Turn your phone upright to continue.
Skip to content
Goethe C2 Schreiben · Übungssatz 12

Paper 12

Goethe C2 · Writing

80 min8 pages

Was Inschriften vermitteln

Exam material is in German.

Answers & guidance

Independent Faust practice material. Not published or endorsed by the Goethe-Institut.

Inside the paper

Teil 1: Leitsprüche im öffentlichen Raum

Überarbeiten Sie die markierten Passagen des Kurzreferats. Verwenden Sie jeweils das vorgegebene Wort unverändert und behalten Sie die Bedeutung bei. Nehmen Sie alle notwendigen grammatischen Änderungen vor. Schreiben Sie nur die neu formulierten Passagen auf den Antwortbogen. Sie haben 20 Minuten Zeit.

Was Inschriften vermitteln

In meinem Kurzreferat stelle ich das Konzept einer Ausstellung vor, die den Blick auf alltägliche Schriftzüge lenken soll. __(1)__ Unser Ausstellungsteam untersucht, wie Leitsprüche in öffentlichen Gebäuden verstanden werden. Ausgangspunkt sind Fotografien aus Eingangshallen und Sitzungssälen. __(2)__ Ein kurzer Spruch lässt sich leichter behalten als eine ausführliche Erklärung. Gerade diese sprachliche Verdichtung macht ihn für unsere Arbeit interessant. Dabei betrachten wir auch das Verhältnis zwischen Beständigkeit und gesellschaftlichem Wandel. __(3)__ Obwohl die Inschrift unverändert bleibt, kann sich ihre Bedeutung für die Bevölkerung wandeln. Für die Präsentation planen wir deshalb Ansichten aus verschiedenen Entfernungen. __(4)__ Die räumliche Anordnung beeinflusst, wie die ausgestellten Sprüche wahrgenommen werden. Eine Aufnahme über einer Tür vermittelt einen anderen Eindruck als die isolierte Wiedergabe derselben Wörter. Auch die Grenzen solcher Beobachtungen müssen deutlich werden. __(5)__ Aus der dauerhaften Sichtbarkeit eines Mottos folgt nicht zwangsläufig, dass alle seine Aussage teilen. __(6)__ Das Team verzichtet darauf, die ausgestellten Leitsprüche zu bewerten. Stattdessen erschließen wir den Besuchenden die jeweiligen Entstehungszusammenhänge. __(7)__ Bevor ein Spruch in die Ausstellung aufgenommen wird, muss seine Herkunft geklärt werden. Dafür sichten wir Bauunterlagen und ältere Fotografien. __(8)__ Die Begleittexte sollen verhindern, dass historische Formulierungen vorschnell nach heutigen Maßstäben beurteilt werden. Sie nennen Anlass, Auftraggeber und ursprünglichen Verwendungsort. Für die Gestaltung ergibt sich daraus eine praktische Schwierigkeit. __(9)__ Nur wenn genügend Platz vorhanden ist, können unterschiedliche Deutungen nebeneinander dargestellt werden. Wir müssen daher die Zahl der Exponate sorgfältig begrenzen. Entscheidend ist letztlich, was über den Museumsbesuch hinauswirkt. __(10)__ Die Ausstellung soll die Besuchenden dazu anregen, vertraute Inschriften genauer zu betrachten.

Beispiel

Beispiel 0

Für die Planung benötigen wir geeignetes Material. __(0)__ Wir können die Ausstellung erst eröffnen, wenn alle Fotografien vorliegen.

0. Wir können die Ausstellung erst eröffnen, wenn alle Fotografien vorliegen.

Vorgabe: Eröffnung

Lösung zum Beispiel: Die Eröffnung der Ausstellung ist erst möglich, wenn alle Fotografien vorliegen.

1. Unser Ausstellungsteam untersucht, wie Leitsprüche in öffentlichen Gebäuden verstanden werden.

Vorgabe: Verständnis

2. Ein kurzer Spruch lässt sich leichter behalten als eine ausführliche Erklärung.

Vorgabe: einprägsamer

3. Obwohl die Inschrift unverändert bleibt, kann sich ihre Bedeutung für die Bevölkerung wandeln.

Vorgabe: unveränderter

4. Die räumliche Anordnung beeinflusst, wie die ausgestellten Sprüche wahrgenommen werden.

Vorgabe: Einfluss

5. Aus der dauerhaften Sichtbarkeit eines Mottos folgt nicht zwangsläufig, dass alle seine Aussage teilen.

Vorgabe: bedeutet

6. Das Team verzichtet darauf, die ausgestellten Leitsprüche zu bewerten.

Vorgabe: Bewertung

7. Bevor ein Spruch in die Ausstellung aufgenommen wird, muss seine Herkunft geklärt werden.

Vorgabe: Aufnahme

8. Die Begleittexte sollen verhindern, dass historische Formulierungen vorschnell nach heutigen Maßstäben beurteilt werden.

Vorgabe: vorbeugen

9. Nur wenn genügend Platz vorhanden ist, können unterschiedliche Deutungen nebeneinander dargestellt werden.

Vorgabe: Voraussetzung

10. Die Ausstellung soll die Besuchenden dazu anregen, vertraute Inschriften genauer zu betrachten.

Vorgabe: Betrachtung

Teil 2: Ein Thema ausarbeiten

Wählen Sie genau eines der vier Themen und schreiben Sie circa 350 Wörter. Sie haben 60 Minuten Zeit. Verfassen Sie bei Thema 1 einen Leserbrief, bei Thema 2 eine E-Mail und bei Thema 3 oder 4 eine Buchbesprechung. Beziehen Sie sich bei den Themen 1 und 2 auf alle drei Aussagen. Bearbeiten Sie bei den Themen 3 und 4 alle drei Inhaltsaspekte auf Grundlage Ihrer Kenntnis des vollständigen Buches. Schreiben Sie auf den Antwortbogen.

Bearbeiten Sie alle Aspekte der Aufgabenstellung.

Begründen Sie Ihre Argumentation und geben Sie Beispiele.

Schreiben Sie zusammenhängend und gliedern Sie Ihren Text klar.

Wählen Sie Ausdrücke und einen Stil, die zum Thema und zur Textsorte passen.

1. Konzertprogramme zwischen Wiedererkennen und Entdecken Die Kulturzeitschrift „Klangraum“ lädt nach einer Artikelserie über die Gestaltung von Konzertprogrammen zu Leserbriefen ein. Sie schreiben einen ausführlichen Leserbrief an die Redaktion. Zur Debatte stehen folgende Aussagen: „Bekannte Werke sollten im Programm als Bezugspunkte dienen, durch die sich unbekannte Musik leichter erschließen lässt.“ „Ein Konzertprogramm gewinnt an Aussagekraft, wenn seine Werke eine inhaltliche Verbindung haben, auch wenn dadurch weniger berühmte Namen vertreten sind.“ „Wer ein Abonnement kauft, sollte darauf vertrauen können, dass angekündigte Programme nur aus zwingenden Gründen geändert werden.“

2. Wie viel Erklärung braucht eine Aufführung? In der Radiosendung „Kultur am Abend“ wurde darüber diskutiert, welche Rolle Erläuterungen bei Theateraufführungen spielen sollten. Die Redaktion bittet um Rückmeldungen. Sie schreiben eine ausführliche E-Mail an die Redaktion zu diesen Diskussionsbeiträgen: „Eine Einführung vor der Aufführung erleichtert den Zugang, lenkt aber zugleich die Wahrnehmung des Publikums.“ „Ein Theaterstück sollte auch ohne Kenntnis des Programmhefts verständlich sein.“ „Im Publikumsgespräch sollten die Verantwortlichen ihre künstlerischen Entscheidungen erläutern, ohne eine bestimmte Deutung als verbindlich vorzugeben.“

3. Wolf Haas: „Junger Mann“ Ein deutschsprachiges Literaturblog sucht Buchbesprechungen für eine Reihe darüber, wie Jugendliche durch Sprache Zugehörigkeit und Kompetenz ausdrücken. Sie schreiben für dessen erwachsene Leserschaft eine Rezension des Romans „Junger Mann“ von Wolf Haas. Die Aufgabe setzt voraus, dass Sie den vollständigen Roman bereits gelesen haben. Ein Textauszug oder das vollständige Werk wird nicht bereitgestellt.

Fassen Sie den Inhalt des Romans kurz zusammen.

Erläutern Sie ausführlich, wie der junge Erzähler berufstypische Wendungen und routinierte Gesprächsformen an der Tankstelle aufgreift. Untersuchen Sie anhand konkreter sprachlicher und praktischer Routinen, was dies über Zugehörigkeit und das Auftreten als kompetenter Erwachsener vermitteln kann und welche Grenzen zwischen sprachlicher Sicherheit und Lebenserfahrung bestehen. Unterscheiden Sie Textbeobachtungen von Ihrer Deutung.

Empfehlen Sie den Roman der Leserschaft des Blogs und begründen Sie Ihre Empfehlung mit Blick auf deren Interesse an Sprache und jugendlichen Sichtweisen.

4. Daniela Krien: „Die Liebe im Ernstfall“ Ein deutschsprachiges Literaturforum plant eine Leserunde über historische Veränderungen und persönliche Handlungsmöglichkeiten. Sie schreiben für die erwachsenen Teilnehmenden eine Buchbesprechung zu Daniela Kriens Roman „Die Liebe im Ernstfall“. Die Aufgabe setzt voraus, dass Sie den vollständigen Roman bereits gelesen haben. Ein Textauszug oder das vollständige Werk wird nicht bereitgestellt.

Fassen Sie den Inhalt des Romans kurz zusammen.

Erläutern Sie ausführlich, wie das Aufwachsen in der DDR und die erweiterten Möglichkeiten nach 1989 die Lebensentscheidungen der Frauen rahmen. Untersuchen Sie anhand der Lebensverläufe von mindestens zwei Frauen das Verhältnis zwischen gewonnener Freiheit, dem Anspruch auf eigene Lebensgestaltung und den Grenzen persönlicher Verfügung über Glück. Belegen Sie Ihre Deutung am Roman und unterscheiden Sie historische Rahmenbedingungen von den Ursachen einzelner privater Krisen.

Empfehlen Sie den Roman für die geplante Leserunde und begründen Sie, welchen Beitrag er zu deren Diskussion leisten kann.

More papers

Faust is independent and not affiliated with or endorsed by Goethe-Institut, telc, g.a.s.t. (TestDaF) or ÖSD. All names and logos are the trademarks of their owners. Faust does not issue certificates or official exam results.