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Goethe B1 Lesen · Übungssatz 09

Paper 9

Goethe B1 · Reading

65 min12 pages

Noras Alltagsblog: Die erste Wäsche

Exam material is in German.

Answers & guidance

Independent Faust practice material. Not published or endorsed by the Goethe-Institut.

Inside the paper

Lesen Teil 1

Lesen Sie den Text und die Aufgaben 1 bis 6 dazu. Wählen Sie: Sind die Aussagen richtig oder falsch?

Noras Alltagsblog: Die erste Wäsche

Samstag In unserem Haus teilen sich acht Wohnungen einen Waschraum im Keller. Das klappt meistens gut, bis unsere alte Maschine mitten im Programm stehen blieb. Der Techniker schraubte lange daran herum und versuchte, sie wieder zum Laufen zu bringen. Schließlich erklärte er der Hausverwaltung, dass nichts mehr zu machen sei. Deshalb wurde letzte Woche eine neue Waschmaschine geliefert. Gestern war ich zum ersten Mal dran. Neben der Maschine hing eine Anleitung mit einem Hinweis auf eine App. Mein Handy lag noch oben in der Wohnung, also schaute ich mir zunächst die Tasten am Gerät an. Damit konnte ich das Programm auswählen und alles Weitere einstellen. Die App hatte ich zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht auf meinem Telefon. Auf dem Bildschirm stand 14:30 Uhr. Prima, dachte ich, dann ist die Wäsche rechtzeitig vor meinem Besuch bei meiner Schwester fertig. Doch nachdem ich die Tür geschlossen hatte, blieb es still. Ich wartete etwas und las dann genauer nach. Die Uhrzeit zeigte an, wann die Maschine anfangen sollte! Mit einer Taste konnte ich auf „Sofort starten“ wechseln. Endlich hörte ich Wasser in die Trommel laufen und ging wieder nach oben. Später bekam ich eine Nachricht von meinem Nachbarn Paul. Er war gerade im Keller gewesen und hatte gesehen, dass mein Programm beendet war. Daraufhin holte ich den leeren Korb aus dem Flur, ging hinunter und nahm meine Sachen aus der Maschine. Paul traf ich dort noch kurz beim Sortieren seiner Hemden. Am Nachmittag schrieb ich der Hausverwaltung von meinem kleinen Missverständnis. Gerade die Uhrzeit auf dem Bildschirm sollte in der Anleitung besser erklärt werden. Als ich heute wieder im Waschraum war, hing dort schon ein neues Blatt. Unter dem Bild des Displays stand jetzt genau, wie man den Beginn eines Programms einstellt. Unsere Waschzeiten können wir weiterhin entweder in den Papierplan an der Wand oder über die App eintragen. Ich bleibe beim Blatt im Keller, das sehe ich sowieso regelmäßig. Vielleicht lade ich mir die App trotzdem herunter: Eine Nachricht, sobald alles fertig ist, wäre praktisch. Paul kann schließlich nicht jedes Mal für mich nachsehen! Bis bald Eure Nora

Beispiel

0. Nora wohnt in einem Haus mit gemeinsamem Waschraum.

richtig) Richtig

falsch) Falsch

Lösung zum Beispiel: richtig

1. Die Hausverwaltung ersetzte die Waschmaschine, weil die alte nicht mehr repariert werden konnte.

richtig) Richtig

falsch) Falsch

2. Nora musste eine App installieren, bevor sie zum ersten Mal waschen konnte.

richtig) Richtig

falsch) Falsch

3. Nora hielt die angezeigte Uhrzeit zunächst für das Ende des Waschprogramms.

richtig) Richtig

falsch) Falsch

4. Paul nahm Noras Wäsche aus der Maschine.

richtig) Richtig

falsch) Falsch

5. Nach einem Hinweis von Nora wurde die Anleitung im Waschraum ergänzt.

richtig) Richtig

falsch) Falsch

6. Nora möchte ihre Waschtermine künftig über die App reservieren.

richtig) Richtig

falsch) Falsch

Lesen Teil 2

Lesen Sie zwei Texte aus der Presse und die Aufgaben 7 bis 12 dazu. Die Aufgaben 7 bis 9 gehören zum ersten Text, die Aufgaben 10 bis 12 zum zweiten Text. Wählen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung a, b oder c.

Zu Aufgabe 7, 8, 9

Eine Antwort, die Raum lässt

Soll ich meiner Freundin sagen, was mich an ihrer Besuchsplanung stört? Wie erkläre ich meiner Familie, dass ich an den Feiertagen verreisen möchte? Solche Fragen erreichen Eva Lind, die Redakteurin der Stadtteilzeitung „Rund ums Viertel“. Auf einer Beratungsseite beschäftigt sich ihr Team mit Beziehungen und Entscheidungen im Erwachsenenleben. Im Gespräch erläutert Lind, wie daraus ein Beitrag entsteht. Bei der Auswahl schaut die Redaktion über den einzelnen Fall hinaus. Hinter einem Streit um einen Besuch kann zum Beispiel die Schwierigkeit stehen, eigene Wünsche auszusprechen. Mit solchen Situationen können sich auch Menschen beschäftigen, deren Alltag ganz anders aussieht. Deshalb eignen sich diese Fragen besonders für die Seite. Vor dem Druck wird sorgfältig am Text gearbeitet. Namen, genaue Arbeitsstellen und andere Angaben, durch die jemand erkannt werden könnte, entfernt das Team. Anschließend bekommt die Person, die geschrieben hat, die bearbeitete Fassung per Brief oder E-Mail. Erst mit ihrer schriftlichen Zustimmung zu diesem Wortlaut darf der Beitrag erscheinen. Den Termin dafür legt die Redaktion fest. Auch bei den Antworten ist Zurückhaltung wichtig. Das Team beschreibt verschiedene Möglichkeiten und ihre möglichen Folgen. Die Entscheidung bleibt bei den Ratsuchenden. Wer über einen bestimmten Teil seines Privatlebens nichts erzählen möchte, muss das nicht tun. Lind sieht die Aufgabe der Seite darin, das Nachdenken zu erleichtern und einen nächsten Schritt zu ermöglichen.

Zu Aufgabe 10, 11, 12

Wie sieht ein Arbeitstag wirklich aus?

Ein Beruf kann interessant klingen und im Alltag ganz anders aussehen als erwartet. Der Verein „Neue Wege im Viertel“ lädt deshalb Erwachsene, die über einen beruflichen Wechsel nachdenken, zu einem Gesprächsabend ein. In kleinen Gruppen erzählen Beschäftigte aus verschiedenen Berufen von ihren Aufgaben. Die Besucher können nachfragen und überlegen, welche Tätigkeiten zu ihren eigenen Interessen passen. Dabei geht es auch um weniger bekannte Seiten der Arbeit: Wie viel Zeit verbringt man mit Vorbereitungen? Arbeitet man überwiegend allein oder im Team? Solche konkreten Erfahrungen sollen helfen, sich einen normalen Arbeitstag vorzustellen. Nach jeder Gesprächsrunde können die Gäste an einen anderen Tisch wechseln. Auf dem Anmeldeformular tragen Interessierte zwei Berufsfelder ein, über die sie mehr erfahren möchten. Aus diesen Angaben stellt der Verein die Liste der Gesprächsgäste zusammen. Wenn beispielsweise mehrere Besucher Fragen zur Arbeit in einer Küche haben, sucht das Organisationsteam eine Person, die dort beschäftigt ist und darüber berichten kann. Manchmal entsteht im Gespräch der Wunsch, einen Arbeitsplatz selbst kennenzulernen. Dafür können Besucher anschließend mit ihrem Gesprächspartner einen kurzen Besuch vereinbaren. Zunächst muss jedoch dessen Arbeitgeber zustimmen. Die Einzelheiten werden nach dem Abend direkt miteinander geklärt. Zum Abschluss gibt es Zeit für persönliche Notizen. So können die Gäste festhalten, was sie überrascht hat und welche Fragen sie als Nächstes verfolgen möchten.

Beispiel

0. Wo erscheint die Beratungsseite?

a) In einer Stadtteilzeitung.

b) In einer Schulzeitung.

c) In einer Mitarbeiterzeitung.

Lösung zum Beispiel: a

7. Im ersten Text geht es hauptsächlich darum, wie eine Beratungsredaktion …

a) neue Mitarbeitende für persönliche Gespräche ausbildet.

b) Leserfragen beantwortet und dabei persönliche Grenzen achtet.

c) aus ihrer Zeitungsseite eine öffentliche Gesprächsrunde macht.

8. Welche Fragen wählt die Redaktion für die Veröffentlichung aus?

a) Fragen, die besonders schnell beantwortet werden können.

b) Fragen, zu denen bereits viele Antworten eingegangen sind.

c) Fragen, die auch für andere Menschen wichtig sein können.

9. Bevor eine persönliche Frage gedruckt wird, …

a) stimmt die betroffene Person der bearbeiteten Fassung zu.

b) bespricht die betroffene Person sie persönlich im Redaktionsbüro.

c) wählt die betroffene Person einen Termin für die Veröffentlichung.

10. Im zweiten Text geht es hauptsächlich um …

a) eine Sammlung von Bewerbungsunterlagen für soziale Berufe.

b) die Vermittlung freier Arbeitsplätze durch einen Verein.

c) Gespräche mit Berufstätigen als Hilfe bei der beruflichen Orientierung.

11. Warum nennen die Gäste bei ihrer Anmeldung zwei Berufsfelder?

a) Damit der Verein passende Gesprächspartner einladen kann.

b) Damit der Verein ihre beruflichen Kenntnisse prüfen kann.

c) Damit der Verein ihnen passende Stellenangebote schicken kann.

12. Wer nach dem Gespräch einen Arbeitsplatz kennenlernen möchte, …

a) erhält mit der Anmeldung einen festen Besuchstermin.

b) kann einen Besuch vereinbaren, wenn der jeweilige Betrieb zustimmt.

c) nimmt zunächst an einem Vorbereitungskurs des Vereins teil.

Lesen Teil 3

Sie interessieren sich für Geschichte, Kultur und Handwerk und suchen passende Angebote. Lesen Sie die Situationen 13 bis 19 und die Anzeigen A bis J. Welche Anzeige passt zu welcher Situation? Sie können jede Anzeige nur einmal verwenden. Die Anzeige aus dem Beispiel können Sie nicht mehr verwenden. Für eine Situation gibt es keine passende Anzeige. Wählen Sie dann 0.

Die Anzeige aus dem Beispiel können Sie nicht mehr verwenden.

Anzeige A

Helfende Hände fürs Kulturwochenende gesucht! Am Freitag ab 18 Uhr stellen wir gemeinsam Tische auf und bauen die Marktstände auf. Erwachsene, die ehrenamtlich mitmachen möchten, sind herzlich willkommen. Geld können wir nicht zahlen, aber für ein gemeinsames Abendessen ist gesorgt. Anmeldung beim Kulturverein Brückenplatz.

Anzeige B

Kleine Münzen, lange Geschichten: Unser Bildervortrag führt durch die Welt historischer Zahlungsmittel, darunter Münzen aus dem Osmanischen Reich. Donnerstag, 19 Uhr, Kulturhaus Süd. Eintritt 8 Euro. Bitte beachten Sie: Mitgebrachte Stücke werden weder untersucht noch bewertet. Der Abend vermittelt allgemeines Wissen anhand ausgewählter Abbildungen.

Anzeige C

Papierwerkstatt Berger: Ihre historische Landkarte hat beim letzten Umzug einen Riss bekommen? Wir erhalten und reparieren alte Arbeiten auf Papier mit geeigneten Materialien und fachlicher Sorgfalt. Auch einzelne Stücke aus Privatbesitz nehmen wir gern an. Vereinbaren Sie einen Termin zur Besichtigung und Kostenschätzung.

Anzeige D

Von Hafen zu Hafen: Entdecken Sie unsere Ausstellung über historische Handelswege. Jeden Sonntag um 11 Uhr begleitet Sie eine Mitarbeiterin durch die Räume und erklärt Karten, Waren und Reiseausrüstung. Die Führung dauert eine Stunde und ist im Eintritt enthalten. Treffpunkt an der Museumskasse.

Anzeige E

Geschichte groß zeigen! Unser Medienlager verleiht Vereinen großformatige Nachdrucke von Karten historischer Handelswege. Die Karten lassen sich gut vor einer Gruppe aufhängen. Leihdauer bis zu sieben Tage. Abholung nach Vereinbarung im Lager; die Rückgabe erfolgt dort spätestens am letzten Leihtag bis 17 Uhr.

Anzeige F

Neu im Leseregal: „Unterwegs in früheren Zeiten“. Dieser Band versammelt Reiseberichte aus vergangenen Jahrhunderten in deutscher Sprache, auch über Reisen durch das Osmanische Reich. Ungewohnte Wörter werden direkt am Seitenrand erläutert. So bleibt Zeit, den Erlebnissen der Reisenden zu folgen. Erhältlich in unserer Buchhandlung.

Anzeige G

Sie planen ein Fest? Standservice Nord liefert Marktstände und Tische für Ihre Veranstaltung. Unser eigenes Team übernimmt Aufstellung und Abbau. Sie buchen die gewünschte Anzahl und erhalten ein Angebot mit sämtlichen Kosten. Besonders geeignet für Vereinsfeste und Kulturmärkte. Frühzeitige Reservierung empfohlen.

Anzeige H

Muster auf Keramik: Am Samstag von 10 bis 14 Uhr gestalten Erwachsene ihre ersten bemalten Fliesen. Wir zeigen jeden Schritt, vom Entwurf bis zum Auftragen der Farbe. Vorkenntnisse brauchen Sie keine. Material und Brennen sind im Preis enthalten. Gemeinsam mit Freunden oder Geschwistern anmelden!

Anzeige I

Neue Techniken für erfahrene Fliesenmaler: Dienstags von 17 bis 20 Uhr arbeiten wir an anspruchsvollen Mustern und mehrteiligen Bildern. Der Kurs setzt sichere Kenntnisse im Umgang mit Keramikfarben voraus. Bringen Sie bitte zwei eigene Arbeiten zum ersten Termin mit. Sechs Abende in der Werkstatt Farbenhof.

Anzeige J

Geschichte auf dem Bildschirm: Unsere aufgezeichneten Vorträge auf Deutsch beschäftigen sich mit Wohnen, Essen und Arbeiten im Osmanischen Reich. Nach der Buchung können Sie die Videos zu Hause jederzeit ansehen. Sie bestimmen selbst, wann Sie beginnen, eine Pause machen oder eine Stelle erneut anschauen.

Beispiel

0. Vera möchte am Sonntag eine Ausstellung über historische Handelswege mit einer Führung besuchen.

A) Anzeige A

B) Anzeige B

C) Anzeige C

D) Anzeige D

E) Anzeige E

F) Anzeige F

G) Anzeige G

H) Anzeige H

I) Anzeige I

J) Anzeige J

0) keine passende Anzeige

Lösung zum Beispiel: D

13. Selma möchte mit ihrer erwachsenen Schwester selbst Fliesen bemalen. Beide haben nur am Samstag Zeit und noch keine Erfahrung.

A) Anzeige A

B) Anzeige B

C) Anzeige C

D) Anzeige D

E) Anzeige E

F) Anzeige F

G) Anzeige G

H) Anzeige H

I) Anzeige I

J) Anzeige J

0) keine passende Anzeige

14. Robert besitzt eine alte Landkarte mit einem Riss. Er sucht jemanden, der sie fachgerecht repariert.

A) Anzeige A

B) Anzeige B

C) Anzeige C

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E) Anzeige E

F) Anzeige F

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I) Anzeige I

J) Anzeige J

0) keine passende Anzeige

15. Aylin möchte alte Reiseberichte auf Deutsch lesen. Sie sucht ein Buch mit Erklärungen zu schwierigen Wörtern.

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I) Anzeige I

J) Anzeige J

0) keine passende Anzeige

16. David will bei einem Kulturfest helfen. Er kann am Freitagabend unbezahlt beim Aufbau mitarbeiten.

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I) Anzeige I

J) Anzeige J

0) keine passende Anzeige

17. Mina kann wegen ihrer wechselnden Arbeitszeiten keine festen Termine einhalten. Sie möchte zu Hause Vorträge über den Alltag im Osmanischen Reich ansehen.

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B) Anzeige B

C) Anzeige C

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J) Anzeige J

0) keine passende Anzeige

18. Georg organisiert für seinen Verein einen Abend über historische Handelswege. Dafür möchte er große Karten ausleihen und anschließend zurückgeben.

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19. Luisa hat eine alte osmanische Münze geerbt. Sie möchte gegen Bezahlung feststellen lassen, ob sie echt ist.

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Lesen Teil 4

In einer Zeitschrift lesen Sie Kommentare zu dem Vorschlag, die Haltung von Affen in privaten Haushalten zu verbieten. Das vorgeschlagene Verbot betrifft keine Zoos oder anerkannten Auffangstationen. Lesen Sie die Texte 20 bis 26. Wählen Sie bei jeder Person: Ist sie für dieses Verbot? Ja bedeutet: für das Verbot. Nein bedeutet: gegen das Verbot.

Zu Aufgabe 20

20 · Annika

Wer jahrelang mit einem Tier gelebt hat, wird es nicht einfach weggeben wollen. Das verstehe ich gut, und ich würde den Besitzern auch nicht unterstellen, dass ihnen ihre Affen gleichgültig sind. Trotzdem reicht eine enge Beziehung für mich als Begründung nicht aus. Solche Tiere gehören in Einrichtungen, die auf sie vorbereitet sind. Deshalb sollte die Haltung in Privatwohnungen künftig ausgeschlossen sein.

Zu Aufgabe 21

21 · Cem

Mich stört, dass offenbar schon der Wunsch nach einem ungewöhnlichen Haustier genügen soll. Wer einen Affen halten möchte, sollte vorher zeigen müssen, wie das Tier untergebracht und versorgt wird. Dazu gehören für mich regelmäßige Besuche durch Fachleute. Wenn dabei alles in Ordnung ist, sollte die Erlaubnis bestehen bleiben. Ein Haushalt kann schließlich sehr unterschiedliche Möglichkeiten haben. Diese Unterschiede würde ein allgemeines Verbot gar nicht berücksichtigen.

Zu Aufgabe 22

22 · Ruth

Ein Affe in meiner Wohnung? Bei diesem Gedanken fühle ich mich überhaupt nicht wohl. Ich hätte ständig Sorge, etwas falsch zu machen, und möchte diese Verantwortung keinesfalls übernehmen. Aber meine eigenen Grenzen sind kein ausreichender Grund, es allen anderen zu untersagen. Ich würde lieber jeden Haushalt einzeln prüfen lassen. Wo die Bedingungen stimmen, sehe ich keinen Anlass, die Haltung grundsätzlich zu beenden.

Zu Aufgabe 23

23 · Felix

Beim ersten Lesen dachte ich an die Auffangstation, die ich gelegentlich mit einer Spende unterstütze. Müsste sie dann ihre Türen schließen? Das hätte ich sehr problematisch gefunden. Inzwischen habe ich mir den Vorschlag genauer angesehen: Anerkannte Stationen dürfen weiterarbeiten. Damit fällt mein Einwand weg. Dass Affen künftig nicht mehr in privaten Haushalten gehalten werden dürfen, halte ich unter diesen Bedingungen für einen richtigen Schritt.

Zu Aufgabe 24

24 · Marta

Wir sollten die vorgeschlagene Regel beschließen. Gleichzeitig muss geklärt werden, was mit den Affen passiert, die bereits bei Privatleuten leben. Von heute auf morgen lassen sich passende Plätze wohl kaum organisieren. Ich wünsche mir deshalb eine ausreichende Übergangszeit und eine feste Zusammenarbeit mit spezialisierten Einrichtungen. Das gehört zu einer vernünftigen Umsetzung. Am Ziel, die private Haltung zu beenden, möchte ich deshalb keineswegs etwas ändern.

Zu Aufgabe 25

25 · Jonas

Wenn jemand seinen Affen auf einer Bühne vorführt oder für Werbefotos zur Verfügung stellt, sollte man das untersagen. Ein Tier ist für mich kein Mittel, um Publikum anzulocken. Die Frage, wo es lebt, ist aber eine andere. Kann ein privater Besitzer eine angemessene Versorgung nachweisen, sollte er das Tier weiterhin halten dürfen. Die vorgeschlagene Regel geht mir deshalb weiter, als es nötig wäre.

Zu Aufgabe 26

26 · Leonie

Früher dachte ich: Wer seinen Affen liebt und sich jeden Tag viel Zeit nimmt, darf ihn auch zu Hause behalten. Bei einem Besuch in einer Auffangstation sprach ich länger mit einer Mitarbeiterin über den Tagesablauf dort. Danach merkte ich, wie einseitig ich die Sache betrachtet hatte. Heute würde ich anders abstimmen als damals. Für mich ist es richtig, die Haltung in privaten Haushalten künftig zu verbieten.

Beispiel

Beispiel 0 · Niko

Ich finde es traurig, wenn Affen wie gewöhnliche Haustiere behandelt werden. Auch ein großes Wohnzimmer wird nicht allein dadurch zu einem geeigneten Ort, dass ein Besitzer viel Geld und Zeit investiert. Deshalb unterstütze ich den Vorschlag, die Haltung in privaten Haushalten zu verbieten. Gut finde ich dabei, dass anerkannte Auffangstationen weiterarbeiten dürfen. Dort können Tiere aufgenommen werden, die einen neuen Platz brauchen.

0. Niko

Ist die Person für ein Verbot, Affen in privaten Haushalten zu halten?

ja) Ja

nein) Nein

Lösung zum Beispiel: ja

20. Annika

Ist die Person für ein Verbot, Affen in privaten Haushalten zu halten?

ja) Ja

nein) Nein

21. Cem

Ist die Person für ein Verbot, Affen in privaten Haushalten zu halten?

ja) Ja

nein) Nein

22. Ruth

Ist die Person für ein Verbot, Affen in privaten Haushalten zu halten?

ja) Ja

nein) Nein

23. Felix

Ist die Person für ein Verbot, Affen in privaten Haushalten zu halten?

ja) Ja

nein) Nein

24. Marta

Ist die Person für ein Verbot, Affen in privaten Haushalten zu halten?

ja) Ja

nein) Nein

25. Jonas

Ist die Person für ein Verbot, Affen in privaten Haushalten zu halten?

ja) Ja

nein) Nein

26. Leonie

Ist die Person für ein Verbot, Affen in privaten Haushalten zu halten?

ja) Ja

nein) Nein

Lesen Teil 5

Sie besuchen im Haus der Stadtgeschichte eine Veranstaltung mit Menschen, die über ihr Leben im geteilten Deutschland erzählen. Lesen Sie die Aufgaben 27 bis 30 und die Hausordnung. Wählen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung a, b oder c.

Haus der Stadtgeschichte · Hausordnung

Willkommen Unser Haus zeigt Ausstellungen und lädt zu Gesprächen mit Menschen ein, die vom Alltag im geteilten Deutschland berichten. Bitte nehmen Sie Rücksicht auf andere Gäste und befolgen Sie die Hinweise unserer Mitarbeitenden. Die ausgeschilderten Rettungswege sind stets freizuhalten. Reservierte Plätze Für Gesprächsveranstaltungen können Sie kostenlos einen Sitzplatz reservieren. Melden Sie sich spätestens zehn Minuten vor Veranstaltungsbeginn an der Rezeption. Ohne diese persönliche Anmeldung verfällt Ihre Reservierung, und wir vergeben den Platz an wartende Gäste. Die Bestätigung auf Ihrem Handy allein hält den Platz nicht frei. Eine verspätete Ankunft bedeutet daher, dass ein Sitzplatz nicht mehr garantiert ist. Zugang ohne Treppen Wer keine Treppen benutzen kann, verwendet bitte den Seiteneingang im Hof. Dort führt ein ebener Weg direkt zum Gesprächsraum. Der Eingang ist während der Öffnungszeiten frei zugänglich; eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Haupteingang hat mehrere Stufen. Unsere Mitarbeitenden helfen Ihnen gern bei der Orientierung im Haus. Eigene Erinnerungsstücke Zu angekündigten Gesprächsrunden können Sie passende Fotografien aus Ihrer Familie mitbringen. Diese bleiben während Ihres Besuchs in Ihrer Obhut. Warten Sie mit dem Zeigen, bis die Gesprächsleitung Sie dazu auffordert. So können alle Beiträge nacheinander besprochen werden. Bitte berühren Sie fremde Fotos nur mit Zustimmung ihrer Besitzer. Besuche mit Gruppen Gruppen ab acht Personen müssen ihren Ausstellungsbesuch mindestens drei Werktage vorher telefonisch anmelden. Diese Anmeldung ist auch dann erforderlich, wenn Sie die Ausstellung selbstständig und ohne Führung ansehen möchten. Für kleinere Gruppen ist sie freiwillig. Nennen Sie bei der Anmeldung bitte die Personenzahl und die gewünschte Ankunftszeit, damit wir den Besuch vorbereiten können. Zum Abschluss Prüfen Sie vor dem Gehen, ob Sie alle persönlichen Gegenstände eingepackt haben. Gefundene Sachen können an der Rezeption abgegeben werden.

27. Wer einen Sitzplatz reserviert hat, …

a) muss spätestens zehn Minuten vor Beginn persönlich seine Ankunft melden.

b) behält seinen Platz auch bei späterer Ankunft durch die Bestätigung auf dem Handy.

c) muss vor Beginn eine Gebühr für die Reservierung bezahlen.

28. Gäste, die einen Zugang ohne Treppen brauchen, …

a) müssen ihren Besuch vorher telefonisch anmelden.

b) sollen den Haupteingang benutzen.

c) können während der Öffnungszeiten direkt den Seiteneingang nutzen.

29. Für eigene Familienfotos, die Gäste zum Gespräch mitbringen, gilt:

a) Die Gäste dürfen sie selbst an der Ausstellungswand befestigen.

b) Die Gäste behalten sie bei sich, bis die Gesprächsleitung sie darum bittet.

c) Die Gäste müssen sie vor Beginn am Empfang abgeben.

30. Eine Gruppe von zehn Personen möchte die Ausstellung ohne Führung besuchen. Sie muss …

a) den Besuch mindestens drei Werktage vorher telefonisch anmelden.

b) nur dann vorher anrufen, wenn sie zusätzlich eine Führung bucht.

c) ihre Personenzahl erst bei der Ankunft angeben.

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