, ob wir für einen schnelleren Ablauf mehr Verbrauch in Kauf nähmen, fehlte plötzlich noch eine Kennzahl. Ging es um die Entlastung des Küchendienstes, wünschten wir eine weitere Aufschlüsselung. Nach jeder Auskunft wurde die Tabelle umfangreicher. Der Tagesordnungspunkt, an dem wir die verschiedenen Ansprüche gegeneinander abwägen wollten, wanderte zuverlässig an das Ende der nächsten Sitzung. Ich begann, auf meinen Unterlagen neben den neuen Werten auch die vertagten Fragen zu notieren. Ich kann meinen Kolleginnen und Kollegen ihre Anhänglichkeit an diese Tabelle nicht einfach vorhalten. Wenn wir viel Geld ausgeben und der Betrieb anschließend stockt, werden sie bei der Mitgliederversammlung Auskunft geben müssen. Einige haben schon Anschaffungen vertreten, deren Schwächen ihnen später persönlich zugerechnet wurden. Eine sorgfältig errechnete Rangfolge lässt sich dann wenigstens vorzeigen. Ich würde vermutlich ebenfalls danach greifen. Nur sehe ich dabei schon die Mitglieder vor mir, die nach dem Samstag fragen, an dem eine Person fehlte und sich die Körbe vor der Durchreiche stapelten. Auf diesen Samstag ist unsere Rangfolge bisher nicht eingerichtet. Für die verbliebenen Maschinen haben wir deshalb eine praktische Erprobung vereinbart. Dabei schreiben wir nicht nur Durchlaufzeiten und Verbrauchswerte auf. Wir halten ebenso fest, wann jemand eine andere Aufgabe unterbrechen muss, welche Tätigkeiten wir anders verteilen und wo zusätzliche Wege oder Handgriffe entstehen. Ein Gerät kann für sich genommen zügig arbeiten und trotzdem verlangen, dass jemand ständig Körbe umsetzt. Das soll in unseren Aufzeichnungen ebenso sichtbar werden wie seine messbare Leistung. Die Beobachtung beginnt bei der Rückgabe des schmutzigen Geschirrs und endet erst, wenn es wieder an seinem Platz steht. Auch für das abschließende Kaufprotokoll wünsche ich mir mehr als den Namen des erstplatzierten Modells. Darin soll stehen, welche Nachteile wir bewusst hinnehmen, weil uns andere Eigenschaften in unserem Haus mehr wert sind. Wenn wir zusätzlichen Wasserbedarf akzeptieren, um den Veranstaltungswechsel zu bewältigen, gehört genau diese Abwägung hinein. Wenn ein günstigerer Ablauf mehr Mithilfe verlangt, müssen wir das ebenfalls festhalten. Spätere Küchenteams sollen verstehen können, worauf wir uns eingelassen haben. Ein ehrliches Protokoll darf die Stellen erkennen lassen, an denen unsere Wünsche nicht gleichzeitig zu erfüllen waren. Die nächste Sitzung wird dadurch vermutlich nicht kürzer. Immerhin werden wir anhand der Vorführung nachprüfen können, was die Geräte leisten, und anhand unserer Beobachtungen beschreiben können, was sie uns abverlangen. Wenn dann jemand auf einen günstigen Messwert zeigt, werde ich genauer wissen, was damit belegt ist. Und wenn wir schließlich unterschreiben, werden wir noch immer erklären müssen, weshalb gerade dieser Wert in unserer Küche mehr zählt als ein anderer. Ich hoffe, dass wir dafür diesmal unsere Notizbücher offen lassen.

Beispiel

0. Was hatte die Autorin bei der Vorbereitung des Kaufs überrascht?

a) Die geringe Auswahl an geeigneten Geräten.

b) Der Umfang der notwendigen Beschäftigung mit technischen Angaben.

c) Die fehlende Bereitschaft zur gemeinsamen Entscheidung.

d) Die ungewöhnlich kurze Lieferzeit.

Lösung zum Beispiel: b

1. Weshalb ließ die Autorin die zunächst bevorzugte Spülmaschine aus der engeren Auswahl nehmen?

a) Die angegebenen Verbrauchswerte bezogen sich auf eine andere Geräteausführung.

b) Die für den Verbrauchswert maßgebliche Programmdauer passte nicht zum Betriebsablauf.

c) Die zugesagte Lieferfrist ließ sich mit der Wiedereröffnung nicht vereinbaren.

d) Die erforderlichen Anschlussarbeiten waren im Angebot nicht berücksichtigt.

2. Welchen Nutzen erkennt die Autorin standardisierten Messbedingungen ausdrücklich zu?

a) Sie bilden die unterschiedlichen Arbeitsabläufe eines Betriebs hinreichend genau ab.

b) Sie erlauben eine verlässliche Prognose der gesamten Betriebskosten.

c) Sie machen eine zusätzliche Erprobung vor Ort weitgehend entbehrlich.

d) Sie schaffen eine gemeinsame Grundlage für den Vergleich einzelner Eigenschaften.

3. Was beanstandet die Autorin an der zunächst verwendeten Vergleichstabelle?

a) Die Gewichtung der Merkmale wurde übernommen, bevor deren Bedeutung für den Betrieb geklärt war.

b) Die Tabelle berücksichtigte Anschaffungskosten, ließ laufende Ausgaben jedoch unberücksichtigt.

c) Die Bewertung beruhte auf Erfahrungen mit inzwischen abgelösten Gerätemodellen.

d) Die verschiedenen Angebote wurden mit unterschiedlichen Punkteskalen bewertet.

4. Was legt die Autorin mit der Bemerkung nahe, die Nachkommastelle habe am Besprechungstisch das letzte Wort gehabt?

a) Die Beteiligten hätten ihre Messungen sorgfältiger dokumentieren müssen.

b) Der Konflikt beruhte hauptsächlich auf unterschiedlichen Rundungsverfahren.

c) Die Genauigkeit der Darstellung verlieh einer ungeklärten Wertentscheidung scheinbare Verbindlichkeit.

d) Die Beteiligten vertrauten der Tabelle weniger als ihren persönlichen Erfahrungen.

5. Unter welcher Voraussetzung hält die Autorin Erfahrungsberichte anderer Betriebe für hilfreich?

a) Wenn sich daraus eine ausreichend große Zahl gleichlautender Bewertungen ergibt.

b) Wenn die Nutzungsbedingungen so beschrieben sind, dass sich ihre Übertragbarkeit einschätzen lässt.

c) Wenn die Berichte ausschließlich nach längerer Nutzung verfasst wurden.

d) Wenn die Verfassenden ihre Einschätzung mit eigenen Verbrauchsmessungen belegen.

6. Welcher Vorbehalt gegenüber dem Wunsch nach weiteren Kennzahlen lässt sich aus dem Kommentar erschließen?

a) Zusätzliche Kennzahlen könnten vor allem die Verhandlungsposition gegenüber dem Handel schwächen.

b) Eine umfangreichere Datensammlung könnte die Verantwortung zu stark auf einzelne Beschäftigte verlagern.

c) Die Beschäftigung mit Kennzahlen könnte praktische Erfahrungen vorschnell aufwerten.

d) Das Sammeln weiterer Angaben könnte dazu dienen, eine notwendige Festlegung der Prioritäten aufzuschieben.

7. Wie ist die Haltung der Autorin zu den Beschäftigten zu verstehen, die zunächst auf einer Rangliste bestanden?

a) Sie versteht deren Bedürfnis nach Absicherung, hält die Rangliste dafür aber nur bedingt geeignet.

b) Sie billigt deren Vorgehen, sofern die endgültige Auswahl der Betriebsleitung überlassen bleibt.

c) Sie sieht darin vornehmlich den Versuch, eigene praktische Erfahrungen durchzusetzen.

d) Sie betrachtet deren Vorsicht als Folge mangelnder Vertrautheit mit den Geräten.

8. Welche Änderung wurde für die Erprobung der verbliebenen Geräte vereinbart?

a) Die Beschäftigten sollten zunächst ohne Kenntnis der Herstellerangaben urteilen.

b) Die Erprobung sollte auf die erfahrungsgemäß stärkste Belastungsphase beschränkt bleiben.

c) Neben Messwerten sollten die erforderlichen Eingriffe in den Arbeitsablauf festgehalten werden.

d) Die Bewertung sollte von Personen vorgenommen werden, die nicht an der Vorauswahl beteiligt waren.

9. Was soll laut Autorin in der abschließenden Beschaffungsentscheidung dokumentiert werden?

a) Welche Bewertungsmaßstäbe bei künftigen Anschaffungen unverändert gelten sollen.

b) Welche Nachteile zugunsten der für den Betrieb wichtigeren Eigenschaften in Kauf genommen werden.

c) Welche Beschäftigten die Verantwortung für einzelne technische Angaben übernehmen.

d) Welche Abweichungen von den Herstellerangaben eine spätere Neubewertung auslösen.

10. Welches Verständnis einer sachlichen Entscheidung vermittelt der Schluss des Kommentars?

a) Sie gewinnt an Qualität, wenn die Beteiligten ihre unterschiedlichen Interessen in eine gemeinsame Kennzahl übersetzen.

b) Sie setzt voraus, dass praktische Erfahrungen am Ende stärker gewichtet werden als technische Angaben.

c) Sie ist vor allem daran zu erkennen, dass ihre Ergebnisse auch für andere Betriebe gelten.

d) Sie verbindet überprüfbare Angaben mit einer begründeten Verantwortung für deren Gewichtung.

Lesen Teil 2

Ordnen Sie den Textabschnitten 11 bis 16 jeweils die inhaltlich passende Aussage zu. Verwenden Sie jede Aussage höchstens einmal. Beispiel 0 ist bereits zugeordnet. Markieren Sie Ihre Lösungen auf dem Antwortbogen. Bearbeitungszeit: 20 Minuten.

Zwei Aussagen passen nicht.

Eine Leihgabe, mehrere Verantwortliche

Beispiel 0 Zugeordnete Aussage: Mehrere Museen bündeln ihre Bestände für eine Ausstellung, die an verschiedenen Orten gezeigt wird. Das Museum Uferbogen, das Haus der Alltagskultur Belrain und die Sammlung Westtor haben eine Ausstellung über den Austausch von Handwerkswaren zusammengestellt. Die beteiligten Häuser liegen in benachbarten Ländern; jedes steuert Objekte bei und übernimmt einen Abschnitt der Reise. Für Transport, Präsentation und Absprachen gibt es ein gemeinsames Büro. Als neue Unterlagen zur Herkunft einzelner Stücke auftauchen, beginnt der Verbund eine Prüfung nach dem Verfahren, das sich die Häuser für ihre Zusammenarbeit gegeben haben. Dabei wird deutlich, wie viele unterschiedliche Fragen hinter der scheinbar einfachen Entscheidung stehen, eine Leihgabe weiterzureichen. 11 Der Ausstellungsausschuss hatte die Objektliste gemeinsam verabschiedet. Im Museum Uferbogen wurde dieser Beschluss zunächst zusammen mit den Versandunterlagen abgelegt. Bei der Durchsicht zeigte sich jedoch, dass der Ausschuss lediglich über die Zusammenstellung der Schau beraten hatte. Die Erwerbungsakten lagen weiterhin in den einzelnen Häusern; nur deren Beschäftigte konnten etwa handschriftliche Ergänzungen mit älteren Karteikarten abgleichen. Deshalb fordert das vereinbarte Verfahren von jedem Haus eine eigene Stellungnahme zu den von ihm beigesteuerten Stücken. Eine Unterschrift unter der gemeinsamen Liste beantwortet noch nicht, wie ein bestimmtes Objekt in eine Sammlung gelangt ist. Die Zusammenarbeit organisiert also die Ausstellung, während die notwendigen Auskünfte über die einzelnen Leihgaben dort erarbeitet werden müssen, wo die Unterlagen geführt werden. Erst diese Beiträge ermöglichen dem Ausschuss eine erneute Beratung. 12 In Belrain richtet sich die Aufmerksamkeit auf das Datum einer Aktenlieferung. Ein Briefkonvolut war erst eingetroffen, nachdem die Ausstellung bereits eröffnet worden war. Wer die damalige Freigabe beurteilt, findet in der Entscheidungsmappe folglich weniger Angaben als jemand, der heute über die nächste Station nachdenkt. Das Prüfungsteam legt beide Bestände nebeneinander und vermerkt, wann welche Information zugänglich wurde. So kann es zu dem Ergebnis kommen, dass die ursprüngliche Begründung zu den damals vorhandenen Unterlagen passte, die Weiterreise unter dem inzwischen erweiterten Kenntnisstand aber zusätzlicher Klärung bedarf. Der scheinbare Widerspruch entsteht, wenn beide Aussagen ohne ihren zeitlichen Bezug wiedergegeben werden. Eine rückblickende Betrachtung der damaligen Akte und eine Entscheidung über den heutigen Umgang mit dem Stück haben eben nicht denselben Informationsstand zur Grundlage. 13 Wie aufwendig die Rekonstruktion sein kann, zeigt eine bemalte Truhe. In einem lückenhaften Inventar erscheint eine Beschreibung ihres ungewöhnlichen Verschlusses, jedoch kein Name des Empfängers. Ein Frachtzettel nennt später eine Kistennummer und eine Werkstattadresse, ohne den Inhalt ausreichend zu beschreiben. In privaten Briefen findet sich schließlich die Bitte, eine Truhe mit ebenjenem Verschluss an diese Adresse zu schicken; daneben steht die Kistennummer. Erst bei gemeinsamer Betrachtung lassen sich Beschreibung, Sendung und Empfang miteinander verbinden. Damit ist ein Abschnitt des Weges nachvollziehbar geworden, während die Umstände des vorausgegangenen Besitzerwechsels weiterhin offenbleiben. Das Team kennzeichnet diese Grenze ausdrücklich. Der zusätzliche Erkenntnisgewinn entsteht aus den Anschlüssen zwischen den Fundstücken, deren jeweils fehlende Angaben zum Teil in einer anderen Quelle auftauchen. 14 Für die kommende Woche war der Transport zur nächsten Station vorgesehen. Nun bleiben die betroffenen Objekte vorerst im bisherigen Depot, und das gemeinsame Büro vereinbart mit dem Transportbetrieb einen späteren Entscheidungstermin. Damit gewinnen die Häuser Zeit, die offenen Unterlagen zu bearbeiten, ohne durch eine weitere Verbringung neue organisatorische Tatsachen zu schaffen. Eine Rücksendung an die verleihenden Museen bleibt ebenso möglich wie eine Fortsetzung der Reise, sobald die Prüfung dies trägt. Im internen Beschluss steht deshalb ein Datum für die erneute Beratung. Die Unterbrechung beantwortet noch nicht, wem Versäumnisse zuzurechnen sind oder wie die Ausstellung endgültig verändert wird. Ihr unmittelbarer Nutzen liegt darin, dass die verfügbaren Wege bis zur nächsten begründeten Entscheidung offenbleiben und die organisatorische Planung entsprechend angepasst werden kann. 15 Für künftige Ausleihen entwirft das Büro inzwischen genauere Vereinbarungen. Ein Objekt soll beispielsweise nur am benannten Ausstellungsort gezeigt und bei einem Depotwechsel nicht ohne Rücksprache weitergegeben werden. Damit solche Zusagen im Alltag Bestand haben, benötigen die verleihenden Häuser jedoch auch nach Abfahrt des Lastwagens Zugang zu den Standortnachweisen. Vorgesehen sind deshalb fortlaufende Einträge zu Bewegungen der Objekte sowie eine feste Kontaktperson, die auf Nachfrage Belege vorlegen kann. Bei Unklarheiten soll eine Besichtigung vereinbart werden können. Entscheidend ist, ob sich der tatsächliche Weg später noch feststellen lässt. Eine präzise formulierte Beschränkung auf dem Leihschein hilft wenig, wenn anschließend niemand Auskunft darüber erhält, in welchem Gebäude das Stück aufbewahrt wird. Die organisatorische Verbindung zwischen den Häusern muss daher über den Übergabetermin hinaus erhalten bleiben. 16 Als das Prüfungsteam seine Zwischenmitteilung veröffentlicht, bescheinigt es den derzeit vorliegenden Leihunterlagen, dass darin bestimmte Angaben zur Herkunft nicht ausreichend belegt sind. Die Mitteilung benennt die betroffenen Dokumente und die noch fehlenden Nachweise. In der öffentlichen Diskussion wird daraus rasch eine Aussage über die gesamte Ausstellung. Einige Reaktionen behandeln den Befund als endgültige Bestätigung, dass die Schau insgesamt unvertretbar sei; andere verteidigen daraufhin das vollständige Ausstellungskonzept. Beide Seiten sprechen damit über mehr, als das Team untersucht hat. Dessen Feststellung betrifft den gegenwärtigen Stand bestimmter Akten, nicht sämtliche Objekte, Vermittlungsangebote oder historischen Deutungen. Das Büro stellt deshalb die untersuchte Frage nochmals an den Anfang seiner Erläuterung. Sonst droht eine begrenzte Auskunft als Antwort auf Fragen zu zirkulieren, die ihr gar nicht vorgelegt worden waren.

Beispiel

0. Mehrere Museen bündeln ihre Bestände für eine Ausstellung, die an verschiedenen Orten gezeigt wird.

11. Abschnitt 11

a) Eine vorläufige Aussetzung soll Handlungsspielraum erhalten, ohne die strittige Verantwortung abschließend zu klären.

b) Die Veröffentlichung der Beratungsprotokolle soll das Vertrauen in die gemeinsame Prüfung wiederherstellen.

c) Ein gemeinsamer Beschluss entlastet die beteiligten Einrichtungen nicht von der Prüfung ihres eigenen Beitrags.

d) Eine öffentliche Reaktion kann weiter reichen als die ausdrücklich begrenzte Aussage des prüfenden Gremiums.

e) Die Finanzierung der Prüfung durch sämtliche Beteiligten soll deren Unabhängigkeit sichern.

f) Unterschiedliche Beurteilungen können darauf beruhen, dass verschiedene Zeitpunkte des verfügbaren Wissens zugrunde gelegt werden.

g) Die praktische Wirksamkeit einer Auflage hängt davon ab, ob ihre Einhaltung auch nach der Übergabe überprüfbar bleibt.

h) Ein nachvollziehbarer Zusammenhang lässt sich mitunter erst durch die Verbindung mehrerer unvollständiger Belege herstellen.

12. Abschnitt 12

a) Eine vorläufige Aussetzung soll Handlungsspielraum erhalten, ohne die strittige Verantwortung abschließend zu klären.

b) Die Veröffentlichung der Beratungsprotokolle soll das Vertrauen in die gemeinsame Prüfung wiederherstellen.

c) Ein gemeinsamer Beschluss entlastet die beteiligten Einrichtungen nicht von der Prüfung ihres eigenen Beitrags.

d) Eine öffentliche Reaktion kann weiter reichen als die ausdrücklich begrenzte Aussage des prüfenden Gremiums.

e) Die Finanzierung der Prüfung durch sämtliche Beteiligten soll deren Unabhängigkeit sichern.

f) Unterschiedliche Beurteilungen können darauf beruhen, dass verschiedene Zeitpunkte des verfügbaren Wissens zugrunde gelegt werden.

g) Die praktische Wirksamkeit einer Auflage hängt davon ab, ob ihre Einhaltung auch nach der Übergabe überprüfbar bleibt.

h) Ein nachvollziehbarer Zusammenhang lässt sich mitunter erst durch die Verbindung mehrerer unvollständiger Belege herstellen.

13. Abschnitt 13

a) Eine vorläufige Aussetzung soll Handlungsspielraum erhalten, ohne die strittige Verantwortung abschließend zu klären.

b) Die Veröffentlichung der Beratungsprotokolle soll das Vertrauen in die gemeinsame Prüfung wiederherstellen.

c) Ein gemeinsamer Beschluss entlastet die beteiligten Einrichtungen nicht von der Prüfung ihres eigenen Beitrags.

d) Eine öffentliche Reaktion kann weiter reichen als die ausdrücklich begrenzte Aussage des prüfenden Gremiums.

e) Die Finanzierung der Prüfung durch sämtliche Beteiligten soll deren Unabhängigkeit sichern.

f) Unterschiedliche Beurteilungen können darauf beruhen, dass verschiedene Zeitpunkte des verfügbaren Wissens zugrunde gelegt werden.

g) Die praktische Wirksamkeit einer Auflage hängt davon ab, ob ihre Einhaltung auch nach der Übergabe überprüfbar bleibt.

h) Ein nachvollziehbarer Zusammenhang lässt sich mitunter erst durch die Verbindung mehrerer unvollständiger Belege herstellen.

14. Abschnitt 14

a) Eine vorläufige Aussetzung soll Handlungsspielraum erhalten, ohne die strittige Verantwortung abschließend zu klären.

b) Die Veröffentlichung der Beratungsprotokolle soll das Vertrauen in die gemeinsame Prüfung wiederherstellen.

c) Ein gemeinsamer Beschluss entlastet die beteiligten Einrichtungen nicht von der Prüfung ihres eigenen Beitrags.

d) Eine öffentliche Reaktion kann weiter reichen als die ausdrücklich begrenzte Aussage des prüfenden Gremiums.

e) Die Finanzierung der Prüfung durch sämtliche Beteiligten soll deren Unabhängigkeit sichern.

f) Unterschiedliche Beurteilungen können darauf beruhen, dass verschiedene Zeitpunkte des verfügbaren Wissens zugrunde gelegt werden.

g) Die praktische Wirksamkeit einer Auflage hängt davon ab, ob ihre Einhaltung auch nach der Übergabe überprüfbar bleibt.

h) Ein nachvollziehbarer Zusammenhang lässt sich mitunter erst durch die Verbindung mehrerer unvollständiger Belege herstellen.

15. Abschnitt 15

a) Eine vorläufige Aussetzung soll Handlungsspielraum erhalten, ohne die strittige Verantwortung abschließend zu klären.

b) Die Veröffentlichung der Beratungsprotokolle soll das Vertrauen in die gemeinsame Prüfung wiederherstellen.

c) Ein gemeinsamer Beschluss entlastet die beteiligten Einrichtungen nicht von der Prüfung ihres eigenen Beitrags.

d) Eine öffentliche Reaktion kann weiter reichen als die ausdrücklich begrenzte Aussage des prüfenden Gremiums.

e) Die Finanzierung der Prüfung durch sämtliche Beteiligten soll deren Unabhängigkeit sichern.

f) Unterschiedliche Beurteilungen können darauf beruhen, dass verschiedene Zeitpunkte des verfügbaren Wissens zugrunde gelegt werden.

g) Die praktische Wirksamkeit einer Auflage hängt davon ab, ob ihre Einhaltung auch nach der Übergabe überprüfbar bleibt.

h) Ein nachvollziehbarer Zusammenhang lässt sich mitunter erst durch die Verbindung mehrerer unvollständiger Belege herstellen.

16. Abschnitt 16

a) Eine vorläufige Aussetzung soll Handlungsspielraum erhalten, ohne die strittige Verantwortung abschließend zu klären.

b) Die Veröffentlichung der Beratungsprotokolle soll das Vertrauen in die gemeinsame Prüfung wiederherstellen.

c) Ein gemeinsamer Beschluss entlastet die beteiligten Einrichtungen nicht von der Prüfung ihres eigenen Beitrags.

d) Eine öffentliche Reaktion kann weiter reichen als die ausdrücklich begrenzte Aussage des prüfenden Gremiums.

e) Die Finanzierung der Prüfung durch sämtliche Beteiligten soll deren Unabhängigkeit sichern.

f) Unterschiedliche Beurteilungen können darauf beruhen, dass verschiedene Zeitpunkte des verfügbaren Wissens zugrunde gelegt werden.

g) Die praktische Wirksamkeit einer Auflage hängt davon ab, ob ihre Einhaltung auch nach der Übergabe überprüfbar bleibt.

h) Ein nachvollziehbarer Zusammenhang lässt sich mitunter erst durch die Verbindung mehrerer unvollständiger Belege herstellen.

Lesen Teil 3

Setzen Sie die passenden Textabschnitte in die Lücken 17 bis 22 der Reportage ein. Verwenden Sie jeden Textabschnitt höchstens einmal. Beispiel 0 ist bereits eingefügt. Markieren Sie Ihre Lösungen auf dem Antwortbogen. Bearbeitungszeit: 25 Minuten.

Ein Textabschnitt passt nicht.

Was beim Zusammenrücken mitwandert

Hinter dem Eingang von Falzwerk riecht es nach Papier und erwärmtem Leim. Auf einem Tisch liegen aufgeschlagene Musterbücher, daneben steht eine Tasse, deren Henkel mit einem Klebestreifen geflickt ist. Aus dem hinteren Gebäudeteil kommt das gleichmäßige Geräusch einer Schneidemaschine. Beispiel 0: Als ich kurz vor acht eintreffe, wartet Betriebsleiterin Eva Lenz bereits am Empfang. Sie will mir zeigen, wie die Buchbinderei den vor wenigen Tagen verabschiedeten Sparplan umsetzt. Auf dem Papier passen die vorgesehenen Änderungen auf eine Seite. Für den Rundgang durch den Betrieb hat sie vorsichtshalber den ganzen Tag freigehalten. Die Aufträge reichen von kleinen Ausstellungskatalogen bis zu gebundenen Jahresbänden. Seit einige Stammkunden seltener bestellen, muss der Betrieb seine laufenden Ausgaben senken. Gestern hat die Geschäftsführung zugestimmt, die bisher getrennten Arbeitsbereiche räumlich zusammenzuführen und einen Teil der gemieteten Fläche aufzugeben. Heute beginnt die Umsetzung. __(17)__ Im ersteren ist jede freie Fläche mit Aufträgen belegt, die möglichst ohne Unterbrechung durchlaufen sollen. Im zweiten kann ein Band dagegen auch einmal bis zum nächsten Morgen liegen bleiben. Die unterschiedlichen Rhythmen sollen künftig unter ein gemeinsames Dach passen. Lenz bleibt im Türrahmen stehen und beobachtet, wie Beschäftigte die letzten Arbeitstische verschieben. Eine gelbe Markierung auf dem Boden zeigt den Platz, bis zu dem Transportwagen reichen dürfen. Ich folge einem Stapel Buchblöcke durch den inzwischen gemeinsam genutzten Bereich. Eine Mitarbeiterin legt die zugehörigen Decken bereit, dann wird das Material auf einen Wagen geschoben. Normalerweise müsste es jetzt weitergehen. __(18)__ Tatsächlich fehlt es an diesem Vormittag nicht an Arbeit. Die Wagen warten vor dem einzigen Übergabepunkt, den sich beide Arbeitsabläufe neuerdings teilen. Solange dort Material für die Serienaufträge sortiert wird, kommt der andere Stapel nicht hindurch. Lenz zeichnet auf ihrem Lageplan einen zusätzlichen Stellplatz ein. Noch steht dort ein leerer Schrank. Zwei Beschäftigte tragen ihn zur Seite; die nächste Wagenladung lässt sich bereits vorbeischieben. Am Fenster sitzt Cem Arslan, der seit vielen Jahren bei Falzwerk bindet. Er nimmt einen frisch fertiggestellten Band aus dem Stapel, öffnet ihn vorsichtig und hält inne. Sein Daumen bleibt an der Innenseite des Deckels liegen. __(19)__ Dieses Erfahrungswissen soll Lea Kern übernehmen. Sie arbeitet bisher überwiegend an einer anderen Station und wird Arslans Aufgaben fortführen, wenn er in wenigen Wochen in den Ruhestand geht. Kern rückt einen Hocker heran. Während Arslan zwei äußerlich fast gleiche Bände nebeneinanderlegt, fragt sie, woran er den Unterschied zuerst bemerkt hat. Er lässt sie beide selbst öffnen. Im ursprünglichen Personalplan beginnt Kerns neue Zuordnung allerdings erst nach Arslans letztem Arbeitstag. Eine gleichzeitige Besetzung war aus der Kalkulation gestrichen worden. Lenz holt den Ausdruck aus ihrer Mappe und schaut von den eingetragenen Namen zu den beiden am Tisch. __(20)__ Die erste gemeinsame Einheit findet gleich nach der Mittagspause statt und setzt diese befristete Überschneidung bereits um. Kern bearbeitet einen kleinen Auftrag, Arslan schaut zunächst nur zu. Als sie stockt, fragt er nach ihrer Beobachtung, statt ihr den Band sofort abzunehmen. Lenz notiert, welche ihrer bisherigen Aufgaben währenddessen von einer Kollegin übernommen werden. Auf dem Zeitplan erscheinen damit auch die Folgen außerhalb dieses Arbeitsplatzes. Später gehen wir ins Lager. Hier sollte die Verringerung der Bestände Platz schaffen, bevor die aufgegebene Mietfläche geräumt wird. Doch mehrere Regalreihen stehen noch genauso voll wie am Morgen. Auf den Buchrücken und Kartons kleben verblichene Titelzettel. __(21)__ Diese Zusagen erhalten jetzt eigene Etiketten mit Auftraggeber und Enddatum. Lenz legt fest, dass die betreffenden Bestände nach Ablauf der jeweiligen Frist erneut durchgesehen werden. Ein Mitarbeiter zieht die erste Kiste nach vorn, liest die Karte und trägt ein Datum in die Lagerliste ein. So wird sichtbar, wann eine erneute Entscheidung möglich ist. Bis dahin braucht auch dieser Teil des Bestands einen verlässlichen Platz. Am späten Nachmittag stehen wir beim Versand. Die zusätzliche Abstellfläche ist eingerichtet, der gemeinsame Arbeitstermin für morgen vermerkt, im Lager hängen die ersten neuen Beschriftungen. Durch das geöffnete Tor sieht man die noch leere Ladezone. __(22)__ Dann rollt er um die Ecke, noch bevor das Fahrzeug auf den Hof fährt. Eine Mitarbeiterin gleicht die Bände mit dem Lieferschein ab und schiebt den Wagen zur Rampe. Lenz steckt die Liste der heutigen Verzögerungen ein. Morgen will sie nachsehen, ob die neue Wegeführung auch dann funktioniert, wenn andere Aufträge gleichzeitig ankommen. Für heute kann die Sendung mit. Textabschnitte a bis g a Nach dem kurzen Austausch am Tisch setzt sich Lenz mit der Arbeitsvorbereitung zusammen. Sie verschiebt Kerns Einsatz und reserviert für die nächsten drei Wochen jeden Nachmittag zwei gemeinsame Stunden. Die zusätzliche Besetzung trägt sie als zeitlich begrenzte Änderung ein. Bevor die beiden auseinandergehen, einigen sie sich auf den ersten Auftrag für die Übergabe. b Ringsum ist es überraschend still geworden. Wo eben noch Hände nach Papier und Werkzeugen griffen, stehen Beschäftigte neben ihren Tischen. Für einen Augenblick sieht es aus, als wäre der Auftragsrückgang schon drastischer ausgefallen, als Lenz am Eingang angedeutet hatte. Auch auf dem Wagen vor mir bewegt sich nichts mehr. c Ob die liegen gebliebenen Aufträge noch rechtzeitig fertig werden, ist hier allerdings weiterhin offen. Die Abholung ist für siebzehn Uhr vereinbart. Lenz wartet auf den letzten Wagen aus der Endfertigung; erst wenn er mit den noch fehlenden Bänden auftaucht, lässt sich die Sendung vollständig übergeben. d Für die nächste Einkaufsrunde hat die Versandabteilung deshalb zwei Kartonformate vorgeschlagen, die den Großteil der laufenden Bestellungen abdecken könnten. Die Muster sollen am kommenden Dienstag eintreffen. Erst danach will der Einkauf mit den Beschäftigten prüfen, ob die vereinheitlichten Verpackungen tatsächlich weniger Füllmaterial benötigen und sich ausreichend schnell schließen lassen. e Konkret betrifft der Beschluss zwei Räume der Endfertigung: den größeren für regelmäßig wiederkehrende Serien und den kleineren für Einzelanfertigungen und Nacharbeiten. Im Serienraum bestimmt der nächste Stapel das Tempo, während nebenan auch beschädigte Kundenbände untersucht werden. Die Beschäftigten teilen Werkzeuge, haben ihre Ablagen bisher aber nach diesen verschiedenen Aufgaben eingerichtet. f Die zurückbehaltenen Decken und Einbände gehören zu Ausgaben, die längst nicht mehr hergestellt werden. Gegenüber den damaligen Auftraggebern hat Falzwerk jedoch zugesagt, für eine vereinbarte Zeit Ersatz liefern zu können. Manche Stücke werden vielleicht nie gebraucht; sie jetzt auszusortieren würde dennoch bedeuten, eine noch laufende Zusage unerfüllbar zu machen. g Er achtet darauf, wie der Deckel zurückfedert und ob sich am Gelenk ein kaum sichtbarer Zug bildet. Dazu kommt der Widerstand, den er unter dem Daumen spürt. Ob hier nachgearbeitet werden muss, ergibt sich für ihn aus dem Zusammenspiel dieser Eindrücke. In einen kurzen Satz für die Arbeitsanweisung bekommt er das nicht ohne Weiteres.

Beispiel

0. Als ich kurz vor acht eintreffe, wartet Betriebsleiterin Eva Lenz bereits am Empfang. Sie will mir zeigen, wie die Buchbinderei den vor wenigen Tagen verabschiedeten Sparplan umsetzt. Auf dem Papier passen die vorgesehenen Änderungen auf eine Seite. Für den Rundgang durch den Betrieb hat sie vorsichtshalber den ganzen Tag freigehalten.

17. Lücke 17

a) Textabschnitt a

b) Textabschnitt b

c) Textabschnitt c

d) Textabschnitt d

e) Textabschnitt e

f) Textabschnitt f

g) Textabschnitt g

18. Lücke 18

a) Textabschnitt a

b) Textabschnitt b

c) Textabschnitt c

d) Textabschnitt d

e) Textabschnitt e

f) Textabschnitt f

g) Textabschnitt g

19. Lücke 19

a) Textabschnitt a

b) Textabschnitt b

c) Textabschnitt c

d) Textabschnitt d

e) Textabschnitt e

f) Textabschnitt f

g) Textabschnitt g

20. Lücke 20

a) Textabschnitt a

b) Textabschnitt b

c) Textabschnitt c

d) Textabschnitt d

e) Textabschnitt e

f) Textabschnitt f

g) Textabschnitt g

21. Lücke 21

a) Textabschnitt a

b) Textabschnitt b

c) Textabschnitt c

d) Textabschnitt d

e) Textabschnitt e

f) Textabschnitt f

g) Textabschnitt g

22. Lücke 22

a) Textabschnitt a

b) Textabschnitt b

c) Textabschnitt c

d) Textabschnitt d

e) Textabschnitt e

f) Textabschnitt f

g) Textabschnitt g

Lesen Teil 4

Sie interessieren sich für eine Tätigkeit im Bereich Kultur und öffentliche Kommunikation. Ordnen Sie den Aussagen 23 bis 30 jeweils eine der Anzeigen a, b, c oder d zu. Eine Anzeige kann zu mehreren Aussagen passen. Für jede Aussage gibt es nur eine richtige Lösung. Markieren Sie Ihre Lösungen auf dem Antwortbogen. Bearbeitungszeit: 10 Minuten.

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Bildredaktion in Teilzeit Seitenblick berichtet über Ausstellungen, Bühnenproduktionen und die Menschen, die Kultur vor Ort gestalten. Für unsere Bildredaktion suchen wir eine sorgfältig arbeitende Verstärkung mit Erfahrung in redaktioneller Bildauswahl und digitaler Archivpflege. Die Stelle umfasst 24 Wochenstunden an unserem Redaktionsstandort. Sie begleiten Bildstrecken von der ersten Sichtung bis zur Übergabe an das Layout. Dabei halten Sie zu jeder Aufnahme fest, wofür die vorliegende Einwilligung gilt: beispielsweise für eine bestimmte Heftausgabe, den begleitenden Beitrag auf unserer Website oder die Ankündigung einer Veranstaltung. Diese Angaben werden mit dem Bild im Archiv hinterlegt und vor einer erneuten Verwendung herangezogen. Zu unserem redaktionellen Verfahren gehört außerdem die Nachprüfung bestehender Veröffentlichungen. Nimmt eine abgebildete Person ihre Erlaubnis zurück, ermitteln Sie auch die bereits erschienenen Verwendungen und prüfen mit der zuständigen Redaktion, welche Schritte dort erforderlich sind. Sie führen den Vorgang bis zur dokumentierten Bearbeitung weiter. Zusätzlich verwalten Sie unseren kleinen Bestand an Aufnahmegeräten und organisieren deren Ausleihe für interne Produktionen. Wir bieten feste Redaktionszeiten und eine enge Zusammenarbeit mit Gestaltung und Textredaktion. Bitte senden Sie eine kurze Darstellung Ihrer bisherigen Bildarbeit sowie zwei kommentierte Arbeitsproben. Im Auswahlgespräch besprechen wir mit Ihnen einen typischen Vorgang aus unserem Bildarchiv.

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Mitarbeit in der Beschwerdeprüfung Auf Resonanz diskutieren Kulturinteressierte über Programme, Rezensionen und öffentliche Auftritte. Für die Prüfung von Beschwerden über unseren Umgang mit Diskussionsbeiträgen richten wir eine zusätzliche Stelle mit 30 Wochenstunden ein. Gesucht wird eine Person mit Erfahrung in der Betreuung digitaler Gesprächsräume und der begründeten Bearbeitung strittiger Fälle. Sie befassen sich mit Eingaben zu Beiträgen, die entfernt wurden oder trotz einer Meldung stehen geblieben sind. Zur Prüfung erhalten Sie ausschließlich Vorgänge, bei denen andere Teammitglieder die ursprüngliche Moderationsentscheidung getroffen haben. Sie sichten den Gesprächsverlauf, gleichen die Begründung mit unseren veröffentlichten Gesprächsregeln ab und verfassen eine verständliche Antwort. Wiederkehrende Unklarheiten halten Sie für die regelmäßige Überarbeitung unserer internen Arbeitshilfen fest. Die ersten vier Wochen verbringen Sie zur Einarbeitung vollständig in unseren Büroräumen. Anschließend können Sie die Sichtung zugewiesener Fälle und die schriftliche Dokumentation an bis zu zwei Tagen pro Woche von einem selbst gewählten Arbeitsort erledigen. Fallbesprechungen und die übrigen Aufgaben finden weiterhin im Büro statt. Wir wünschen uns Genauigkeit auch bei unübersichtlichen Gesprächsverläufen und einen ruhigen schriftlichen Ton. Eine Bewerbung umfasst Ihren Lebenslauf und eine kurze Erläuterung, wie Sie eine schwer nachvollziehbare Entscheidung für Außenstehende verständlich aufbereiten würden. Kenntnisse unseres Forums sind hilfreich.

Anzeige c: Gesprächshaus Gegenüber

Freie Moderation für öffentliche Kulturgespräche Das Gesprächshaus Gegenüber lädt Menschen aus Literatur, Musik, Film und Gestaltung zu ausführlichen Bühnengesprächen ein. Wir suchen freiberufliche Verstärkung für einzelne Abende unserer kommenden Veranstaltungsreihe. Die Termine werden jeweils gesondert vereinbart; die Gespräche finden in unserem Saal statt. Zur Vorbereitung führen Sie mit dem jeweiligen Gast ein vertrauliches Vorgespräch. Dabei klären Sie, welche privaten Lebensbereiche im öffentlichen Gespräch angesprochen werden können und wo der Gast Grenzen zieht. Auf dieser Grundlage erarbeiten Sie einen Gesprächsverlauf, der das künstlerische Schaffen in den Mittelpunkt stellt und genügend Raum für spontane Nachfragen lässt. Beim anschließenden Austausch mit dem Publikum sorgen Sie dafür, dass Fragen verständlich gebündelt werden und die vereinbarten Grenzen gewahrt bleiben. Wir setzen nachweisbare Erfahrung mit längeren öffentlichen Interviews voraus. Bitte reichen Sie eine Aufnahme eines von Ihnen geführten Gesprächs und eine kurze Beschreibung Ihrer Vorbereitung ein. Für einen Gesprächsabend einschließlich Vorbereitung beträgt das Honorar 600 Euro. Sagen wir als Veranstalter den Termin innerhalb der letzten 48 Stunden ab und ist die vereinbarte Vorbereitung bereits abgeschlossen, zahlen wir davon 200 Euro als Vorbereitungshonorar. Die Abrechnung erfolgt gegen Rechnung. Eine feste Ansprechperson aus unserem Programmteam begleitet die organisatorischen Absprachen und stellt Ihnen die vereinbarten Materialien rechtzeitig zur Verfügung.

Anzeige d: Medienwerkstatt Kontext

Konzeption beruflicher Workshops Die Medienwerkstatt Kontext entwickelt Fortbildungen für Menschen, die Kulturthemen beruflich aufbereiten: etwa in der Öffentlichkeitsarbeit von Theatern, in Kulturredaktionen oder in der Vermittlung von Ausstellungshäusern. Für einen auf achtzehn Monate angelegten Programmaufbau suchen wir eine Person, die praxisnahe Lernangebote konzipiert und deren Durchführung vorbereitet. Als fachliche Voraussetzung akzeptieren wir ein einschlägiges abgeschlossenes Studium, beispielsweise der Medienpädagogik oder Kulturwissenschaft, oder mindestens fünf Jahre Berufspraxis in der kulturellen Medienarbeit mit nachgewiesener Erfahrung in der Gestaltung von Lernangeboten. Bitte machen Sie in Ihrer Bewerbung deutlich, welchen dieser Zugänge Sie mitbringen. Sie wählen Beiträge aus kulturellen Medienangeboten aus, anonymisieren Namen und erkennbare persönliche Angaben und entwickeln daraus konkrete Übungen. Die Teilnehmenden sollen beispielsweise Überschriften überarbeiten, Bildunterschriften vergleichen oder den Übergang von einer Werkbesprechung zu einer persönlichen Bewertung untersuchen. Zu jeder Übung erstellen Sie einen Ablauf für die Kursleitung und Hinweise zur gemeinsamen Auswertung. Adressiert werden Erwachsene, die solche Entscheidungen in ihrem beruflichen Alltag treffen. Die Workshops werden zunächst in unseren Seminarräumen erprobt. Rückmeldungen aus diesen Terminen fließen in Ihre Überarbeitung der Materialien ein. Erwartet werden ein sicherer Umgang mit unterschiedlichen Textsorten und die Fähigkeit, Lernziele in bearbeitbare Aufgaben zu übersetzen. Für die Bewerbung wünschen wir eine Arbeitsprobe und eine knappe Erläuterung ihrer Zielgruppe.

Beispiel

0. Sie betreuen zusätzlich die Ausleihe von Aufnahmegeräten für interne Produktionen.

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Lösung zum Beispiel: a

23. Sie stimmen mit Gästen vor einem öffentlichen Gespräch ab, welche persönlichen Themen zur Sprache kommen dürfen.

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24. Sie prüfen auch bereits veröffentlichte Bilder erneut, wenn eine abgebildete Person ihre Zustimmung zurückzieht.

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25. Für die Bewerbung können Sie anstelle eines einschlägigen Studienabschlusses eine längere entsprechende Berufspraxis nachweisen.

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26. Sie bearbeiten Beschwerden über Moderationsentscheidungen, an denen Sie selbst nicht beteiligt waren.

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27. Ihre Einarbeitung findet vor Ort statt; anschließend ist für einen Teil der Aufgaben ortsunabhängiges Arbeiten möglich.

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28. Sie entwickeln anhand anonymisierter Beiträge Übungen für Personen, die beruflich Kulturthemen vermitteln.

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29. Ein Teil Ihres Honorars wird auch dann gezahlt, wenn der Veranstalter ein bereits vorbereitetes Gespräch innerhalb der letzten 48 Stunden absagt.

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30. Sie dokumentieren, in welchen Veröffentlichungskontexten eine Aufnahme verwendet werden darf.

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