
Paper 10
Goethe C1 · Speaking
Teil 1: Vortrag halten
Exam material is in German.
Answers & guidanceIndependent Faust practice material. Not published or endorsed by the Goethe-Institut.
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Teil 1: Vortrag halten
Sie haben insgesamt 20 Minuten Vorbereitungszeit und bereiten sich allein vor. Sie dürfen Notizen machen, aber keine Hilfsmittel verwenden. Wählen Sie eines der beiden Themen. Halten Sie dazu im Seminar einen frei gesprochenen, gut strukturierten Vortrag von circa 5 Minuten. Gehen Sie auf alle vier Punkte ein. Anschließend beantworten Sie circa 2 Minuten lang Fragen Ihrer Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner.
1. Thema 1 Wie weit darf die automatische Bearbeitung privater Fotos gehen? Sie nehmen an einem Seminar zu digitalen Alltagsfragen teil. In Ihrem Vortrag beschäftigen Sie sich damit, ob Smartphones private Fotos bereits bei der Aufnahme automatisch stark verändern sollten oder ob solche Veränderungen eine bewusste Entscheidung der fotografierenden Person erfordern sollten. Ein privates Foto kann einen Augenblick festhalten und zugleich nach persönlichen Vorstellungen gestaltet werden. Dabei können technische Funktionen inzwischen nicht nur die Helligkeit anpassen, sondern auch Bildinhalte entfernen oder Gesichtsausdrücke verändern. Wer später durch sein Fotoalbum blättert, betrachtet möglicherweise eine Darstellung, die vom erlebten Moment abweicht. Bei der Einrichtung einer Kamera stellt sich deshalb die Frage, welche Eingriffe selbstständig erfolgen dürfen und wann die Person hinter der Kamera gefragt werden soll.
Veranschaulichen Sie an einem Beispiel, wann die automatische Bearbeitung eines privaten Fotos dessen Aussage verändert.
Argumentieren Sie für eine bewusste Zustimmung zu solchen Veränderungen oder für eine automatische Bearbeitung ohne vorherige Nachfrage.
Schlagen Sie eine Maßnahme vor, mit der Nutzende die Kontrolle über die Gestaltung ihrer Fotos behalten können.
Schließen Sie mit einem Ausblick darauf, wie sich der Umgang mit privaten Erinnerungsfotos künftig entwickeln könnte.
2. Thema 2 Musizieren in dicht besiedelten Wohnvierteln Sie nehmen an einem Seminar zum Zusammenleben in der Stadt teil. In Ihrem Vortrag beschäftigen Sie sich damit, wie Erwachsene regelmäßig ein Instrument üben können, wenn zu Hause wenig Platz vorhanden ist und Geräusche die Nachbarschaft stören können. Wer ein Instrument lernt oder bereits beherrscht, braucht wiederkehrende Übungszeiten. In einer kleinen Wohnung steht dafür häufig nur ein Raum zur Verfügung, der auch anderen Zwecken dient. Durch Wände und Decken können Töne bis in benachbarte Wohnungen gelangen. Gleichzeitig unterscheiden sich Arbeitszeiten und Tagesabläufe der Hausbewohner. Außerhalb der Wohnung einen geeigneten Ort zu finden, kann mit Wegen, Kosten und eingeschränkten Zugangszeiten verbunden sein. Wie sich unter diesen Bedingungen dauerhaft Raum für Musik schaffen lässt, ist offen.
Beschreiben Sie die Möglichkeiten zum privaten Musizieren in Ihrem Heimatland oder einem anderen Land.
Veranschaulichen Sie an einem konkreten Beispiel einen Konflikt zwischen regelmäßigem Üben und dem Ruhebedürfnis der Nachbarschaft.
Schlagen Sie eine Maßnahme vor, die Erwachsenen regelmäßiges Üben ermöglicht und die Nachbarschaft entlastet.
Schließen Sie mit einem Ausblick auf die künftigen Bedingungen für das Musizieren in städtischen Wohnvierteln.
Teil 2: Diskussion führen
Diskutieren Sie mit einer Kollegin oder einem Kollegen gemeinsam circa 5 Minuten. Gehen Sie auf alle vier Punkte ein, reagieren Sie aufeinander und einigen Sie sich auf Argumente für das anschließende Gespräch.
2. Pflanzliche Gerichte als Standard bei der Anmeldung? Sie und Ihre Kollegin oder Ihr Kollege organisieren eine betriebliche Fortbildung mit gemeinsamem Mittagessen. Die Veranstaltungsleitung möchte bei der Anmeldung ein pflanzliches Gericht vorauswählen. Wer ein Gericht mit Fleisch möchte, könnte dies ausdrücklich auswählen. Sie bereiten gemeinsam ein Gespräch mit der Veranstaltungsleitung vor. Als Gesprächsgrundlage erhalten Sie einen kurzen Internetbeitrag. Internetbeitrag: Mittagessen bei der Fortbildung Für die nächste betriebliche Fortbildung wird das Anmeldeformular überarbeitet. Im Abschnitt zum gemeinsamen Mittagessen soll zunächst ein pflanzliches Gericht markiert sein. Teilnehmende können stattdessen ein Gericht mit Fleisch anklicken. Beide Gerichte werden mit ihren Zutaten beschrieben. Ein zusätzliches Feld bietet Platz für besondere Ernährungsbedürfnisse. Der Küchenbetrieb benötigt die Bestellungen vor der Veranstaltung, um Einkauf und Zubereitung zu planen. Nach dem Absenden erhalten die Angemeldeten eine Übersicht ihrer Angaben und können ihre Essenswahl bis zum Bestellschluss ändern. Noch ist das Formular nicht freigegeben. Vor der Entscheidung möchte die Veranstaltungsleitung mit dem Organisationsteam besprechen, ob die Vorauswahl für die Teilnehmenden verständlich ist.
Äußern Sie Ihre Meinung zur vorgeschlagenen Vorauswahl.
Begründen Sie Ihre Haltung unter Berücksichtigung der Interessen der Teilnehmenden und der Veranstaltungsleitung.
Gehen Sie darauf ein, wie unterschiedliche Ernährungswünsche bei beruflichen Veranstaltungen in Ihrem Heimatland oder einem anderen Land berücksichtigt werden.
Einigen Sie sich auf Argumente, die Sie der Veranstaltungsleitung im anschließenden Gespräch vorbringen möchten.
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