
Paper 11
Goethe C1 · Speaking
Teil 1: Vortrag halten
Exam material is in German.
Answers & guidanceIndependent Faust practice material. Not published or endorsed by the Goethe-Institut.
Inside the paper
Teil 1: Vortrag halten
Wählen Sie eines der beiden Themen. Sie nehmen an einem Seminar zu aktuellen gesellschaftlichen Fragen teil. Halten Sie einen gut strukturierten Vortrag von circa 5 Minuten und behandeln Sie alle vier Punkte. Anschließend beantworten Sie circa 2 Minuten lang Fragen Ihrer Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner. Sie haben insgesamt 20 Minuten Vorbereitungszeit für beide Teile. Sie bereiten sich allein vor und dürfen Notizen machen. Sprechen Sie in der Prüfung frei. Hilfsmittel wie Wörterbücher oder Mobiltelefone sind nicht erlaubt.
1. Thema 1 Konflikte in der Nachbarschaft: Erst ein moderiertes Gespräch? Sie halten im Seminar einen Vortrag darüber, ob Wohnungsunternehmen bei wiederkehrenden Streitigkeiten zwischen Hausbewohnern zunächst ein freiwilliges Gespräch mit einer neutralen Gesprächsleitung anbieten sollten, bevor sie formelle Beschwerden bearbeiten. Dringende Beschwerden sind davon ausgenommen. Menschen teilen sich Hauseingänge, Höfe und andere Flächen, haben aber unterschiedliche Vorstellungen vom Zusammenleben. Nach mehreren Auseinandersetzungen fällt es ihnen mitunter schwer, direkt miteinander zu sprechen. Das Wohnungsunternehmen erwägt deshalb, zunächst Unterstützung beim Austausch anzubieten. Wenn jemand nicht teilnehmen möchte oder keine Verständigung gelingt, folgt die reguläre Beschwerdebearbeitung. Ob das Angebot dauerhaft eingerichtet werden kann, hängt auch davon ab, wie viele Bewohner es nutzen und ob genügend Gesprächsleitungen verfügbar sind.
Veranschaulichen Sie an einem Beispiel, wie unterschiedliche Erwartungen im Zusammenleben zu einem Konflikt führen können.
Beschreiben Sie, wie Nachbarschaftskonflikte in Ihrem Heimatland oder einem anderen Land behandelt werden.
Argumentieren Sie für oder gegen das vorgeschlagene Vorgehen der Wohnungsunternehmen.
Schließen Sie mit einem Ausblick darauf, welche Rolle moderierte Gespräche künftig bei Nachbarschaftskonflikten spielen könnten.
2. Thema 2 Verständliche Behördenbriefe: Vor dem Versand von Bürgerinnen und Bürgern prüfen lassen? Sie halten im Seminar einen Vortrag darüber, ob Behörden neue Vorlagen für häufig verschickte Briefe vor ihrer Einführung von Bürgerinnen und Bürgern auf Verständlichkeit prüfen lassen sollten. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie amtliche Schreiben zugleich präzise und ohne besondere Vorkenntnisse verständlich sein können. Eine Behörde überarbeitet ihre Standardbriefe. Künftige Empfänger sollen anhand erster Entwürfe erklären, was ihnen mitgeteilt wird und was sie anschließend tun müssten. Ihre Rückmeldungen könnten vor dem Einsatz in die Vorlagen einfließen. Für sachlich richtige und vollständige Angaben bleibt die Behörde verantwortlich. Noch ist offen, wie sich diese Prüfung in die Arbeitsabläufe einfügen lässt und ob daraus weitere Veränderungen der schriftlichen Kommunikation entstehen.
Beschreiben Sie die Verständlichkeit amtlicher Schreiben in Ihrem Heimatland oder einem anderen Land.
Argumentieren Sie für oder gegen eine Prüfung neuer Briefvorlagen durch Bürgerinnen und Bürger.
Schlagen Sie eine weitere Maßnahme vor, mit der Behörden ihre Schreiben verständlicher machen könnten.
Schließen Sie mit einem Ausblick darauf, wie sich die schriftliche Kommunikation zwischen Behörden und Bevölkerung entwickeln könnte.
Teil 2: Diskussion führen
Diskutieren Sie mit einer Kollegin oder einem Kollegen circa 5 Minuten. Gehen Sie auf alle vier Punkte und auf die Beiträge Ihres Gegenübers ein. Treffen Sie am Ende eine gemeinsame Entscheidung über die Argumente für das anschließende Gespräch.
2. Textilkunst berühren dürfen? Sie und Ihre Kollegin oder Ihr Kollege unterstützen eine Ausstellung zeitgenössischer Textilkunst in einem Kulturzentrum. Die Ausstellungsleiterin möchte ausgewählte Originalwerke unter Aufsicht zum Berühren freigeben, sofern die Kunstschaffenden zustimmen. Sie bereiten gemeinsam ein Gespräch mit ihr über diesen Vorschlag vor. Dazu liegt Ihnen ein kurzer Internetbeitrag vor. Internetbeitrag: Stoffe mit den Händen erleben Bei textilen Kunstwerken erschließt sich durch Berührung, wie weich, dicht oder unregelmäßig eine Oberfläche ist. Wiederholter Kontakt kann jedoch Fasern lockern und Spuren hinterlassen. Für eine betreute Berührung ausgewählter Originale müssen daher geeignete Stellen und die Betreuung geklärt werden. Die Kunstschaffenden sollen zuvor zustimmen. Wie dieses Angebot innerhalb der Ausstellung gestaltet werden könnte, steht noch zur Diskussion.
Äußern Sie Ihre Meinung dazu, ausgewählte textile Originalwerke unter diesen Bedingungen berühren zu dürfen.
Begründen Sie Ihre Haltung und berücksichtigen Sie dabei das Kunsterlebnis und den Erhalt der Werke.
Gehen Sie darauf ein, welche Möglichkeiten zur unmittelbaren Begegnung mit Kunst Ausstellungen in Ihrem Heimatland oder einem anderen Land bieten.
Einigen Sie sich auf Argumente, die Sie der Ausstellungsleiterin im anschließenden Gespräch vortragen möchten.
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