
Paper 10
Goethe C2 · Writing
Eine gemeinsame Grundlage für die Gartenpflege
Exam material is in German.
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Inside the paper
Teil 1: Böden im Gartenverein dokumentieren
Überarbeiten Sie die markierten Passagen des Kurzreferats. Verwenden Sie jeweils das Wort aus der rechten Spalte unverändert und behalten Sie die Bedeutung bei. Nehmen Sie alle notwendigen grammatischen Anpassungen vor. Schreiben Sie nur die neu formulierten Passagen auf den Antwortbogen. Das separate Beispiel zeigt eine mögliche Umformung. Bearbeitungszeit: 20 Minuten.
Eine gemeinsame Grundlage für die Gartenpflege
In meinem Kurzreferat stelle ich einen Vorschlag für die nächste Mitgliederversammlung vor. __(1)__ Unser Gartenverein beabsichtigt, die Beschaffenheit seiner Böden genauer zu dokumentieren. Bisher stehen persönliche Notizen neben Fotos und mündlichen Berichten, sodass bei gemeinsamen Beratungen oft wichtige Zusammenhänge fehlen. __(2)__ Ob sich die einzelnen Flächen sinnvoll vergleichen lassen, hängt von einheitlichen Beschreibungen ab. Ein gemeinsamer Bogen könnte beispielsweise Angaben zur Oberfläche und zur bisherigen Pflege zusammenführen. __(3)__ Obwohl die Mitglieder großes Interesse zeigen, fehlen bislang verbindliche Absprachen. Deshalb brauchen wir einen Entwurf, der sich im Alltag ohne aufwendige Ausstattung verwenden lässt. __(4)__ Die Arbeitsgruppe soll zunächst festlegen, welche Merkmale erfasst werden. Dabei wäre auch zu klären, wie Beobachtungen sprachlich möglichst eindeutig beschrieben werden können. Für die Auswertung müssen wir den begrenzten Umfang unserer Beobachtungen berücksichtigen. __(5)__ Niemand darf aus einer einzelnen Beobachtung auf den Zustand des gesamten Gartens schließen. Das soll als Grundregel im gemeinsamen Bogen stehen. __(6)__ Indem die Beteiligten auch den Zeitpunkt notieren, machen sie ihre Aufzeichnungen nachvollziehbarer. Bei entnommenem Material reicht eine beiläufige Erinnerung an die Fundstelle dagegen nicht aus. __(7)__ Die Herkunft jeder Probe muss sich später noch feststellen lassen. Dafür könnten beschriftete Behälter und ein Verzeichnis der Entnahmestellen dienen. __(8)__ Bevor das gemeinsame Protokoll verabschiedet wird, sollen alle Mitglieder dazu Stellung nehmen können. Eine offene Besprechung bietet Gelegenheit, praktische Schwierigkeiten frühzeitig anzusprechen. Auch die Verwendung der Fotos braucht eine klare Grundlage. __(9)__ Ohne die Zustimmung der jeweiligen Mitglieder werden keine Aufnahmen ihrer Parzellen veröffentlicht. Für den Einstieg ist zumindest die Finanzierung geklärt. __(10)__ Der Vorstand hat zugesagt, die Materialkosten zu übernehmen. Nun können wir die benötigten Bögen und Behälter auswählen.
Beispiel
Beispiel 0
Zur Vorbereitung liegt ein erster Entwurf vor. __(0)__ Wir möchten den Aufwand für die Dokumentation begrenzen. So bleibt genügend Zeit für die praktische Gartenarbeit.
0. Wir möchten den Aufwand für die Dokumentation begrenzen.
Vorgabe: Grenzen
Lösung zum Beispiel: Wir möchten den Aufwand für die Dokumentation in Grenzen halten.
1. Unser Gartenverein beabsichtigt, die Beschaffenheit seiner Böden genauer zu dokumentieren.
Vorgabe: Absicht
2. Ob sich die einzelnen Flächen sinnvoll vergleichen lassen, hängt von einheitlichen Beschreibungen ab.
Vorgabe: Voraussetzung
3. Obwohl die Mitglieder großes Interesse zeigen, fehlen bislang verbindliche Absprachen.
Vorgabe: ungeachtet
4. Die Arbeitsgruppe soll zunächst festlegen, welche Merkmale erfasst werden.
Vorgabe: Aufgabe
5. Niemand darf aus einer einzelnen Beobachtung auf den Zustand des gesamten Gartens schließen.
Vorgabe: zulässig
6. Indem die Beteiligten auch den Zeitpunkt notieren, machen sie ihre Aufzeichnungen nachvollziehbarer.
Vorgabe: durch
7. Die Herkunft jeder Probe muss sich später noch feststellen lassen.
Vorgabe: feststellbar
8. Bevor das gemeinsame Protokoll verabschiedet wird, sollen alle Mitglieder dazu Stellung nehmen können.
Vorgabe: Verabschiedung
9. Ohne die Zustimmung der jeweiligen Mitglieder werden keine Aufnahmen ihrer Parzellen veröffentlicht.
Vorgabe: sofern
10. Der Vorstand hat zugesagt, die Materialkosten zu übernehmen.
Vorgabe: Zusage
Teil 2: Einen ausführlichen Text schreiben
Wählen Sie eines der vier Themen und schreiben Sie dazu einen Text von circa 350 Wörtern auf den Antwortbogen. Bearbeiten Sie bei den allgemeinen Themen alle drei Aussagen und bei den Literaturthemen alle drei Inhaltsaspekte. Behandeln Sie bei den Literaturthemen den zweiten Inhaltsaspekt ausführlich. Bearbeitungszeit: 60 Minuten.
Bearbeiten Sie alle Aspekte der Aufgabenstellung.
Begründen Sie Ihre Argumentation und geben Sie Beispiele.
Schreiben Sie zusammenhängend und gliedern Sie Ihren Text klar.
Wählen Sie Ausdrücke und einen Stil, die zum Thema und zur Textsorte passen.
1. Vermögen weitergeben, Chancen verteilen Die Zeitschrift „Gesellschaft im Gespräch“ lädt nach einem Dossier über das Vererben von Vermögen zu Leserbriefen ein. Schreiben Sie einen ausführlichen Leserbrief an die Redaktion. Nehmen Sie zu allen drei folgenden Aussagen begründet Stellung und geben Sie Beispiele. „Wer Vermögen aufgebaut hat, sollte weitgehend selbst bestimmen können, wem es nach dem eigenen Tod zugutekommt.“ „Ein Teil großer Erbschaften sollte der Allgemeinheit zugutekommen, um Menschen ohne Familienvermögen bessere Startbedingungen zu ermöglichen.“ „Wenn ein geerbtes Vermögen überwiegend in einem weitergeführten Betrieb gebunden ist, sollten für einen gesellschaftlichen Ausgleich längere Zahlungsfristen gelten.“
2. Wie verbindlich ist ein Ehrenamt? Die Radiosendung „Alltag miteinander“ hat darüber diskutiert, welche Verpflichtungen mit einem regelmäßigen Ehrenamt verbunden sein sollten. Die Redaktion bittet das Publikum um Stellungnahmen. Schreiben Sie eine ausführliche E-Mail an die Redaktion. Nehmen Sie zu allen drei folgenden Diskussionsbeiträgen begründet Stellung und geben Sie Beispiele. „Auch ohne Bezahlung sollten freiwillig Engagierte verbindliche Einsatzzeiten zusagen, wenn andere Menschen auf ihre Hilfe angewiesen sind.“ „Organisationen sollten auch kurzfristige Mitarbeit ermöglichen, selbst wenn dadurch ihre Planung aufwendiger wird.“ „Wer im Ehrenamt dauerhaft Verantwortung übernimmt, sollte über die Gestaltung der Angebote mitentscheiden können.“
3. Wolf Haas: „Junger Mann“ Für ein deutschsprachiges Literaturblog schreiben Sie eine Buchbesprechung für Erwachsene, die sich für Rangordnungen und Zugehörigkeit in Kindergruppen interessieren. Die Aufgabe setzt voraus, dass Sie den vollständigen Roman „Junger Mann“ von Wolf Haas bereits gelesen haben. Ein Textauszug oder der vollständige Roman wird nicht bereitgestellt.
Fassen Sie die Handlung des Romans kurz zusammen.
Erläutern Sie ausführlich, wie Alter, Körpergröße und zugeschriebenes Können die Rangordnung der Kinder beim Schanzenspringen am Romananfang prägen. Untersuchen Sie die Position des jüngsten Erzählers und deuten Sie anhand konkreter Textbeobachtungen, wie Teilnahme, Zugehörigkeit und Risiko miteinander zusammenhängen können. Unterscheiden Sie dabei zwischen dem dargestellten Geschehen und Ihren Schlussfolgerungen.
Empfehlen Sie den Roman der Leserschaft des Blogs und begründen Sie, was ihn für deren Interesse lesenswert macht.
4. Daniela Krien: „Die Liebe im Ernstfall“ Ein deutschsprachiges Literaturforum plant eine Leserunde darüber, wie einzelne Szenen Erwartungen an literarische Beziehungen wecken können. Sie schreiben dafür eine Buchbesprechung. Die Aufgabe setzt voraus, dass Sie den vollständigen Roman „Die Liebe im Ernstfall“ von Daniela Krien bereits gelesen haben. Ein Textauszug oder der vollständige Roman wird nicht bereitgestellt.
Fassen Sie den Inhalt des Romans kurz zusammen.
Erläutern Sie ausführlich, welche Erwartungen an Paulas und Ludgers Beziehung die Episode mit dem Vogel am Morgen ihrer Hochzeit wecken kann. Entwickeln Sie Ihre Deutung anhand des Geschehens und des Verhaltens beider Figuren. Prüfen Sie dabei die Möglichkeiten und Grenzen einer symbolischen Lesart, ohne eine feste Bedeutung oder den weiteren Beziehungsverlauf vorauszusetzen.
Empfehlen Sie den Roman für die geplante Leserunde und begründen Sie, welche Anregungen er für deren Diskussion bietet.
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