
Paper 4
Goethe C1 · Speaking
Vortrag halten
Exam material is in German.
Answers & guidanceIndependent Faust practice material. Not published or endorsed by the Goethe-Institut.
Inside the paper
Vortrag halten
Sie haben für das gesamte Modul 20 Minuten Vorbereitungszeit. Bereiten Sie sich allein vor; Sie dürfen Notizen machen. Hilfsmittel sind nicht erlaubt. Wählen Sie eines der beiden Themen. Halten Sie einen gut gegliederten Vortrag von circa 5 Minuten und behandeln Sie alle vier Punkte. Sprechen Sie frei. Beantworten Sie anschließend circa 2 Minuten lang Fragen Ihrer Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner.
1. Thema 1 Sollten Nutzende selbst entscheiden, wann sich die Bedienung ihrer Apps ändert? Sie nehmen an einem Seminar zu digitalen Alltagsfragen teil und halten einen Vortrag über die Abwägung zwischen technischer Weiterentwicklung und vertrauter Bedienung. Ein vertrauter Vorgang erfordert nach einer Aktualisierung plötzlich andere Schritte: Menüs sind verschoben, Funktionen anders angeordnet. Anbieter entwickeln ihre Anwendungen weiter, während Nutzende alltägliche Aufgaben erledigen möchten. Zur Debatte steht, ob Nutzende innerhalb einer Übergangsfrist bestimmen sollten, wann sie zur neuen Bedienoberfläche wechseln. Notwendige Sicherheitsaktualisierungen sind davon ausgenommen. Wie viel Einfluss auf solche Veränderungen sinnvoll ist, bleibt eine offene Frage für die weitere Entwicklung digitaler Angebote.
Veranschaulichen Sie an einem Beispiel, wie eine veränderte Appbedienung den Alltag beeinflussen kann.
Argumentieren Sie für oder gegen ein Mitspracherecht der Nutzenden beim Zeitpunkt solcher Änderungen.
Schlagen Sie eine Maßnahme vor, mit der Anbieter den Übergang zu einer veränderten Bedienung erleichtern könnten.
Schließen Sie mit einem Ausblick darauf, wie sich das Verhältnis zwischen technischer Weiterentwicklung und den Bedürfnissen der Nutzenden entwickeln könnte.
2. Thema 2 Sollten gemeinschaftliche Werkstätten aus öffentlichen Mitteln unterstützt werden? Sie nehmen an einem Seminar zur Gestaltung des Zusammenlebens teil und halten einen Vortrag über Orte, an denen Menschen Alltagsgegenstände selbst reparieren können. In einem Wohnviertel steht ein Ladenraum leer. Dort könnte eine gemeinschaftliche Werkstatt entstehen, in der die Nachbarschaft Werkzeuge und Arbeitsplätze teilt. Willkommen wären sowohl geübte Personen als auch Menschen, die bisher kaum etwas selbst repariert haben. Für Räume, Ausstattung und Betreuung müsste eine Finanzierung gefunden werden. Die Gemeinde überlegt, einen Zuschuss bereitzustellen; zugleich benötigen andere Angebote im Viertel Geld. Wie die Werkstatt organisiert würde und welchen Platz sie langfristig im Zusammenleben einnehmen könnte, ist noch offen.
Geben Sie ein Beispiel dafür, wie eine gemeinschaftliche Werkstatt in einem Wohnviertel genutzt werden könnte.
Argumentieren Sie für oder gegen die öffentliche Förderung solcher Werkstätten.
Schlagen Sie eine Maßnahme vor, durch die auch Menschen ohne handwerkliche Erfahrung das Angebot nutzen könnten.
Schließen Sie mit einem Ausblick auf die künftige Bedeutung gemeinschaftlicher Werkstätten für das Leben im Wohnviertel.
Diskussion führen
Diskutieren Sie mit einer Kollegin oder einem Kollegen circa 5 Minuten. Behandeln Sie alle vier Punkte, reagieren Sie aufeinander und entwickeln Sie eine gemeinsame Grundlage für das anschließende Gespräch.
2. Sollten Beschäftigte neue betriebliche Software vor ihrer Einführung im Arbeitsalltag erproben? In Ihrem Betrieb steht die Einführung eines neuen Programms zur Aufgabenplanung bevor. Die Geschäftsleitung erwägt, Beschäftigte an einer Erprobungsphase zu beteiligen. Sie diskutieren mit einer Kollegin oder einem Kollegen, um ein gemeinsames Gespräch mit der Geschäftsleitung vorzubereiten. Dazu haben Sie im Internet folgenden Beitrag gelesen: Neue Arbeitsmittel gemeinsam kennenlernen Bevor ein Programm im gesamten Betrieb eingesetzt wird, können künftige Anwenderinnen und Anwender typische Arbeitsabläufe damit durchspielen. Bei einer Aufgabenplanung gehören dazu etwa das Verteilen von Aufträgen und das Verschieben von Terminen. Rückmeldungen aus dieser Phase können zeigen, wo Abläufe noch unklar sind. Wer teilnimmt, wie viel Arbeitszeit dafür vorgesehen wird und wie die Rückmeldungen berücksichtigt werden, muss im Betrieb geklärt werden.
Äußern Sie Ihre Meinung zur Beteiligung der Beschäftigten an der Erprobung.
Begründen Sie Ihre Haltung unter Berücksichtigung des Arbeitsalltags.
Beschreiben Sie anhand eines Ihnen bekannten Beispiels, wie Beschäftigte in Ihrem Heimatland oder einem anderen Land bei der Einführung neuer Arbeitsmittel einbezogen werden.
Einigen Sie sich auf Argumente, die Sie der Geschäftsleitung im anschließenden Gespräch gemeinsam vortragen möchten.