Transparenz
Wie unser Einstufungstest Ihr Niveau einschätzt
Ein Einstufungstest ist nur so viel wert wie die Ehrlichkeit seiner Auswertung. Diese Seite erklärt offen, wie der kostenlose Einstufungstest von Faust Ihre Antworten den Stufen des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens (GER, englisch CEFR) von A1 bis C2 zuordnet, und wo die Grenzen dieser Einschätzung liegen.
Das Wichtigste vorab: Das Ergebnis ist eine sorgfältige, unverbindliche Einschätzung, kein Zertifikat. Der Test rundet nie auf. Wenn die Daten zwischen zwei Stufen liegen, nennt er die niedrigere als gesicherte Aussage, nicht die schmeichelhaftere.
So funktioniert die Zuordnung
Der Test ist adaptiv: Jede Aufgabe ist vorab einer Schwierigkeit auf der GER-Skala zugeordnet, und der Test wählt die nächste Aufgabe nach Ihren bisherigen Antworten. Aus allen Antworten berechnet ein statistisches Modell fortlaufend, welche Stufen mit Ihren Ergebnissen vereinbar sind. Richtige Antworten auf schwere Aufgaben verschieben die Schätzung nach oben, Fehler nach unten; Raten wird einkalkuliert, ein einzelner Ausrutscher wirft die Schätzung nicht um.
Übersprungene Aufgaben zählen dabei vorsichtig: Wer eine Aufgabe auslässt, bekommt dafür keinen Vorteil in der Schätzung.
Was Untergrenze und wahrscheinliche Stufe bedeuten
Das Ergebnis besteht aus zwei Angaben. Die Untergrenze ist die Stufe, die Ihre Antworten mit hoher Sicherheit belegen: Sie ist bewusst streng gewählt, damit sie auch bei einem schwächeren Tag hält. Die wahrscheinliche Stufe ist die Mitte der Schätzung, also die Stufe, auf der Sie nach den Daten am ehesten stehen.
Die Untergrenze liegt nie über der wahrscheinlichen Stufe, und der Test meldet nie mehr, als die Antworten tragen. Reichen die Daten für eine Aussage nicht aus, sagt das Ergebnis das offen, statt eine Stufe zu erfinden.
Warum wir das offenlegen
Viele Einstufungstests runden auf, weil ein höheres Ergebnis besser motiviert und besser verkauft. Wir halten das für falsch: Wer mit einem geschönten Niveau eine Prüfung bucht, zahlt Gebühren für einen vermeidbaren Fehlversuch. Eine konservative Einschätzung ist kurzfristig weniger schmeichelhaft und langfristig nützlicher.
Und ebenso offen: Der Einstufungstest ist kein Zertifikat und ersetzt keine Prüfung. Er beantwortet eine einzige Frage ehrlich: auf welcher Stufe Sie jetzt üben sollten. Ob eine Prüfung schon realistisch ist, zeigt danach eine komplette Simulation im Goethe-Format auf der Zielstufe.
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Häufige Fragen
- Ist das Ergebnis ein offizieller Nachweis?
- Nein. Das Ergebnis ist eine unverbindliche Einschätzung für Ihre Lernplanung. Offizielle Nachweise sind Prüfungen wie die Goethe-Zertifikate, der DTZ oder vergleichbare anerkannte Tests.
- Warum zeigt der Test eine niedrigere Stufe, als ich erwartet habe?
- Der Test rundet nie auf. Die Untergrenze nennt nur, was Ihre Antworten mit hoher Sicherheit belegen; die wahrscheinliche Stufe kann darüber liegen. Ein strenges Ergebnis schützt vor einer zu früh gebuchten Prüfung.
- Wie lange dauert der Test und was kostet er?
- Wenige Minuten, kostenlos, ohne Konto und ohne E-Mail-Adresse. Der Test passt die Aufgaben laufend an Ihre Antworten an und endet, sobald die Einschätzung stabil ist.
- Was mache ich mit dem Ergebnis?
- Üben Sie auf der Stufe, die das Ergebnis nennt, mit Aufgaben im Goethe-Format und sofortiger Auswertung. Eine Prüfungsanmeldung lohnt sich erst, wenn komplette Simulationen auf der Zielstufe stabil über der Bestehensgrenze liegen.
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